Direktbanken und Online-Broker im Vergleich

Direktbanken passen in eine Zeit, in der vieles schneller und einfacher gehen soll, zumal sich Bankgeschäfte bequem per Internet oder Telefon erledigen lassen. Umfragen zufolge ist Kunden dabei ein leicht zu bedienendes Online-Banking mit modernen Kontofunktionen sowie ein qualifizierter, persönlicher Service besonders wichtig. Zunehmend wollen Kunden auch per Mobile Banking auf ihre Konten zugreifen. Auf modern-banking.de finden Sie umfangreiche Informationen zum Direktbankenmarkt und Produktvergleiche mit insgesamt 126 überregionalen Anbietern.

09.04.2014 |AgrarBank schließt zum Monatsende
Die AgrarBank, eine überregionale, aber wenig wahrgenommene Direktbank, wird eingestellt. Bestehende Kundenverbindungen werden an die Muttergesellschaft VR Bank HessenLand abgegeben, dort sollen sie zu den derzeitigen Konditionen weitergeführt werden. Bleibt abzuwarten, für wie lange das tatsächlich so sein wird. Über die Schließung wird auf der Internetseite mit einem Zweizeiler informiert: "Mit Wirkung vom 1.5.14 integrieren wir die Leistungen der AgrarBank in die VR Bank HessenLand eG. Sie erreichen uns künftig über www.vrbank-hessenland.de."
Gegründet wurde die AgrarBank im November 2008 und geführt als Zweigniederlassung. Die Agrar- und Ernährungsbranche ist für die alteingesessene Volks- und Raiffeisenbank, für das die Abkürzung "VR" steht, eine Kundengruppe, der man sich wegen des örtlichen Bezugs verbunden fühlt. Daher stammt der merkwürdige Name der Direktbank, ohne dass die Zugehörigkeit zu dieser Kundengruppe jemals Bedingung gewesen wäre. Das Hauptprodukt, das "GiroTagesgeld", konnte privat wie geschäftlich eröffnet werden. In der Funktion eines Girokontos ließ es lediglich Basisfunktionen zu, der Zugriff auf das Geldautomatennetz der Genossenschaftsbanken war der eigentliche Vorteil. Mit einer Verzinsung, die sich am EURIBOR orientiert, blieben die Kontoguthaben über weite Strecken knapp über null und damit nahezu unverzinst. Als Tagesgeldanlage war das zu wenig. Am ehesten stieß das Konto noch bei denjenigen auf Interesse, die ein günstiges Geschäftsgirokonto suchten. Ab Januar 2013 wurde dann allerdings der Verzicht auf eine Kontoführungspauschale von einem Durchschnittsguthaben von mindestens EUR 5.000 abhängig gemacht und die Anzahl der monatlich inbegriffenen Buchungsposten von 200 auf 50 reduziert.

03.04.2014 |Europaparlament will günstige Kartenzahlungen
Nach dem Willen des Europaparlaments sollen die Gebühren für Kartenzahlungen reguliert werden. Die Abgeordneten stimmten am heutigen Donnerstag in Brüssel dafür. Die sogenannten Interbankenentgelte sollen demnach für Kreditkarten auf maximal 0,3 Prozent des Umsatzes begrenzt werden und für Debitkarten auf maximal 0,2 Prozent oder sieben Cent (je nachdem, welcher Betrag niedriger ist). Diese Obergrenzen sollen für nationale sowie für grenzüberschreitende Zahlungen innerhalb der EU gelten. Aufschläge, die einige Einzelhändler für Kartenzahlungen erheben, wären durch die Deckelung der Interbankenentgelte nicht länger gerechtfertigt und würden untersagt werden. Interbankenentgelte legen Banken und Kartenunternehmen untereinander fest. Einzelhändler haben darüber keine Verhandlungsmacht, müssen sie aber entrichten, wenn Kunden mit Karte bezahlen, was nach Auffassung der EU wettbewerbswidrig ist. Die Pläne würden vor allem MasterCard und VISA treffen. Die Gebühren sind innerhalb der EU sehr unterschiedlich. So kommt es, dass man in Schweden mit seiner Kreditkarte problemlos einen Kaffee kaufen kann, während man in Tschechien erst einen Mindestbetrag erreichen muss. In Deutschland beträgt die durchschnittliche Gebühr für Kreditkartenzahlungen gemäß Angaben des Wirtschaftsmagazins "Der Handel" aktuell rund 1,2 Prozent. Von der Regulierung sollen letztlich die Verbraucher profitieren. Denn die bislang hohen Gebühren schlagen sich in den Verbraucherpreisen nieder - für diejenigen, die mit Karte zahlen und für diejenigen, die bar zahlen. Die meisten Verbraucher sind sich darüber nicht im Klaren, durch Bonuspunkte werden sie sogar zur Kartenzahlung ermutigt, da dies für Kartenaussteller eine große Einnahmequelle ist. Da zukünftig noch mehr digital bezahlt wird, sind effiziente Zahlungssysteme ein volkswirtschaftlicher Faktor. Es ist damit zu rechnen, dass die Kartenbranche zum Ausgleich die jährlichen Kartenpreise anhebt oder Zusatzleistungen wie Versicherungen streicht. Die Pläne werden nur Gesetz, wenn das Parlament mit den EU-Staaten im Rat einen Kompromiss findet. Die Gespräche sollen im Sommer stattfinden. Entgegen dem ersten Vorschlag der Europäischen Kommission will das Europaparlament nicht nur die Vier-Parteien-Systeme (Kunde-Kundenbank-Händlerbank-Händler) reguliert sehen, wie es bei MasterCard und VISA gegeben ist, sondern auch Drei-Parteien-Systeme (Kunde-Kartengesellschaft-Händler), wie von American Express und Diners Club.

01.04.2014 |Zencap: Das Lendico für Mittelständler
Die Startup-Schmiede Rocket Internet setzt weiter auf Kreditmarktplätze, nach Lendico starteten die Berliner am Sonntag in einem ähnlichen Webdesign Zencap, wo Darlehen an mittelständische Unternehmen vermittelt werden. Zielgruppe von Zencap sind Unternehmen, die mindestens zwei Jahre alt sind und einen jährlichen Umsatz zwischen EUR 100.000 und fünf Millionen Euro haben. Lendico hingegen ging im vergangenen Dezember online und ist Mittler zwischen Privatleuten. Die Geldgeber für die auf Zencap beschriebenen Projekte sind ebenfalls Privatleute. Sie investieren und nehmen damit das Ausfallrisiko in Kauf, um eine von der Risikoklasse abhängige Rendite zu erzielen. Mittelstandskredite sollen durch den Marktplatz schneller und unbürokratischer als bei Banken zu bekommen sein, denn die Banken seien angesichts der verschärften Eigenkapital- und Liquiditätsanforderungen der Basel-III-Regeln bei der Kreditvergabe schwerfällig. Vermittelt werden Kredite zwischen EUR 10.000 und EUR 150.000 Euro über eine Laufzeit von 6 bis 60 Monaten.

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