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22.11.2014 |

Details der Einlagensicherung ab 2015 neu geregelt

Die Bundesregierung brachte am vergangenen Mittwoch einen Gesetzesentwurf zur Einlagensicherung auf den Weg. Damit wird die im April 2014 neugefasste EU-Richtlinie zu den gemeinsamen Anforderungen an die gesetzlich geregelten nationalen Einlagensicherungssysteme umgesetzt. Die Änderungen sollen ab Juni 2016 in Deutschland gelten. Das sind die Kernpunkte: Im Falle einer Bankinsolvenz sollen Kontoinhaber ihre Einlagen schneller zurückerhalten - innerhalb von derzeit 20 auf 7 Arbeitstagen. Auf eine stufenweise Verkürzung der Frist, wie sie die EU-Richtlinie erlaubt, verzichtete die Bundesregierung. Die Entschädigung wird künftig automatisch vorgenommen, ohne dass es eines Antrags bedarf. Bislang wurde der Kunde zunächst angeschrieben, auch um gegebenenfalls unvollständige Daten zu klären. Ein beigefügtes Formular musste bei diesem Verfahren unterschrieben zurückgesandt werden. Um die Auszahlungsfrist nicht zu überschreiten, kann die Unterrichtung der Kunden künftig zeitgleich mit der Auszahlung erfolgen. Die Ansprüche der Kunden verjähren erst nach zehn statt bislang fünf Jahren. Die Deckungssumme beträgt unverändert EUR 100.000 je Privatperson und Kreditinstitut. Nach den neuen Vorschriften wird für besonders schutzwürdige Einlagen ein erhöhter Schutzumfang von EUR 500.000 eingeführt. Dieser greift sechs Monate lang bei bestimmten Lebensereignissen, die dazu führen, dass der Einleger kurzfristig einen hohen Geldbetrag bei einer Bank parkt, etwa wenn die privat genutzte Immobile verkauft wird oder man eine Abfindung erhält. Andere Ereignisse können Scheidung, Renteneintritt, Ruhestand, Geburt, Krankheit, Pflegebedürftigkeit, Invalidität, Behinderung oder Tod sein. Dem Einleger soll in solchen Fällen Zeit für die Entscheidung gegeben werden, wie er einen erhaltenen Betrag aufteilt und anlegt. Den Banken wird eine weitere Informationspflicht auferlegt, sie müssen ihren Kunden einmal jährlich über das sie betreffende Einlagensicherungssystem informieren. Auch wird eine Zielquote für die Finanzausstattung der Entschädigungseinrichtungen vorgegeben: In jedem EU-Land sind aus Beiträgen der Institute ein Mindestvermögen von 0,8 Prozent der gedeckten Einlagen aufzubauen, um besser gerüstet zu sein.

Sparkassen und die Genossenschaftsbanken stehen für die Liquidität und die Solvenz über die sogenannte Institutshaftung jeweils im eigenen Lager gegenseitig füreinander ein. Sie hielten bislang für diesen Zweck keine Mittel vor. Beide Verbände können ihre gesonderten Einrichtungen fortführen, müssen sie aber noch von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht als gesetzliche Einlagensicherungssysteme anerkennen lassen und binnen zehn Jahren mit genügend Kapital unterlegen. Bei den Sparkassen wird seit Monaten heiß diskutiert, wie innerhalb der Gruppe die Lastenverteilung aussehen soll. Gemäß einer Erklärung des Verbandspräsidenten Georg Fahrenschon vom Mittwoch, ist man sich grundsätzlich einig darin, zunächst in einer Region füreinander einzustehen, und erst wenn dieser Topf leer sei, die anderen Verbundmitglieder aushelfen. So werde es intern elf regionale Töpfe geben, daneben ein Topf für die Landesbanken und einen für die Bausparkassen.

Auf freiwilliger Basis werden die deutschen Bankenverbände auch weiterhin für Guthabenteile darüber hinaus höhere Sicherungsgrenzen bieten. Zu Beginn des kommenden Jahres werden allerdings die privaten Banken, die im Bundesverband deutscher Banken e. V. organisiert sind, ihre Sicherungsgrenze von 30 Prozent des haftenden Eigenkapitals auf 20 Prozent herabsetzen. Dies wurde im Oktober 2011 beschlossen und ist seit Langem angekündigt. Weitere Herabsetzungen folgen im Januar 2020 und im Januar 2025. Für gewöhnlichen Anleger ist das kaum von Bedeutung, denn die riesigen Beträge, die je Person und Institut zugesichert wurden, waren kaum realistisch.

