Bankgeschäfte lassen sich bequem per Internet oder Telefon erledigen. Sie erhalten einen aktuellen Überblick über Zinsen und Konditionen von Bankprodukten, die bundesweit angeboten werden und den Abschluss per PostIdent/VideoIdent ermöglichen. Insgesamt sind 140 Anbieter in unseren Produktvergleichen gelistet. Thematisch liegt der Schwerpunkt von modern-banking.de auf dem Direktbankenmarkt.

02.02.2017 |

netbank führt Kontoführungsgebühr ein

Das Girokonto der netbank, das "giroLoyal", wird wie viele andere Konten bald nicht mehr kostenlos sein, und weniger Vorteile bei Einkommenseingang bereithalten. Am 27.2.17 endet zunächst die Vereinbarung der netbank mit der ReiseBank. In deren Filialen konnten die Kunden kostenlos Bargeld auf ihr netbank-Konto einzahlen und die Kunden mit Einkommenseingang sich nach telefonischem Vorbestellen außerdem große Bargeldsummen zwischen EUR 5.000 und EUR 25.000 auszahlen lassen. Alle weiteren Änderungen kommen zum 1.4.17: Einen Grundpreis hatte bislang niemand bei der netbank zu zahlen, auch nicht für Pfändungsschutz- oder Basiskonten, künftig sind nur noch Minderjährige davon befreit. EUR 3,50 wird der Grundpreis sein, bei einem regelmäßigen monatlichen Einkommenseingang von mindestens EUR 400,00 ist er auf EUR 1,00 ermäßigt. Der für viele Zusatzleistungen notwendige Einkommenseingang ist künftig immer mit Mindesthöhe angegeben - EUR 400,00 im Kalendermonat. Als Einkommenseingang zählen weiterhin Gehalt, Lohn, Vergütung, Bezüge, Rente, Pension, BAföG, Studiengeld, Studium, Sold, Entlohnung, Privatentnahme, Ruhegeld, Blindengeld, Blindenhilfe. Ausgeschlossen sind Mieteinnahmen. Nach dem ersten Eingang in der geforderten Höhe wird auf die attraktiveren Konditionen zum Folgequartal umgestellt. Die Zusatzleistungen waren früher unter dem Begriff Treue-Bonus zusammengefasst, sie bestehen seit geraumer Zeit nur noch aus einer beitragsfreien Bankkarte (sonst EUR 5,00 p. a.) und einer im ersten Jahr beitragsfreien MasterCard Classic (sonst EUR 20,00 p. a.). Die weltweit kostenlose Bargeldversorgung über die MasterCard Classic kann künftig ein Mal pro Monat genutzt werden, bislang fünf Mal. Auf das Auslandsentgelt verzichtet die netbank dabei. Jedes weitere Geldabheben wird mit EUR 3,00 Bargeldgebühr belastet, bislang mit 2,00% des verfügten Betrags, mindestens aber EUR 5,11; außerhalb der Eurozone jeweils zuzüglich 1,00% Auslandsentgelt. Die Bonusregelung wird auf Karten begrenzt, die vor dem 1.4.17 ausgegeben wurden. Der Bonus machte den hälftigen Kartenpreis aus ab EUR 2.000 Vorjahreswarenumsatz und den vollen ab EUR 4.000 Vorjahreswarenumsatz. Immerhin wird ein beleghaft/formlos erteilter Überweisungsauftrag nicht mehr die unverhältnismäßig hohe Gebühr von EUR 10,00 nach sich ziehen. Diesen Preis passt die netbank auf EUR 2,00 an, was gleichzeitig der Preis für eine telefonische Erteilung sein wird.

02.02.2017 |

Kurzmeldung

Gravierende Kursänderungen bei den beiden Direktbanken der Volksbank Eisenberg: Zum einen wurde die Volksbank Eisenberg Direkt eingestellt, nur noch die bestehenden Konten werden fortgeführt. Zum anderen informierte die EthikBank, dass sie wegen der Herausforderungen durch die Zinslosigkeit intern über einen monatlichen Zusatzbeitrag diskutiere (mit einer an die GLS Bank angelehnten Argumentation und Bezug auf das nachhaltige Geschäftsmodell). Es stehe noch nicht fest, ob die EthikBank dabei auf ein Beitragsmodell pro Kunde oder auf höhere Gebühren bei den einzelnen Konten zurückgreifen werde. Die Ausgestaltung werde soziale Aspekte berücksichtigen. Als Richtwert gab sie ca. EUR 5,00 pro Monat an. Genaue Informationen für die Kunden sollen spätestens im März folgen, die Gebührenanpassung ist im Sommer geplant.

