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04.11.2017 |

N26 bietet auch in Großbritannien an

In 17 EU-Ländern ist das Girokonto von N26 bereits erhältlich, ab Mitte 2018 wohl auch in den USA. Einen weißen Fleck auf der Landkarte bildete noch Großbritannien. Aber auch dorthin will N26 expandieren, das kündigte das Berliner Unternehmen am Freitag an. Interessenten im Vereinigten Königreich können sich in die Warteliste unter next.n26.com/en-gb eintragen. In der ersten Jahreshälfte 2018 soll dort der Start sein. Das Angebot umfasse ein in Britischem Pfund geführtes Girokonto mit Sort Code, das ist ein Bankcode im britischen Banksektor, gleichartig dem BIC, und einer Mastercard. In der Pressemitteilung wurde die eigene von der deutschen Bankenaufsicht erteilte Banklizenz erwähnt, aber nicht, dass die Konten von einer Partnerbank geführt würden und nichts dazu, wie N26 die Erlaubnis zur Geschäftstätigkeit für die Zeit nach dem Brexit sicherstellen will.

02.11.2017 |

Opel Bank nun in Händen des französischen Joint Ventures

Der Autokonzern PSA und die französische Großbank BNP Paribas haben den gemeinsamen Kauf der Opel/Vauxhall-Finanzunternehmen abgeschlossen. Dies verkündeten die beiden Unternehmen am Mittwoch in einer gemeinsamen Mitteilung. PSA (Peugeot/Citroën) hatte sich im März mit dem Verkäufer General Motors über das GM-Europa-Geschäft geeinigt; ausgehandelt wurde ein Preis von 1,3 Milliarden Euro für die Autosparte und zusätzlich 900 Millionen Euro für die darauf abgestimmte Finanzsparte. Generell tragen die Erlöse aus Fahrzeugfinanzierung, Leasing und Versicherungen bei den Autokonzernen wesentlich zur Profitabilität bei, was sich auch an diesen Kaufpreisen zeigt. Die Übernahme des Rüsselsheimer Autobauers und der britischen Opel-Schwester Vauxhall durch PSA war schon per 1.8.17 abgeschlossen worden. Bei dem separaten Deal zur Finanzsparte ist BNP Paribas beteiligt. Er umfasst die bestehenden Marken Opel Bank, Opel Financial Services und Vauxhall Finance. An der daraus neu entstandenen Organisation halten die jeweiligen Töchter, Banque PSA Finance und BNP Paribas Personal Finance, jeweils 50 Prozent. Die Leitung übernimmt gemäß der Mitteilung Alexandre Sorel von Banque PSA Finance, Erhard Paulat von der Opel Bank werde einer seiner Stellvertreter. Das Führungsteam soll in 100 Tagen einen Strategieplan auf den Tisch legen, was eine Parallele zu den 100 Tagen Zeit für den sicherlich heikleren Sanierungsplan bei Opel ist. Das kommunizierte Ziel für die Finanzsparte ist dabei, mit dem Know-how der Eigentümer die Unternehmensentwicklung zu beschleunigen und die Kunden und Vertragshändler der Automobilmarken effektiver zu bedienen. Beide französischen Eigentümer sind längst selbst mit Direktbanken in Deutschland vertreten - bei PSA ist es die PSA Direktbank und bei BNP Paribas unter anderem Consorsbank. Die Opel Bank als Direktbank, mit Tagesgeld und Festgeld zum Refinanzieren des Kredit- und Leasingvolumens, ist erst seit September 2015 aktiv. Noch mit Bezug auf die Bekanntmachung zur geplanten Übernahme schreibt sie auf ihrer Internetseite, dass Festgeldverträge nicht vorzeitig beendet werden und dass über Tagesgelder nach wie vor jederzeit teilweise oder vollständig verfügt werden kann, sich durch die Bekanntmachung also nichts ändere. Sie nehme auch weiterhin Geldanlagen entgegen, Kontoabschlüsse seien jederzeit möglich.

25.10.2017 |

N26 will als Nächstes die USA erobern

Während eines Events in Las Vegas, wo sich FinTechs und Zahlungsdienstleister zurzeit über die Perspektiven austauschen, gab N26 bekannt, dass es das Smartphone-Girokonto von N26 bald auch in den Vereinigten Staaten geben werde. In der begleitenden Pressemitteilung heißt es: "Wir glauben, dass N26 Vorbildcharakter für die Bank der Zukunft hat. Überall auf der Welt sind Kunden offen für ein neues Banking-Erlebnis." Die Interessenten in den USA können sich jetzt schon in eine Warteliste eintragen (next.n26.com/en-us), ab Mitte 2018 sollen sie das Konto als Erste eröffnen können. Die Services, die N26 in den USA plant, decken sich größtenteils mit den europäischen. Es sind die üblichen Merkmale wie die Ausstattung mit der Mastercard, die Möglichkeit zu überweisen und Bargeld abzuheben, jedoch ergänzt um speziell auf die US-Bürger zugeschnittene Services. Als Beispiel wird ein Belohnungsprogramm genannt. Nach der beeindruckend schnellen Expansion innerhalb der Europäischen Union hat sich N26 für das weitere Wachstum den großen, aber mitunter rechtlich wie regulatorisch schwierigen Markt ausgesucht. Das Berliner Unternehmen ist dort durch eine Niederlassung, N26 Inc., mit Sitz in New York tätig. Wie zu den Anfangszeiten ab 2015, unter dem damaligen Namen "Number26", wird die Niederlassung die Bankgeschäfte nicht selbst abwickeln, sondern über eine Partnerbank. Welche US-Bank das sein wird, gab N26 noch nicht preis. Auf dem Heimatmarkt in Deutschland arbeitete N26 vor dem Erhalt der eigenen Banklizenz mit Wirecard zusammen. Langfristig ist auch in den USA geplant, mittels Kooperationen in Richtung einer Plattform zu gehen, um für alle finanziellen Bedürfnisse der gewonnenen Kunden Angebote bereitzuhalten. Zufrieden zeigten sich die Gründer einmal mehr mit der Entwicklung. Vor zwei Monaten meldete N26, bei der Kundenzahl die Marke von 500.000 erreicht zu haben, allein durch organisches Wachstum und Weiterempfehlungen der bestehenden Kunden. N26 ist aktiv in Belgien, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Portugal, Slowenien, Slowakei und Spanien. Investoren haben bereits mehr als 55 Millionen Dollar in N26 gesteckt.

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