Newsletter: Direktbanken.News 02/2016

Willkommen zu den monatlichen News von modern-banking.de


Themenüberblick
1. Meine Bank - der PSD Bankengruppe abtrünnig
2. Zinspilot-Modul zuerst bei flatex integriert
3. Einlagensicherungsfonds verlassen: flatex und andere biw-Partner bieten keinen erweiterten Schutz mehr
4. Der monatliche Newsticker
5. Die Zinsentwicklung beim Tagesgeld
6. Die Zinsentwicklung bei den Festzinsanlagen




1. Meine Bank - der PSD Bankengruppe abtrünnig
Die PSD Bank Niederbayern-Oberpfalz ist seit Beginn des Jahres nicht mehr im Verband der PSD Banken. Sie ist konsequenterweise ausgetreten, um bundesweit anbieten zu können. Wegen der dauerhaft gesicherten bundesweiten Verfügbarkeit der Produkte haben wir sie jetzt in die Vergleiche eingebunden. Der Beschluss zum Austritt wurde auf der Generalversammlung im Juni 2015 gefasst. Das Geldinstitut hat sein angestammtes Geschäftsgebiet in den Bezirken Niederbayern und Oberpfalz, den Hauptsitz in Regensburg und unterhält eine weitere Geschäftsstelle in Landshut. Die Dienstleistungen, die der PSD-Verband bislang für das Institut bereitgestellt hatte, holen sich die Regensburger nun vom Verband der Volks- und Raiffeisenbanken. Das "PSD" ist weitgehend verschwunden: Die alte Domain unter www.psd-niederbayern-oberpfalz.de wird umgeleitet auf eine neue unter www.meine-bank-no.de. Das PSD-Logo wird nicht mehr verwendet. "Meine Bank Niederbayern-Oberpfalz eG" nennt sich die Bank jetzt, mit dem Slogan "Die Direktbank fürs Leben". Die eigentliche Firmierung "PSD Bank Niederbayern-Oberpfalz eG" taucht nur noch am Rande auf, zum Beispiel im Impressum. Im nationalen Wettbewerb mithalten können zurzeit die Zinssätze beim Online-Tagesgeld und beim Online-Sparkonto für Minderjährige. Auf dem Online-Tagesgeld verzinst die Bank Guthabenteile bis EUR 10.000 mit 1,00% und die darüber mit 0,70%. Auf dem Online-Sparkonto für Minderjährige gelten 2,00% für Guthabenteile bis EUR 5.000 und darüber 0,25%. Die Zinsen der Sparbriefe und der Sparpläne sind mittelmäßig. Die Einlagen sind über die Sicherungssysteme der Genossenschaftsbanken gesichert. Ein bei Gehaltseingang gebührenfrei geführtes Girokonto ist auch vorhanden, das für dessen Nebenspesen wichtige Preis- und Leistungsverzeichnis aber nicht direkt auf der Internetseite abrufbar. Es muss jedes Mal angefordert werden, wenn man es einsehen will, das geht über ein Online-Formular unter Angabe der Anschrift, anschließend wird es postalisch zugesendet.
Die Regensburger beugen sich dem Regionalprinzip schon seit Längerem nicht mehr, konnten dadurch einen sprunghaften Anstieg bei den ausgelegten Krediten erzielen. Es war ein Konfrontationskurs gegen den Grundgedanken der PSD Bankengruppe. Gemäß den Satzungen wollen deren Mitgliedsinstitute nämlich vorwiegend Kunden bedienen, die im eigenen Geschäftsgebiet wohnen oder arbeiten, um sich untereinander nicht in die Quere zu kommen. Auch setzen sie darauf, die Kreditrisiken durch ihre regionalen Kenntnisse besser einschätzen zu können. Die übrigen PSD Banken waren über die Entscheidungen des schwarzen Schafes der Gruppe nicht erfreut. Sie hoffen, dass kein weiteres Institut dem Beispiel folgt. Die Gruppe der PSD Banken, die nun 14 Mitglieder zählt, deckte bislang das gesamte Bundesgebiet ab. Niederbayern und die Oberpfalz, die jetzt fehlen, haben die beiden angrenzenden Institute noch nicht zu einem Teil ihres Geschäftsgebiets erklärt. Die genossenschaftlichen PSD Banken waren ursprünglich dafür da, Postbeamten mit günstigen Krediten zu helfen und deren Ersparnisse sicher zu verwahren. Sie sind in der deutschen Bankenwelt eine relativ unscheinbare, aber erfolgreiche Gruppe, technisch modern aufgestellt, stark im Einlagengeschäft und bei den Baufinanzierungen. Die Gebietsabsprachen wirken angesichts der Tatsache, dass viel Bankgeschäft über das Internet läuft, aus der Zeit gefallen. Anlagekonten eröffnen einige der PSD Banken mittlerweile auch für Personen außerhalb des Geschäftsgebiets. Damit gehen sie nicht hausieren. In der Vergangenheit konnte man einen häufigen Wechsel zwischen überregionalem und einem strikt auf die Region begrenzten Anbieten beobachten, weil sich die einen einerseits nicht gerne Geschäft entgehen lassen und andererseits doch alle darauf bestehen, die Vereinbarungen einzuhalten.

2. Zinspilot-Modul zuerst bei flatex integriert
Die Kunden des Online-Brokers flatex können seit Mitte Januar über ihr bereits vorhandenes Depot-Verrechnungskonto nicht nur Wertpapiere handeln, sondern auch auf Tages- und Festgeldkonten von Drittbanken anlegen. Das basiert auf einer Kooperation mit Zinspilot, einem Anlegerservice für Zinsanlagen, der Bequemlichkeit und Zeitersparnis in den Mittelpunkt stellt. Über Zinspilot kann bei einigen deutschen Banken und einigen Banken im EU-Ausland angelegt werden, zurzeit aber erst bei der CreditPlus Bank und der Hanseatic Bank (beide aus Deutschland), der Austrian Anadi Bank (Österreich) und der FIMBank (Malta). Die bei Zinspilot verfügbaren Konten wurden über ein Modul bei flatex in das Online-Banking eingebaut. Dort genügen für den Produktabschluss bei der jeweiligen Anlagebank ein paar Klicks. Abschließend ist wie bei Überweisungen oder Wertpapieraufträgen der Auftrag zur Anlage mit dem bei flatex verwendeten iTAN-Verfahren freizugeben. Gegenüber dem Weg über zinspilot.de entfallen das Eröffnen eines Zinspilot-Abwicklungskontos und das dafür notwendige PostIdent. Zinspilot propagiert das eigene Angebot als eine Ein-Konto-Lösung. Das ist jedoch nicht ganz zutreffend, zwar steuert der Anleger die verschiedenen Anlagen von nur einem Ort und muss nur ein einziges Mal zum PostIdent, mehrere Bankverbindungen entstehen aber dennoch. Und die Auslandsanlagen führen wegen der ohne Abzug von deutscher Abgeltungssteuer ausgezahlten Zinserträge zu dem unbeliebten Mehraufwand bei der Einkommensteuererklärung.
flatex fügte so das Segment Tages- und Festgeld zu, ohne selbst ein Angebot an Einlageprodukten aufzubauen. Und Zinspilot fand eine Gelegenheit, durch den Zugang zu einem großen Kundenstamm potenziell schnell und effizient zu wachsen. Da flatex das Depot-Verrechnungskonto wie Zinspilot das Abwicklungskonto von der biw Bank führen lässt, werden bei dieser Kooperation im Grunde zwei Konten hausintern zusammengelegt. Zinspilot hofft, das fertige Modul zu den Anlagekonten aber auch bei weiteren Banken und Online-Brokern unterbringen zu können. Ein solches Partnermodell, bei dem statt hauseigener Produkte eine Auswahl an Fremdprodukten unterbreitet wird, ist aus vielen anderen Bankbereichen bekannt, zum Beispiel bei Baufinanzierungen oder Ratenkrediten. Für das Einlagengeschäft gab es das bislang noch nicht.

