Erfahrungsberichte zu
Brokerage-Anbietern

Neben Transakionskosten und Depotgebühren können auch qualitative Faktoren wie Service, Zuverlässigkeit, Erreichbarkeit, Informationsangebot, Orderoptionen usw. für oder gegen einen Online-Broker sprechen.
Erfahrungsberichte von Bankkunden können Sie hier lesen.

Die Darstellung lässt sich auf die einzelnen Anbieter einschränken. Zu folgenden Anbietern sind bereits Erfahrungsberichte vorhanden: 1822direkt, brokerjet, comdirect bank AG, Cortal Consors S. A., DAB bank AG, Deutsche Postbank AG, DKB, Deutsche Kreditbank AG, flatex AG, ING-DiBa AG, maxblue, netbank AG, OnVista Bank, S Broker AG & Co. KG, TARGOBANK AG & Co. KGaA, ViTrade AG, Volkswagen Bank direct, Wüstenrot Bank AG Pfandbriefbank

positive Wertung 18.09.2008 1822direkt: Brokerage der 1822direkt
Ich bin schon recht lange Girokontokunde bei der 1822direkt und dort sehr zufrieden. Als ich auf der Suche nach einem für mich geeigneten Broker war, habe ich verschiedene Angebote verglichen. Aufgrund meiner positiven Erfahrung habe ich mich dann wieder für die 1822direkt entschieden. Die Vorteile für mich dort sind: gute Auswahl der Brokerangebote, kompetente Ansprechpartner und persönliche Ansprechpartner vor Ort (wenn man das benötigt). Sehr gut finde ich auch, dass es extra ein Paket für jüngere Leute gibt, die einsteigen wollen in die Thematik. Positiv möchte ich anmerken, das generell keine Depotgebühr erhoben wird, wenn es mindestens eine Order im Quartal gibt. Negatives kann ich so nicht sagen, außer vielleicht, dass es auf dem Markt halt auch noch günstigere Anbieter gibt. Fazit: Ich bin zufrieden, aber jeder sollte für sich selber entscheiden, was er benötigt und was er dafür ausgeben möchte.
Steffen Lau

neutrale Wertung 08.08.2008 TARGOBANK AG & Co. KGaA: Mit der Beratung nicht zufrieden
Zusammen mit dem CitiBest-Girokonto als Verrechnungskonto eröffnete ich ein Wertpapierdepot bei der Citibank und parkte einen höheren Geldbetrag auf dem Konto. Wenige Wochen später hat mich ein Berater der Bank bezüglich einer Geldanlage angerufen, den ich aber darauf hingewiesen habe, dass ich als anspruchsvoller Kunde und aufgrund der Börsenverluste zu alternativen Anlagen oder zu solchen mit hoher Sicherheit tendiere. Das schriftlich zugesandte Angebot des Beraters beinhaltete dann leider nur normale Aktienfonds mit deutlichem Ausgabeaufschlag. Mit dieser Beratung, die eindeutig nicht nach meinem Wunsch war, bin ich nicht zufrieden gewesen. Über die Wertpapierprodukte der Bank (z. B Zertifikate) konnte ich mich sehr gut in aller Ruhe im Internet informieren. Auf eine gezielte Anfrage bezüglich eines bestimmten Zertifikates habe ich dann aber von der Bank erst nach über 1,5 Wochen eine schriftliche Antwort und einen Prospekt erhalten. Auf meine gestellten Fragen ist man aber nicht näher eingegangen, sondern man hat mich auf einen Berater bzw. die Hotline verwiesen, die aber das Produkt selber nicht gut erklären konnte. Ich sollte ein anderes Mal wieder anrufen. Auch das hat mich etwas geärgert. Ein gutes Gefühl beim Online-Banking und Wertpapierkauf gibt mir zumindest die Online-Sicherheits-Garantie der Citibank. Etwaige finanzielle Schäden durch einen möglichen Online-Betrug würden bei mir von der Bank getragen werden. In Erinnerung ist mir noch, dass das Online-Banking gelegentlich aufgrund von Wartungsarbeiten oder anderer Meldungen zeitweise nicht genutzt werden konnte (in meinem Falle an einem Wochenende), was mich dann bei der Größe dieser Bank doch etwas überrascht hat. Die für mich zuständige Filiale hatte um die Mittagszeit leider nicht durchgehend geöffnet und auch abends nur an wenigen Tagen längere Öffnungszeiten. Die Mitarbeiter sind aber insgesamt durchaus freundlich.
Tanja Hansen

positive Wertung 27.07.2008 comdirect bank AG: Überzeugt durch einen großen Funktionsumfang
Nachdem ich in den letzten Jahren mehrere Anbieter getestet habe, zählt die Comdirect Bank klar zu meinen Favoriten. 100 Realtimekurse können pro Monat kostenlos abonniert werden und es stehen umfangreiche Analysetools zur Verfügung. Diesen erstklassigen Service nutze ich, ohne einen Cent dafür bezahlen zu müssen. Orderausführungen sind leicht zu handhaben und dank der übersichtlichen Gestaltung, verliert man auch bei intensiver Nutzung kaum den Überblick. Über eine virtuelle Postbox können die Umsätze als PDF heruntergeladen werden. Zudem ist die Funktion, Kommentare in Form einer Notiz den Werten hinzuzufügen, sehr praktisch. Meiner Erfahrung nach gehört der Funktionsumfang der Comdirect zum Besten, was derzeit am Markt geboten wird. Das Depot lohnt sich schon aufgrund der Inklusivleistungen. Vieltrader finden bei anderen Anbietern günstigere Angebote, für alle anderen lohnt sich ein Vergleich des Leistungsumfangs, bei dem wahrscheinlich die Comdirect Bank mit mehr Vorteilen überzeugen kann.
L. Hoglin

