Wir helfen Ihnen weiter. Unsere FAQs gibt es zu den Themen Direktbank, Girokonto, Tagesgeld, Festzinsanlage, Sparplan, Brokerage, Währungskonto, Kreditkarte, Rahmenkredit, Ratenkredit und Baudarlehen. Hier finden Sie die Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Ratenkredit. Falls Ihre Frage nicht beantwortet wurde, wenden Sie sich bitte per E-Mail an uns.
Was ist ein Online-Girokonto?
Bei einem Online-Girokonto erfolgt die Kontoführung schwerpunktmäßig per Internet. Durch die effiziente Kontoführung können Banken das Produkt zu günstigen Konditionen anbieten. Schriftlich eingereichte Aufträge werden im Gegenzug oft bepreist. Dies gilt teilweise auch für telefonische Aufträge.
Ein Girokonto im Allgemeinen dient zur Abwicklung des persönlichen Zahlungsverkehrs. Der Kontostand ändert sich fortlaufend durch getätigte Überweisungen (z. B. Zahlung einer Rechnung), Gutschriften (z. B. Gehaltseingang), Daueraufträge (z. B. monatliche Mietzahlung), Lastschriftseinzüge (z. B. automatischer Einzug von Versicherungsbeiträgen), Scheckzahlung oder Scheckeinreichung sowie Einzahlungen und Abhebungen von Bargeld. Der Kontoinhaber kann jederzeit über vorhandenes Guthaben verfügen.
Wie funktionieren Barein- und Barauszahlungen?
Bareinzahlungen auf Konten von Direktbanken sind meistens nur über Fremdinstitute möglich. Die Gebühren der Fremdinstitute hierfür sind unterschiedlich und betragen oft bis zu zehn Euro. Wenn die Direktbank eine Tochtergesellschaft einer Filialbank ist, können deren Filialen meist kostenfrei für Einzahlungen genutzt werden. comdirect-Kunden können beispielsweise bundesweit über die Commerzbank einzahlen. Bei 1822direkt, einer Tochtergesellschaft der Frankfurter Sparkasse, ist dies in den Sparkassen-Filialen im Rhein-Main-Gebiet möglich. Außerdem kann jeder Bundesbürger bei der Deutschen Bundesbank für lediglich einen Euro eine Überweisung auf ein beliebiges Konto in bar veranlassen.
Bargeldabhebungen sind grundsätzlich an jedem Geldautomaten möglich. Bei Benutzung eines Geldautomaten, der nicht dem Bankautomatenverbund der eigenen Bank angehört, werden für gewöhnlich Gebühren fällig. Bei der Wahl des passenden Girokontos sind daher kostenfreie Geldautomaten im eigenen Umfeld ein wichtiger Faktor. Unser Vergleich enthält Angaben, zu welchem Geldautomatenverbund die jeweilige Bank gehört und über wie viele Geldautomaten dieser verfügt.
Ein neuer Service einiger Supermärkte: Bei Einkäufen kann zusätzlich Bargeld an der Supermarktkasse ausgezahlt werden.
Welche Geldautomatenverbünde gibt es?
Die deutschen Banken haben sich zu mehreren Netzwerken zusammengeschlossen, um es den Kunden zu ermöglichen, möglichst überall kostenlos Bargeld abheben zu können. Eine Übersicht zu den Geldautomatenverbünden und deren Mitgliedsinstituten finden Sie bitte hier.
Wie gelangt man an große Bargeldsummen, wenn z. B. ein Autokauf ansteht?
Das Maximum der Geldautomaten schränkt bei sehr hohen Auszahlungen ein. Meist liegt dies bei EUR 1.000. Auch seitens der Maestro- oder Kreditkarten ist der Verfügungsrahmen auf einen täglichen und wöchentlichen Maximalbetrag eingeschränkt, der in Absprache mit der Bank geändert werden kann.
Wenn die Direktbank eine Tochtergesellschaft einer Filialbank ist, können größere Abhebungen oft auch in deren Filiale erfolgen. Die Abhebung sollte der Filiale einige Tage vorher angekündigt werden.
Wie können Schecks eingereicht werden?
Schecks können bei Direktbanken auf dem Postweg eingereicht werden. Einige Anbieter stellen PDF-Formulare zur Scheckeinreichung online zur Verfügung.
Orderschecks und Auslandsschecks müssen immer auf der Rückseite vom Empfänger, der explizit auf dem Scheck genannt wird, unterschrieben werden.
Ist ein monatlicher Gehalts- bzw. Geldeingang erforderlich?
