Erfahrungsberichte zu
Girokonto-Anbietern

04.11.2016 | Fidor Bank AG: Immer noch interessante Bank
Ich bin seit 1,5 Jahren bei der Fidor Bank und finde sie noch immer interessant. Bemerkenswert ist das Produktangebot. Es gibt diverse Möglichkeiten zur Kreditaufnahme, z. B. von der Community oder über smava und natürlich auch von Fidor selbst. Spannend sind auf der anderen Seite diverse Anlagemöglichkeiten in diverse Anlageklassen inklusive Edelmetalle, Währungen und Crowdfinance. Die Eigenschaften des Girokontos sind aber in erster Linie dazu gedacht, möglichst unkompliziert Geld innerhalb von Fidor zu versenden. Dies geht aber dann auch 24/7 ohne Probleme. Einige Funktionen sind allerdings (wie Terminüberweisungen) sehr versteckt und das ist ärgerlich. Dafür kostet das Konto weder monatlich, noch pro Buchungsposten. Das ist sehr gut. Wenn man die Maestro/Mastercard-Kombikarte nicht zum Geldabheben nutzt, ein Gehaltskonto hat, oder sich auf diverse Arten in der Community einbringt, kann man allerdings noch einige Euro im Monat verdienen. Fazit: Wer eine alternative Bank mit attraktivem Gebührenmodell sucht, sollte den Versuch mit Fidor mal wagen.
S. S.

02.11.2016 | Fidor Bank AG: Zu modisch, um echt gut zu sein
Nachdem ich fast ein Jahr das Fidor Smart Girokonto benutzt habe, bleiben bei mir sehr gemischte Gefühle. Zuerst die negativen Seiten. (a) Einst bekam man 0,2% Zinsen auf dem Girokonto, aber das ist jetzt abgeschafft worden. (b) Das Web-Interface ist nicht gut durchdacht und einfach unübersichtlich. Anstatt den Benutzer schnell und effizient mit seinem Konto arbeiten zu lassen, dient das Interface anscheinend eher Werbezwecken für verschiedenste Fidor-Produkte (wie Geld-Notruf, Crowdfinancing, Bonusprogramm, Social Trading). Den Zugang zu Basishandlungen (z. B. Überweisen von Geld) muss man wirklich suchen, während solche Handlungen, die der durchschnittliche Benutzer eher selten ausführen wird, auf der Hauptseite stehen. Eine Funktion für Terminüberweisungen gibt es gar nicht: Der Trick ist, dass man einen Dauerauftrag einrichten und diesen ein einziges Mal ausführen lassen muss. Aber warum? (c) Ganz "modern" ist das Web-2.0-artige Community-Getue. Wenn man in Foren selbst Fragen stellt oder Rat gibt, bekommt man von der Bank ein paar Cent geschenkt; die Bank aber erspart sich auf diese Weise wirklich kompetente Ratgeber, und viele Ratschläge in der Community sind trivial oder einfach falsch. (d) Die Verknüpfungen zu den sogenannten sozialen Medien (Facebook, Google+, Twitter) benutze ich nicht, denn ich vertraue solchen Medien keine Informationen über meine Finanzen an.
Es gibt aber auch Positives. (a) Wenn man in einem Monat mindestens 399 Euro an Einzahlungen auf dem Konto hat, und wenigstens dreimal eine Kartenzahlung macht, und weniger als dreimal an einem Geldautomaten (weltweit kostenlos) Bargeld abhebt, empfängt man bis zu 2 Euro Bonus. Negativ ist aber, dass ab der dritten Abhebung man bestraft wird und eine Gebühr bezahlen muss. (b) Man bekommt von der Bank eine kombinierte Maestro-MasterCard-Karte, womit man weltweit gebührenfrei zahlen und (monatlich bis zu zweimal) Bargeld abheben kann. Ersatz der Karte bei Verlust ist ebenfalls kostenlos. An Kassen in Läden muss man aber manuell wählen, ob man mit Maestro oder MasterCard zahlen will (für den Kunden ist dies egal), was das Ladenpersonal öfters sehr irritiert. (c) Überweisungen sind besonders schnell. Fazit: Weil dies alles kostenlos ist, werde ich das Konto wohl behalten, aber es wird nicht mein Hauptkonto werden.
R. Z.

