News: Meldung vom 22.01.2016

Zinspilot-Modul zuerst bei flatex integriert

Die Kunden des Online-Brokers flatex können seit Mitte des Monats über ihr bereits vorhandenes Depot-Verrechnungskonto nicht nur Wertpapiere handeln, sondern auch auf Tages- und Festgeldkonten von Drittbanken anlegen. Das basiert auf einer Kooperation mit Zinspilot, einem Anlegerservice für Zinsanlagen, der Bequemlichkeit und Zeitersparnis in den Mittelpunkt stellt. Über Zinspilot kann bei einigen deutschen Banken und einigen Banken im EU-Ausland angelegt werden, zurzeit aber erst bei der CreditPlus Bank und der Hanseatic Bank (beide aus Deutschland), der Austrian Anadi Bank (Österreich) und der FIMBank (Malta). Die bei Zinspilot verfügbaren Konten wurden über ein Modul bei flatex in das Online-Banking eingebaut. Dort genügen für den Produktabschluss bei der jeweiligen Anlagebank ein paar Klicks. Abschließend ist wie bei Überweisungen oder Wertpapieraufträgen der Auftrag zur Anlage mit dem bei flatex verwendeten iTAN-Verfahren freizugeben. Gegenüber dem Weg über zinspilot.de entfallen das Eröffnen eines Zinspilot-Abwicklungskontos und das dafür notwendige PostIdent. Zinspilot propagiert das eigene Angebot als eine Ein-Konto-Lösung. Das ist jedoch nicht ganz zutreffend, zwar steuert der Anleger die verschiedenen Anlagen von nur einem Ort und muss nur ein einziges Mal zum PostIdent, mehrere Bankverbindungen entstehen aber dennoch. Und die Auslandsanlagen führen wegen der ohne Abzug von deutscher Abgeltungssteuer ausgezahlten Zinserträge zu dem unbeliebten Mehraufwand bei der Einkommensteuererklärung.

flatex fügte so das Segment Tages- und Festgeld zu, ohne selbst ein Angebot an Einlageprodukten aufzubauen. Und Zinspilot fand eine Gelegenheit, durch den Zugang zu einem großen Kundenstamm potenziell schnell und effizient zu wachsen. Da flatex das Depot-Verrechnungskonto wie Zinspilot das Abwicklungskonto von der biw Bank führen lässt, werden bei dieser Kooperation im Grunde zwei Konten hausintern zusammengelegt. Zinspilot hofft, das fertige Modul zu den Anlagekonten aber auch bei weiteren Banken und Online-Brokern unterbringen zu können. Ein solches Partnermodell, bei dem statt hauseigener Produkte eine Auswahl an Fremdprodukten unterbreitet wird, ist aus vielen anderen Bankbereichen bekannt, zum Beispiel bei Baufinanzierungen oder Ratenkrediten. Für das Einlagengeschäft gab es das bislang noch nicht.


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