05.11.2014 |

ING-DiBa bringt App für die Autorisierung heraus

Mit einem Fingertipp lassen sich ab sofort Aufträge freigeben, ohne die Eingabe einer TAN und ohne die übliche Kanaltrennung durch zwei mobile Geräte. Das verspricht die neue App "SmartSecure" der ING-DiBa, sie kann ab sofort für iOS und Android ab Version 4.0 heruntergeladen werden. Es ist eine Anwendung wie sie auch die DKB für Dezember ankündigte, nur eben dass ING-DiBa auf die Generierung von TANs verzichtet. Der Kennwortschutz, die Verschlüsselung der Kommunikation und der von der Banking-App isolierte Betrieb müssen der Sicherheit genügen. Ist der Auftrag in der Banking-App eingegeben, schiebt sich die SmartSecure-App automatisch in den Vordergrund. Das zuvor vom Nutzer festgelegte Passwort wird abgefragt und anschließend die wesentlichen Daten nochmals für Abgleich und Bestätigung angezeigt. Auch über den PC erteilte Aufträge lassen sich mit der App freigeben, hier muss diese manuell geöffnet werden. In zwei Anwendungsbereichen ist das neue Verfahren der Erwägung wert, ansonsten wird es kaum Spaß machen bzw. eine Erleichterung sein damit zu arbeiten: Wer häufig zum Smartphone greift, um Bankgeschäfte zu erledigen, muss neben diesem kein Zusatzgerät mit sich herumtragen, wie es beim mTAN-Verfahren vorgeschrieben ist. Ebenso geeignet ist die App für den Auslandseinsatz, wobei natürlich Internetverbindung vorhanden sein muss. mTANs dagegen sind im Ausland problematisch, sie kommen hier teilweise verspätet an und sind dann abgelaufen. Richtig komfortabel wäre, sich mit Fingerabdruck bei SmartSecure anmelden zu können, stattdessen benötigt man aber ein Passwort. Und an Passwörtern muss man während des gesamten Ablaufs einige parat haben: Kontonummer nebst Internetbanking-PIN für den Login, gefolgt von zwei abgefragten Stellen des DiBa-Keys (Besonderheit bei ING-DiBa) und für die Freigabe das Passwort der zusätzlichen App, nicht zu verwechseln mit dem Passwort für Online-Einkäufe der Kreditkarte und den Geheimzahlen der Karten oder des Telefon-Bankings. SmartSecure als Autorisierungsverfahren aktiviert man im Online-Banking unter "Service". Die Aktivierungsseite mit dem PC oder dem Tablet aufgerufen, scannt man den abgebildeten QR-Code mithilfe der App und der Smartphonekamera ein. Ein Wechsel zurück zu iTAN und mTAN ist jederzeit möglich.

03.11.2014 |

Cortal Consors ohne eigene Rechtspersönlichkeit

Der Zusatz "S. A." in der Firmierung von Cortal Consors ist am 1.11.14 entfallen. Er stand für "Société Anonyme", gab die Rechtsform als Aktiengesellschaft französischen Rechts an. Cortal Consors wurde vollständig auf die bestehende deutsche Niederlassung der Muttergesellschaft BNP Paribas S. A. verschmolzen. Für den Geschäftsbereich wird die Marke jedoch weiterhin verwendet. Vertragspartner der Kunden ist jetzt offiziell die BNP Paribas S. A., Niederlassung Deutschland. Im Rahmen ihrer Mitgliedschaft im Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken e. V. sind die Kundeneinlagen höher abgesichert als zu Zeiten von Cortal Consors S. A., abgeleitet vom haftenden Eigenkapital derzeit bis 81 Millionen Euro pro Kunde, zuvor bis 45 Millionen Euro pro Kunde. Alles andere wie Kontonummern, Bankleitzahl, Zugangsdaten, Telefonnummern und Geschäftsmodell blieb gleich. Weiterhin fraglich ist, was mit der sehr ähnlich aufgestellten DAB bank passieren wird. Ende Juli wurde bekannt, dass die französische Großbank auch sie zukauft. Die Zustimmung der Behörden und damit der Abschluss der Übernahme wird in den kommenden Wochen erwartet.

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