Grundsätzlich nein. Ab einem bestimmten monatlichen Gehalts- bzw. Geldeingang gelten günstigere Konditionen für einige Girokonten. In unserem Vergleich erfolgt das Anbieter-Ranking abgestimmt auf Ihre Angaben zum monatlichen Gehalts- bzw. Geldeingang. Treffen Sie die Auswahl "monatlicher Gehalts- bzw. Geldeingang bis EUR 799", wenn Sie beispielsweise die Konditionen für ein Zweitkonto ohne regelmäßigen Geldeingang vergleichen möchten.
Für die Einrichtung eines Dispositionskredites sehen allerdings nahezu alle Banken regelmäßige Zahlungseingänge als Voraussetzung an.
Welche Punkte sind besonders wichtig, wenn man Girokonten vergleicht?
Überlegen Sie zunächst, auf was Sie besonderen Wert legen, welche Funktionen Sie nutzen möchten. Auf Kontoführungsgebühren wird oft verzichtet, wenn ein bestimmter Gehaltseingang eingeht. Das Ranking im Vergleich ist daher auf die Höhe des monatlichen Gehalts- bzw. Geldeingangs abgestimmt. Junge Bankkunden erhalten während Ausbildung und Studium teilweise vergünstigte Konditionen, im Vergleich können Sie auch hier die entsprechende Auswahl treffen.
Wichtig ist die Bargeldversorgung, da Geld ziehen an fremden Automaten teuer ist. Achten Sie darauf, dass es im eigenen Umfeld ausreichend Möglichkeiten zur kostenfreien Bargeldabhebung gibt. Kreditkarten sind in einigen Paketen enthalten. Bei anderen Konten fallen, wenn eine Kreditkarte gewünscht ist, zusätzliche Gebühren von meist EUR 20,00 bis EUR 30,00 pro Jahr an. Nicht alle Banken bieten Telefon-Banking an, die Online-Banking-Anwendungen unterscheiden sich in den Funktionalitäten und den Sicherheitstechniken. Daneben sind die weiteren Gebühren und Bedingungen sowie Guthaben- bzw. Dispozinsen zu berücksichtigen.
Ein Girokonto, das alle Wünsche abdeckt, ist selten. Statt auf eine hohe Guthabenverzinsung des Girokontos zu setzen, ist es besser, überschüssiges Guthaben konsequent auf ein Tagesgeldkonto umzubuchen. Bei Zinsänderungen bleibt man damit flexibel. Und alternativ zu den Kreditkarten, die zum Konto erhältlich sind, kann man Karten anderer Banken wählen.
Über welche Zugangswege können Girokonten bei Direktbanken geführt werden?
Girokonten können per Internetbanking, mit einem mobilen Endgerät per Mobile Banking oder per Telefon-Banking geführt werden. Beim Internetbanking werden verschiedene Verfahren (traditionelles PIN/TAN-Verfahren, iTAN, mTAN, eTAN, eTAN plus oder HBCI) genutzt, um die Sicherheit zu gewährleisten. Bargeldverfügen ist über Geldautomaten möglich. Unser Vergleich gibt an, welche Zugangswege der jeweilige Anbieter unterstützt.
Wie funktioniert Banking per Internet?
Die Banken arbeiten mit unterschiedlichen Methoden beim Online-Banking. Das PIN/TAN-Verfahren besteht aus einem Geheimcode (PIN) und einer Liste mit Transaktionsnummern (TAN-Liste). PIN und TAN-Liste werden von der Bank aus Sicherheitsgründen mit getrennter Post versendet. Zugriff auf das Girokonto erhält man durch Kontonummer und PIN über die Banking-Anwendung des Anbieters. Jeder Auftrag an die Bank (z. B. Überweisung, Dauerauftrag usw.) wird mit einer Transaktionsnummer freigegeben. Die einzelne TAN ist sozusagen die digitale Unterschrift für jeden Online-Auftrag. Jede TAN ist nur einmal verwendbar.
Viele Geldinstitute haben das gewönliche PIN/TAN-System durch indizierte TANs (iTAN) ersetzt. Der Kunde autorisiert sich dabei nicht mehr mit einer frei wählbaren Nummer aus seiner TAN-Liste. Nach dem Zufallsprinzip wird der Einsatz einer bestimmten TAN vorgegeben. Daneben gibt es weitere Sicherheitsstandards, die TANs nutzen (wie mTAN, eTAN und eTAN plus).
Beim HBCI-Banking handelt es sich in der sichersten Variante um eine Hardware-Lösung. Der Kunde meldet sich per Chipkarte über ein externes Lesegerät an. Transaktionen werden mittels der Chipkarte signiert und verschlüsselt, der Zugriff auf die Chipkarte ist durch eine Geheimzahl geschützt. Es wird zusätzlich eine HBCI-fähige Finanzsoftware benötigt. Mitunter wird die Ausstattung über die Banken vergünstigt angeboten.