positive Wertung 13.07.2008 netbank AG: Preisgünstig und hohe Sicherheitsstandards
Als Brokerage-Kunde der Netbank sind mir zwei wesentliche Aspekte aufgefallen: Zum einen die konstant günstigen Gebühren der Bank. Hier wird der langjährige Kunde nicht schlechter gestellt als der Neukunde wie bei manch anderer Bank. Dies hat zur Folge, dass man Kunde der Bank bleibt und sich nicht nach ein paar Monaten neu orientieren muss. Besonders auch für häufige Käufe von Aktien ist die Netbank geeignet, da Teilausführungs- und Limitgebühren nicht berechnet werden. Zum anderen steht bei dieser Direktbank, die keine Filialen hat, der Sicherheitsaspekt sehr im Vordergrund: Transaktionen werden mit iTANs abgeschlossen, d. h. es muss eine ganz bestimmte TAN eingegeben werden. Die Eingabe der PIN beim Anmeldevorgang kann über ein grafisches PIN-Pad erfolgen, damit ist es nicht möglich, dass Tastatureingaben abgefangen werden. Zusätzlich muss ein wechselnder grafischer Zugriffscode eingegeben werden. Dies kann nur durch einen Menschen erfolgen. Nach der Anmeldung ist im Logbuch sofort erkennbar, wann die letzte Anmeldung erfolgte und ob es PIN/iTAN-Fehlversuche gegeben hat. Ferner gibt die Bank eine sogenannte No-Risk-Garantie, d. h. im Falle einer unberechtigten Kontoverfügung liegt die Beweislast bei der Bank und nicht beim Kunden. Auf Wunsch wird jeder Kontoumsatz per SMS auf das Handy des Kunden gemeldet. Der Internet-Auftritt ist vorbildlich und einfach bedienbar. Alles in allem und insbesondere aufgrund der hohen Sicherheit eine Empfehlung für jeden, der alle Bankgeschäfte per Internet erledigen will.
Monika Kohel

negative Wertung 04.07.2008 flatex AG: Teurer 01805-Service
Was mir bei der flatex AG überhaupt nicht gefällt ist, dass man sie telefonisch nur über eine teuere 01805-Service-Rufnummer erreicht. Zwar kostet diese Rufnummer von einem Telekom-Festnetzanschluss 14 Cent/Minute - vom Mobiltelefon oder bei den neueren Festnetzanbietern sind das aber in aller Regel eben mal satte 70 Cent/Minute. Bei fast allen Anbietern einer 01805-Nummer kann man über das Internet auch die normale Telefonnummer herausfinden, nicht aber bei flatex. Auch E-Mail-Anfragen zu dem Thema sind zwecklos, "wir bitten um Ihr Verständnis" heißt es dann lapidar ohne irgendeine Begründung. Das kann nach meiner Einschätzung gerade bei den vielfach im Internet beschriebenen Reklamationen richtig teuer werden und die sonst günstigen Transaktionskosten kompensieren. Viele Betreiber solcher 01805-Servicerufnummern verdienen bei jedem Anruf mit. Sollte das der Grund sein, ist das eine wenig transparente Preispolitik von flatex!
G. Bassewitz

positive Wertung 17.06.2008 Cortal Consors S. A.: Kontoeröffnung, Kontoeröffnungsgespräch
Habe mich von der 4,5%-Aktion für das Tagesgeld angesprochen gefühlt und die Summe von 25.000 Euro angelegt. Die Kontoeröffnung über das Postident-Verfahren war gewohnt unkompliziert. Die Kontoeröffnungsunterlagen kamen 3 Tage später an. Transaktionen werden über nicht durchnummerierte TANs freigegeben (nicht optimal, da man schnell den Überblick verliert, zumal wenn man die Liste kopiert hat und mit zwei Listen arbeitet). Die Benutzeroberfläche ist gewöhnungsbedürftig in orange-grün gehalten, von der Bedienung jedoch leicht verständlich und selbsterklärend. Es wird zwischen einem Transaktionskonto und einem Tagesgeldanlagenkonto unterschieden, sodass nach Überweisung zu Consors auch noch eine interne Überweisung stattfinden muss um den Tagesgeldzins zu erhalten (anders wie z. B. bei der DiBa wo das Verrechnungskonto gleichzeitig das Tagesgeldanlagekonto ist). Ein Kontoeröffnungsgespräch hat 2 Wochen nach Kontoeröffnung stattgefunden. Sehr informativ und nicht absatzorientiert. Es wurde nicht versucht, Produkte anzubieten oder aufzudrängen. Habe auch gebeten, dass entsprechende Anrufe in Zukunft nicht stattfinden sollen. Dies wurde vermerkt.
Mittlerweile habe ich auch mein Depot von der DiBa zu Consors übertragen. Problemlos, Dauer ca. 4 Wochen. Für die angelegten 25.000 Euro bekomme ich nun für ein Jahr 6% anstelle der oben genannten 4,5%. Die 1,5% Unterschied bedeuten eine Erhöhung der Zinsen um 375 Euro in einem Jahr. Das Angebot ist, verglichen mit anderen Depotübertragungsprämien, sehr gut.
Zusammenfassend: Die telefonische Erreichbarkeit ist gut, das TAN-Verfahren könnte analog zu anderen Banken mit nummerierten TANs durchgeführt werden. Die Bedienoberfläche ist subjektiv nicht schön. Die Zinsen und Konditionen für den Online-Handel sind gut und günstig. Insgesamt empfehlenswert.
Wolfgang Stiller

positive Wertung 15.06.2008 DAB bank AG: Auch für erfahrene Trader geeignet, gute Beratung möglich
Die DAB-Bank, bei der ich seit einiger Zeit Depotkunde bin, hat in den letzten Jahren ihr Produktangebot deutlich erweitert, z. B. um geschlossene Produkte (wie Immobilienfonds), SFDs (mit Hebelwirkung) oder auch Girokonten. Gemäß den Eröffnungsunterlagen erfolgt aber keine Beratung durch die Bank bei Wertpapiergeschäften. Trotzdem ist ein sogenanntes Expertenteam telefonisch erreichbar, welches durchaus berät, insbesondere bei komplexeren Produkten. Aber auch der normale Hotline-Mitarbeiter hat mir schon konkrete Empfehlungen (bei Nachfrage meinerseits) gegeben. Die Telefon-Hotline selber ist aber nicht immer optimal erreichbar, teilweise habe ich sehr lange am Telefon auf einen Mitarbeiter gewartet. Dies hat sich aber in letzter Zeit deutlich gebessert. Obwohl es sich um eine Direktbank handelt, besteht bei der DAB-Bank die Möglichkeit, einen Vermögensberater oder -verwalter vermittelt zu bekommen. Hier nimmt die Bank zudem regelmäßig an Aktionen teil, bei denen der Erstkontakt mit dem Vermögensverwalter inklusive eines Vorschlags zur optimalen Depotstrukturierung für den Anleger kostenfrei ist. Ich habe hier eine positive Erfahrung gemacht, da mein Berater mich völlig bankenunabhängig und individuell beraten hat. Ein besonderer Vorteil für mich als Depotkunde ist zudem der Punkt, dass die DAB-Bank mit sehr vielen Handelspartnern kooperiert. Folglich können auch außerhalb der üblichen Handelszeiten und am Wochenende Wertpapiere gekauft werden. Sehr viele Neuemissionen können bei der Bank gezeichnet werden und in vielen Fällen habe ich diese auch erhalten. Die vor vielen Jahren in Großstädten eingeführten DAB-Anlagecenter mit Terminals zum Traden und für Seminare vor Ort gibt es aber leider seit geraumer Zeit nicht mehr. Da ich zufrieden mit der Bank bin, habe ich das Brokerage-Depot bereits im Bekanntenkreis weiterempfehlen können.
Angelika Grüner

