Bankgeschäfte lassen sich bequem per Internet oder Telefon erledigen. Sie erhalten einen aktuellen Überblick über Zinsen und Konditionen von Bankprodukten, die bundesweit angeboten werden und den Abschluss per PostIdent/VideoIdent ermöglichen. Insgesamt sind 128 Anbieter in unseren Produktvergleichen gelistet. Thematisch liegt der Schwerpunkt von modern-banking.de auf dem Direktbankenmarkt.

09.07.2015 |

Fremdabheben bei privaten Banken wird teurer

Die Commerzbank, die Deutsche Bank, die Postbank und die National-Bank wollen künftig mehr verlangen, wenn Fremdkunden an ihren Geldautomaten abheben. Sie kündigten eine Vereinbarung, nach der die privaten Geldhäuser als direktes Nutzerentgelt am Geldautomaten einheitlich EUR 1,95 erheben. Der Betrag sei zu wenig, die Dienstleistung Bargeldversorgung nicht mehr kostendeckend, argumentierte zum Beispiel die Commerzbank. Sie informierte am Mittwoch, zum 1.10.15 das Nutzerentgelt auf EUR 3,90 zu verdoppeln. Die National-Bank kassiert bereits seit Monatsanfang abhängig vom Standort EUR 4,00 bis EUR 4,50 von Fremdkunden. Deutsche Bank und Postbank legen sich noch nicht fest, ob und auf welche Höhe sie anheben werden. Auf die günstigen EUR 1,95 hatten sich die im Bundesverband deutscher Banken e. V. zusammengeschlossenen Privatbanken im Sommer 2010 verständigt. Sie hatten gehofft, dass Sparkassen und Genossenschaftsbanken, die das weitaus größere Automatennetz unterhalten, sich der Initiative anschließen oder ihre Entgelte zumindest deutlich senken würden. Das ist nicht eingetreten. Es kostet einiges, den Kunden ein engmaschiges Netz an eigenen Automaten zu bieten. Ihren Wettbewerbsvorteil halten einige Sparkassen und Genossenschaftsbanken auch mit Mitteln der Kartenablehnung aufrecht, gegenüber der Kundschaft von Instituten, die mit gebührenfreien Girokontomodellen massiv Kundschaft abwerben, aber selbst keine Automaten aufstellen. Die ehemalige Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner hatte versucht, mit Transparenz den Preis in der gesamten Branche zu drücken, seither muss anders als früher die anfallende Gebühr schon vor der Abhebung sichtbar sein. Die Zeit der unkomplizierten Regelung bei den Privatbanken geht nun zu Ende. Unabhängig von der Kündigung der Vereinbarung bleiben Abhebungen innerhalb des jeweiligen Geldautomatenverbunds kostenlos, wenn die eigene Bank der CashGroup oder dem CashPool angeschlossen ist.

03.07.2015 |

Sberbank Direct bei Auslandsüberweisungen eine Alternative

Die Sberbank Direct bietet neben Tagesgeld und Festzinsanlage seit Dienstag "Direct Pay" an. Das ist ein in Euro geführtes Konto für weltweite Geldtransfers durch Überweisungen, Daueraufträge oder Lastschriften bis zum Betrag von EUR 12.000 je Auftrag. Es ist ein selbst erbrachter Service der Sberbank Direct. Ein- und ausgehende Zahlungen innerhalb Deutschlands und dem SEPA-Raum sind gebührenfrei. Für Zahlungen, die den SEPA-Raum verlassen oder von außerhalb kommen, berechnet Sberbank Direct bei Entgeltteilung (SHARE) eine Gebühr von EUR 9,99. Das ist einer von mehreren spezialisierten Geldtransfer-Diensten, auf die Verbraucher zurückgreifen können, die häufig in Nicht-EU/EWR-Staaten überweisen und deren eigene Bank in diesem Segment zu teuer ist. Ist der Auftrag mit SHARE angewiesen, tragen der Überweisende und der Begünstigte jeweils die Entgelte ihrer eigenen Bank. Bei eingehenden Zahlungen in Fremdwährung entstehen dem Direct-Pay-Kunden zusätzlich Konvertierungskosten durch den Spread zwischen Geld- und Briefkurs und gegebenenfalls eingerechneten Aufschlägen. Der jeweilige Umrechnungskurs basiere auf den veröffentlichten Geld- und Briefkursen des Kursstellers WGZ Bank, teilte uns die Sberbank Direct auf Anfrage mit. In den Produktbedingungen und dem Preisverzeichnis ist zu den verwendeten Kursen bislang nichts aufgeführt. Die Kontoführung ist bei Direct Pay ausschließlich online möglich, das Konto verfügt über keine Karte und kann nur im Guthaben geführt werden.

weitere NewsRSS-Feed

Neues aus den Produktbereichen

Erfahrungsberichte

Newsletter

Unser Newsletter informiert jeweils zu Monatsbeginn über aktuelle Zins-/Konditionsänderungen und Neuigkeiten zum deutschen Direktbankenmarkt. Sie können die bisherigen Ausgaben im Newsletter-Archiv aufrufen oder sich nachfolgend direkt anmelden: