Erfahrungsberichte zu
Brokerage-Anbietern

Neben Transaktionskosten und Depotgebühren können auch qualitative Faktoren wie Service, Zuverlässigkeit, Erreichbarkeit, Informationsangebot, Orderoptionen usw. für oder gegen einen Online-Broker sprechen.
Erfahrungsberichte von Bankkunden können Sie hier lesen.



Die Darstellung lässt sich auf die einzelnen Anbieter einschränken. Zu folgenden Anbietern sind bereits Erfahrungsberichte vorhanden: 1822direktAugsburger Aktienbank AGBMW Bank GmbHbrokerportcomdirect bank AGCommerzbank AGConsorsbankDAB Bank Deutsche Postbank AGDie AKTIONÄRSBANK Kulmbach GmbHDKB, Deutsche Kreditbank AGflatex GmbHING-DiBa AGmaxbluenetbankNIBC DirectOnVista BankS Broker AG & Co. KGTARGOBANK AG & Co. KGaAViTrade GmbHVolkswagen Bank GmbHWüstenrot Bank AG Pfandbriefbank

14.09.2012 | TARGOBANK AG & Co. KGaA: Zwiespältig
Ich bin abgesehen von kurzen Unterbrechungen seit Ende der 90er Jahre Depotkunde bei der Targobank. Meine anfängliche Motivation war ein kostenfreies Girokonto, ein kostenfrei geführtes Depot und günstige Order-Konditionen. Das erfüllte die Targobank bis Ende 2010. Dann wurde die Provision von günstiger Flatrate auf ein prozentuales Provisions-Modell umgestellt. Damit war neben dem Internet-Auftritt auch das Depot nur noch allenfalls Durchschnitt. Allerdings bietet die Targobank seit etwa einem Jahr immer mal wieder Kombi-Angebote aus Festgeld (sechs oder zwölf Monate zu 4% p. a. bzw. 3% p. a.) bei entsprechendem Depotübertrag zur Targobank. Angelegt werden kann der den übertragenen Wertpapieren entsprechende Wert als 6- oder 12-Monats-Festgeld. Angesichts der niedrigen Tagesgeld- und Festgeldzinsen sowie der generell schlechten Anlagemöglichkeiten im fest verzinslichen Bereich ist dies eine gute Alternative für Kunden mit größeren Depots. Bei deutscher Einlagensicherung ist der Zinsvorteil zurzeit ca. 2% bei der 6-Monats-Perspektive. Ein ähnliches Angebot gibt es auch von der DAB-Bank. Mein Urteil: Das Depot der Targobank ist nur in Kombination mit den Festgeld-Angeboten interessant.
Peter D.

13.08.2012 | Deutsche Postbank AG: Enttäuschend
Als langjährig zufriedene Kundin des Girokontos der Postbank, brachte ich nun auch mein Depot dorthin. Ca. 6 Seiten Antrag müssen ausgefüllt werden und als Referenz gab ich mein Girokonto an. Nach etwa 2 Wochen wurde mir aber schriftlich (ohne Nennung von Gründen) mitgeteilt, dass ich mich dennoch per PostIdent legitimieren müsse. Erst später erfuhr ich, dass die Depotführung in Köln völlig abgetrennt vom Bankgeschäft agiert. So verärgert man bereits zu Anfang den Kunden, da davon nichts im Antrag steht und die Prozedur etwa 3-4 Wochen bis zur Depoteröffnung dauert. So weit - so schlecht. Sieht man dann die Online-Maske des Depots, so ist dieses aber wieder schön in all den anderen Postbank-Produkten einsortiert, nur leider so spartanisch in der Nutzung, dass keine Freude aufkommt. So einige Dax-Werte habe ich schlichtweg mit der Suchfunktion nicht gefunden. Auch Analyse- und Info-Tools, wie sie andere Broker standardmäßig anbieten, fehlen oder sind praktisch unbrauchbar. Noch nicht einmal ein Musterdepot kann man sich einrichten. Die Funktion wird zwar angeboten - funktioniert aber leider nicht. Meine Nachfrage hierzu blieb bis dato unbeantwortet - wobei wir beim Service wären. Offenbar läuft man grundsätzlich bei "Servicedamen" auf, die etwa 3 bis 4 Tage zum Antworten benötigen - ob dies dann hilfreich ist, möge jeder selbst beurteilen. Erst Beschwerden werden wohl von Bank-Sachbearbeitern bearbeitet, hier braucht man viel Geduld. Hat man es dann irgendwie geschafft, z. B. einen Wertpapierverkauf abzuschließen, musste ich leider merken, dass die Postbank offenbar mit dem Erlös noch einige Tage weiter arbeitet - die Erlös-Wertstellung erfolgt nämlich erst einige Tage später - ein absolutes "No-Go". Und für diesen Service werden auch noch Depot-Gebühren fällig, sofern man Werte unter 50.000 Euro hat.
Silvia Lindinger