neutrale Wertung 13.06.2008 Cortal Consors S. A.: Gutes Angebot mit Schwächen
Ich bin bereits seit vielen Jahren Kunde bei Cortal Consors, zunächst wegen eines guten Tagesgeldangebotes, seit rund zwei Jahren führe ich auch mein Wertpapierdepot dort. Ausschlaggebend hierfür war mein Wunsch, meine Bankgeschäfte bei einer Bank zu bündeln. Preislich gehört Consors nicht mehr wie früher zu den billigsten Anbietern am Markt. Dies wird aber durch den Vorteil, sein Geld nicht zwischen verschiedenen Banken transferieren zu müssen, teilweise wieder wettgemacht. Leider fallen auch Gebühren für Limitänderungen und Orderstreichungen an, auch Teilausführungen werden berechnet. Dies und die Berechnung von Kontoführungsgebühren bei kleinen Depots machen das Angebot unnötig unübersichtlich. Die Internetseite wirkt sehr überladen, oft sind Informationen nicht intuitiv zu finden. Hier soll aber eine komplett neue Seite in Arbeit sein, was auf Besserung hoffen lässt. Sehr komfortabel ist das Online-Archiv, in dem alle Abrechnungen als PDF-Datei heruntergeladen werden können, auch gesammelt einmal jährlich in einer Datei.
Die Abwicklung aller Transaktionen hat bisher immer einwandfrei funktioniert, mit dem Kundenservice musste ich nie in Kontakt treten. Letztlich ist das Gesamtangebot gut für Kunden geeignet, die gute Tagesgeldzinsen suchen, gelegentlich an der Börse handeln sowie Fonds mit vergünstigtem Ausgabeaufschlag kaufen möchten. Weniger geeignet ist Cortal Consors aufgrund der Preisstruktur für Kunden mit vielen Börsentransaktionen oder kleinen Depots unter 2.500 Euro.
Pascal Blume

negative Wertung 17.05.2008 1822direkt: Keine Vorteile im Vergleich zu einer Filialbank
Beim 1822direkt-Brokerage Depot sind mir einige Sachen unangenehm aufgefallen. Zunächst wird das Depot (obwohl es sich um eine Direktbank handelt) nicht kostenfrei geführt, sondern es fallen in Abhängigkeit von der Höhe des Depotvolumens Gebühren an. Schon aus diesem Grund kann ich niemandem empfehlen, z. B. alle eigenen Geldmarktfonds zu dieser Bank zu übertragen. Selbst für ein Depot, das mal keinen Bestand aufweist, werden mir spürbare Gebühren für die Depotführung berechnet. Hinzu kommen noch Transaktionskosten für Kauf und Verkauf, die zwar marktüblich aber für mich nicht günstiger als woanders sind. Dabei bleibt es aber nicht. Ordere ich nicht online sondern per Telefon oder Brief gibt es einen weiteren Aufschlag. Das ganze erinnert dann doch an die Konditionen meiner Haus- und Filialbank um die Ecke. Der Internet-Dialog ist weitgehend komfortabel wenn auch die verwendeten Farben und die gewählten Schriften auf mich ziemlich langweilig und nicht innovativ wirken. Ein weiterer Punkt ist die Tatsache, dass mir als Kunde selbst Realtime-Kurse nur in begrenztem Maße kostenfrei zur Verfügung stehen. Ich informiere mich daher zusätzlich auf anderen Webseiten über Kurse in Echtzeit, bevor ich bei der Bank ordere.
Die Bank berät den Kunden sehr gerne per Telefon und ruft auch zurück. Dabei ist mir aber aufgefallen, dass insbesondere hauseigene Produkte oder Zertifikate, die aufgrund ihrer Gebührenstruktur besonders für die Bank ertragreich sind, empfohlen werden, insbesondere auch in den zahlreichen Werbebriefen, die in der Postbox landen. Ich würde mir hier deutlich mehr Unabhängigkeit in der Beratung wünschen. Zudem sollten im Internet auf den Seiten der Bank viel mehr Infos zu den empfohlenen Anlageprodukten zur selbständigen Anlageentscheidung verfügbar sein, was leider nicht der Fall ist. Man bekommt diese Infos nur über den telefonischen oder E-Mail Kontakt mit dem Kundenberater. Ein weiterer Minuspunkt speziell für die 1822direkt.
Sebastian Krüler

