Bankgeschäfte lassen sich bequem per Internet oder Telefon erledigen. Sie erhalten einen aktuellen Überblick über Zinsen und Konditionen von Bankprodukten, die bundesweit angeboten werden und den Abschluss per PostIdent/VideoIdent ermöglichen. Insgesamt sind 136 Anbieter in unseren Produktvergleichen gelistet. Thematisch liegt der Schwerpunkt von modern-banking.de auf dem Direktbankenmarkt.

13.07.2016 |

Kurzmeldung

Die Bundesaufsicht für Finanzdienstleistungen (BaFin) setzt die neuen Regeln für das VideoIdent, die insbesondere eine Referenzüberweisung notwendig machen, überraschend bis zum Jahresende aus. Die jetzige Veröffentlichung auf der Internetseite der BaFin hat die Aussage, dass bis dahin das Rundschreiben vom Januar des Jahres 2014 statt dem vom Juni 2016 weiter gilt. Den betroffenen Markteilnehmern solle dadurch Zeit gegeben werden, sich auf die höheren Sicherheitsstandards einzustellen. Gleichfalls wurde aber auch angedeutet, dass die Anforderungen noch geändert werden könnten. Bis zum Jahresende sei vom Gesetzgeber ein Entwurf zur Umsetzung einer vierten Geldwäsche-Richtlinie geplant, die BaFin wolle dem Gesetzgeber eine zukunftsgerichtete Antwort hinsichtlich der Verfahren der Kundenidentifizierung vorschlagen. Für die Marktteilnehmer ist die Vorbereitungszeit bei diesem ungewissen Ausgang letztlich doch wieder knapp. Die Volkswagen Bank, die nach dem Rundschreiben vom Juni in ihrer Antragsstrecke zum Tagesgeld das VideoIdent prompt deaktivierte, bietet diese Option der Legitimation nun wieder an.

01.07.2016 |

DKB lässt bald am Kassennetz von Barzahlen.de auszahlen

Die DKB ist nach Number26 der zweite Girokontoanbieter, der mit Barzahlen.de kooperiert. DKB-Kunden sollen noch ab diesem Sommer an den Ladenkassen mehrerer Handelsmarktketten kostenfrei von ihrem Konto Bargeld abheben können, das teilten die beiden Unternehmen gemeinsam mit. Ein konkreteres Startdatum wurde bislang nicht genannt. Das Geldabheben über Barzahlen.de unterstützen die Supermärkte REWE, PENNY und real, die norddeutsche Drogerie Budni und die Kioske der Unternehmensgruppe Dr. Eckert - Ludwig, Eckert, Barbarino, Adam's und ON!Express. Der Partner dm-drogerie unterstützt es noch nicht. Die 2,2 Millionen privaten Girokunden der DKB (Stand 31.12.15) haben durch die Kooperation eine weitere Möglichkeit, sich kostenfrei mit Bargeld zu versorgen. Sie können aber auch ihre VISA-Karte an Geldautomaten und an Shell-Tankstellen nutzen, oder den Bargeldservice, den einige Supermärkte allen Einkaufenden mit girocard selbst anbieten. Geldabheben funktioniert in der Methode von Barzahlen.de mit dem Smartphone, ohne dass ein Einkauf bei dem jeweiligen Filialisten erforderlich ist. Der Ablauf für DKB-Kunden an der Kasse: In die DKB-Banking-App einloggen und dort auf "Cash im Shop" tippen, so nennt es die DKB, anschließend einen Betrag zwischen EUR 50,00 und EUR 300,00 auswählen. Das Abheben ist mit einer TAN zu bestätigen, dafür hat man am besten auch die pushTAN-App installiert, um nicht die iTAN-Liste mitnehmen zu müssen. Danach wird ein Barcode auf dem Display angezeigt. Der wird an der Kasse gescannt, was die Abbuchung vom Konto einleitet; die Abbuchung ist in der Banking-App unmittelbar ersichtlich und man erhält sein Bargeld.

