Bankgeschäfte lassen sich bequem per Internet oder Telefon erledigen. Sie erhalten einen aktuellen Überblick über Zinsen und Konditionen von Bankprodukten, die bundesweit angeboten werden und den Abschluss per PostIdent/VideoIdent ermöglichen. Insgesamt sind 124 Anbieter in unseren Produktvergleichen gelistet. Thematisch liegt der Schwerpunkt von modern-banking.de auf dem Direktbankenmarkt.

27.11.2014 |

Kreditkarte von PAYBACK und American Express beitragsfrei

Die Kreditkarte "PAYBACK American Express" wird ab sofort dauerhaft beitragsfrei zum Abschluss angeboten. Zuvor traf die Beitragsfreiheit nur für das erste Nutzungsjahr zu, ab dem zweiten fiel eine Jahresgebühr von EUR 40,00 an. Es ist die einzige American-Express-Karte, die über einen Testzeitraum hinaus ohne Jahresgebühr zu bekommen ist. PAYBACK und American Express vermarkten diese Karte, ein CoBranding-Produkt, gemeinsam. Die Kooperation ist eng, denn die Kreditkartengesellschaft American Express hat die PAYBACK-Muttergesellschaft im März 2011 zugekauft. PAYBACK-Teilnehmer können mit der Karte auch außerhalb der PAYBACK-Welt Punkte sammeln, und zwar einen Punkt pro volle zwei Euro privaten Einkaufsumsatz, ausgenommen sind Tankstellenumsätze und Abhebungen am Geldautomaten. Ein PAYPACK-Punkt entspricht einem Cent – es errechnet sich somit ein Cashback von bis zu 0,50%. Aus einer Handvoll Handelspartnern kann man im Online-Zugang der Karte zwei auswählen, bei denen dann die doppelte Anzahl von Punkten auf dem Punktekonto gutgeschrieben wird. Als Lieblingspartner lassen sich so zurzeit das Dänische Bettenlager, dm, real, Galeria Kaufhof oder Sixt bestimmen. Die Karte hat die Besonderheit eines erweiterten Rückgaberechts für Waren, die mit ihr bezahlt wurden und einen Einkaufswert von mindestens EUR 30,00 haben. Die Versicherung springt ein, wenn man innerhalb von 90 Tagen nach Übergabe die Ware zurückgeben möchte und der Verkäufer dem nicht zustimmt. Maximal sind pro Schadensfall EUR 300,00 und pro Jahr EUR 1.200 abgedeckt. Diverse Warengruppen sind jedoch von der Versicherung ausgeschlossen, unter anderem auch reduzierte Ware. Zum Geldabheben war es noch nie ratsam, eine American Express zu nehmen, da die Gebühr 4,00% des abgehobenen Betrags beträgt, mindestens aber EUR 5,00. Das Auslandsentgelt außerhalb der Eurozone liegt bei 2,00%. American Express rechnet Fremdwährungsumsätze erst in US-Dollar und dann in Euro um, was wegen der eingerechneten Kursspannen für den Kunden nachteilig ist. Wenn Zahlungsvorgänge vorlagen, wird einmal pro Monat eine Abrechnung erstellt und der ausstehende Betrag per Lastschrift eingezogen. Jede neue Abrechnung wird per E-Mail avisiert, im Online-Zugang ist sie sechs Monate lang abrufbar.

Bei der Bonitätsprüfung holt American Express in einzelnen Fällen eine Bankauskunft bei der Hausbank ein, mit dem Antrag wird dem zugestimmt. Die jeweilige Bank darf für diese Dienstleistung je nach Preisverzeichnis ihrem Kunden eine Gebühr belasten. Häufig bewegt sich die Gebühr für Bankauskünfte im Bereich von EUR 10,00 bis EUR 20,00. Die Verknüpfung eines bestehenden PAYBACK-Kontos wird über den Kartenantrag beauftragt. Wer bislang kein Konto bei dem Punktesystem hat und sich nachträglich dazu anmeldet, lässt die Verknüpfung von American Express herstellen, das geht per E-Mail oder Telefon. Die gesetzlich vorgeschriebene Identifizierung für den Kartenvertrag kann per PostIdent oder per Webcam und Skype über den Dienst WebID durchgeführt werden.

24.11.2014 |

HypoVereinsbank fasst Autorisierung und Banking in einer einzigen App zusammen

Die HypoVereinsbank führte jetzt auch ein Autorisierungsverfahren ein, das auf einer Smartphone-App basiert. Jahrelang appellierten die Banken, für Auftrag und Autorisierung voneinander unabhängige Übertragungswege zu verwenden. Nun vertrauen sie zunehmend darauf, die Kanaltrennung mittels Software sicherstellen zu können. Die HypoVereinsbank hält das gar in ein und derselben App für unproblematisch. Durch ein Update in der vergangenen Woche integrierte sie in ihrer Banking-App, die es für iOS und Android gibt, eine Leiste am unteren Rand - das Menü der "HVB appTAN". HypoVereinsbank-Kunden, die mobil nach dem Einloggen nicht nur Kontostand und -umsätze einsehen, sondern auch überweisen möchten, müssen sich für dieses Verfahren freischalten lassen. Aber was ist mit der Sicherheit? Gemäß den Angaben ist die App konsequent in zwei Bereiche getrennt und für den Datenaustausch mit dem Rechenzentrum werden unterschiedliche Übermittlungswege genommen. Daneben gibt es einen Schutz über eine zusätzliche PIN. Diese PIN ist eine sechsstellige Ziffernfolge. Für ihre Eingabe wird auf dem Display ein Tastenfeld eingeblendet, die Anordnung der Tasten verändert sich von Eingabe zu Eingabe. Automatisiert will die HypoVereinsbank jede Transaktion auf Plausibilität prüfen. Für Überweisungen mit appTAN setzte sie ein Auftragslimit von standardmäßig gerade einmal EUR 1.000. Das könnte man so interpretieren, dass die Bank selbst sich auf das System weniger verlassen will als auf iTAN oder mTAN. Über den Kundenbetreuer lässt sich das Auftragslimit für appTAN ändern. Wenn Beträge das Auftragslimit übersteigen, funktioniert das Überweisen nicht mehr ausschließlich mit App. Den betreffenden Auftrag kann man zwar wie gewöhnlich im Banking-Bereich eingeben und anschließend die untere Leiste berühren, um ihm im appTAN-Bereich aufzurufen. Wegen der Betragshöhe wird mit der Eingabe der appTAN-PIN aber nicht wie gewöhnlich direkt freigegeben, stattdessen wird eine TAN angezeigt. Man muss sich parallel dazu über die Website ins Online-Banking einloggen und dort zu dem Auftrag die TAN aus der App als zusätzliche Bestätigung eingeben.

Das appTAN-Verfahren ist nach der Einrichtung für das mobile Banking und für das Online-Banking gültig. Das Umstellen von iTAN und mTAN auf appTAN kann in der Anwendung eingeleitet werden. Im Wesentlichen legt man nach dem Zustimmen zu den Nutzungsbedingungen zunächst einmalig die appTAN-PIN fest, die anschließend nicht mehr änderbar ist, und muss dann auf einen Brief mit dem Aktivierungscode warten. Diesen Aktivierungscode und den Hashwert, den die App zur Bindung an das verwendete Gerät errechnet, ist abschließend im Online-Banking einzugeben.

22.11.2014 |

Details der Einlagensicherung ab 2015 neu geregelt

Die Bundesregierung brachte am Mittwoch einen Gesetzesentwurf zur Einlagensicherung auf den Weg. Damit wird die im April 2014 neugefasste EU-Richtlinie zu den gemeinsamen Anforderungen an die gesetzlich geregelten nationalen Einlagensicherungssysteme umgesetzt. Die Änderungen sollen ab Juni 2016 in Deutschland gelten. Das sind die Kernpunkte: Im Falle einer Bankinsolvenz sollen Kontoinhaber ihre Einlagen schneller zurückerhalten. Die Auszahlungsfrist wird von derzeit 20 auf 7 Arbeitstage verkürzt. Auf eine stufenweise Verkürzung, wie sie die EU-Richtlinie erlaubt, verzichtete die Bundesregierung. Die Entschädigung wird künftig automatisch vorgenommen, ohne dass es eines Antrags bedarf. Bislang wurde der Kunde im ersten Schritt angeschrieben, auch um gegebenenfalls unvollständige Daten zu klären. Ein beigefügtes Formular musste bei diesem Verfahren unterschrieben zurückgesandt werden. Um die knappe Auszahlungsfrist nicht zu überschreiten, kann die Unterrichtung der Kunden künftig zeitgleich mit der Auszahlung erfolgen. Außerdem neu: Die Ansprüche der Kunden verjähren erst nach zehn statt bislang fünf Jahren. Die Deckungssumme beträgt unverändert EUR 100.000 je Privatperson und Kreditinstitut. Nach den neuen Vorschriften wird für besonders schutzwürdige Einlagen ein erhöhter Schutzumfang von EUR 500.000 eingeführt. Dieser greift sechs Monate lang bei bestimmten Lebensereignissen, die dazu führen, dass ein Einleger kurzfristig einen hohen Geldbetrag bei einer Bank parkt. Für besonders schutzbedürftig hält der Gesetzgeber Beträge aus dem Verkauf einer privat genutzten Immobilie und die Abfindung bei Kündigung des Arbeitsplatzes. Auch Zahlungen bei Scheidung, Renteneintritt, Ruhestand, Geburt, Krankheit, Pflegebedürftigkeit, Invalidität, Behinderung und Tod fallen darunter. Dem Einleger soll in solchen Fällen Zeit für die Entscheidung gegeben werden, wie er einen erhaltenen Betrag aufteilt und anlegt. Den Banken wird eine weitere Informationspflicht auferlegt, sie müssen ihre Kunden einmal jährlich über das sie betreffende Einlagensicherungssystem informieren. Auch wird eine Zielquote für die Finanzausstattung der Entschädigungseinrichtungen vorgegeben: Aus Beiträgen der Institute ist ein Mindestvermögen von 0,8 Prozent der gedeckten Einlagen aufzubauen, um besser gerüstet zu sein.

Sparkassen und Genossenschaftsbanken stehen für die Liquidität und die Solvenz jeweils im eigenen Lager gegenseitig füreinander ein. Wegen dieser sogenannten Institutshaftung waren sie bisher von der Zuordnung zu einem Einlagensicherungssystem befreit. Diese Sonderstellung entfällt. Beide Verbände können ihre gesonderten Schutzschirme zwar fortführen und von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht als gesetzliche Einlagensicherungssysteme anerkennen lassen, müssen sie aber auch binnen zehn Jahren mit genügend Kapital unterlegen. Bei den Sparkassen wird seit Monaten heiß diskutiert, wie innerhalb der Gruppe die Lastenverteilung aussehen soll. Gemäß einer Erklärung des Verbandspräsidenten Georg Fahrenschon vom Mittwoch ist man sich grundsätzlich einig darin, zunächst in einer Region füreinander einzustehen, und erst wenn dieser Topf leer ist, die anderen Verbundmitglieder aushelfen. So werde es intern elf regionale Töpfe geben, daneben ein Topf für die Landesbanken und einen für die Bausparkassen.

Auf freiwilliger Basis werden die deutschen Bankenverbände auch weiterhin für Guthabenteile darüber hinaus höhere Sicherungsgrenzen bieten. Zu Beginn des kommenden Jahres werden allerdings die privaten Banken, die im Bundesverband deutscher Banken e. V. organisiert sind, ihre Sicherungsgrenze von 30 Prozent des haftenden Eigenkapitals auf 20 Prozent herabsetzen. Dies wurde im Oktober 2011 beschlossen und ist seit Langem angekündigt. Weitere Herabsetzungen folgen im Januar 2020 und im Januar 2025. Für den gewöhnlichen Anleger ist das kaum von Bedeutung, denn die riesigen Beträge, die je Person und Institut zugesichert wurden, waren kaum realistisch.

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