neutrale Wertung 10.05.2008 Deutsche Postbank AG: Nur für den Kleinanleger eine gute Wahl
Ein für mich großer Nachteil als Brokerage-Kunde der Postbank ist die Tatsache, dass dieser Zugang zusätzlich zum etwaigen Postbank-Girokonto einzurichten ist, d. h. der Wertpapierhandel ist ein eigenes Programm im Internet mit separaten Zugangsdaten und zusätzlichem Verrechnungskonto. Ich finde das für Girokonto-Kunden umständlich gelöst. Man muss aber kein Girokonto bei der Postbank haben. Es gibt jedoch inzwischen sehr viele kostenfreie Depots bei anderen Banken, bei der Postbank fallen leider knapp 10 EUR jährlich für die reine Verwaltung an. Hinzu kommen noch Transaktionskosten, die aber bei kleinen Ordergrößen supergünstig sind. Ausländische Börsen sind wesentlich teurer. Ich schlage daher vor, keine Gebühren für die Depot-Verwaltung und das Setzen von Limits zu erheben. Die eigentliche Menüführung im Internet ist sehr einfach und verständlich, ich komme sehr gut damit zurecht. Für etwaige Fragen rund um das Thema Online-Sicherheit gibt es eine kostenfreie Rufnummer, die rund um die Uhr erreichbar ist. Wichtige Anfragen oder Beschwerden per Mail würde ich nicht empfehlen: Ich erhalte zwar Antworten, aber inhaltlich scheint das Problem oft nicht erkannt worden zu sein, z. B. bei einer Anfrage bezüglich eines fehlenden Zwischengewinns bei einem gekauften Rentenfonds. Es gibt neben dem Telefon und Internet weitere Wege mit Wertpapieren bei der Postbank zu handeln, z. B. mit einem modernen Mobiltelefon, sodass man praktisch überall seine Geschäfte erledigen kann, sogar ohne eine TAN-Liste auf Papier, da die Bank TANs auch per SMS auf das mobile Gerät versendet. Die Postbank geht hier einen sehr modernen Weg. Aus meiner Sicht ist das Brokerage bei der Postbank für Kleinanleger und normale Kunden durchaus zu empfehlen, für sehr erfahrene Kunden und Trader mit großem Ordervolumen zum jetzigen Zeitpunkt aber nicht so gut geeignet, auch nicht als Zweitdepot.
Tim Kunstmann

neutrale Wertung 09.05.2008 Cortal Consors S. A.: Guter Wertpapier-Broker, auch für Trader geeignet
Im Rahmen einer Neukundenaktion habe ich mein Depot von einer anderen Bank zu Cortal Consors übertragen lassen. Dieses Depot ist einfach zu bedienen, auch als Anfänger kommt man damit sofort gut zurecht. Die Auswahl an Aktien, Fonds und Zertifikaten sowie sonstiger Produkte ist sehr umfangreich. Für Trader gibt es zusätzliche spezielle Tools. Die Bank bietet ferner jährlich Seminare in vielen großen Städten Deutschlands an, z. B. zum Thema Optionen. Ein solches Seminar habe ich besucht und war sehr zufrieden. Obwohl es sich um eine Direktbank handelt, arbeitet die Bank auch mit Vermögensverwaltern vor Ort zusammen, die dem Kunden bei der Geldanlage und dem Brokerage hilfreich zur Seite stehen. Bei dem ständig steigenden Produktangebot eine gute Sache, denke ich.
Was mich stört ist, dass bei sämtlichen schriftlichen Aufträgen (z. B. Fondskauf) zusätzlich zur Unterschrift eine Online-TAN auf dem Formular mit angegeben werden muss. Warum reicht die eigene Unterschrift nicht aus? Weiter fiel mir auf, dass die jährliche Jahresbescheinigung und Erträgnisaufstellung sehr viele Seiten umfassen (bei mir in Summe ca. 40 Seiten), obwohl ich nur wenige Fonds im Depot habe. Hier schlage ich doch vor, dass diese wie bei manch anderen Banken übersichtlicher und kürzer gestaltet werden. Auch werden diese Bescheinigungen nicht automatisch und kostenfrei zugesendet, sondern müssen selber ausgedruckt werden. Zudem sollte die Bank auf ihrer Homepage insbesondere für Kunden eine normale Festnetznummer anstelle der 0180-Service-Nummer bekannt geben, da diese vom Handy in der Regel sehr teuer ist. Auf E-Mail Anfragen reagiert Consors freundlich und kulant und hat sogar ein Anliegen von mir an einem Sonntag bearbeitet.
Ariane Hofmann

neutrale Wertung 07.05.2008 ING-DiBa AG: Freundlicher Kundenservice, für den normalen Privatkunden geeignet
Die ING-DiBa ist eine große Direktbank mit einem vielfältigen und klar strukturierten Angebot. Das Direkt-Depot nutze ich schon seit einigen Jahren. Zeitweise hat die Bank monatlich einen Werbebrief bezüglich des Fonds des Monats (oft ohne Agio) versendet, was mir dann doch irgendwann lästig geworden ist, obwohl die vorgestellten Produkte ganz gut waren. Ferner ist mir aufgefallen, dass bei den auf den Internet-Seiten beworbenen Zertifikaten die Bank oft selber Emittent ist. Die Höhe des eingereichten Freistellungsauftrages lässt sich komfortabel online ohne Papierkram erledigen, was ein Pluspunkt für mich ist. Die Mitarbeiter am Telefon sind freundlich und bemüht, gingen die Fragen aber ins Detail (z. B. bezüglich der Ausschüttung eines Fonds in meinem Depot), so wurde ich gebeten, zu einem anderen Zeitpunkt werktags nochmal anzurufen oder aber man wird (in meinem Falle erst nach über einer Woche) zurückgerufen. Auf einfache E-Mail-Anfragen bezüglich des Produktangebotes habe ich leider erst nach ein paar Tagen eine Antwort erhalten. Hier ging es um eine Neuemission, die die Bank aber nicht zur Zeichnung angeboten hat. An dieser Stelle wird wiederum ersichtlich, dass die Bank meiner Meinung nach keinen ausgeprägten Schwerpunkt auf spezielle innovative Produkte wie z. B. Hedgefonds-Zertifikate, geschlossene Fonds, etc. legt, sondern eher die breite Masse mit z. B. Sparplänen und Baufinanzierungen ansprechen möchte. Typischen Vieltradern würde ich trotz der günstigen Konditionen wohl primär eine andere Bank als die DiBa vorschlagen. Ich selber werde trotz der genannten Nachteile bei der kundenfreundlichen Bank bleiben, wünsche mir aber Optimierungen in den erwähnten Punkten.
Gerd Zind