09.08.2012 | Consorsbank: Wie schnell ist ein Konto eröffnet?
Ich habe mich bei Cortal Consors für das Trader-Konto entschieden. Am Montagabend habe ich die Datenmaske zur Kontoeröffnung ausgefüllt. Am Mittwoch kam dann schon der Kontoeröffnungsantrag. Das PostIdent-Verfahren habe ich noch am selben Tag gegen Mittag in einer Postfiliale durchgeführt. Hier ist zu beachten, dass man die Unterschrift exakt so schreibt wie im Personalausweis - da sonst die Postmitarbeiterin einem das Ding sonst um die Ohren haut - und hoffentlich auch wie im Kontoeröffnungsantrag, da sonst der Personalausweis angefordert wird. Den Tan-Generator habe ich sodann am Mittwoch der darauf folgenden Woche erhalten und sofort die Empfangsbestätigung per Fax an Cortal Consors geschickt. Jetzt warte ich noch auf die PIN-Nummer, welche - wie der Tan-Generator - offenbar auch noch durch Empfangsbestätigung freigeschaltet werden muss. Tan-Nummer bzw. Tan-Generator und die PIN-Nummer werden generell von allen Banken zeitversetzt verschickt, um ein Diebstahl-Risiko zu minimieren. Die Zeiten wollte ich einfach mal niederschreiben, da ich selbst diese vergeblich gesucht habe.
Ich selbst war bereits früher Kunde von Cortal Consors, aber damals war ich zu jung, um an der Börse zu "zocken". Jetzt habe ich aber neue Ideen. Damals war eigentlich alles ok, Active Trader hatte ich damals nicht genutzt, weil keine Ahnung, keine Zeit, keine Lust. Aber da man wohl jetzt aus dem Chart heraus direkt ordern kann, macht mich das sehr neugierig. Und auch Trial-Stopp-Loss ist möglich - geile Sache! Blöd finde ich, dass man nur 100 Realtimekurse hat. Cool ist, dass, wenn man mehr als 100 Trades pro Jahr macht, man dann "Star-Trader" wird und man starke Vergünstigungen bekommt und sogar ein eigenes Team, welches per E-Mail und Telefon erreichbar ist. Später hat man dann wohl noch die Möglichkeit Premium-Trader zu werden und erhält noch mehr Rabatte und Services (wahrscheinlich eine Standleitung zu seinem Berater mit Webcam ;-). Also bis jetzt kann ich nur Positives über Cortal Consors berichten, da bis jetzt alles reibungslos geklappt hat. Fazit: schnell, einfach, unkompliziert.
Kan Am

30.06.2012 | OnVista Bank: Schnelle Server und Transaktionen fürs Traderglück
Die OnVista Bank hat mich durch eine Prämie gelockt und da ich ohnehin nicht allzu viel kaufe, sondern die erworbenen Anteile dann auch eher liegen lasse, also von der Aktivität her nicht so intensiv agiere, spielen geringste Gebührenunterschiede beim Trading für mich keine Rolle. Die Prämie hingegen, als auch das Startangebot kostenfreier Käufe, haben mir die Entscheidung für OnVista erleichtert. Nach der Kontoeröffnung und Identifizierung bei der Deutschen Post ging es alsbald los und mein erster Login wurde mit Spannung erwartet. Schließlich möchte ich mich gut in der Kontoverwaltung zurechtfinden und meine Geldanlage steuern. Dort wurde ich von einem recht modernen Interface überrascht, die schnellen Server tun ihr übriges. Abrechnungen finden sich schnell in der Box und werden über das Referenzkonto erfasst. Leider ist dieses unverzinst, wird jedoch durch die Möglichkeit ausgeglichen, darüber kostenfreie Käufe, sogenannte FreeBuys, zu generieren. Ich habe mich von der Dauerhaftigkeit jedoch eher dafür entschieden, Geld bei einer anderen Bank zwischenzuparken. Da seit einigen Monaten Buchungen zwischen Banken nur einen Tag dauern, ist das kein Problem. Nachdem ich erste Verkäufe erfasst habe, konnte ich auch dort von angemessener Schnelligkeit sprechen. Das Guthaben wurde anschließend als Buying-Power aufgebucht und ich konnte die nächsten Anteile im Rahmen einer Umschichtung erwerben. Abrechnungen folgten entsprechend. Die Prämie hat mir den Start sicherlich versüßt, für dauerhafte Zufriedenheit hat jedoch das komfortable Online-Trading gesorgt.
Mirko Berger

28.06.2012 | comdirect bank AG: Gute Plattform für Kleinanleger
Mein Depot bei der Comdirect Bank besitze ich seit 5 Jahren. Das Thema Brokerage hat mich in den letzten Jahren verstärkt interessiert, denn sein Geld nur auf einem Girokonto verweilen zu lassen, ist langfristig keine gewinnbringende Geldanlage. Die paar Prozent Zinsen decken bestenfalls die Inflationsrate ab. Die Ausführung von Ordern geht bei der Comdirect schnell und unkompliziert vonstatten. Für den einzelnen Kurs lassen sich selbstverständlich auch die Echtzeit-Werte abrufen und die Order-Gebühren sind im Vergleich zu einer Vielzahl anderer Brokerage-Anbieter preislich angemessen. Darüber hinaus stehen verschiedene Analyseverfahren (gerade die Risikoanalyse weiß ich sehr zu schätzen) zur Verfügung, um die Entwicklung eines Kurses näher zu analysieren. Auch einzelne kursrelevante Nachrichten werden mir zugespielt - diese sind individuell anpassbar. So kann ich aktuelle Unternehmensentwicklungen besser abschätzen. Gerade bei einigen Hightech-Unternehmen aus Silicon Valley hat zum Beispiel die Markteinführung eines neuen Produkts bzw. Gadgets oftmals einen erheblichen Einfluss auf den Kurs. Zur Übersicht erhalte ich alle Abrechnungen der Wertpapiere immer in meine Postbox (als .pdf) und kann diese beliebig oft abrufen. Ich kann entsprechende Notizen einfügen, die ich später wieder ohne Probleme aufrufen kann. So habe ich alle Daten aus einer Hand zur Verfügung. Die übersichtliche Online-Oberfläche ladet schnell und konzentriert sich auf das Wesentliche. Auch die Standardwerte der Finanzbranche wie Währungskurse, DAX, Dow Jones, Nasdaq und so weiter stehen direkt und ohne Umwege zur Verfügung. Denn wer mit Wertpapieren handelt, sollte immer auch das allgemeine Marktgeschehen im Auge behalten. Das gewährleistet die Comdirect Bank.
Markus Strauß

11.05.2012 | flatex GmbH: Für Zertifikate-Kurzläufer-Strategie gibt es gar keine Alternative
Obwohl ich bei weitem kein Millionär bin, kommt es durch die risikoarme Kurzläufer-Strategie mit Discount- und Bonus- Zertifikaten zu mehreren Millionen Euro Umsatz im Jahr und das würde bei anderen Brokern "mindestens" 15.000 Euro an Gebühren kosten. Flatex ist nach meinem Wissen der einzige Broker EU-weit, bei dem ich Zertifikate bei einer breiten Palette von Emittenten OTC handeln kann, zu lediglich 5,90 Euro und Wave XXL der Deutschen Bank in ausreichendem Umfang sogar kostenlos. Wenn es Flatex nicht gäbe, dann müsste ich mehr Risiko eingehen, weil die Kosten die Zehntelprozent Rendite pro Haltedauer sonst komplett auffressen. Ich bin seit ca. 3 Jahren bei Flatex und sehr zufrieden. EDV-Engpässe gibt es immer wieder mal, wenn es an den Börsen rundgeht, aber da kann ich mich mit meiner Strategie locker fernhalten. Ja richtig: Für Sekundenhandel in volatilen Phasen wäre mir Flatex zu gefährlich, ob es mit CFD besser ist, weiß ich nicht. Kontakte per Telefon oder E-Mail hatte ich bisher nicht, bisher gab es keinen Anlass.
Willi Schröder

08.05.2012 | DKB, Deutsche Kreditbank AG: Ein Broker für Kompromissbereite
Negativ: Feste Handelsgebühren hat das Depot nur auf den ersten Blick, denn die Fremdgebühren werden an den Kunden weitergegeben. Die DKB stellt nicht, wie andere Broker, dazu die wesentlichen Informationen als Liste bereit. Nur bei Tradegate fallen keine Fremdgebühren an. Am Handelstag eines Kaufs muss genügend Liquidität auf dem Girokonto vorhanden sein; sie bleibt bis zur Abbuchung (einige Tage später) gesperrt. Gerade bei höheren Handelsbeträgen ab 10.000 Euro verliert man so schnell 1 bis 2 Euro an Zinserträgen. Die Depotanzeige ist spartanisch; Stückzinsen werden nicht angezeigt. Die Positionsinfo hat ein Feld "Datum letzte Order", das aber immer leer bleibt. Einbuchungen aus Depotüberträgen stehen nur extrem kurz im Orderbuch und auch die Suche findet sie danach nicht mehr. Keine Echtzeitkurse. ETFs oder andere Fonds, die keine Kickbacks zahlen, sind zwar nicht gesperrt, andererseits aber auch merkwürdigerweise nicht alle in der Fondssuche vorhanden (man muss also die ISIN solcher Wertpapiere gegebenenfalls selbst eingeben und kann sie nicht über das Lupensymbol finden, Beispiel: ISIN IE0031786142). Apropos Kickbacks: Informationen darüber (Höhe) zeigt der DKB-Broker bei Fonds nicht an.
Positiv: Seit 2011 werden endlich detaillierte Ertragseinzelabrechnungen mit Ausweis der genauen steuerlichen Daten ausgestellt. Die Limitverwaltung ist kostenlos und bei gesplitteten Orders werden die 10 Euro nur einmal berechnet. Die DKB ist eine der ganz wenigen verbleibenden deutschen Banken, die auch US-Kunden (Austauschstudenten sowie Wissenschaftler mit vorübergehendem Wohnsitz in den USA und Auswanderer) ein Depot führen lässt.
Sinnvoll ist das Depot meines Erachtens für eine eng umgrenzte Personengruppe, die möglichst viele der folgenden Merkmale erfüllt: Kunden mit DKB-Cash, die die Bequemlichkeit einer Ein-Bank-Lösung schätzen; die langfristig orientiert sind (kein Daytrading möglich); die genügend Orders haben, um die Jahresgebühr zu rechtfertigen, die übrigens im ersten Jahr immer voll berechnet wird, auch wenn man unterjährig abgeschlossen hat (im Extremfall zahlt man so die volle Jahresgebühr für ein paar Tage); die, um die Fremdgebühren zu umgehen, über Tradegate kaufen wollen; die nichts mit effektiven Stücken (Tafelpapiere) am Hut haben (dafür fallen Sondergebühren an) und die einen hohen Dispo haben (denn seine Höhe wird der Liquidität zugeschlagen, die für Kauforders verfügbar ist, sodass der Abbuchungsbetrag erst an seinem tatsächlichen Wertstellungstag auf dem Girokonto sein muss). Insgesamt noch befriedigend.
Peter B.