21.03.2016 | Fidor Bank AG: Service gut, veraltete Technik
Der Service der Fidor Bank ist gut, Anliegen werden schnell bearbeitet. Schlecht finde ich, dass eine Bank keine HBCI-Schnittstelle anbietet. Stattdessen wird eine API-Schnittstelle angeboten, welche ein Privatmensch ganz und gar nicht benötigt. Hier sollte die Bank dran arbeiten, sonst gehen früher oder später die Kunden verloren! Die Webseite finde ich unübersichtlich, die einzelnen Elemente sehr versteckt! Überzeugt hat mich bislang nur die Tatsache, dass die gesamte Kontoführung, sprich Überweisung, Lastschrift etc. kostenlos ist.
Ferdi Reinhardt

08.12.2015 | Fidor Bank AG: Gute Bank - aber es gibt Potenzial nach oben
Bei Fidor Bank möchte ich jammern auf relativ hohem Niveau. Zuerst positive Beobachtungen: 1) Das Giro-Konto ist kostenlos ohne Wenn und Aber. Das ist schon Mal sehr gut. 2) Die Bank arbeitet nicht mit der Schufa, sondern mit einer anderen Firma. Deswegen erscheint sowohl Girokonto als auch der gewährte Dispokredit nicht in der Schufa. 3) Als sehr positiv empfinde ich die sofortige Ausführung der Überweisungen. Die Überweisungen werden nicht nur intern, sondern auch an andere Banken sofort ausgeführt. So wird das Geld beim Empfänger normalerweise schon kurze Zeit später noch am selben Tag gut geschrieben. Weniger gut gefällt mir persönlich die Webseite. Die Bank will wohl junge Kundschaft anlocken und setzt auf die Elemente, die man sonst aus sozialen Netzwerken kennt. Die Webseite wirkt auf mich völlig überladen und drängelt ziemlich sinnlose Inhalte in den Vordergrund. Um alltägliche Bankgeschäfte erledigen zu können, muss man aber lange und viel klicken. Bei der zum Konto gehörigen Karte gibt es ebenfalls Licht und Schatten. Wenn man die Karte nur zum bargeldlosen Verkehr einsetzt, bekommt man unter Umständen sogar 2 Euro gutgeschrieben. Nach 2 kostenlosen Geldabhebungen monatlich, muss man für Geldabhebung aber Geld bezahlen. Dieser Erziehungseifer der Bank finde ich ziemlich daneben. Es gibt genug Banken, die ihren Kunden bei Geldabhebungen völlig freie Hand lassen. Der zweite "Mecker"-Punkt ist die Kombi-Funktionalität der Karte. Die Karte ist gleichzeitig eine Maestro- und Master-Karte in einer Karte. Genau aus diesem Grund eröffnete ich eigentlich das Konto bei der Bank. Ich wollte unbedingt so eine "geile" Karte haben. Es hat sich jedoch im Alltag herausgestellt, dass eine Kombi-Karte eher unbequem ist. Man muss fast bei jeder Zahlung zusätzlich die Auswahl treffen, mit welcher der beiden im Chip gespeicherten Karten man zahlen will. Und das verschwendet viel zu viel Zeit. Bis man richtige Bedienelement zur Auswahl der Karte findet und bedient, vergeht meiner Meinung nach zu viel Zeit.
Andreas S.

16.10.2015 | Fidor Bank AG: Schnelle Buchungen, viel Automatisierung
Am Anfang war ich sehr skeptisch, denn Banking 2.0 und das ganze System ist mir suspekt. Aber diese Punkte haben mich überzeugt: 1. die schnellen Buchungszeiten von Überweisungsgutschriften (teilweise am selben Tag), 2. die App Bewegungsmelder, 3. der Gehaltsbonus, 4. kein Eintrag in die Schufa. Durch meine Zeit bei der Postbank war ich besonders wegen den Buchungszeiten verwöhnt und konnte Targobank/DKB/Volksbank nicht mehr akzeptieren. Daher habe ich viel rumprobiert und bin hier glücklich geworden. Die App ist rein passiv. Es werden nur Kontobewegungen angezeigt und auf Wunsch per Push-Mitteilung in den Vordergrund gebracht. Für mich genau die richtige Mischung aus Datenschutz und den Informationen, die ich brauche! Der monatliche Gehaltsbonus hat mich animiert, auch mein Gehalt dorthin umzuziehen. Voll zufrieden und auch sofort entlohnt worden. Monatlich einen Euro extra ist zwar nicht viel Geld, wird mich aber dauerhaft bei der Fidor halten. Da das Giro hier rein guthabenbasiert ist, wird auch kein Schufaeintrag gemacht. Das ist wirklich die Krönung, so sinkt auch die Bonität durch vermehrte Girokonten nicht (solange man keinen Dispo braucht). Für meine Belange ist die Fidor die absolute Komplettlösung. Eine Karte habe ich nicht und werde ich auch nicht brauchen, allerdings sind die Angebote interessant und ich werde die Entwicklungen beobachten.
A.

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