positive Wertung 07.05.2008 ING-DiBa AG: Sehr gutes Depot für den Kleinanleger
Ich habe mich kürzlich entschieden ein Depot zu eröffnen. Dies hatte den Grund, dass ich gerne in diesem Jahr noch langfristig in Fonds und Aktien investieren möchte, um wie so viele andere auch der Abgeltungssteuer wenigstens noch teilweise zu entgehen. Außerdem bot sich ein Einstieg auch durch die am Anfang dieses Jahres doch deutlich gefallenen Kurse an. Nun stand die Entscheidung bei welchem Anbieter ich mein Depot eröffnen soll an. Glücklicherweise fiel die Entscheidung überraschend schnell und deutlich für ein Depot bei der ING-DiBA AG aus. Kostenloses Depot, super Verzinsung des Verrechnungskontos, günstige Ordergebühren ... Ich konnte schlichtweg keinen Haken erkennen. Auch die Eröffnung lief schnell und unproblematisch ab. Der Onlineauftritt ist gut gemacht und wirklich einfach zu bedienen. Dies hat vor allem für Kleinanleger und "Wenigtrader" Vorteile, da die Benutzeroberfläche klar strukturiert ist und nicht überladen wirkt. Bei manchem "Vieltrader" sind das aber vielleicht zu wenig Funktionen. Eine Order eingeben ist fast schon erschreckend einfach und schnell erledigt. Gut hierbei ist, dass das Setzen eines Limits und auch das Ändern oder Löschen kostenlos ist. Falls man die Volatilität seiner Aktie oder seines ETF mal überschätzt und ein Limit zu optimistisch setzt oder man einfach ungeduldig wird, kann man es kostenlos ändern oder löschen und muss sich nicht ärgern, dass das Geld gekostet hat. Auch die sehr einfach gehaltene Depotübersicht finde ich angenehm, da man blitzschnell seine Positionen mit Kaufkurs, aktuellem Stand und auch den Gesamtwert des Depots samt aktuellem Gesamtwert sehen kann. Einen kleinen Nachteil gibt es aber dann doch noch und zwar werden bei Teilausführung einer Order ab der zweiten Ausführung noch einmal Gebühren berechnet, aber nicht mehr die Mindestgebühr von 9,90 Euro, sondern nur noch die variable Gebühr von 0,25%, aber insgesamt maximal 39,90 Euro. Fazit: sehr gutes, sehr einfach zu bedienendes Depot mit Top-Konditionen für den Kleinanleger
Sabine Reuters

positive Wertung 06.05.2008 S Broker AG & Co. KG: Für Kunden der Sparkasse besonders zu empfehlen
Vorteilhaft beim S-Broker-Depot ist die Tatsache, dass man als Kunde der Sparkasse sein bereits vorhandenes Girokonto als Verrechnungskonto nutzen kann, sodass insgesamt die Anzahl der Konten nicht überhand nimmt. Ich selber aber eröffnete das Depot völlig unabhängig vom Girokonto und als Option auch ohne Möglichkeit der Einsichtnahme eines Mitarbeiters der Sparkasse in das Depot, da ich keine telefonischen Anrufe diesbezüglich bekommen möchte. Lediglich die Feststellung der Identität ließ ich bei der Sparkassenfiliale (von einer nicht besonders freundlichen Mitarbeiterin) vor Ort durchführen. Das Depot ist als eines ohne Beratung konzipiert, wie es bei vielen anderen Direktbanken üblich ist. Das grelle Rot der Internetseiten dominierte früher, inzwischen hat man mehr von der Farbe Weiß eingebaut, was nach meinem Geschmack insgesamt seriöser und frischer wirkt. Von den Konditionen her ist das Depot insgesamt gesehen recht günstig, viel günstiger als bei der eigenen Hausbank. Die Eingabe der PIN per Mausklick über einen grafischen Ziffernblock beim Einloggen und die Verwendung von TANs erhöhen die Sicherheit und geben mir ein gutes Gefühl diesbezüglich. Aus meiner Sicht ist hier das Sicherheitsproblem im Vergleich zu manch anderer Bank sehr gut gelöst. Das Ordern von Wertpapieren erfolgt zügig und problemlos, obwohl die kleine Schrift nicht immer optimal lesbar ist. Hier würde ich mir eine Verbesserung wünschen. Ferner stören mich im Internet die vom S-Broker beworbenen Partnerangebote wie z. B. Autovermietung und Blumen, obwohl es teilweise einen Rabatt für Kunden gibt. Insgesamt gesehen ist das S-Broker-Depot eine Empfehlung wert.
Christian B.

negative Wertung 02.05.2008 DKB, Deutsche Kreditbank AG: Verbesserungspotential im Kundenservice und bei den Gebühren
Die DKB Brokerage-Seiten sind informativ sowie schnell im Aufbau und trotz kleiner Schrift relativ übersichtlich, aber für meinen Geschmack dann doch zu farblos und schlicht. Ich vermisse hier einen individuellen Stil. Ich hatte öfters Probleme beim Login, obwohl ich mir ziemlich sicher war, das Passwort korrekt eingegeben zu haben. Die Bank hat mir dann immerhin innerhalb eines Tages per Post schriftlich ein neues Passwort zugesendet. Hierfür waren aber einige Mails an die Kundenbetreuung der Bank erforderlich. Die Kundenbetreuung reagierte dabei oft mit nach meinem Gefühl standardisierten Antworten. Eine kostenfreie Kundenhotline existiert nicht. Hier sehe ich eine Möglichkeit zur Verbesserung.
Das Prämiensystem mit den Bonuspunkten (z. B. für einen Produktabschluss) verwirrt mich, da der reale Wert, der hinter einem Bonuspunkt steckt, nicht bekannt ist. Für zigtausende Bonuspunkte erhält man z. B. kostenfreien Eintritt in einen Freizeitpark, der fern vom eigenen Wohnort in einem anderen Bundesland liegt. Für mich völlig uninteressant.
Von der DKB-Bank habe ich bisher keinerlei Werbebriefe per Post erhalten, was mich dann doch etwas verwundert. Manche Bank versendet zuviel an Werbung, die DKB zu wenig für meinen Geschmack. Dafür sind von der Bank sehr viele Anzeigen im Internet sichtbar. Aus den genannten Gründen habe ich das Depot bei der DKB bisher meinen Bekannten und Freunden nicht weiterempfohlen, obwohl die Konditionen für Aktienkäufe günstig sind. In diesem Zusammenhang würde ich mir ein kostenfreies Depot wünschen ohne jegliche Grundgebühr.
Katja Matzner

positive Wertung 01.05.2008 comdirect bank AG: Depot mit guten Analysetools und sehr umfangreichem Angebot
Das Depot der comdirect Bank hat für mich viele Vorteile. Zunächst erstaunt, dass bei der comdirect überaus viele Fonds, Zertifikate und Aktienemissionen gezeichnet werden können, die teilweise bei anderen Banken nicht erhältlich sind. Es ist aber nicht so schwer, das geeignete Anlageprodukt zu finden, da die Bank mir als Kunde im Internet gute Analysetools und viele Infos zur Verfügung stellt. Besonders die vielen Einstellmöglichkeiten beim interaktiven Chart-Analysator überzeugen mich auf der ganzen Linie. Allein hierfür hat es sich schon gelohnt, ein Depot zu eröffnen. Sollte das Geld auf dem Verrechnungskonto z. B. für einen spontanen Fondskauf nicht ausreichen, so besteht die Möglichkeit, den fehlenden Betrag vom Girokonto bei der Hausbank per Lastschrift abbuchen zu lassen. Das kenne ich so nur von der comdirect. Für Vieltrader bietet die Bank spezielle Kundenbetreuer an, die über gesonderte Rufnummern schnell erreichbar sind und eine hohe Kompetenz haben. Die Bank versendet auch nicht so viele Werbebriefe (z. B. für Fonds und Zertifikate wie einige andere Banken) und konzentriert sich hierbei eher auf zusätzliche Konten (z. B. Tagesgeld Plus oder Girokonto), bei denen auch vorhandene Kunden von Aktionen profitieren können, die normalerweise nur für Neukunden gelten. Dies gefällt mir sehr gut. Zudem hatte ich auf einer Veranstaltung in München die Gelegenheit, zwei Mitarbeiter der Bank persönlich kennenzulernen und offene Fragen zum Brokerage zu stellen. Auch hiervon hatte ich einen sehr positiven Eindruck. Der Auftritt der Bank im Internet ist vorbildlich, z. B. auch die Lesbarkeit und Farbwahl der Internetseiten.
Fred Bartsch

negative Wertung 27.04.2008 DAB bank AG: Ein Gutes hat diese Bank ...
Ein Gutes hat diese Broker-Bank: Das Depot wird gratis geführt. Mehr Gutes weiß ich leider nach einem Jahr nicht zu berichten. In diesem einem Jahr wurde der Internet-Auftritt zweimal "relauncht". Das Ergebnis war leider, dass der Auftritt und die Handhabung noch unübersichtlicher und aufwendiger wurden. Bevor man ans eigentliche Depot kommt, müssen erst drei Code-Eingaben und zwei Werbeseiten überwunden werden. Ist das kundenfreundlich? Die Erreichbarkeit des Systems halte ich für äußerst schlecht. Als es in den letzten Monaten größere Turbulenzen an der Börse gab, war das System an diesen Tagen stets überlastet und kaum erreichbar. Wie kommt man wohl bei einer echten Krise an sein Geld? Der Telefonservice war nämlich auch belegt. Auf solche Sturmzeiten muss ein bekannter Broker meines Erachtens gut vorbereitet sein. Die Brokerkosten liegen im Mittelfeld. Dafür aber, dass der Kunde alles selbst per PC erledigt, verlangt die DAB unbegreifliche 0,20 Euro Rücküberweisungsgebühr (Internet) oder sogar sagenhafte 2,00 Euro bei schriftlich/telefonischer Überweisung. Dies bei einem täglichen Mini-Limit von nur 5.000 Euro - ich empfehle jedem, dieses Limit zu erhöhen, was schriftlich beantragt werden muss. Die Bank ist sich nicht einmal zu schade, um über 0,55 Euro Portobelastung mit dem Kunden in drei Mails zu streiten, obwohl die elektronische Post gewünscht war. Nein, bei einem Direkt-Broker erwarte ich keinen Super-Service, aber solche Kleinlichkeiten dürfen einfach nicht vorkommen - ich habe aus all dem meine Konsequenzen gezogen.
Rupert Wenninger

negative Wertung 24.04.2008 DAB bank AG: Zu viele Werbebriefe für Zertifikate
Mit dem Depot bei der DAB-Bank bin ich nicht so zufrieden. Das Einloggen per Pin und Identifier erscheint mir ziemlich umständlich, Transaktionen werden dann nicht wie bei anderen Banken mit einer einmalig verwendbaren TAN sondern mit einem Traderpasswort abgeschlossen. Dadurch fühle ich mich nicht sicher genug. TANs wären mir viel lieber. Auszahlungen auf ein Referenzkonto per Telefon oder schriftlichem Beleg kosteten zwei Euro, was für mich unverständlich hoch ist. Man ist also gezwungen, dies dann online zu erledigen.
Konto- und Depotauszüge sind nur auf elektronischem Wege kostenfrei, die Zusendung per Papier kostet extra, dafür erhält man von der Bank sehr viele Werbebriefe, insbesondere für Zertifikate und Fonds, was mich aufgrund der Häufigkeit schon sehr stört. Die Bank hat keine kostenlose Telefon-Hotline für Kunden. Die Hotline ist leider nicht immer gut erreichbar, man muss teilweise länger warten, bis man einen Kundenbetreuer erreicht. Allerdings bietet die Bank immer wieder interessante Neuemissionen von Aktien an, die auch telefonisch einfach gezeichnet werden können. Erst vor kurzer Zeit hat die Bank ihr Angebot z. B. um Girokonten erweitert.
Tanja Hansen