Barzahlen.de ist ein Dienstleister, durch den sich bestimmte Rechnungen aus Online-Einkäufen bar in den Partnerfilialen begleichen lassen. Das ist für Leute gedacht, die Online-Banking scheuen, sie können stattdessen den Zahlvorgang auf dem Weg mit den täglichen Besorgungen erledigen. Barzahlen.de kann mittlerweile mit der vorhandenen Infrastruktur, den eingeübten Abläufen mit den Barcodes, auch Ein- und Auszahlungen für Banken abwickeln. Von Einzahlen ist in der Mitteilung betreffend der DKB jedoch nicht die Rede. Das steht bislang nur Number26-Kunden zur Verfügung, wobei für diese die Kostenfreiheit beim Einzahlen auf EUR 100,00 im Monat limitiert wurde, weil Number26 im Nachhinein feststellen musste, wie kostenintensiv eine rege Nutzung sein kann. Die DKB löst sich durch Barzahlen.de etwas aus der Abhängigkeit von fremden Geldautomaten. Einige Sparkassen und Volksbanken hindern nämlich speziell Kunden der DKB und anderer großer Direktbanken mit Sperren davor, zu ihnen zum Abheben zu kommen, um den Vorteil ihres dichten Geldautomatennetzes zu bewahren. Darüber hinaus erlaubt auch VISA Europe Geldautomatenbetreibern seit Mitte April direkte Kundenentgelte, was ebenfalls ein Problem für die Banken mit wenigen eigenen Automaten darstellt.

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23.06.2016 |

VideoIdent nur noch mit Referenzüberweisung

Durch ein neues Rundschreiben der Bundesaufsicht für Finanzdienstleistungen (BaFin) an die von ihr beaufsichtigten Unternehmen müssen die Banken beim VideoIdent-Verfahren ab sofort zusätzliche Anforderungen erfüllen. Hierzu zählt insbesondere die Notwendigkeit einer Referenzüberweisung. VideoIdent hat mittlerweile eine wichtige Rolle in der modernen Bankenwelt eingenommen. Denn die Interessenten sind es gewohnt, alles online machen zu können, und nicht wenige hält die Alternative, sich zur Legitimation am Postschalter anstellen zu müssen, letztlich von der Kontoeröffnung ab. Das Rundschreiben ersetzt das vom März 2014. Was hinter der Kamera durchzuführen ist, wurde nochmals detailliert aufgeführt. Die verschärften Vorgaben sieht die BaFin als erforderlich, um das betrügerische Eröffnen von Konten unter falschen Namen und das Einschleusen von Geldern aus Straftaten in den legalen Geldkreislauf zu erschweren. So darf VideoIdent nur noch für Kreditinstitute im Sinne von § 1 Absatz 1 Kreditwesengesetz zum Einsatz kommen, Zahlungsinstitute oder E-Geld-Institute zum Beispiel dürfen es nicht mehr nutzen. Dass externe Dienstleister den ausführenden Part übernehmen, ist weiterhin erlaubt. Alle wesentlichen Identifizierungsschritte sind nun durch eine zweite Ebene im Unternehmen auf ihre korrekte Durchführung hin zu überprüfen. Und die Bank muss vom Kunden eine Referenzüberweisung bei Eröffnung verlangen, von einem Konto, das auf seinen Namen lautet und in der EU geführt wird. Die Höhe des zu überweisenden Geldbetrags ist unbestimmt. Bis zum Eingang der Referenzüberweisung muss sichergestellt sein, dass keine Gelder vom Konto abgezogen werden können. Wenn die Referenzüberweisung ausbleibt, ist die Eröffnung nicht zu Ende geführt, eingegangene Gelder dürfen dann nur an den Einzahler zurückgezahlt werden. Zudem haben die Banken auf Grundlage zusätzlicher öffentlich zugänglicher Daten und Informationen - etwa aus dem Internet oder den sozialen Netzwerken - erneut zu prüfen, dass der Kunde korrekte Angaben zu seiner Identität gemacht hat.

In der Praxis werden die in dieser Form überraschend erhöhten Anforderungen zu einem deutlichen Mehraufwand führen und der Benutzerfreundlichkeit kaum zuträglich sein. In anderen Ländern ist die von einem anderen Konto abgeleitete Identifikation ein Hauptbestandteil bei der Fernidentifikation - in Deutschland wird sie beim VideoIdent zusätzlich verlangt, bei der Identifikation am Postschalter nicht. Die Volkswagen Bank deaktivierte am Dienstag in ihrer Antragsstrecke zum Tagesgeld vorerst die Möglichkeit, sich per VideoIdent legitimieren zu können, weil es Zeit braucht, eine solche Anpassung umzusetzen.

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