Weitere Informationen zu den verwendeten Sicherheitsstandards und welches Kundenverhalten zur persönlichen Sicherheit beiträgt lesen Sie hier.
Muss man beim iTAN-Verfahren noch jede benutzte TAN durchstreichen?
Beim iTAN-Verfahren gibt das Banksystem den Einsatz einer bestimmten TAN vor. Ein Abstreichen von benutzten TANs ist aufgrund dessen hier nicht mehr erforderlich. Teils senden die Institute automatisch neue iTAN-Listen zu, wenn nur noch wenige unbenutzte TANs zur Verfügung stehen und teils muss sich der Kunde selbst um die Zusendung kümmern. In letzterem Fall sollte der Kunde daher im Auge behalten, wann bestellt werden muss (oft wird die Anzahl der unbenutzten TANs im Banksystem angegeben).
Wie kann man sich vor Phishing schützen?
Zunächst sollte ein PC mit einer Virensoftware, einer Firewall und einem Spamblocker geschützt sein. Außerdem müssen die genutzten Passwörter, um dauerhaft sicher zu sein, regelmäßig geändert werden. Beim Einloggen ins Online-Banking ist darauf zu achten, ob die Internetseite tatsächlich die offizielle Seite der gewünschten Bank ist und die URL der Seite mit "https://" beginnt. Bei Online-Bankgeschäften sollte zudem immer nur das Banking-Fenster geöffnet sein, so kann im Hintergrund kein Skript ausgeführt werden. Vorsicht ist auch vor falschen E-Mails geboten. Banken versenden keine E-Mails, die eine Eingabe einer PIN oder TAN fordern. Ebenso fordern Banken niemals auf, Zugangsdaten zum Online-Banking telefonisch zu bestätigen. Weitere Informationen über Sicherheitsaspekte beim Online-Banking finden Sie hier.
Wie funktioniert Mobile Banking?
Beim Mobile Banking nutzt der Kunde ein mobiles Endgerät wie Mobiltelefon, Smartphone oder PDA um Kontostandsabfragen, Überweisungen oder Wertpapierorders durchzuführen. Ergänzende Funktionalitäten sind beispielsweise mobile Infodienste per SMS (z. B. Kontobewegungen, Kontostand, Zinsänderungen).
Die Anwendungen können häufig über den Webbrowser von mobilen Endgeräten genutzt werden. Dabei unterscheidet sich Mobile Banking kaum noch von Banking über den PC. Die Darstellung passt sich automatisch der Größe des Displays an und die möglichen Funktionen reichen fast an die des Online-Bankings heran. Voraussetzung für die Nutzung ist meist lediglich, dass der Kunde zum Online-Banking angemeldet ist und über die hierfür notwendigen Zugangsdaten verfügt.
Wie funktioniert Telefon-Banking?
Beim Telefon-Banking erledigt der Kunde Bankgeschäfte in Kommunikation mit einem Service-Mitarbeiter oder über einen Sprachcomputer. Per Telefon-PIN, die von der Bank zugesendet wird, oder zusätzlich über weitere Sicherheitsabfragen erfolgt der Zugriff auf die Konten. Bei einigen Instituten werden für telefonisch veranlasste Aufträge zusätzliche Gebühren berechnet.
Welche Gebühren können bei einem Girokonto entstehen?
Neben den Kontoführungsgebühren können Kosten für zusätzliche Leistungen wie Bargeldabhebungen an fremden Geldautomaten, zusätzliche Kontokarten oder Auslandsüberweisungen in Rechnung gestellt werden. Durch Überweisungen per Beleg und den Versand von Kontoauszügen per Post können auch Online-Girokonten kostspielig werden. Alle Gebühren, die während einer Kontobeziehung anfallen können, werden im Preis- und Leistungsverzeichnis aufgeführt. Die Banken veröffentlichen das Preis- und Leistungsverzeichnis auf der Internetseite, es findet sich meist im Formular-Center.
Für Pflichtleistungen, welche die Bank aufgrund gesetzlicher Vorschriften erledigt oder aus eigenem Interesse unternimmt, dürfen keine Gebühren anfallen.
Welche Gebühren entstehen bei der Rückgabe von Lastschriften?