30.01.2017 |

girocard kontaktlos: Esso und Lidl beginnen den Rollout

Das kontaktlose Bezahlen mit Bankkarte (girocard) wird 2017 wohl in den Alltag einziehen. Bis Ende März will Esso es bundesweit an allen Kassen ermöglichen, der Lebensmittelhändler Lidl ab diesem Frühjahr. Über den Zusammenschluss der Bankenverbände, die Deutsche Kreditwirtschaft, wurde vor Kurzem entschieden, in den Regelbetrieb zu gehen und ein erstes, weit verbreitetes Bezahlterminal-Gerät für die Nutzung lizenziert. 14 Millionen Bankkarten mit der benötigten Funktechnologie sind von Genossenschaftsbanken und Sparkassen bereits im Umlauf. Auf solchen Karten ist ein kleines Wellensymbol auf der Vorderseite abgebildet. Ab wann tatsächlich die Bankkarte nur noch vor das entsprechende Lesegerät gehalten werden muss, liegt nun an den Händlern. Sie werden in den kommenden Monaten nach und nach umstellen, oft wird es genügen, ein Software-Update der Bezahlterminals durchzuführen und die Mitarbeiter zu schulen. Auch den anderen Geldinstituten innerhalb der Deutschen Kreditwirtschaft steht es offen, nachzuziehen und den eigenen Kunden diese Möglichkeit anzubieten, denn girocard ist ein gemeinsames Zahlungssystem der Deutschen Kreditwirtschaft, die inländischen Umsätze der zum Girokonto ausgegebenen Bankkarten werden darüber abgewickelt.

Bei Kreditkarten ist das kontaktlose Zahlen seit einigen Jahren Standard, für die Bankkarten gab es hingegen noch fast nirgends Akzeptanzstellen. Das girocard-System ist das meistgenutzte Zahlungssystem in Deutschland und deshalb für potenziell viel größere Bevölkerungskreise von Interesse. Der mit einem Piepton eingeleitete Prozess ist nicht einheitlich: Wenn eine Unterschrift zu leisten ist, wird lediglich eine klassische Lastschrift erstellt. Wenn eine Zahlung per Datenverbindung autorisiert wird, ist das für den Händler zwar teurer, garantiert ihm aber den Geldeingang. Beträge unter EUR 25,00 werden bei den autorisierten kontaktlosen Zahlungen in der Regel keine PIN-Eingabe erfordern, doch die Bank kann im eigenen Interesse Sicherheitsvorkehrungen einsetzen wie ein tägliches Limit von beispielsweise in der Summe EUR 100,00 ohne PIN-Abfrage. Natürlich hätte das girocard-System schon wesentlich weiter sein können. Kassel war die Pilotregion, in der die Volks- und Raiffeisenbanken zeitweise im entschlossenen Alleingang das Projekt mit EDEKA-Hessenring und anderen Händlern der Region auf die Beine stellten. Die Sparkassen, die zweite an dem Projekt beteiligte Bankengruppe, verlief sich in dem Vorhaben, die mit Beträgen erst aufzuladende GeldKarte für die Funktion einsetzen zu wollen, bis sie einsah, dass kaum jemand das so nutzen will. Volks- und Raiffeisenbanken und die Sparkassen haben frühzeitig begonnen, alle neuen Bankkarten mit dem Funkchip auszugeben, bis zum Jahr 2020 sollen sämtliche ihrer 26 Millionen Bankkarten so ausgestattet sein.

weitere NewsRSS-Feed

Neues aus den Produktbereichen

Erfahrungsberichte

Newsletter

Unser Newsletter informiert jeweils zu Monatsbeginn über aktuelle Zins-/Konditionsänderungen und Neuigkeiten zum deutschen Direktbankenmarkt. Sie können die bisherigen Ausgaben im Newsletter-Archiv aufrufen oder sich nachfolgend direkt anmelden: