Direktbanken passen in eine Zeit, in der vieles schneller und einfacher gehen soll, zumal sich Bankgeschäfte bequem per Internet oder Telefon erledigen lassen. Umfragen zufolge ist Kunden dabei ein leicht zu bedienendes Online-Banking mit modernen Kontofunktionen sowie ein qualifizierter, persönlicher Service besonders wichtig. Auf modern-banking.de finden Sie umfangreiche Informationen zum Direktbankenmarkt und Produktvergleiche mit insgesamt 117 überregionalen Anbietern.
mehr erfahren
2.7.2009 Postbank startet Bargeldservice an Shell-Tankstellen
Ab sofort können sich Postbank-Kunden beim Tanken mit Bargeld versorgen. Der Service wurde im August letzten Jahres angekündigt und nun umgesetzt. Die ersten Shell-Tankstellen in Hamburg sind hierfür von Postbank und Shell mit der von Wincor-Nixdorf entwickelten Technik ausgestattet worden. In den nächsten Wochen sollen Tankstellen in weiteren Großstädten hinzukommen, bis Jahresende sollen deutschlandweit 600 und bis Mitte nächsten Jahres insgesamt 1.300 Tankstellen bereitstehen. Die neuen Kassensysteme zählen das Bargeld, prüfen es auf Echtheit, lagern es automatisch im Kassentresor ein und geben Wechselgeld heraus. Da die Auszahlungen mit den Tankstelleneinnahmen verrechnet werden, sorgt das System gleichzeitig für mehr Sicherheit, da es die Bargeldbestände an den Tankstellen reduziert. Postbankkunden können mit Giro- oder Sparcard und der dazugehörigen Geheimzahl kostenfrei Geld abheben. Gegen Gebühr will man das Abheben bald auch Kunden fremder Institute ermöglichen. Dr. Michael Meyer, Vorstand des Privatkundengeschäfts der Postbank geht davon aus, dass sich die Bargeldversorgung in Deutschland in Zukunft grundlegend ändern wird. Mit dem neuartigen Angebot könne die Postbank noch vorhandene "weiße Flecken", die durch die 7.000 Geldautomaten im CashGroup-Verbund und die eigenen Filialen nicht abgedeckt sind, ausfüllen.
1.7.2009 Citibank-Kreditkarte: Geld zurück für jedem Einkauf
Die Citibank überarbeitete das Bonussystem der ehemaligen "Cash Back Card", die seit heute "PlusPunkt Karte" heißt und in einem schlichteren Design gehalten ist. Der jährliche Kartenpreis liegt weiterhin bei EUR 25,00. Das neue Bonussystem, das Einkaufumsätze mit direkten Gutschriften entlohnt, ist eingängig. Man erhält eine monatliche Gutschrift von 1,00% der getätigten Einkaufumsätze und bei einem Jahresumsatz ab EUR 2.500 eine zusätzliche Gutschrift von 1,00%. Der bisherige Mindestumsatz von EUR 200,00 für die monatliche Gutschrift ist somit entfallen und es wird auch nicht mehr zwischen Umsätzen in Euro und denen in anderen Währungen unterschieden. Der Bonus auf den Jahresumsatz ist doppelt so hoch wie zuvor.
Die Gutschriften aus dem Bonusprogramm sind auf EUR 1.000 pro Abrechnungsjahr begrenzt. Das Abrechnungsjahr, das auch für die Ermittlung des Jahresumsatzes maßgeblich ist, beginnt in dem Monat, in dem die Karte beantragt wurde. Es werden nicht berücksichtigt: Bargeldverfügungen, Überweisungen, Gutschriften, Kartennutzungsentgelte oder Zinsen sowie Umsätze in Spielkasinos, bei Lotteriegesellschaften und Wettbüros. Gutschriften auf dem Kartenkonto aufgrund von Warentausch oder Reklamationen reduzieren den Einkaufumsatz.
30.6.2009 Postbank erhöht Ordergebühren
Wertpapiere kaufen und verkaufen wird bei der Postbank zum 1.7.09 teurer. Außerdem sinkt die Verzinsung auf dem Verrechnungskonto. Die Orderkosten sind bei der Postbank seit jeher leicht zu ermitteln, es werden lediglich vier Ordergrößen unterschieden. Für eine Inlandsorder bis zum Gegenwert von EUR 1.200 steigt der Preis von EUR 6,66 auf EUR 7,95, für die Ordergröße über EUR 1.200 bis EUR 2.600 bleibt der Preis von EUR 9,95 bestehen, für eine Order von über EUR 2.600 bis EUR 5.200 steigt er von EUR 12,95 auf EUR 14,95 und ab einer Order von über EUR 5.200 fallen anstatt EUR 18,95 künftig EUR 19,95 an. Guthaben auf dem Verrechnungskonto wird nur noch verzinst, wenn es mindestens EUR 5.000 beträgt. Der Guthabenzins liegt dann bei 0,50% für das Gesamtguthaben (bisher: je nach Guthabenhöhe und ab dem ersten Euro 0,50% bis 1,25%).
29.6.2009 - Credit Europe Bank unterscheidet beim "Top-Interest Konto" ab 1.7.09 nicht mehr zwischen verschiedenen Kundengruppen, bevorzugt also weder wie jahrelang Neukunden noch wie zuletzt Bestandskunden, und zahlt einen einheitlichen Tagesgeldzins von 2,20%. Bisher betrug die Verzinsung 2,50% bei Kontoeröffnung vor dem 27.5.09 und 2,30% bei Kontoeröffnung ab dem 27.5.09.
25.6.2009 Kaupthing: erste Rückzahlungen angekommen
Auf den Konten mehrerer Kaupthing-Geschädigter wurde heute die Rückzahlung ihrer Spareinlagen verbucht. In entsprechenden Internetforen bestätigten zahlreiche Anleger den Zahlungseingang. "Wir sind erleichtert zu hören, dass die ersten Rückzahlungen die Kunden erreichen", teilte das Team von "Kaupthing Edge - Helft uns" im Austausch seinen Nutzern mit.
Kaupthing informierte zu Wochenbeginn, dass bislang die Daten von rund 20.000 Anlegern registriert seien und die Rückzahlung nun für diese über ein deutsches Finanzinstitut angewiesen wurde. Aus Effizienz- und Sicherheitsgründen solle die Auszahlung in zeitlich verzögerten Schritten durchgeführt werden. Nicht alle Kunden bekämen am gleichen Tag ihr Geld. Kunden, die noch nicht auf das im Mai versandte Schreiben antworteten und ihre Stamm- und Auszahlungsdaten bestätigten, forderte Kaupthing auf, dies in den nächsten Tagen nachzuholen. Parallel dazu hob am Montag die deutsche Finanzaufsicht BaFin das Moratorium über die Frankfurter Kaupthing-Niederlassung auf, was allerdings aus Sicht der BaFin auch in der Vergangenheit kein Hinderungsgrund für die Rückzahlung der Kontenguthaben gewesen ist. Kauphting zählte in Deutschland rund 34.000 Kunden. Der Zugriff auf die Einlagen blieb ihnen mehr als acht Monate verwehrt. Um die Zinsen werden sie noch länger kämpfen müssen. Die Zinsansprüche können laut Kaupthing erst zu einem späteren Zeitpunkt geltend gemacht werden, sobald das dafür nötige förmliche Verfahren eingeleitet sei.
25.6.2009 - Eintracht bei den Tagesgeldzinsen, drei niederländische Anbieter senken zum 26.6.09 und unterschreiten damit die 3-Prozent-Marke. Bei Akbank gilt ab morgen ein Tagesgeldzins von 2,75% (bisher: 3,00%). GarantiBank schließt sich dem an und senkt ebenfalls um 0,25% auf 2,75%. Und DHB Bank meldete bereits gestern, dass sie beim NetSp@r-Konto auf 2,60% (bisher: 3,00%) und beim Tagesgeldkonto mit Standard-Kontoführung auf 2,30% (bisher: 2,50%) gehen wird. Mit Bank of Scotland informierte ein weiterer Top-Anbieter über eine Zinsänderung, die allerdings erst zum 7.7.09 umgesetzt wird. Der Zins fällt von 3,30% auf 3,00%, es gilt die britische Einlagensicherung.
24.6.2009 EZB-Geld sättigt zu Niedrigstzinsen den Geldmarkt
In ihrem ersten Refinanzierungsgeschäft mit Laufzeit von zwölf Monaten stellt die Europäische Zentralbank (EZB) die Rekordsumme von 442,2 Milliarden Euro zur Verfügung. 1.121 Banken und Sparkassen in der Euro-Zone nahmen heute das Angebot an, sich gegen besicherte Bankanleihen für ein Jahr Geld zu borgen. Der Festzins hierfür liegt bei gerade mal einem Prozent. Das Interesse der Banken war deutlich größer als von den meisten Finanzexperten erwartet, die im Vorfeld mit einer Zuteilung von rund 300 Milliarden Euro rechneten. "Wir ersaufen im Geld", wird ein Händler zitiert. Für die Banken könnte es nun schwierig werden, kurzfristig eine sinnvolle Geldverwendung zu finden. Anzunehmen ist, dass sie deshalb verstärkt wieder die Einlagenfazilität der EZB nutzen werden.
Mit diesem Langfristtender hofft die EZB, die Kreditvergabe an Unternehmen und Privatkunden ankurbeln zu können. Von den Banken wird außerdem erwartet, dass sie die niedrigen Kreditzinsen weitergeben. Bundesbank-Präsident Axel Weber drohte, falls notwendig die Banken umgehen zu wollen und die Wirtschaft direkt zu stützen, sollten die Maßnahmen der EZB an den Banken scheitern. Durch den Langfristtender geht die EZB auch Risiken ein. So schränkt sie ihre Flexibilität ein, wenn es darum geht, bei Inflationsgefahr die zugeteilte Liquidität zügig wieder einzusammeln.
19.6.2009 Mercedes-Benz Bank hält Zinsniveau nur noch bis Monatsende
Die Mercedes-Benz Bank kündigt zu den Tagesgeldkonten für Privat- und Geschäftskunden und den Festzinsanlagen Zinssenkungen an. Zum 1.7.09 werden bei den Tagesgeldzinsen für Privatkunden 0,40% abgezogen. Bei Online-Kontoführung gilt dann ein Zins von 1,50%, bei Standard-Kontoführung ein Zins von 1,30%. Firmengelder erwirtschaften künftig einen Ertrag von 1,00% für die Gesamteinlage (bisher: 1,50% für Anlagen bis unter EUR 100.000 bzw. 1,75% bei Anlagen ab EUR 100.000). Bei den aktuell noch recht ordentlichen Festzinsangeboten beträgt der Zinsunterschied 0,35% bis 0,60%. Ab 1.7.09 werden beispielsweise für 2 Jahre 3,00% (bisher: 3,50%) gezahlt, für 3 Jahre 3,25% (bisher: 3,75%), für 4 und 5 Jahre 3,60% (bisher: 4,00% bzw. 4,10%) und für 6 Jahre 3,75% (bisher: 4,20%).
16.6.2009 - Senkt einer der Top-Anbieter den Tagesgeldzins, zieht dies derzeit regelmäßig Zinssenkungen der engsten Wettbewerber nach sich. Beim Tagesgeld der NIBC Direct, dem "Mehr.Zins.Konto", geht es am 17.6.09 von 3,80% auf 3,30%. Bei den Festzinsanlagen der NIBC Direct sind für den 23.6.09 Kürzungen um 0,45% bis 0,70% vorgesehen. Geändert wird bei den Laufzeiten bis 3 Jahre. Für 6 Monate liegt das Angebot dann bei 3,00% (bisher: 3,50%), für 12 Monate bei 3,30% (bisher: 4,00%), für 2 Jahre bei 3,60% (bisher: 4,10%) und für 3 Jahre bei 3,80% (bisher: 4,25%).
13.6.2009 Bundesrat winkt Reform der Einlagensicherung durch
Der Bundesrat in Berlin stimmte am Freitag der Erhöhung der Einlagensicherung zu. Die gesetzlichen Entschädigungseinrichtungen in Deutschland sichern ab 1.7.09 Einlagen bis zu einer Höhe von EUR 50.000 je Privatkunde ab. Ab 2011 ist eine Haftungsgrenze von EUR 100.000 vorgesehen. Bislang lag die gesetzlich vorgeschriebene Sicherungssumme bei EUR 20.000, wobei Kunden zu einem Zehntel am Verlust beteiligt waren. Dieser Selbstbehalt fällt mit der Gesetzesänderung weg. Im Entschädigungsfall soll auch deutlich schneller an die Kunden zurückgezahlt werden. Innerhalb von 30 Tagen muss künftig überwiesen werden, bislang waren bis zu drei Monate Zeit. Um Entschädigungsfälle früher zu erkennen und die Schadenshöhe zu verringern, werden die Aufsichtsbehörden außerdem vermehrt Prüfungen bei den Instituten vornehmen.