Der Kunde kann nicht gerechtfertigten Lastschrifteinzügen innerhalb von sechs Wochen widersprechen. Eine Möglichkeit dazu gibt es oft direkt in der Online-Banking-Anwendung, der betreffende Betrag wird unmittelbar wieder gutgeschrieben. Auch die Bank kann Lastschriften zurückgeben, z. B. wenn das Konto nicht genügend Deckung aufweist oder die Kontodaten nicht übereinstimmen. Lastschriftrückgaben sind für den Kunden kostenlos. Der Einreicher der zurückgegebenen Lastschrift muss dagegen ein Entgelt zahlen, das er in Rechnung stellen kann, wenn der Kunde die Rückbuchung verschuldet hat.
Wann und wie oft werden Kontoauszüge zugestellt?
Die Zustellung der Kontoauszüge ist abhängig von Anbieter und Kundenwunsch.
Immer mehr wird dazu übergegangen, Kontoauszüge in ein Online-Postfach zu stellen, das über die Online-Banking-Funktion erreichbar ist. Gleichzeitig werden Portogebühren in Rechnung gestellt, wenn der Kunde weiterhin den Postversand nutzen möchte oder der Kontoauszug zugeschickt werden muss, wenn der Auszug im Online-Postfach nicht innerhalb einer Frist abgerufen wird. Diese sogenannten Zwangskontoauszüge werden erstellt, damit der Kunde Buchungen und Rechnungsabschluss prüfen kann und keine Fristen versäumt.
Wie lange benötigen Überweisungen?
Die Dauer von Überweisungen unterscheidet sich von Kreditinstitut zu Kreditinstitut. Innerhalb des eigenen Zahlungsverkehr-Systems können Überweisungen am schnellsten ausgeführt werden. Die Postbank wickelt beispielsweise den Zahlungsverkehr für Deutsche Bank, Dresdner Bank und HypoVereinsbank ab. Eine Überweisung eines Postbank-Kunden zu einem Konto bei der HypoVereinsbank erfolgt dadurch i. d. R. schneller als zu einem Konto bei einer Sparkasse.
Gemäß Bürgerlichem Gesetzbuch ist die Überweisungsdauer wie folgt geregelt: Bei Inlandszahlungen innerhalb eines Instituts darf es bis zur Gutschrift auf dem Empfängerkonto längstens zwei Bankgeschäftstage dauern, bei institutsübergreifenden Inlandszahlungen sind es längstens drei Bankarbeitstage. Innerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums (alle EU-Staaten sowie Island, Liechtenstein und Norwegen) müssen elektronisch angewiesene Zahlungsaufträge spätestens am dritten Bankarbeitstag nach Auftrag auf dem Empfängerkonto gutgeschrieben sein. Bankarbeitstage sind die Werktage, an denen alle an der Ausführung beteiligten Kreditinstitute gewöhnlich geöffnet haben. Samstage und Sonntage werden daher ebenso wenig gezählt, wie bundeseinheitliche oder regionale Feiertage (soweit für den Überweisungsweg relevant). Die Frist beginnt, wenn die nötigen Daten des Empfängers sowie des Auftraggebers dem betreffenden Kreditinstitut vorliegen, ein ausreichendes Guthaben vorhanden ist bzw. ein Kredit in entsprechender Höhe eingeräumt wurde.
Um eine Rechnung pünktlich zu bezahlen, sollte man die Überweisungslaufzeiten einrechnen. Denn nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofes (C-306/06) gilt eine Rechnung als pünktlich bezahlt, wenn sie innerhalb der Frist auf dem Konto des Empfängers gutgeschrieben wird. Nicht ausreichend ist, wenn lediglich der Überweisungsauftrag innerhalb der Frist erteilt wurde.
Wozu kann die GeldKarten-Funktion der Maestro-Karte genutzt werden?
Die GeldKarte eignet sich vor allem zum Bezahlen von kleineren Beträgen, etwa am Fahrkarten- oder Briefmarkenautomaten oder beim Kauf einer Zeitung am Kiosk. Kleingeld ist immer passend. Die Karte kann mit beliebigen Beträgen zwischen EUR 1,00 und EUR 200,00 an speziellen Terminals oder am Geldautomaten aufgeladen werden. Weil Geheimzahl oder Unterschrift nicht notwendig sind, geht der Bezahlvorgang schnell. Die GeldKarte ist ein Ersatz für Bargeld - beim Verlust der Bankkarte kann der Finder allerdings auch das Guthaben auf dem Chip aufbrauchen. Eine Sperrung der Geldkartenfunktion der Maestro-Karte ist nicht möglich.
Bisher mangelte es der GeldKarte an Akzeptanzstellen. Einen deutlichen Schub bekam die Funktion, als 2007 die Zigarettenautomaten auf die elektronische Zahlung per GeldKarte umgestellt wurden. Über das auf dem Chip hinterlegte Jugendschutzmerkmal wird am Zigarettenautomaten geprüft, ob der Käufer mindestens 18 Jahre alt ist.