3. Einlagensicherungsfonds verlassen: flatex und andere biw-Partner bieten keinen erweiterten Schutz mehr
Die biw Bank für Investments und Wertpapiere hat ihre Mitgliedschaft im freiwilligen Einlagensicherungsfonds des Bundesverbands deutscher Banken e. V. zum 31.12.15 gekündigt. Darüber informierte sie nachträglich in einer Pressemitteilung vom 13.1.16 und teilte in dieser auch die Information mit, dass es zum Jahresende eine Kapitalerhöhung um 15 Millionen Euro auf rund 35 Millionen Euro gegeben hat. Die biw Bank führt mit ihrer Vollbanklizenz die Kundenkonten für die Online-Broker flatex, benk und ViTrade sowie für die Zinsplattformen Savedo und Zinspilot. Die Einlagen sind nach dem Austritt nur noch im Rahmen der europaweit gesetzlich vorgeschriebenen EUR 100.000 je Einleger geschützt, zuvor bis 3,752 Millionen Euro. Es greift eine Übergangsbestimmung, wonach noch einen Monat ab Veröffentlichung des Austritts im Bundesanzeiger im Insolvenzfall bis zu dem Millionenbetrag ersetzt würde. Der Austritt wurde am 11.1.16 dort veröffentlicht, sodass die Sicherungsgrenze nach dem 11.2.16 sinkt. Warum der Austritt? Die Mitgliedschaft im freiwilligen Sicherungsfonds war für die biw Bank mit erheblichen Kosten verbunden. Die FinTech Group, zu der sowohl die Bank als auch die drei genannten Online-Broker gehören, sieht die Mitgliedschaft als entbehrlich an, weil die Einlagen der weitaus meisten Kunden der biw Bank unterhalb der Grenze von EUR 100.000 liegen. Sie hat deshalb entschieden, die biw Bank herauszunehmen. Der ungewöhnliche Schritt spart die jährlichen Beiträge und weitere Belastungen, die zuletzt stark zunahmen, da ein Großteil der Einlagen sehr konservativ angelegt werden musste, etwa zu den derzeitigen Negativzinsen bei der EZB. In einem Zeitungsinterview räumte FinTech-Chef Frank Niehage ein, dass die schwache Eigenkapitalausstattung der Bank seit Jahren ein Streitpunkt zwischen Bank und Fonds war und deshalb entsprechende Auflagen des Fonds bezüglich der Anlage bestanden.
Wer die genannten Zinsplattformen nutzt, für den ist die neue Sicherungsgrenze für Gelder auf dem Abwicklungskonto relevant. Und wer ein Depot bei den genannten biw-Partnern hat, sollte auf dem Depot-Verrechnungskonto keine Beträge größer EUR 100.000 liegen lassen. Wichtig: Die Sicherungsgrenze gilt je Kunde und Bankinstitut - und das Bankinstitut ist in allen Fällen die biw Bank. Die über die Partner zugeführten Einlagen sind somit gedanklich zu addieren, um nicht ungesichert anzulegen. Für die Wertpapiere im Depot greift keine Einlagensicherung, sondern es existieren gesetzliche Aussonderungsrechte, sodass die Wertpapiere jederzeit Eigentum der Kunden bleiben.