05.04.2012 | OnVista Bank: Durchschnittlich
Ich kam, wie wahrscheinlich viele, durch eine Neukundenaktion zur OnVista. Sehr gute Erfahrungen hatte ich bereits bei Flatex gemacht und kannte mich innerhalb kürzester Zeit in der Onlinemaske von Flatex sehr gut aus. Bei der Onvista fand ich mich leider auch nach 4 Monaten nicht gut zurecht. Häufig weiß man überhaupt nicht, wo man sich befindet. Die 4-5 Untermenüs sind für meinen Geschmack zu viel des Guten. Grün wurde ich nie. Es ist noch heute zu überladen, es gibt zu viele Informationen und die Hilfsfunktion/FAQs sind mehr als ungenügend. Zudem war es immer wieder zu umständlich einen Stop Loss zu setzen (man wird schneller und leichter Kunde beim Anbieter, als einen Stop Loss zu setzen!). Andere Broker-Anbieter machen es da einem doch leichter. Die Gebühren sind zudem alles andere als günstig. Im Vergleich zum Flatex-Direkthandel waren die Gebühren bei mir immer deutlich teurer, was sich letztlich auch in der Rendite deutlich bemerkbar machte. Die FreeBuys sind bei der OnVista eine Augenwischerei und "nutzen" recht wenig. Probleme gab es zu den Handelsöffnungszeiten auch immer wieder beim Einloggen. Gut fand ich die Überweisungsdauer zur und von der OnVista. Auch sehr gut und innovativ fand ich das Loginsystem. Wer sich mit der Onlinemaske und den Gebühren anfreunden kann, wird sicherlich Freude mit dem Anbieter haben. Ich hatte es leider nicht.
Johann H.

26.03.2012 | Wüstenrot Bank AG Pfandbriefbank: Lohnt es sich abseits der großen Online-Broker nach günstigen Konditionen zu suchen?
Seit vielen Jahren mache ich Online-Banking, seit fast derselben Zeit auch Online-Brokerage. Über die Jahre habe ich mit vielen Anbietern zusammen gearbeitet. Das ging von den großen Adressen wie Comdirect oder Cortal Consors bis hin zu kleinen Anbietern wie zum Beispiel der Volkswagenbank. Zu meinen Konten und Depot bei der Wüstenrot direct kam ich über eine Werbeprämie für ein Girokonto. Das Depot habe ich dann dazueröffnet, weil die Online-Handelsgebühren ganz günstig waren. Da ich viel über XETRA handele, eigentlich nur Aktien, Anleihen und Fonds - Schwerpunkt ist Deutschland und da die größeren Werte bzw. Emittenten - fiel nicht ins Gewicht, dass der außerbörsliche Handel bei Wüstenrot direct keine Rolle spielt. Wer sich für Neuemissionen interessierte, saß auch auf den hinteren Bänken, aber insgesamt ist der Markt diesbezüglich in Deutschland ja ziemlich ausgetrocknet. Beim Internetauftritt gibt es schon gewaltige Qualitätsunterschiede zwischen einem Kleinem wie Wüstenrot direct und einem Platzhirsch wie comdirect. Gestaltung, Tools, Informationsmöglichkeiten, da merkt man schon das Wüstenrot direct noch Aufholbedarf hat. Nach einem kurzen Zwischenspiel kehrte ich dann doch wieder zu einem der genannten großen Anbieter zurück.
Carola T.

14.03.2012 | DAB Bank: Wer ein paar Wertpapiere übrig hat, aber eigentlich Geld anlegen will ...
Wer ein paar Wertpapiere übrig hat, aber eigentlich Geld anlegen will, ist zurzeit bei der DAB bank gut aufgehoben. Natürlich nur als Neukunde, aber so ist die (Bank-)Welt nun einmal. Bei Eröffnung eines Depots, Übertrag oder Kauf von Wertpapieren ab einem Wert von 10.000 Euro und bei gleichzeitiger Schließung des Altdepots, kann ein Kunde bis zu 100.000 Euro als Tagesgeld anlegen, und zwar für vier Quartale zu einem Garantiezins von 3,5% per anno. Die Pferdefüße wie gehabt: Die Depot-Einlage darf nicht unter 10.000 Euro sinken. Aber der Zins ist stattlich und die maximale Anlagesumme viel höher als bei vergleichbaren Angeboten wie zum Beispiel von Cortal Consors. Die Zinsgarantie kann viel Wert sein in Zeiten leicht sinkender Tagesgeldzinsen. Nun zum kostenlosen Depot: Internetauftritte habe ich schon gelungener gesehen, die Navigation ist etwas unübersichtlich wie auch die Seiten im Allgemeinen. Die benötigten Börsen-Informationen sind wie bei allen großen Online-Banken in ausreichender Anzahl vorhanden. Die Guthabenverzinsung ist mau, die Ordergebühren Mittelmaß. Dass Limitänderungen oder -streichungen Gebühren kosten, ist unnötig. Die Hotline ist gut, Reaktion auf E-Mail zuverlässig, aber manchmal zu lang. Insgesamt gesehen können das, was die DAB bank kann, viele andere auch, aber Dank der Neukundenaktion kann ich die DAB bank dem passenden Kunden empfehlen.
Michael P.

07.03.2012 | ING-DiBa AG: Meiner Meinung nach überschätzt
Meiner Meinung nach wird die ING Diba überschätzt. Sicherlich ist der Internetauftritt ganz OK. Auch über die Erreichbarkeit und Art der Auskünfte im Web und am Telefon kann ich mich nicht beklagen. Gut ist, dass das verzinste Extra-Konto Gegenkonto zum Depot sein darf, genauso wie ein Depot ohne Gebühren. Auch fehlende Limitgebühren und die Regelungen bei Teilausführungen sind kundenfreundlich. Allerdings gibt es einige auf das Brokerage bezogene und einige allgemeine Nachteile: Bei den Ordergebühren liegt die ING Diba gerade bei den Kleinanlegern im braven Mittelfeld, mehr nicht. Auch kann man keinen Auktions- oder Kassa-Handel unter Xetra auswählen. Bei Neuemissionen gibt es bessere Adressen, genauso bei den Punkten Tools und Kursversorgung. Nun zu den allgemeinen Nachteilen. Gedeckte Optionen kann man - soweit ich weiß - nicht handeln. Mein Eindruck ist auch, dass z. B. die Tagesgeldkonditionen im Bestandskunden-Geschäft nicht berauschend sind, eigentlich noch nie waren. Unter Abwägung aller Fakten komme ich als langjähriger Kunde nur zu einem neutralen Urteil.
Peter D.

03.03.2012 | ING-DiBa AG: Absolut zu empfehlen
Ich habe jetzt seit ca. 1 Jahr ein Depot bei der ING-DiBa und bin wirklich sehr zufrieden. Die Abwicklung läuft ohne jegliche Probleme. Als Referenzkonto kann entweder, das Girokonto oder das kostenlose Extra Konto nehmen. Die Gebührenstruktur ist einfach und sehr günstig gestaltet. Aber nicht nur das ist gut bei der ING-DiBa, sondern auch der Service. Das Einzige was mich wirklich etwas stört an dem Depot ist, dass der Depotbestand in der Übersicht nur einmal am Tag aktualisiert wird. Dies war bei anderen Banken deutlich besser gelöst, z. B. bei der comdirect. Ich würde jedoch jederzeit wieder mein Depot bei der ING-DiBa eröffnen und kann es ohne Einschränkungen empfehlen.
Marc Linger

01.03.2012 | TARGOBANK AG & Co. KGaA: Bank mit Macken, aber sie geben sich Mühe
Ich bin seit vielen Jahren bei der Targobank und ihren Vorgängern. Online-Banking mache ich seit 1999. Seit dieser Zeit führe ich auch meine Wertpapier-Geschäfte online aus. Viele Jahre waren die Targobank und ihr Vorgänger sehr günstig bei Transaktionskosten (Flatfee von 9,99 Euro, keine Limit-Gebühren und keine Depotkosten). Abstriche musste und muss man beim Fondshandel und bei Neuemissionen machen. Das Gegenkonto zum Depot ist ein Girokonto, das zwar in der Regel kostenfrei, aber nicht jedermanns Sache ist. Letztes Jahr wurde bei den Transaktionskosten auf ein Prozent-Modell plus eine feste Gebühr umgestellt. In der Folge sind kleine Orders immer noch relativ günstig im Vergleich zum Wettbewerb, größere Orders kosten leicht das Doppelte und Dreifache im Vergleich zu der früheren Flatfee, sind aber im inzwischen üblichen Rahmen. Der Web-Auftritt hat sich relativ wenig in den letzten Jahren geändert, ist aber absolut ausreichend. Telefonisch (Hotline) ist die Targobank gut erreichbar und wenn man über die Filialen geht auch kostenfrei. Ich habe die Hotline fast immer als kompetent erlebt, allerdings dauert mir die Bearbeitung von E-Mail-Anfragen unnötig lange. In Abwägung aller Punkte vergebe ich ein positiv mit Einschränkung!
Paul-Dieter Mai

24.02.2012 | netbank: Günstiges Depot bei Gehaltseingang
Das Depot der netbank ist echt nicht schlecht. Allerdings gibt es einen Haken: Hat man keinen regelmäßigen Gehaltseingang oder führt man keine 10 Trades pro Jahr aus, werden 11,90 Euro Depotgebühren fällig. Als Pauschalpreis von 10 Euro je Trade in der Inlandsorder ist man ganz gut dabei. Will man Aktien im Ausland kaufen, bezahlt man 30 Euro pro Trade. Andere Direktbanken liegen nur um 10 Cent unter dem Preis von netbank. Selbst bei einem Ordervolumen von ca. 20.000 Euro bezahlt man noch 10 Euro. Bei taggleichen Teilausführungen fallen keine zusätzlichen Gebühren an. Das Verrechnungskonto ist kostenlos, es ist ein Girokonto. Hat man dort auch noch regelmäßigen Geldeingang von mindestens 0,01 Euro, hat man ein sehr gut verzinstes Verrechnungskonto mit einem Zinssatz von 1,6%. Für einen Anfänger in Sachen Brokerage und Börse bin ich ganz zufrieden mit dem Depot bei der netbank.
Marina G.

23.02.2012 | Consorsbank: Einfach nur TOP
Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass Cortal Consors einfach nur TOP ist. Ich bin schon mehrere Jahre dabei und bin durch und durch zufrieden. Die Eröffnung ging damals schon sehr schnell und man konnte auf das Verrechnungskonto nach der Eröffnung sofort Geld einzahlen. Leider gibt es auf dem Verrechnungskonto nur magere 0,25% Zinsen. Allerdings ist das für mich egal, da ich da sowieso nicht die ganze Zeit mein Geld "parke". Der Support ist bei Cortal Consors super! Die Beantwortung von Fragen erfolgte sehr schnell. Man verlor also nicht viel Zeit, wenn es was Wichtiges war! Die Trade-Kosten sind auch so wie bei vielen anderen. Man zahlt 0,25% des Ordervolumens, mindestens 9,95 Euro und maximal 69,00 Euro. Im ersten Jahr sind es über eine Aktion sogar nur 4,95 Euro! Besser kann es also nicht sein. Und wer auf einer sicheren Seite sein möchte: Man bekommt einen TAN-Generator und keine TAN-Liste.
Marc H.