Was ist eine girocard?
Die girocard ist eine Debitkarte zum Konto. Die beiden Zahlungssysteme zum PIN-gestützten Bezahlen mit Debitkarte im Handel "electronic cash" sowie das Deutsche Geldautomaten-System wurden unter dem neuen Namen "girocard" zusammengefasst. Die deutsche Kreditwirtschaft hofft damit vor allem die internationale Akzeptanz der deutschen Debitkarten, die früher als "ec-Karten" bezeichnet wurden, durch die Schaffung eines einheitlichen Namens und Logos zu erhöhen. Das girocard-Logo ist an elektronischen Kassen im Handel und an deutschen Geldautomaten zu sehen. Neu ausgegebene Debitkarten von Banken und Sparkassen tragen das Logo, an der Funktionalität ändert sich dadurch nichts. Langfristig soll sich auf europäischer Ebene eine Alternative zum Akzeptanzzeichen Maestro etablieren, was zur Kreditkartengesellschaft MasterCard gehört.
Was ist unter "Auslandsentgelt" beim Geldabheben am Geldautomaten zu verstehen?
Mehrere Direktbanken bieten eine kostenfreie Bargeldversorgung an praktisch allen Geldautomaten über die Kreditkarte. Trotzdem fällt i. d. R. außerhalb der Euro-Zone für unbare Zahlungen und Geldabhebungen ein Auslandsentgelt an. Es werden verschieden hohe Prozentsätze von meist 1,00% bis 2,00% aufschlagen, die sich mitunter im Umtauschkurs verstecken. Bei der Währungs-Umrechnung liegt ein vorgegebener Devisenkurs zugrunde (Sortenkurse, die beim Bargeldtausch verwendet werden, sind ungünstiger). Wenn außerhalb der Euro-Zone für den Service der Bargeldabhebung keine Gebühren anfallen, geben wir im Vergleich als Zusatzinformation an, wie hoch das Auslandsentgelt ist.
Was kosten Auslandsüberweisungen?
Für den Zahlungsverkehr in Euro innerhalb der EU und den EFTA-Ländern Island, Liechtenstein und Norwegen können die SEPA-Überweisungen genutzt werden. Diese kosten bei korrekten Angaben zum Begünstigten genauso viel wie Inlandsüberweisungen, bei Online-Aufträgen muss der Betrag spätestens am dritten Bankarbeitstag nach Auftrag auf dem Empfängerkonto gutgeschrieben sein. Der Empfänger muss Überweisungsbeträge von SEPA-Überweisungen in voller Höhe gutgeschrieben bekommen, etwaige Spesen müssen seperat ausgewiesen werden. Statt Kontonummer und Bankleitzahl sind IBAN (International Bank Account Number) und BIC (Bank Identifier Code) zu verwenden. Die für das eigene Konto maßgebliche IBAN und der BIC geben Banken i. d. R. auf den Kontoauszügen und im Online-Banking an.
Die Preise für Auslandsüberweisungen in Fremdwährung bzw. in andere Länder können den jeweiligen Preis- und Leistungsverzeichnissen der Banken entnommen werden. Es ist anzugeben, wer die Kosten für die Überweisung tragen soll. Die Optionen lauten "BEN" (der Begünstigte trägt alle Kosten), "OUR" (der Auftraggeber trägt alle Kosten) und "SHARE" (der Auftraggeber trägt die Kosten der eigenen Bank, der Begünstigte trägt die Kosten seiner Bank).
Werden Gemeinschaftskonten geführt?
Girokonten können als Gemeinschaftskonto geführt werden - sinnvoll kann das insbesondere für Ehe- bzw. Lebenspartner sein. Ein gemeinsames Konto spart möglicherweise Kontoführungsgebühren und gemeinsame Zahlungsverpflichtungen können bequem abgewickelt werden. Üblich wird vereinbart, dass jeder Kontoinhaber einzeln über Guthaben und eingeräumte Dispokredite verfügen kann. Eine gemeinschaftliche Verfügungsberechtigung, bei der alle Kontoinhaber jeweils der Transaktion zustimmen müssen, dürfte für gewöhnlich zu aufwendig sein.
Wie kann ein Girokonto eröffnet werden?
Ein Girokonto kann über die Internetseite des Anbieters eröffnet werden. Die persönlichen Daten werden online erfasst, der ausgefüllte Antrag anschließend ausgedruckt. Die Informationsunterlagen mit einem Kontoantrag können in vielen Fällen alternativ auch per Post zugeschickt werden.
Was ist ein PostIdent-Verfahren?