Sämtliche inländischen Kreditinstitute, die Geld von Privatanlegern annehmen, sind verpflichtet, Mitglied einer gesetzlichen Entschädigungseinrichtung zu sein. Die meisten Banken verfügen über zusätzliche, freiwillige Sicherungssysteme. Mit der Überarbeitung der gesetzlichen Einlagensicherung setzt Deutschland EU-Recht um. Der Deutsche Bundestag hatte am 14.5.09 den von der Bundesregierung eingebrachten Entwurf nahezu ohne Anpassungen angenommen. Der Bundesrat verzichte nun auf einen Antrag auf Einberufung des Vermittlungsausschusses, auch weil die im Richtlinienentwurf der Europäischen Kommission vorgesehene Umsetzungsfrist für den überwiegenden Teil der Regelungen bereits am 30.6.09 abläuft. Eine grundlegende, strukturelle Reform der bestehenden Einlagensicherung und Anlegerentschädigung wurde versäumt. Einige Experten bemängeln seit Längerem, dass die bestehenden Systeme überfordert seien, wenn es zu einer Reihe von Insolvenzen käme.
12.6.2009 - Die niederländische Akbank, an zweiter Position im Tagesgeld-Vergleich geführt, senkt am 15.6.09 die Verzinsung um deutliche 0,50% auf 3,00%. Auch bei den kurzen Laufzeiten der Festzinsanlage geht sie um 0,50% runter, bietet für 6 Monate dann 3,00%, für 9 Monate 3,25% und für 12 Monate 3,50%.
12.6.2009 GE Money Bank wird zum Monatswechsel integriert
Die Marke GE Money Bank verschwindet am 1.7.09 vom deutschen Bankenmarkt. Zu diesem Datum wird die GE Money Bank GmbH, Hannover rechtlich auf die Santander Consumer Bank AG, Mönchengladbach, verschmolzen. In den Geschäftsstellen wird das Rot der Santander einziehen, der Kundschaft der bisherigen GE Money Bank stehen durch den Zusammenschluss dann annähernd doppelt so viele Geschäftsstellen wie bisher zur Verfügung. Bestehende Verträge werden selbstverständlich fortgeführt, in der gemeinsamen Produktwelt wird jedoch nicht mehr viel an GE erinnern. Das GE-Angebot an Ratenkrediten wurde beispielsweise schon im Vorfeld komplett eingestellt. Und beim Girokonto näherte man sich durch Streichung der Guthabenzinsen, höheren Dispozinsen sowie neuen Kontopreisen schrittweise den Kontomodellen der Santander Consumer Bank.
10.6.2009 KarstadtQuelle Bank beruhigt
Die KarstadtQuelle Bank AG, die sich auf die Ausgabe von sogenannten CoBranding-Kreditkarten spezialisiert hat und auch das Einlagengeschäft betreibt, teilte per Pressemitteilung mit, nicht von der Insolvenz des Arcandor-Konzerns betroffen zu sein. Die KarstadtQuelle Bank ist seit gut zehn Wochen ein Unternehmen der Valovis Bank AG in Essen. "Beide Unternehmen sind rechtlich selbständige Bankinstitute, die vom Arcandor-Konzern finanziell und organisatorisch unabhängig sind", stellt Robert K. Gogarten, Vorstandsvorsitzender der Valovis Bank, klar. Ohnehin sind die Einlagen der Kunden gut abgesichert. Die KarstadtQuelle Bank ist über die gesetzliche Einlagensicherung hinaus freiwilliges Mitglied im Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken e. V.. Die gegenseitigen Verbindungen sind mitunter jedoch nicht ganz gelöst: Die Muttergesellschaft, die Valovis Bank, ging 2007 aus der Karstadt Hypothekenbank hervor. Ihr Eigentümer ist der KarstadtQuelle Mitarbeitertrust e. V., diese rechtlich selbständige Organisation soll die Pensionsansprüche der Mitarbeiter aus dem Arcandor-Konzern sichern. Und sofern bei den beiden Bankinstituten nennenswerte Forderungen gegenüber Arcandor bestehen, wären diese nun ausfallgefährdet und könnten zu Wertberichtigungsbedarf führen.
Die KarstadtQuelle Bank hat rund eine Million Kunden und führt Filialen an sieben Standorten, die bislang in den Warenhäusern untergebracht sind. Der Zugang zu den Filialen bleibt trotz Insolvenz des Arcandor-Konzerns bestehen. Im Zuge der Abspaltung sei allerdings seit Längerem schon geplant, die Filialen bis Ende dieses Jahres schrittweise zu schließen. Die Bank ist dann in erster Linie telefonisch oder online erreichbar. Aufgrund der neuen Besitzverhältnisse plane man zudem in absehbarer Zeit eine Umfirmierung.
Unser kostenloser Newsletter informiert jeweils zu Monatsbeginn über aktuelle Zins-/Konditionsänderungen und Neuigkeiten zum deutschen Direktbankenmarkt. Die bisherigen Ausgaben finden Sie im Newsletter-Archiv.