10.02.2012 | 1822direkt: Bei Kostenfreiheit zuverlässig und multifunktional
Mit einem Wertpapierdepot bei der 1822direkt habe ich in der Vergangenheit gute Erfahrungen machen können. Nicht nur die günstigen Konditionen für das Depot, nämlich bestenfalls kostenfrei, haben mich überzeugt, sondern auch einige Besonderheiten. Verstehen kann ich aber grundsätzlich die Bank, wenn sie Leerdepots mit einem Depotentgelt belastet, da diese Karteileichen auch betriebswirtschaftlich zu Buche schlagen. Großartig ist jedoch etwa das kostenfreie Tagesgeldkonto zur Verrechnung, wo Beträge auch einmal ein paar Tage liegen bleiben können. Zum Reinvestieren bieten sich dabei auch Aktionen an, wie etwa der Fonds des Monats, in dem es einen Fonds ohne Ausgabeaufschlag zu kaufen gibt. Einige interessante Offerten waren dort bereits dabei. Ansonsten schneller Service ohne Kompromisse, bei der es nichts zu bemängeln gibt. Ich kaufe ein Wertpapier, dieses wird eingebucht und später abgerechnet. Das ist auch meine Erwartungshaltung bei meinem Depot, das muss funktionieren, damit ich zufrieden bin. Die 1822direkt kann das gut leisten. Insbesondere Menschen mit teuren Wertpapierdepots werden über die Ersparnis an Grundgebühren überrascht sein. Noch immer gibt es Banken, die nicht nur Depotentgelte fordern, sondern auch Verwahrungsentgelt oder sogar Gebühren nach Depotwert. Da lohnt es sich, nach Alternativen umzusehen.
Sascha Niedung

31.01.2012 | Volkswagen Bank GmbH: Volkswagenbank und Wertpapierhandel, passt das?
Ich bin wie viele Kunden über einen anderen Kunden für die Volkswagenbank geworben worden, zuerst für ein Girokonto, für dass ich auch noch eine Prämie von 50 Euro bekam, später ein Tagesgeldkonto, das mit 2,5% p. a. (für vier Monate garantiert) verzinst wurde. Und schließlich ein Depot, das die Volkswagenbank in Wirklichkeit bei der DAB bank führen lässt. Das ist etwas umständlich, weil man sich einfach mehr Kennungen merken muss. Für viele ist ein kostenloses Depot wichtig, ich habe festgestellt, dass eher die Gebühren und deren Regelungen wichtig sind, wenn man die Gesamtkosten eines Depots betrachtet. Für mich als Trader mit etlichen 10.000 Euro Bestand war das Depot sowieso kostenlos, aber bei den Transaktionsentgelten und -gebühren langt die Volkswagenbank kräftig zu. Während die Kosten für kleine Orders akzeptabel sind, wird im mittleren und oberen Bereich bei 10.000 Euro bis 15.000 Euro kräftig hingelangt. Ein Beispiel: Zahlt man bei der netbank für eine Order vom 15.000 Euro 10 Euro Transaktionsgebühr, so sind es bei der Volkswagenbank fast 50 Euro. Auch wenn man gut verzinstes Verrechnungskonto, fehlende Limitgebühr und gut erreichbare und kompetente Hotline mit einbezieht, so bleibt auch aufgrund der mäßigen Versorgung mit Realtime-Kursen am Ende ein negatives Urteil.
Jürgen Friese

28.01.2012 | netbank: Genau hinschauen
Ich bin aufgrund einer Kundenwerbung über einen Bekannten Kunde der netbank geworden. Es fing gut an mit einer kleinen Werbeprämie für das Girokonto. Ein Tagesgeldkonto war auch dabei und weil auch ein kostengünstiges Depot angeboten wurde, zusammen mit einem Freetrade und einem Reisegutschein, eröffnete ich auch noch ein Depot. Die netbank hat wie bekannt bei XETRA-Orders eine Flatfee von 10 Euro. So weit so gut. Bald aber merkte ich schon die ersten Macken. Obwohl die Liquidität auf dem Gegenkonto des Depots da war - in diesem Fall auf dem Tagesgeldkonto - konnte ich erst ein, zwei Tage später handeln. Ich bin erfahren mit Online-Banken und kenne mich auch im Brokerage gut aus, anderswo habe ich das nicht erlebt. Online gibt es keine Wertpapierkurse, ob und wie die Order lief, sieht man erst nach langer Zeit. Man kann nicht zwischen Auktion und variablem Handel auswählen. Das Fondsangebot ist dürftig. Da die Tagesgeldkonditionen auch im Vergleich zur Spitze immer mehr abfielen und ein schwacher Internet-Auftritt nach dem Redesign noch unübersichtlicher wurde, habe ich mich nach etwas mehr als einem Jahr entschlossen zu wechseln. Eine formlose Kündigung von Konten und Depots wurde nicht akzeptiert, ein Depotübertragsformular musste nachgereicht werden. Auch dann klemmte immer noch etwas, die Verlusttöpfe wären noch nicht übertragen.
Mandy K.

21.01.2012 | OnVista Bank: Fondshandel über KAG
Ich bin Besitzer eines Wertpapierdepots bei Onvista. Seit nunmehr vier Monaten ist es nicht mehr möglich Fondsorders (Verkäufe) über die Fondsgesellschaft online zu platzieren. Es erfolgt eine Fehlermeldung. Mehrere E-Mails und Fax-Anfragen blieben unbeantwortet. Erst nach einer Order, die ich per Fax eingereicht hatte, kam eine Mitteilung, dass Orders per Fax nicht möglich seien und somit auch nicht ausgeführt würden; sowie keinerlei Hinweis ob und wann der Fehler behoben wird. Also bleibt nur noch die Ordermöglichkeit per Telefon, die normalerweise Zuschlag kostet. Abgesehen von der telefonischen Erreichbarkeit, die nicht immer gegeben ist, ist es sehr umständlich. Sollte Onvista interessiert sein, auch an den Verkäufen von Fondsanteilen zu verdienen? Der Handel der Fondsanteile über die Börse (Verkaufsgebühren) ist weiterhin problemlos möglich. Dies bezieht sich auf die beiden Auftragsmöglichkeiten über das Webtrading sowie über die spezielle Handelssoftware GTS-Trading. Am ärgerlichsten ist aber die Nichtbeachtung von Kundenanfragen.
Sabine Becker

17.01.2012 | ING-DiBa AG: Für Einsteiger ein gutes Depot
Vor einem Jahr habe ich bei der ING-Diba ein Depot für Fonds und Aktien eröffnet. Mittlerweile habe ich als Einsteiger einige Trades hinter mir und bin wirklich zufrieden. Man findet sich superschnell in der Menüführung zurecht. Sind einmal Fragen bei mir aufgetaucht, gab es an den meisten Punkten "Fragezeichen", die einem die nötigen Infos gegeben haben. Zuerst habe ich iTAN benutzt. Es war schon immer wieder lästig jedes Mal den Zettel hervorzukramen und die richtige iTAN herauszusuchen. Seit einigen Monaten benutze ich die hier kostenlose smsTAN. Damit bin ich vollkommen zufrieden, da ich endlich keine Zettel mehr brauche. Ein Punkt gibt es aber, der mich stört: die Tradekosten in Höhe von 9,90 Euro pro Trade. Aber die Bank muss ja auch irgendwie Umsatz machen. Zudem sind bei den meisten Direktbanken die Tradekosten auf diesem Niveau. Trotz der Tradekosten kann ich das Depot von der ING-Diba weiterempfehlen!
Thomas K.

09.01.2012 | Consorsbank: Konditionen sind top
Seit einigen Monaten besitze ich ein Depot bei Cortal Consors. Ich bin vollkommen zufrieden mit dem Depot. Die Tradekosten pro Trade liegen bei 4,95 Euro für das erste Jahr! Nach dem ersten Jahr sind es 9,95 Euro, also genauso viel wie bei den meisten anderen Direktbanken wie ING-DiBa oder comdirect. Hat man sich erst an die Übersicht der Seite von Cortal Consors gewöhnt, findet man alles sehr schnell. Zudem bekommt man noch einen TAN-Generator umsonst, den man noch aktivieren lassen muss. Was ich persönlich noch sehr nett finde ist, dass die Kurse noch am Abend aktualisiert werden. So weiß man immer schon am Abend, wo man ungefähr steht. Die Kontoeröffnung geht auch recht fix über die Bühne. Man gibt auf der Internetseite seine Daten ein und bekommt am nächsten Tag schon die Unterlagen zugeschickt, die man dann per PostIdent-Verfahren zurückschickt. Nach ein bis zwei Tagen ist das Depot auch schon eröffnet und man kann Geld auf sein Verrechnungskonto überweisen. Besser geht es nicht.
Matthias K.

06.01.2012 | OnVista Bank: Weit weg von den ersten Plätzen
Als typischer mittlerer Anleger kann ich mich dem Brokerage-Vergleich von modern-banking nur anschließen. In Summe geben die bisherigen Erfahrungsberichte meiner Meinung nach ein zu positives Bild für das FreeBuy-Depot der Onvista Bank ab. Ich kam über eine lukrative Neukunden-Aktion zur Onvista Bank. Eine Prämie von weit über 100 Euro für einen Depotübertrag, ein kostenfreies Depot, eine große kostenfreie Anzahl von Realtime-Kursen, keine Limitgebühr, ein paar Freetrades, das alles klang sehr gut. Allerdings sind die Order-Gebühren bei Orders von circa 5.000 Euro - wie ich sie häufig habe - nicht wirklich günstig. Zumal bei Teilausführungen die Gebühr immer wieder berechnet wird. Wer sich für Fonds interessiert, hat hier nur ein eingeschränktes Angebot. Der Internetauftritt ist mehr als mäßig. Oft weiß der Nutzer nicht, wo er den gerade im Menü steht. Eine Rücküberweisung auf das Referenzkonto zum Beispiel war immer eher eine Suche als eine Menü-Führung. Konto, Depot, Postfach und Tools erscheinen unstrukturiert. Die einzelnen Seiten sind oft textbeladen und damit unübersichtlich. Ich werde wohl den Broker demnächst wechseln, weil es attraktivere Pakete für Brokerage-Kunden gibt.
Steve S.