Jede Bank muss bei einer Kontoeröffnung die Identität des Kontoinhabers überprüfen. Die Identitätsprüfung dient der Sicherheit und ist nur einmalig bei neuen Bankverbindungen notwendig. Direktbanken nutzen hierzu das sogenannte PostIdent-Verfahren der Deutschen Post AG.
Bei den Kontoeröffnungsunterlagen findet sich der PostIdent-Coupon. Den Coupon, den gültigen Personalausweis und die unterschriebenen Vertragsunterlagen in einem verschlossenen Briefumschlag legen Sie in einer Filiale der Deutschen Post vor, wo ein Mitarbeiter die gesetzlich vorgeschriebene Identitätsprüfung vornimmt. Die Identitätsfeststellung wird zusammen mit den Vertragsunterlagen an die Bank weitergeleitet.
Soll der Antrag abweichend von der beschriebenen Vorgehensweise direkt an die Bank gesendet werden, erhalten Sie daraufhin ein eigenhändiges Einschreiben mit einem Begrüßungsschreiben. In diesem Fall erfolgt die Legitimationsprüfung durch den ausliefernden Postboten.
Wie schnell ist das Girokonto eingerichtet?
Das Girokonto wird eingerichtet, wenn die Kontoeröffnungsunterlagen bei der betreffenden Bank eingegangen sind und die Identitätsprüfung abgeschlossen ist. Die Bank bestätigt die Kontoeröffnung mit einem Begrüßungsschreiben.
Bevor das Konto tatsächlich genutzt wird, sollten alle zum Konto gehörigen Karten (Maestro-Karte, Kreditkarte) sowie die entsprechenden Zugangsdaten (PIN/TAN-Liste für das Online-Banking, Telefon-PIN usw.) zugestellt worden sein.
Welche Daten meldet die Bank der SCHUFA?
Im Zusammenhang mit einem Girokonto meldet die Bank die persönlichen Daten wie Name, Anschrift und Geburtsdatum sowie die Kontoeröffnung oder Kontolöschung. Sofern eine Kreditkarte herausgegeben wird, geschieht dies ebenso, da ein Kreditrahmen enthalten ist.
Negativmerkmale würden entstehen, wenn die Bank das Konto aus wichtigem Grund kündigt (z. B. Missbrauch des Kontos, offene Forderungen nach Kontokündigung).
Wie wirken sich mehrere Konten und Kreditkarten auf die Kreditwürdigkeit aus?
Der Schufa werden die Eröffnung eines Girokontos und die Ausstellung einer Kreditkarte gemeldet, dies erfolgt ohne Angabe zur Höhe eines damit verbundenen Kreditrahmens. Anlagekonten sind für die Schufa nicht relevant. Wenn die Anzahl der gemeldeten Girokonten bzw. Kreditkarten über den üblichen Rahmen hinausgeht, wirkt sich das negativ auf den berechneten Scorewert aus, da gegebenenfalls mehrere Kreditrahmen parallel in Anspruch genommen werden. Für die Bank wird stellt sich zudem die Frage stellen, wieso man diese Konten/Kreditkarten benötigt.
Ist eine Bank verpflichtet, jedem ein Konto anzubieten?
Es gibt lediglich eine freiwillige Selbstverpflichtung der im Zentralen Kreditausschuss zusammengeschlossenen Verbände der Kreditwirtschaft. Damit ist man einer gesetzlichen Regelung zum Anspruch eines jeden auf ein Girokonto zuvor gekommen. Die Regelung besagt, dass so lange die Führung eines Girokontos nicht unzumutbar wird, jedermann Anspruch auf ein gegebenenfalls nur auf Guthabenbasis geführtes Girokonto (ein sogenanntes "Jedermann-Konto") hat. Fühlt man sich zu Unrecht abgewiesen, kann bei dem zuständigen Bankenverband Beschwerde eingelegt werden.
Neben dieser Regelung beinhaltet die Sparkassenverordnung der neuen Bundesländer, Bayerns, Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalens eine Verpflichtung zur Gewährung von Girokonten, sofern diese nicht unzumutbar sind.
Welche Besonderheiten sind bei Konten für Minderjährige zu beachten?
Generell können Minderjährige im Alter von 7 bis 17 Jahren nur mit Zustimmung beider Erziehungsberechtigten ein Konto eröffnen. Sind die Eltern geschieden, richtet sich die Vertretungsbefugnis nach der Regelung des Scheidungsurteils. Auch mit Zustimmung der Eltern darf Minderjährigen grundsätzlich kein Kredit gewehrt oder eine Kontoüberziehung gestattet werden; Ausnahmen davon sind nur mit Zustimmung eines Vormundschaftsgerichtes möglich.