4. Der monatliche Newsticker
++ die TARGOBANK erhöht zum 1.4.16 beim "Komfort-Konto" und beim nicht mehr zum Abschluss angebotenen "Plus-Konto", beides Girokonten, die monatliche Grundgebühr. Diese fällt nur an, wenn die Bedingung zur kostenlosen Kontoführung nicht erfüllt wird. Beim Komfort-Konto beträgt sie für diesen Fall künftig EUR 8,95 (bisher EUR 7,95) und beim Plus-Konto EUR 5,95 (bisher EUR 4,95) ++ die DKB wird per 15.3.16 ihren Sollzins von 7,50% p. a. auf 6,90% p. a. verringern. Gleichzeitig entfällt aber auch der Habenzins auf dem Girokonto, bislang wurde Guthaben hier mit 0,10% verzinst. Für die Guthabenverzinsung auf dem Kreditkartenkonto ist keine Zinsänderung angekündigt ++ die CRONBANK beschreibt ihr Girokonto nach einem Relaunch mit einer irreführenden Aussage auf der Produktseite: "Heben Sie jederzeit an einem der über 9.000 Geldautomaten kostenlos, beziehungsweise kostengünstig Bargeld ab. Achten Sie auf das Cash Group-Logo." Die CRONBANK ist jedoch nicht der Cash Group beigetreten, wie man daraus ableiten könnte. Ihre Kunden können weiterhin keinerlei Geldautomaten kostenlos nutzen, sie müssen die jeweiligen an den Geldautomaten angezeigten direkten Entgelte tragen. Auf unsere gezielte Nachfrage teilte uns ein Support-Mitarbeiter zunächst mit, dass die CRONBANK zwar kein Mitglied der Cash Group ist, sie würde aber die Gebühren erstatten, wenn man an einem Automaten dieses Bankenverbunds abhebe. Diese falsche Auskunft musste auf nochmalige Nachfrage revidiert werden - mit dem Preisverzeichnis der Bank deckt sie sich nicht. Der Support-Mitarbeiter teilte mit, der irreführende Text der Internetseite werde nun kurzfristig überarbeitet, was zwei Wochen danach noch nicht erfolgt ist ++ die Volksbanken und Raiffeisenbanken gehen mit dem kontaktlosen Bezahlen über die girocard in die Fläche. Nach 3-monatigem Pilotbetrieb in den Regionen Kassel, Göttingen und Baunatal verkündete der Verband der Bankengruppe nun diesen Beschluss und zog eine positive Zwischenbilanz. Mit 130.000 ausgegebenen girocards seien 10.000 Transaktionen kontaktlos vorgenommen worden, bei EDEKA-Hessenring und 350 weiteren regional teilnehmenden Händlern. Die Startphase hätte auch gezeigt, dass kontaktloses Bezahlen mit der girocard nicht auf Kleinbetragszahlungen bis EUR 25,00 begrenzt ist, die keine Eingabe der PIN erfordern. Kunden nutzen das Verfahren gerne auch für höhere Zahlbeträge. Inzwischen haben viele weitere Volksbanken und Raiffeisenbanken beschlossen, girocards mit der Technologie an ihre Kunden auszugeben. Der Verband erwartet davon, dass im Laufe dieses Jahres insgesamt rund drei Millionen Kunden das Verfahren einsetzen können. Ab 2017 wollen die Genossenschaftsbanken sukzessive alle girocards so ausstatten. Bei Kreditkarten und Maestro-Karten ist kontaktloses Bezahlen bereits gebräuchlich. Die girocard ist jedoch in Deutschland das meistgenutzte unbare Zahlungsmittel. Die Genossenschaftsbanken setzen auf die girocard mit dem Funkchip auch, um eine komfortablere Alternative zur GeldKarte zu bieten, bei deren Unterstützung sie ausgestiegen sind ++ maxblue wird zum 1.4.16 Preisänderungen vornehmen: Den Mindestbetrag der Ordergebühr hebt maxblue auf EUR 8,90 (bisher EUR 7,90) an, den Höchstbetrag auf EUR 49,90 (bisher EUR 39,90). Dafür entfällt die Limitgebühr von EUR 4,90, die maxblue bislang bei Änderung oder Löschung einer limitierten Order berechnete. Auch wird für Vieltrader wie bei comdirect und DAB Bank ein Preisnachlass eingeführt. Ab 125 Trades im Vorhalbjahr gewährt maxblue im Folgehalbjahr einen Rabatt auf die Ordergebühren von 10%, und ab 250 Trades einen Rabatt von 20%. Der Zeitraum für die Qualifizierung der Vergünstigung ist jeweils das Halbjahr vom 1.4. bis 30.9. sowie das Halbjahr vom 1.10. bis 31.3. Der darauf folgende Zeitraum für die Nutzung der Vergünstigung ist bei der erstmaligen Qualifizierung für diese oder beim Wechsel in eine andere Rabattstufe um die ersten sechs Tage verkürzt - beginnt am 7.10. bzw. 7.4. Rabattiert werden nur Transaktionen, die zu regulären Orderprovisionen abgerechnet werden. Von der Rabattierung ausgeschlossen sind Provisionen für Bezugsrechtehandel, Sparplanausführungen, Kapitaltransaktionen sowie weitere Provisionen der Bank bei der börslichen Ausführung, Telefon-/Fax-/Briefzuschläge, von Dritten berechnete Auslagen und fremde Kosten ++ die TARGOBANK nahm am 1.2.16 ein zweites