03.01.2012 | 1822direkt: Schlechte Erfahrungen bei Zeichnung
Ich habe schlechte Erfahrungen mit dem Brokerage der 1822direkt der Frankfurter Sparkasse gemacht, und zwar unter anderem bei dem Thema IPO/Neuemission. So habe ich zum Beispiel bei drei verschiedenen Banken eine Neuemission gezeichnet, eine Bank war dabei die 1822direkt. Während ich im Online-Banking/Depot der beiden anderen Banken am Tag der Erstnotiz schon vor dem ersten Kurs sehen konnte, dass ich in dem einen Falle keine Zuteilung bekommen hatte, im zweiten Fall eine teilweise Zuteilung bekommen hatte, war die 1822direkt auch noch am Mittag des ersten Börsentags nicht in der Lage, mir zu sagen, wie der Status meiner Zeichnung war. Da dann auch der für die Zeichnung reservierte/gesperrte Betrag wieder freigegeben wurde, transferierte ich den Betrag für weitere Transaktionen zu einer anderen Bank. Lange hörte ich nichts von der 1822direkt, dann kam eine Mahnung mit Verzugszinsen. Der Kurs der Neuemission war inzwischen nach einem schönen Anfangsgewinn deutlich ins Minus gerutscht, ohne dass ich von meinem Glück wusste, die Aktie zu besitzen. Es hat mich einige Mails und Telefonate gekostet, bis mir die 1822direkt die Kosten erstattete und rückabwickelte, auch wenn es um vergleichbar geringe Beträge ging. Ich habe oft Neuemissionen bei vielen Online- und Filialbanken gezeichnet, Ähnliches widerfuhr mir anderswo nie.
F. H.

01.01.2012 | S Broker AG & Co. KG: Umfassendes Angebot mit etlichen Tücken
Der s-broker bietet ein umfassendes Angebot an Inlands-/Auslandsbörsen, Fremdwährungskonten, Tagesgeldverzinsung, und das alles zu annehmbaren Konditionen. Allerdings nicht ohne Mängel bzw. Tücken: Das Tagesgeldkonto (KontoPlus) ist ein gesondertes Konto neben dem Trade-Verrechnungskonto. Das bedeutet einerseits umständliches Hin-und-her-Buchen vor und nach dem Traden und andererseits entgehen einem Zinseinnahmen, wenn man sich z. B. einige Wochen mit einer Limitorder auf die Lauer legen will. Dann liegt das Geld einstweilen unverzinst auf dem Verrechnungskonto. Der Kundenservice ist unzuverlässig. Eine Bitte um eine Bescheinigung über ausländische Quellensteuerabzüge wurde drei Mal (!) ignoriert, und das sowohl, wenn ich sie als legitimierte Mitteilung mit TAN-Eingabe abschickte, als auch bei Versand über das allgemeine Kontaktformular. Die Handelsmaske ist nicht gerade kundenfreundlich: Es gibt keine Realtime-Börsenkurse für Aktien, nur bei Direkthandelspartnern. Der Abruf dieser Kurse gestaltet sich aber extrem unkomfortabel: Bevor man einen Kurs bekommt, muss eine TAN eingegeben werden, die dann für 10 Abfragen gilt. Je mehr Direkthandelspartner man aus der vorhandenen Liste für die Abfrage auswählt, desto weniger Zeit steht einem für die Kaufentscheidung zur Verfügung (kein Witz - je mehr man lesen und vergleichen muss, desto weniger Zeit hat man!). Außerdem werden in der Liste auch Partner angezeigt, bei denen das Wertpapier gar nicht gehandelt wird, was Fehlermeldungen und Zeitverlust zur Folge hat. Überhaupt muss man sich vorab entscheiden, ob man über die Börse oder über den Direkthandel traden möchte, sodass man die aktuellen Kurse aller verfügbaren Handelsplätze nicht miteinander vergleichen kann.
In den Abrechnungen tauchen unvorhersehbare Gebührenbeträge auf. So kommt es z. B. bei einem Aktienkauf für 4.000 Euro über die Börse Frankfurt zu folgenden Kosten zusätzlich zur normalen Orderprovision: Orderentgelt EUR 0,95, Fremde Spesen EUR 2,08, Börsenentgelt EUR 3,71. Die "fremden Spesen" sind immer wieder für Überraschungen gut: mal gibt es keine, mal doch wieder ein paar Euro. Übrigens auch beim Kauf über den Direkthandel. Hier wäre eine kundenfreundliche Überarbeitung des Gebührenmodells wünschenswert. Bei Depotüberträgen zum s-broker werden auch noch so geringe Fremdgebühren berechnet. Einmal wurden mir ganze 0,15 Euro berechnet! Eine gewisse Kulanz würde hier bei geringen Kosten einen besseren Eindruck machen. Insgesamt würde ich den s-broker als einen Broker bezeichnen, der zwar ein umfassendes Dienstleistungsspektrum bieten möchte, dabei aber am falschen Ende spart.
Tobias S.

31.12.2011 | TARGOBANK AG & Co. KGaA: Durchwachsenes Urteil
Ein insgesamt durchwachsenes Urteil über das Depot bei der Targobank hat sich bei mir gebildet. Früher war die Targobank bzw. ihr Vorgängerinstitut - die Citibank Privatkunden AG & Co. KGaA - für Großanleger aufgrund der Flatfee von 10 Euro, aufgrund fehlender Depotkosten und nicht vorhandener Limitgebühr sehr interessant. Man bekommt auch relativ einfach einen Lombardkredit. Bei den Kosten für Kauf und Verkauf von Wertpapieren liegt die Targobank jetzt nur noch im Mittelfeld. Die Zahl der Handelsplätze, über die Transaktionen getätigt werden können, ist eher klein. Leider kann man keine Fonds an der Börse handeln, sondern nur über die Fondsgesellschaften beziehen und/oder einlösen. Die mehrfache Berechnung der Gebühren bei Teilausführungen mit unterschiedlichen Kursen ist kundenunfreundlich. Auch kann man zum Beispiel keine gedeckten Optionen (auf eigene Aktienbestände) verkaufen. Das Gegenkonto zum Depot ist zwingend ein Girokonto, zum Beispiel das Best - Konto, ein gut verzinstes Tagesgeldkonto ist als Gegenkonto nicht möglich.
C. Bovain

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