Wie erhält man einen Dispokredit?
Oft wird von der Bank automatisch mit Kontoeröffnung (Gehaltsnachweise erforderlich) oder nach Eingang der ersten Gehälter ein Dispokredit eingeräumt. Bei anderen Anbietern erfolgt die Einrichtung nur auf Antrag des Kunden und zu einem späteren Zeitpunkt. Die Höhe des Dispokredits ist abhängig von der Höhe des regelmäßigen Nettoeinkommens, den weiteren Zahlungseingängen und der persönlichen Bonität.
Welcher Sollzins wird bei Überziehungen berechnet?
Die Anbieter geben in den Preisverzeichnissen zwei Sollzinssätze an. Der günstigere Dispozins kommt zur Anwendung, wenn man im Rahmen des vereinbarten Dispokredits bleibt. Der höhere Überziehungszins kommt zur Anwendung, wenn über den Dispokredit hinaus überzogen wurde. Letzterer gilt nur für den Teilbetrag, der den Dispokredit überschreitet. Wenn eine Überschreitung des Limits nicht abgesprochen wurde, geben allerdings viele Banken auch kleinere Lastschriftbeträge zurück oder führen Daueraufträge nicht mehr aus. Eine Überschreitung des Limits sollte daher vermieden werden.
Die Höhe des Dispos und den dazugehörigen Zins findet man auch auf den Kontoauszügen. Gravierende Änderungen sollten dem Kunden seitens der Bank zusätzlich per Post mitgeteilt werden.
Gibt es eine Höchstgrenze für Überziehungszinsen?
Die Bank kann die Höhe frei wählen. Das Wucherverbot im Bürgerlichen Gesetzbuch schreibt lediglich vor, dass der Zinssatz für Überziehungskredite nicht über dem Doppelten des marktüblichen Zinssatzes liegen darf.
Wie kann man sich beim Geldabheben vor Betrügern schützen?
Vorsichtsmaßnahmen helfen, einen möglichen Missbrauch von Bankkarten bzw. -daten weitestgehend zu vermeiden: Karte und PIN sollten niemals zusammen in einer Geldbörse oder einer Handtasche aufbewahrt oder gar die Geheimzahl auf der Kartenrückseite notiert werden. Es würde grobe Fahrlässigkeit vorliegen, man bleibt im Falle eines Missbrauchs auf dem Schaden sitzen. Schauen Sie sich den Geldautomaten genau an. Oftmals werden Geldautomaten von Kriminellen manipuliert, indem ein Lesegerät vor den Karteneinzug montiert oder eine ganze Automaten-Verblendung angebracht wird. Auf diese Weise können die Bankdaten gespeichert und eine Karte nachgebaut werden. Versteckt installierte Kameras könnten die Geheimzahl ausspionieren. In einem solchen Fall müsste die Karte nur noch entwendet werden und einem Missbrauch steht nichts mehr im Wege. Sieht ein Geldautomat also ungewöhnlich aus, hakt die Karte bei der Eingabe oder wird die Eingabe sogar zweimal verlangt, sollte man von der Benutzung absehen und die entsprechende Bank informieren. Außerdem ist darauf zu achten, dass die Geheimzahl verdeckt eingegeben wird, indem man die Eingabe beispielsweise mit der Hand abdeckt. Wischt man nach der Benutzung eines Geldautomaten über die Tastatur, kann man verhindern, dass der PIN anhand von Fingerabdrücken ausspioniert wird. Generell lässt sich sagen, dass eine Manipulation an öffentlich zugänglichen Automaten häufiger vorkommt. Es empfiehlt sich daher, Bankautomaten in Schalterhallen zu nutzen. Außerdem kann, wer über mehrere Karten verfügt, für den Türöffner eine andere Karte, als für die Geldabhebung verwenden - was ebenfalls den Datendiebstahl erschwert. Bleibt eine Karte im Geldautomaten stecken, sollte diese umgehend gesperrt werden. Die Sperrung kann über das kartenausgebende Institut oder über eine zentrale Sperrnotrufnummer erfolgen.
Wo sperrt man Karten?
Den Verlust der Maestro- oder Kreditkarte sollte möglichst schnell der Bank gemeldet werden. Ist diese nicht erreichbar, kann man auch die zentrale Sperrnotrufnummer 0116116 (aus dem Ausland: +49116116) nutzen. Die Notrufnummer gilt jedoch nur für Karten von Unternehmen, die sich dem Dienst angeschlossen haben. Bei Verlust einer Maestro-Karte/Bankkarte kann auch die 01805/021021 (aus dem Ausland: +491805021021) gewählt werden.