Depotpreismodell in ihr Preisverzeichnis, das bisherige ist jetzt als "Klassik-Depot" bezeichnet, das neue als "Plus-Depot". Mit dem neuen werden für Käufe und Verkäufe keine Orderspesen und kein Börsenplatzentgelt berechnet, nur die anfallenden fremden Kosten. Im börslichen Handel von Fonds und ETFs besteht die Einschränkung, dass nur die ersten 50 Transaktionen pro Jahr ohne Orderspesen und ohne Börsenplatzentgelt sind. Bei Kauf über die Fondsgesellschaften entfallen zu allen Fonds die Ausgabeaufschläge. Im Gegenzug für diese weitgehend kostenfreien Leistungen vereinnahmt die TARGOBANK eine Gebühr vom täglich ermittelten Depotvolumen. Pro Jahr beträgt diese regulär 1,75%, mindestens EUR 250,00. Depotneukunden zahlen 1,25% in den ersten 12 Monaten. Der Depotvertrag mit diesen Preisen hat eine feste Laufzeit von 12 Monaten, er verlängert sich immer wieder um weitere 12 Monate, sofern nicht gekündigt wird. Das Preismodell wird zunächst in einigen Filialen getestet, ist zurzeit noch nicht bundesweit verfügbar ++ die TARGOBANK macht seit 27.1.16 online beim Eröffnen des "Klassik-Depots" ein Angebot zum Wertpapierübertrag. Dabei beträgt die Geldprämie 0,75% des übertragenen Depotvolumens. Mindestens muss im Gegenwert von EUR 7.000 übertragen werden. Maximal vergütet wird der Gegenwert von EUR 200.000 je Empfängerdepot, was einer Prämie von EUR 1.500 entspricht. Die übertragenen Wertpapiere müssen bis zum 30.4.16 eingehen und mindestens ein Jahr bei der TARGOBANK bleiben. Das Angebot ist ähnlich denen von maxblue und der Commerzbank, jedoch ohne dass auch noch übertragenes Kontoguthaben prämiert würde, zum späteren Erwerb von Wertpapieren. Nicht damit kombinierbar ist die Zinsaktion, die parallel weiterhin von der TARGOBANK angeboten wird ++ beim Finanzportal finanzen.net ist das Informationsangebot der Webseite seit Kurzem mit der Möglichkeit verknüpft, die Wertpapiere über das "finanzen.net Brokerage" zu handeln. Bei diesem auf dem Portal stark beworbenen neuen Angebot handelt es sich um ein Depot des Kooperationspartners OnVista Bank. Die Konditionen des finanzen.net Brokerage-Depots sind identisch mit dem des Preismodells "Festpreis-Depot" der OnVista Bank, bei dem jede Kauf- und jede Verkaufsorder an den Börsen Xetra und Tradegate Exchange sowie im außerbörslichen Handel zu einer Ordergebühr von EUR 5,00 zuzüglich EUR 1,50 Handelsplatzgebühr abgerechnet wird. Ein Wechsel zu einem anderen Preismodell der OnVista Bank ist bei Nutzung dieses Angebots nicht möglich. finanzen.net gehört zu Axel Springer. Die enge Verbindung von Informationsangebot und Transaktionsmöglichkeit ist das seit vielen Jahren praktizierte Geschäftsmodell der OnVista Bank, das Finanzportal OnVista wird von einem Schwesterunternehmen betrieben ++ der Kauf der netbank AG durch die Augsburger Aktienbank AG (ABB) wurde im Januar vollzogen. Zum Zeitpunkt der Vertragsunterzeichnung mit den bisherigen Eigentümern im Mai 2015 erklärte die ABB noch, voraussichtlich bereits in wenigen Wochen die Transaktion abschließen zu können. Dies zog sich offenbar hin, die Zustimmung der Aufsichtsbehörden liegt nun vor. In einem ersten Schritt ist eine Vorstandserweiterung in beiden Instituten durch den Aufsichtsrat beschlossen worden. Peer Teske wurde in den Vorstand der AAB berufen, umgekehrt der Vorstand der netbank um die AAB-Vorstände Lothar Behrens und Joachim Maas erweitert. Nun soll geprüft werden, auf welche Weise Synergien genutzt werden können. Bei beiden Häusern gäbe es aufgrund der unterschiedlichen Ausrichtung kaum Überschneidungen, beide Standorte werde man bewusst erhalten ++ WeltSparen will 2016 in andere europäische Länder expandieren. Die Vorbereitung darauf sei der Grund, wieso die Betreibergesellschaft der Plattform Mitte Januar umfirmierte, von "SavingGlobal GmbH" in "Raisin GmbH". Raisin steht dabei für "raise your interest", was übersetzt "erhöhe Deine Zinsen" heißt. Die vorangegangene Firmierung setzte sich ebenfalls aus englischen Begriffen zusammen, hätte daher auch für einen internationalen Auftritt gepasst, gegebenenfalls änderte man aber, weil man einsehen musste, dass der ursprüngliche Ansatz nicht umzusetzen ist, sich das Zinsangebot wegen der geringeren Hürden auf europäische Banken beschränken wird. In Deutschland wird jedenfalls die eingeführte Marke WeltSparen beibehalten, die ebenfalls noch den ursprünglichen Ansatz zum Ausdruck bringt ++