negative Wertung 03.04.2008 1822direkt: Gute Grundfunktionen, aber einige Irritationen
Hier möchte ich einmal über meine Erfahrungen mit dem 1822direkt-young brokerage Depot berichten. Dies ist im Prinzip dasselbe Depot wie das 1822direkt brokerage, mit dem Unterschied dass es für Kunden bis 27 Jahren kostenlos ist. Ich war für ca. 2 Jahre Kunde und habe kürzlich gekündigt. "Geködert" wurde ich damals (war bereits Kunde mit einem der zahlreichen Tagesgeldkonten, die bei der 1822 mal im Angebot waren, nämlich dem CashSpecial) mit einem Angebot, das mir 100 Euro in Fondsanteilen versprach, falls ich Wertpapiere in mein neues Depot dort übertragen würde. Ich löste daraufhin mein Depot bei einer anderen bekannten Direktbank auf und übertrug die Wertpapiere. Die 100 Euro in Fondsanteilen erhielt ich einige Monate später auch gutgeschrieben. Ich tätigte im Folgenden einige Trades, welche auch insgesamt zufriedenstellend abgewickelt wurden. Die Gebühren beliefen und belaufen sich auch momentan noch auf 0,30% vom Kurswert, mindestens 12,50 Euro zzgl. Maklercourtage usw.. Also im Bereich von den Spesen anderer Institute, die oft 4,95 Euro Basisprovision + 0,25% vom Kurswert verlangen. Je nach Transaktionsbetrag kommt man etwas günstiger oder etwas teurer weg.
Was mich jedoch sehr irritierte, war, dass bei einem Teilverkauf der damals von mir übertragenen Fonds plötzlich 0,60% Verkaufsprovision berechnet wurden?! Das stand zwar im Preis- und Leistungsverzeichnis, aber da es so etwas bisher *nirgends* gegeben hatte, rechnete ich natürlich nicht damit und war ziemlich sauer. Ich übertrug daraufhin die Fonds wieder zu einem anderen Depot wo ich sie kostenfrei veräußern würde können, woraufhin mir auch noch "Fremde Spesen" (aber nur im einstelligen Euro-Bereich) berechnet wurden, angeblich weil die Fonds bei der 1822 nicht über Clearstream gelagert werden. Das regte mich auch auf, weil es so etwas auch bei *keiner* meiner bisherigen Depotbanken gegeben hatte!
Alles in allem schwanke ich zwischen negativ und neutral, habe mich aber für negativ entschieden. Klar, die Grundfunktionen stimmen, es ist nicht teurer als anderswo (sofern man Aktien und Co. handelt) und es gibt auch einen außerbörslichen Handel. Positiv hervorheben möchte ich auch den Service, der am Telefon und auf E-Mails immer kompetent und hilfreich war. Dem gegenüber stehen einmal eine verkorkste Limitannahme am Telefon (da hätte auch beträchtlicher Schaden entstehen können, zum Glück war es zu meinem Nutzen in diesem Fall) und die "Fremden Spesen" sowie Fondsveräußerungsgebühren. Das Letztere ist das Hauptmanko und m. E. eines Direktbrokers nicht ganz würdig; auch die Einrichtung und Führung eines Fondssparplans kostet etwas. Daher, hauptsächlich aufgrund der schlechten Fondskonditionen, ein knappes negativ.
Lorenz Drabke

positive Wertung 19.03.2008 flatex AG: Sehr günstig und trotzdem guter Service
Aufgrund der sehr günstigen Order-Gebühren habe ich bei flatex ein Konto eröffnet, da comdirect ca. doppelt so viel verlangt. Die Eröffnung verlief reibungslos und auch E-Mail-Anfragen wurden teilweise im Minuten-Bereich beantwortet - auch jetzt wo ich Kunde bin und das bei kostenloser Depotführung! Der Übertrag meine Aktien vom comdirect verlief kostenlos und hat nach der Kontoeröffnung gerade einmal eine Woche gedauert. Wenn man weiß, was man will und keine große Beratung/Analysetools benötigt, ist man mit flatex wohl am besten bedient, da es einfach extrem günstig ist. Über die Aktien etc. welche man kauft muss man sich halt selbst informieren, da flatex bis auf "News" zu den Aktien praktisch keine weiteren Infos bietet, was beim comdirect-Depot sehr vorbildlich ist. Aber informieren kann man sich ja auch auf anderen Internetseiten. Bei langfristigen Investitionen in ausländische Aktien (auch über deutsche Börsen gekaufte!) weniger zu empfehlen, dort fallen Gebühren für Kapitaltransaktionen (z. B. Aktiensplit, Stockdividende, Spin-offs) an. Insgesamt finde ich das aber Depot empfehlenswert.
Matthias I.

positive Wertung 14.03.2008 Cortal Consors S. A.: Besser als der Ruf
Hier, wie auch in anderen Foren, sind die Kundenmeinungen zu Cortal Consors eher durchwachsen. Ich bin dort nun schon drei Jahre Kunde und kann eigentlich zum Brokerage selbst nichts Negatives sagen. Die Orderkosten zwischen 10,90 und 18,40 Euro und die Gebühren von mindestens 9,95 bis maximal 69,00 Euro bewegen sich im Rahmen des üblichen. Die Fondsauswahl ist recht gut und ich hab noch immer die Titel erhalten, die ich wollte. Sparpläne können sogar schon ab monatlich 25,00 Euro abgeschlossen werden. Den Online-Auftritt halte ich jedoch für etwas unübersichtlich, manchmal auch etwas langsam, zu bunt, zu viele Bildchen etc. Dass manche Probleme damit haben, dass es hier ein Verrechnungskonto und ein Depotkonto gibt, ist mir unverständlich. Zum einen ist das üblich, zum anderen: wer das nicht unterscheiden kann, sollte lieber nicht online broken. Dass das Konto - bei Nichttrading - eine monatliche Gebühr von 1,95 Euro kostet, ist zwar unschön. Wenn man aber z. B. die sehr großzügigen Geld-Werbeprämien für Neukunden mitberücksichtigt, ist das Depot auf lange Zeit sozusagen doch wieder gratis. Für einen mittleren Anleger mit etwas Erfahrung im Online-Brokerage erscheint mir Cortal Consors keine schlechte Adresse zu sein.
Dennis Lohmeyer

negative Wertung 20.02.2008 DAB bank AG: Nie wieder
Die DAB bank ist meines Erachtens nicht empfehlenswert. Die Anmeldung ist aufwendig und täuscht eine Sicherheit vor, die nicht gegeben ist. Denn jede Transaktion wird mit dem gleichen Trader-Passwort ausgelöst. Es gibt weder iTAN-Listen noch herkömmliche TAN-Listen oder ähnliche Sicherheitsstandards. Die seitens der Bank übersandten Unterlagen sind leider unübersichtlich. Man muss erst einmal mühsam herausfinden, wie eigentlich die eigene Kontonummer lautet. Das ganze System ist instabil, bei Überweisungen hatte ich immer wieder Abbrüche mit den kuriosesten, offenbar von der DAB bank selbst konstruierten Fehlermeldungen (z. B. "Error 500" oder "Seite war schon da"). Der größte Witz ist jedoch, dass die Überweisungen auf das eigene Referenzkonto jeweils 0,20 Euro kosten, wo gibt es denn so etwas? Und das bei angeblicher Kostenfreiheit. Fazit: Ich habe die Bankverbindung gekündigt und kann nur sagen: nie wieder
Heidrun Wiens