Die Sperrnummern für Kreditkarten: MasterCard 0800/8191040 (aus dem Ausland per R-Gespräch: +16367227111), VISA 0800/8118440 (aus dem Ausland per R-Gespräch: +14105819994), American Express 069/97971000 (aus dem Ausland: +496997971000), Diners Club 01805/336695 (aus dem Ausland: +491805336695)
Es empfiehlt sich bei Anruf, die Bankleitzahl und die Kontonummer bereitzuhalten. Notieren Sie sich Datum und Uhrzeit Ihres Sperranrufs. Bei Diebstahl sollte außerdem Anzeige bei der Polizei erstattet werden.
Wo kann man sich bei Beschwerden hinwenden?
Fühlen Sie sich von Ihrer Bank ungerecht behandelt? Wurden zu hohe Gebühren belastet oder Zinsen falsch berechnet? Der Bundesverband deutscher Banken e. V. hat eine Beschwerdestelle eingerichtet und einen Ombudsmann verpflichtet. Die Beschwerde wird bei dem Verfahren schriftlich eingereicht, Belege und Kopien des Schriftwechsels mit der Bank sollten beigefügt werden. Wenn das Anliegen zulässig ist, holt die Beschwerdestelle eine Stellungsnahme der Bank ein. Der Ombudsmann kann Kundenbeschwerden mit einem Streitwert bis zu EUR 5.000 verbindlich zu Lasten der Banken entscheiden. Hat der Kunde nicht Recht bekommen, kann er immer noch vor Gericht ziehen. Die Kosten des Verfahrens trägt der Bundesverband. Weitere Infos unter www.bdb.de.
Auch der Deutsche Sparkassen- und Giroverband, der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e. V. und der Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands e. V. haben entsprechende Beschwerdestellen. Für deren Mitgliedsinstitute ist das Ombudsmann-Verfahren jedoch nicht verbindlich.
Welche Kündigungsfrist muss für die Kündigung des alten Kontos beachtet werden?
Es gibt in aller Regel keine Fristen bei der Kündigung einzuhalten und es entstehen keine Kosten für den Vorgang der Kontoauflösung. Bis der Antrag bearbeitet wird, können jedoch mehrere Tage vergehen. Auch die Änderung der Daten bei den einzelnen Zahlungsempfängern erfolgt nicht immer direkt nach Übermittlung. Das bisherige Konto sollte daher einige Wochen parallel zum neuen Girokonto geführt werden, zumal die eine oder andere Abbuchung beim Kontowechsel leicht übersehen werden kann. Wenn dieser eine Lastschrifteinzug dann nicht mehr ausgeführt werden kann, weil das Konto schon erloschen ist, werden oft hohe Gebühren fällig.
Wie kündige ich ein Girokonto?
Für die Kündigung eines Girokontos reicht ein formloses Schreiben, dass alle Kontoinhaber unterschreiben. Ein vorbereitetes Formular finden Sie hier. Dabei sollte eine Bankverbindung angegeben werden, an die das Restguthaben überwiesen bzw. der ausstehende Betrag eingezogen wird. Für die Kündigung dürfen keine Kosten entstehen, jedoch wird zum Kündigungstermin ein Rechnungsabschluss erstellt und noch zu zahlende Kontogebühren und Zinsen ermittelt.
Was sollte beim Kontowechsel beachtet werden?
Informationen und Hilfen zum Kontowechsel finden Sie bitte hier.
Auch einige Banken erleichtern die Arbeit durch einen Kontowechsel-Service. Sie leiten den Auftrag zur Schließung des bisherigen Kontos weiter, lösen das alte Konto auf und ziehen das Guthaben ein. Außerdem richten sie die bisherigen Daueraufträge für das neue Konto wieder ein. Oft werden Formulare zum Download bereitgestellt, mit denen man Arbeitgeber, Vermieter und andere über den Kontowechsel informieren kann. Das Ausfüllen und Abschicken muss man selbst übernehmen. Bei umfassenden Services werden die Benachrichtigungen auch schon mal durch die Bank verschickt.
Können Produktdaten einzelner Girokonten ausgedruckt werden?
Hierzu haben wir ein für den Druck optimiertes Format ohne grafische Elemente entwickelt. Die gewünschten Produktdaten können im 1-zu-1-Vergleich aufgerufen werden. Über das Druckersymbol unterhalb der aufgerufenen Daten wechselt man zum Druck-Format und kann anschließend über die Druck-Funktion des Browsers ausdrucken.
Über den Link "INFORMATION" gelangen Sie wieder zur Einstiegsseite im Bereich Girokonto.