5. Die Zinsentwicklung beim Tagesgeld


Die BMW Bank senkt am 10.2.16 beim "Online-Tagesgeld" auf 0,20% (bisher 0,25%) und beim "MobilPlus" auf 0,15% (bisher 0,20%).


Die BMW Bank senkt am 10.2.16 beim "Online-Sparkonto", einem Anlagekonto mit 3-monatiger Kündigungsfrist, auf 0,40% (bisher 0,50%).


Bank of Scotland verringerte am 2.2.16 auf nur noch 0,30% (vorher 0,50%). Sie begründete dies in der Information an die Kunden im Wesentlichen damit, dass die Banken für bei der EZB unterhaltene Einlagen mittlerweile einen Strafzins von 0,30% bezahlen müssen. Die Bank of Scotland drückte in dem Schreiben ihr Bedauern aus, den Tagesgeldzins senken zu müssen, gab in dem Zusammenhang sogar den Hinweis, dass man die Möglichkeit habe, das Konto auch ohne Guthaben weiterzuführen und bei Bedarf zu einem späteren Zeitpunkt wieder zu verwenden.


Die LeasePlan Bank aus den Niederlanden verringerte am 1.2.16 auf 0,95% (vorher 1,05%).


Die Santander Bank kürzte am 1.2.16 beim "Top-TagesGeld" auf 0,01% (vorher 0,05%).


FIMBank aus Malta erhöhte per 1.2.16 auf 1,50% (vorher 1,40%). Die zum Marktstart im vergangenen November ausgesprochene Zinsgarantie bis 15.3.16 wird nicht mehr kommuniziert.


Bei Consorsbank gilt das Neukundenangebot für Abschlüsse ab 20.1.16 nur noch für die Guthabenteile bis EUR 20.000 (vorher EUR 25.000), weiterhin 1,00% p. a. und weiterhin in den ersten zwölf Monaten. Die Standardverzinsung nahm Consorsbank ebenfalls zurück, für Guthabenteile bis EUR 250.000 auf 0,30% und für Guthabenteile darüber auf 0,20%. Zuvor war die Stufe bei EUR 500.000 - mit bis dahin 0,40% und darüber 0,30%.


Renault Bank direkt senkte am 19.1.16 den Standardzins auf 0,85% (vorher 1,00%) und den Neukundenzins, der für drei Monate gewährt wird, auf 1,00% p. a. (vorher 1,10% p. a.). Renault Bank direkt unterscheidet im Zins erst seit Mai vergangenen Jahres zwischen Bestands- und Neukunden, zunächst war die Bevorteilung der Neukunden gering, mit dem jetzigen Schritt wurde sie größer.


GE Capital Direkt senkte per 15.1.16 auf 0,50%. Zuvor wurden die Guthabenteile bis EUR 75.000 mit 0,65% verzinst und lediglich die darüber mit 0,50%.


Die ProCredit Bank verringerte am 15.1.16 auf 0,50% (vorher 0,55%).


comdirect verringerte am 7.1.16 beim "Tagesgeld PLUS" für Guthabenteile bis EUR 10.000 auf 0,10% (vorher 0,20%) und für Guthabenteile größer EUR 10.000 auf 0,05% (vorher 0,10%).

6. Die Zinsentwicklung bei den Festzinsanlagen

(Auswahl an relevanten Änderungen)


GarantiBank wird am 5.2.16 ab der Laufzeit von 18 Monaten um 0,15 Prozentpunkte senken, wie etwa bei 2 Jahren auf 1,25% (bisher 1,40%) und bei 5 Jahren auf 1,65% (bisher 1,80%).


RaboDirect kürzt am 5.2.16 um 0,04 bis 0,45 Prozentpunkte. Am meisten kürzt sie bei: 8 Jahren - 0,90% (bisher 1,35%), 9 Jahren - 1,10% (bisher 1,55%), 10 Jahren - 1,20% (bisher 1,65%)


VTB Direktbank verringerte am 2.2.16 um 0,10 bis 0,30 Prozentpunkte. Es gelten für 2 Jahre 0,90% (vorher 1,00%), für 3 Jahre 1,30% (vorher 1,45%), für 4 Jahre 1,50% (vorher 1,80%), für 5 Jahre 1,65% (vorher 1,80%) und für 8 sowie 10 Jahre 1,80% (vorher 1,90%). Beim "VTB Duo", das Verfügungen bis zu 20% des ursprünglich angelegten Betrags zulässt, lautet dann das Angebot für 2 Jahre auf 0,85% (vorher 0,95%) und das für 3 Jahre auf 1,15% (vorher 1,30%).


Banca Sistema aus Italien erhöhte am 1.2.16 durchgängig um 0,15 Prozentpunkte. So gelten zum Beispiel bei 12 Monaten 1,40% (vorher 1,25%), bei 3 Jahren 1,80% (vorher 1,65%) und bei 10 Jahren 2,15% (vorher 2,00%).


Yapi Kredi Bank aus den Niederlanden gewährt im Monat Februar bei Abschluss der 5-jährigen Laufzeit einen Zinsbonus von 0,25 Prozentpunkten, dadurch ergeben sich 1,95% (vorher 1,70%).


Die IKB Deutsche Industriebank nahm am 1.2.16 beim Produkt "Festgeld" die Laufzeiten von 12 Monaten bis 7 Jahren um 0,10 Prozentpunkte zurück. Es gelten nun für 12 Monate 0,90%, für 2 Jahre 1,00%, für 3 Jahre 1,20%, für 4 Jahre 1,30%, für 5 Jahre 1,60% und für 7 Jahre 1,80%.


Die PSA Direktbank erhöhte am 29.1.16 bei allen von ihr angebotenen Laufzeiten auf 1,30% - das ist der neue Bestwert für 12 Monate unter den Anbietern mit Sitz/Niederlassung in Deutschland. Zuvor zahlte die PSA Direktbank bei 12 Monaten sowie 2 Jahren 0,90% und bei 3 sowie 4 Jahren 1,00%.


Die akf bank senkte am 26.1.16 bei 12 Monaten bis 4 Jahren. Sie bietet bei 12 Monaten 1,16% (vorher 1,26%), bei 2 Jahren 1,31% (vorher 1,41%), bei 3 Jahren 1,46% (vorher 1,61%) und bei 4 Jahren 1,61% (vorher 1,71%).


Die Eurocity Bank änderte am 25.1.16 bei einzelnen Laufzeiten, und zwar bei 6 Monaten auf 0,95% (vorher 0,90%), bei 12 Monaten auf 1,15% (vorher 1,25%) und bei 5 Jahren auf 1,60% (vorher 1,75%).


Die LeasePlan Bank aus den Niederlanden senkte am 23.1.16 um 0,10 bis 0,20 Prozentpunkte, zum Beispiel bei 12 Monaten auf 1,20% (vorher 1,40%) und bei 3 Jahren auf 1,30% (vorher 1,45%).


Das Festgeldangebot der J&T Banka über die Zinsplattformen WeltSparen und Savedo kommt seit 22.1.16 nicht mehr von der slowakischen Niederlassung der Bank, sondern von der Hauptstelle in Tschechien. Dadurch ergäbe sich unter anderem der Vorteil, dass der Produktabschluss komplett online durchgeführt werden kann, teilte WeltSparen mit. Kunden, die bereits ein Festgeld bei der J&T Banka Slowenien abgeschlossen haben, bleiben Kunden dieser Niederlassung bis zur Fälligkeit des Festgelds, nach Fälligkeit kann es dort nicht mehr verlängert werden.


Bei den Auslandsanlagen herrscht zurzeit viel Bewegung: Klarna aus Schweden erhöhte am 20.1.16 bei 12 Monaten auf 1,30% (vorher 1,00%), bei 2 Jahren auf 1,40% (vorher 1,20%), bei 3 Jahren auf 1,60% (vorher 1,40%) und bei 4 Jahren auf 1,80% (vorher 1,60%).


FIMBank aus Malta erhöhte am 18.1.16 bei 12 Monaten auf 1,70% (vorher 1,40%).


Die AutoBank nahm am 18.1.16 bei 12 Monaten auf 1,19% (vorher 1,31%) zurück und bei 2 Jahren auf 1,34% (vorher 1,42%).


Crédit Agricole Consumer Finance aus Frankreich verringerte am 13.1.16 bei den Laufzeiten bis 4 Jahren um 0,05 Prozentpunkte - bei 12 Monaten auf 1,25% (vorher 1,30%), bei 2 Jahren auf 1,45% (vorher 1,50%), bei 3 Jahren auf 1,65% (vorher 1,70%) und bei 4 Jahren auf 1,75% (vorher 1,80%).


Die Austrian Anadi Bank aus Österreich senkte am 12.1.16 bei 6 Monaten auf 1,11% (vorher 1,26%) und bei 12 Monaten auf 1,41% (vorher 1,51%).

Noch einen schönen Monat Februar wünscht

m o d e r n - b a n k i n g

Geiselwieslach 4, D-66839 Schmelz
Tel.: +49 6887 9191770, E-Mail: info@modern-banking.de, Internet: www.modern-banking.de
Rechtsform: Einzelunternehmen, Inhaber: Frank Rassier, USt-ID Nr.: DE223559923

Sie können den Newsletter jederzeit abbestellen.
Impressum: www.modern-banking.de/impressum.htm
Disclaimer: www.modern-banking.de/disclaimer.htm