positive Wertung 14.02.2008 Volkswagen Bank direct: Auf dem Weg zur Universalbank
Die Volkswagen Bank direct bietet unter dem Produktnamen "BörseDirect" ein Paket aus Depotkonto und Abwicklungskonto (sogenanntes "Orderkonto") an. Das Orderkonto dient als Referenzkonto, von dem die Anlagebeträge abgebucht und sowie Kapital- und Zinsgutschriften verbucht werden; dieses wird kostenlos von und bei der Volkswagen Bank direct geführt und hat die gleichen Konditionen wie ein normales Tagesgeldkonto ("PlusKonto") bei dem Institut. Die Kontoführung des Depotkontos übernimmt ein Kooperationspartner (früher SEB direct, seit 2007 die DAB Bank AG).
Die Antragsstellung lief problemlos. Ich habe mir die Unterlagen nach Hause schicken lassen, um in Ruhe die Kontobedingungen lesen zu können. Der Kontoantrag war recht übersichtlich; auf dem Deckblatt wurde in 4 Schritten (rechtlich vorgeschriebene Anlegeranalyse, Orderkonto, Depotkonto und optional die erste Order) erläutert, was wie und warum auszufüllen ist. Ein Freistellungsauftrag oder eine Kontovollmacht kann im Nachhinein über das Formularcenter erteilt werden. Order- und Depotkonto sind in erster Linie auf die Onlineführung ausgelegt. Es sind jedoch auch Telefon-Order - gegen Aufpreis - möglich. Ich beschränke mich daher aus Kostengründen auf die Ordererteilung per Internet. Die Webseite nach der Anmeldung enthält einen Überblick über alle bei de Volkswagen Bank direct geführten Konten. Einfach Orderkonto auswählen (Achtung: vorher per Überweisung vom Girokonto auffüllen) und Order erteilen. Die Abwicklung geht trotz des Kooperationsmodells recht schnell, da die anschließende schriftliche Orderbestätigung direkt an den Kunden versendet wird. Die Volkswagen Bank direct versendet regelmäßig "Spezialangebote", meist Fondsanteile mit geringeren Abschlägen. Hat man Fonds im Gegenwert von mindestens 25.000 Euro, wird das Depotkonto kostenlos geführt. Sonst sind 34 Euro pro Jahr Depotgebühren fällig. Der Service und die Reaktionszeiten sind in Ordnung und das Internetbanking hat aus meiner Sicht einen guten Standard (übersichtlich & funktionell). Da ich den Mindestanlagebetrag erreiche, sind auch die Konditionen ok.
Hans Meyer

neutrale Wertung 12.01.2008 DAB bank AG: Durchschnittlich - nicht mehr
In relativ vielen Foren wird positiv über das Brokerage der DAB berichtet - dies hab ich (leider) zum Anlass genommen, ebenfalls dorthin zu wechseln. Alleine der Online-Einstieg erscheint mir schon qualvoll. Zunächst ist man auf der Startseite der Bank, dann muss man zur Login-Seite, von da dann zum Depot oder zu der Kontenseite wechseln. So ist man schon mal 5 Minuten mit 3 bis 4 Klicks beschäftigt und der Seitenaufbau ist manchmal äußerst mühsam. Kein Wunder bei all den bunten Bildchen und (für mich) unnützen Infos auf den Seiten, die nichts anderes als Werbung sind. Nun habe ich keine Aktien im Depot, sondern Genussscheine - dafür finde ich leider keine Realtimekurse. Auch wird der Depotwert offenbar nur einmal täglich aktualisiert, so sieht man am Mittag/Nachmittag stets nur den Wert des Vortages/Börsenschluss - so etwas ist ein alter Hut, das können andere Brokerhäuser aktueller. Für mich erschreckend war, dass die DAB für jede externe Überweisung 0,20 Euro Gebühr erhebt - so etwas Lächerliches kenne ich von keiner anderen Direktbank und dies wird in den Werbeaussagen auch nicht erwähnt. So wird wohl indirekt eine Depotgebühr erwirtschaftet, bei einem Depot, das eigentlich als kostenlos beworben wird. Vor 4 Tagen habe ich online der Bank eine Frage gestellt. Die Antwort steht bis dato leider aus, also auch hier kein überzeugender Service. Schade, bislang konnte mich die Bank leistungsmäßig nicht als Fan gewinnen.
Robert Weitl

negative Wertung 05.01.2008 flatex AG: Vorsicht bei Depotübertrag
Ich habe mein Depot von DAB zu flatex übertragen. Darunter war auch eine Aktie, die in Amerika gekauft wurde und mehrere Fonds. Ich hatte keinen Zweifel, dass diese alle bei flatex handelbar seien - es gab weder einen Hinweis beim Depotübertrag, noch sonst eine Auffälligkeit zu diesen Wertpapieren. Als ich dann verkaufen wollte, weil die Kurse runter gingen, kam die Ernüchterung. Irgendwelche unlesbaren Fehlermeldungen. Telefonisch erhielt ich die Auskunft, dass die Fonds nur per schriftlichem Auftrag an die biw Bank verkaufbar seien. Also nichts mit schnell mal eben verkaufen - auch ein Faxauftrag wird nicht akzeptiert. Das hat mir ein ordentliches Minus beschert. Ich habe dann gefragt, wie es denn mit der Handelbarkeit meiner anderen Wertpapiere bestellt sei - "ich möge das selbst prüfen" war die Antwort. Das habe ich mit der Eingabe einer Verkaufsorder, die ich dann aber nicht abgesendet habe, gemacht. Wochen später möchte ich dann eine Aktie verkaufen und siehe da - diese ist in Amerika gekauft und deshalb muss die Verwahrstelle gewechselt werden, ehe der Verkauf über flatex möglich ist. Wieder ein sattes Minus.
Christa Sibulka

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