Newsletter: Direktbanken.News 06/2009

Willkommen zu den monatlichen News von modern-banking.de


Themenüberblick
1. Accessio hofft auf Imagewandel durch Honorarberatung
2. Allianz Bank geht an den Start
3. flatex strebt Börsengang an
4. DAB bank veräußert Fonds-Plattform
5. DAB bank löst Vorstandsfrage durch Verkleinerung
6. Der monatliche NewsTicker
7. Die Zinsentwicklung beim Tagesgeld
8. Die Zinsentwicklung bei den Festzinsanlagen




1. Accessio hofft auf Imagewandel durch Honorarberatung
Die Accessio Wertpapierhandelshaus AG, die vielen Tagesgeldanlegern durch die Zinsangebote bekannt sein dürfte, führt im Juli die Möglichkeit der Honorarberatung ein. Gegen ein monatliches Entgelt von EUR 42,00 sollen künftig Unabhängigkeit, Transparenz und Kundenorientiertheit bei der Wertpapierberatung garantiert sein. Sämtliche Provisionen, wie Abschlussprovisionen oder Bestandsprovisionen, verspricht man bei diesem Modell uneingeschränkt an den Kunden weiterzugeben. Dies führe trotz der Monatspauschale zu Kostenvorteilen, so die Botschaft. Bei der betreuungsintensiveren Vermögensverwaltung liegt die Monatspauschale bei EUR 65,00 zuzüglich einer stattlichen Erfolgsbeteiligung in Höhe von 20 Prozent. Bei beiden Modellen kommen noch Gebühren für die Depotführung und die Transaktionen bei der kontoführenden DAB bank hinzu.
Accessio hatte in jüngerer Zeit eine schlechte Presse wegen allzu provisionsgetriebener Beratung. So schilderten mehrere der 30.000 Kunden, die über die hohen Tagesgeldzinsen zu Accessio fanden und eher sicherheitsorientierte Anlagen bevorzugen, häufig von dem Anbieter telefonisch kontaktiert worden zu sein. Dabei seien ihnen teilweise Wertpapiere bzw. Beteiligungen in Form von Anleihen, Aktien oder Fonds nahegelegt worden, die hohe Risiken beinhalten und in der Folge zu größeren Verlusten führten. Die Wertpapiere sind in vielen Fällen einem undurchsichtigen Netz kleiner bis mittelgroßer Unternehmen zuzuordnen, innerhalb dessen es zahlreiche Verbindungen zwischen den einzelnen Unternehmen geben soll. Hier beteuert Accessio-Mitbegründer André Driver, dass stets über mögliche Risiken aufgeklärt wurde. Weiter heißt es, falls Fehler unterlaufen sind, will man dafür einstehen. Ob der Kunde bei dem neuen Beratungsangebot tatsächlich eine professionelle und neutrale Beratung erwarten kann oder ob er am Ende wieder die gleichen Papiere im Depot hat, dürfte jedoch die entscheidende Frage sein.

2. Allianz Bank geht an den Start
Der Verkauf der Dresdner Bank sollte für den Versicherungskonzern Allianz nicht den endgültigen Abschied vom Geldgeschäft bedeuten. Der offizielle Startschuss für das neue Bankprojekt fiel am gestrigen Dienstag. Die Allianz Bank, die ihren Sitz unmittelbar gegenüber der Münchener Konzernzentrale hat, ist online unter www.allianz-bank.de zu finden. Sie ist stark an das Versicherungsgeschäft angebunden. Wie die vorangegangenen Bankprojekte (Dresdner Bank, Advance Bank, Allianz-Vermögensbank) hat sie einen beratenden Ansatz. Im Mittelpunkt der Kundenbeziehung soll wie seit Generationen ganz traditionell der Allianz-Vertreter vor Ort stehen. Beratungsgespräche sind in den eigenen vier Wänden des Kunden oder in den über 10.000 Allianz-Agenturen möglich. Eine Kontoeröffnung per PostIdent ist nicht vorgesehen, was ein Listing in unseren Vergleichen ausschließt. Versicherungsnehmer erhalten teilweise Sonderkonditionen. Ist man beispielsweise im Besitz einer Kfz-Versicherungs-Police der Allianz, gewährt deren Bank bei der Visa Card 1,00% Rabatt auf Tankstellenumsätze, jedoch lediglich bis EUR 50,00 pro Jahr. Die Allianz Bank hält eine breite Produktpalette bereit, wobei die Konditionen eher glanzlos sind. Der Tagesgeldzins liegt bei 1,00%. Die Ratenkreditzinsen sind bonitätsabhängig, liegen je nachdem bei 5,99% bis 13,99%. Der höchste Festgeldzins beträgt derzeit 2,40% und wird für die 5-jährige Laufzeit gezahlt. Inländische Aktien ordert man zu hohen 1,00% vom Kurswert (mindestens EUR 25,56), der Depotpreis beträgt jährlich 0,154% vom Depotbestand (mindestens EUR 21,48). Etwas vorteilhafter ist das Online-Girokonto, das ab einem monatlichen Geldeingang von EUR 650,00 kostenlos geführt wird und den kostenfreien Bargeldbezug über das Geldautomatennetz der Cash Group sicherstellt.
Zum Kundenstamm zählen zu Beginn 350.000 ehemalige Dresdner-Kunden. Alle der rund eine Million von den Allianz-Vertretern geworbenen Dresdner-Kunden sollten zunächst automatisch beim neuen Institut landen. Aus rechtlichen Gründen entschied man jedoch kurzfristig, diese einzeln zu befragen, weshalb sich der Marktstart um zwei Monate verzögerte. Ihnen wurden Wechselprämien zwischen EUR 50,00 und EUR 75,00 zugesagt. Die Allianz Bank ist als Zweigniederlassung der Oldenburgischen Landesbank organisiert. Diese ist eine private Regionalbank, die rund um Bremen vertreten ist und an der die Allianz knapp 90 Prozent der Anteile hält.

3. flatex strebt Börsengang an
Der im fränkischen Kulmbach ansässige Online-Broker flatex plant den Gang an die Börse, eine Börsennotierung ist bis Ende Juni anvisiert. Dies wurde gleichzeitig mit Veröffentlichung von Geschäftszahlen bekannt gegeben. Die Aktien sollen im Rahmen einer Kapitalerhöhung um gerade einmal rund EUR 850.000 ausgegeben werden. Die Aktienmehrheit nimmt weiterhin der Medienunternehmer Bernd Förtsch (u. a. Börsenmedien AG, Der Aktionär, Deutsches Anleger Fernsehen DAF) ein. Die Notierung soll im Open Market (Freiverkehr) mit gleichzeitiger Einbeziehung in den Entry Standard der Frankfurter Wertpapierbörse erfolgen. Wie die aktuellen Geschäftszahlen für 2008 belegen, arbeitet der Online-Broker durchaus profitabel. Laut flatex wurde ein Vorsteuergewinn von 1,12 Millionen Euro erzielt, was gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung um 46 Prozent bedeute. Die Kundenzahl lag zum Jahresende bei 44.535, 61 Prozent über dem Vorjahreswert.
Neuigkeiten gab es auch auf der Personalseite: Karl-Matthäus Schmidt, der 1994 Consors gründete und heute Vorstandssprecher der quirin bank AG ist, wurde als neuer Aufsichtsratsvorsitzende vorgestellt. Durch den Börsengang sieht er sich an die eigene Vergangenheit erinnert: "Das Konzept von flatex ist gradlinig und lässt den ursprünglichen Discountbroker-Gedanken neu aufleben." Er sieht dadurch auch eine Chance, das Unternehmen bekannter zu machen. Darüber hinaus soll weiteres Wachstum finanziert werden, man will 2009 nach Österreich expandieren und den Handel über Mobiltelefone ausbauen.

4. DAB bank veräußert Fonds-Plattform
Der Online-Broker DAB bank trennt sich von der FondsServiceBank (FSB). Übernommen wird der Geschäftszweig von der in Hof ansässigen Fondsdepot Bank, einer Tochterfirma von Allianz Global Investors und des britischen Prozess-Outsourcer Xchanging. Der Verkaufswert beläuft sich auf 21,4 Millionen Euro. FSB und Fondsdepot Bank sind Fonds-Plattformen, die für Vertriebspartner die komplette Verwaltung und Führung von Investmentdepots übernehmen. Die Vertriebspartner wie Kapitalanlagegesellschaften, Spezialbanken, Versicherungen, Finanzvertriebe und Makler haben dadurch Zugriff auf ein großes Fondsangebot und sind in ihrer Preisgestaltung gegenüber den Kunden flexibel. Die nun geplante Transaktion, die bis spätestens zum zweiten Quartal nächsten Jahres abgewickelt sein soll, beschleunigt den Konzentrationsprozess der Branche. Sie bedarf noch der Zustimmung der Kartellbehörde.
Die FSB wurde 2001 durch die Münchener HypoVereinsbank gegründet und in 2005 auf die HypoVereinsbank-Tochter DAB bank verschmolzen. Dadurch gelang der DAB bank damals eine deutliche Steigerung bei Kundenzahl und Depotvolumen. Die jetzige Kehrtwende in der Strategie begründet die DAB bank mit einer geplanten Fokussierung auf die ertragreichen Geschäftsfelder. Das FSB-Geschäft sei sehr margenschwach, sagte ein Sprecher der DAB bank, da auf die FSB zwar fast die Hälfte der aktuell knapp 1,1 Millionen Kundendepots entfallen, aber nur rund zehn Prozent der Erträge auf sie zurückzuführen sind. Man erwarte nun eine Profitabilitätssteigerung von mehr als einer Million Euro pro Jahr und eine deutliche Verbesserung des Verhältnisses zwischen Aufwand und Ertrag.

5. DAB bank löst Vorstandsfrage durch Verkleinerung
Am 18.5.09 wurde zunächst bekannt, dass Alexander von Uslar zum 1.10.09 in den Vorstand der krisengeschüttelten Hypo Real Estate Holding AG wechselt, dort die Position des Finanzvorstandes verantworten wird. Der Aufsichtsrat der DAB bank musste somit kurzfristig über dessen Nachfolge entscheiden. Ab Juli wird nun die DAB bank von zwei statt bisher drei Vorstandsmitgliedern geführt. Unter Dr. Markus Walch und Markus Gunter werden die Verantwortungsbereiche von Uslars aufgeteilt. Dr. Markus Walch gehört seit Juli 2007 zum Management-Team und Markus Gunter seit Juli 2008.
Der 42-jährige Alexander von Uslar war neun Jahre für die DAB bank tätig und prägte deren Entwicklung. Bereits als Anwalt hat er die DAB bank bei ihrem Börsengang im Jahr 1999 juristisch beraten, ehe er im Juni 2000 als Generalbevollmächtigter zu ihr wechselte. Ab Dezember 2001 war er als Vorstand für Finanzen und Personal zuständig. Zudem zeichnete er sich für Revision, Kommunikation, Recht und Compliance sowie Credit verantwortlich.

6. Der monatliche NewsTicker
++ die DAB bank feiert 15-jähriges Bestehen und startete aus diesem Anlass diverse Jubiläumsangebote. So zahlen diejenigen, die zwischen dem 18.5.09 und dem 31.7.09 ein DAB Girokonto oder DAB Platin Girokonto eröffnen, auch ohne einen monatlichen Geldeingang bis auf Weiteres keine Kontoführungsgebühren. Beim Brokerage können im Zeitraum vom 15.5.09 bis 30.6.09 15 ausgewählte Investmentfonds bei Einmalanlage ohne Ausgabeaufschlag erworben werden ++ Citibank hebt den eigenen Kontowechselservice hervor und belohnt in diesem Zusammenhang Kunden, die ihr Girokonto erstmalig bis spätestens 30.6.09 als Gehaltskonto nutzen. Diese erhalten im September EUR 25,00 gutgeschrieben, sofern ihr Gehalt in drei aufeinander folgenden Monaten eingeht ++ bei Nordnet Bank stehen für Neukunden neben dem in den ersten drei Monaten vergünstigten Xetra-Handel Starterpakete bereit, die Aktien im Wert von rund EUR 20,00 enthalten (1x Deutsche Post, 3x Infineon Technologies und 1x Wirecard AG). Voraussetzung für den Erhalt eines dieser Starterpakete ist, dass bis 31.7.09 mindestens fünf Wertpapieraufträge ausgeführt werden. Nordnet Bank zeigt über einen Counter an, wie viele Pakete noch verfügbar sind. Durch die Eingabe eines zuvor angeforderten Codes kann man diese reservieren ++ OnVista Bank hält für Neukunden, die in der Zeit vom 15.5.09 bis zum 30.6.09 ein Depot eröffnen, das "Konjunkturpaket XXL" bereit. Dieses schließt an die vorangegangene Konjunkturpaket-Aktion an, bei der Neukunden die Ordergebühren für Kaufaufträge erstattet wurden. Die hierfür zuvor notwendige Mindestordersumme von EUR 1.000 entfällt in der neuen Version. Die Erstattung ist für Transaktionen im Zeitraum vom 15.5.09 bis zum 30.9.09 möglich. Von den Vorteilen profitieren auch Kunden, die im Rahmen der ersten Aktion ihr Depot eröffnet hatten. Für sie verlängerte sich der Aktionszeitraum zum Handeln bis 30.9.09 und die Mindestordersumme entfiel ebenso ++ Volkswagen Bank direct vergibt bei Depoteröffnung bis 30.6.09 ein Trading-Guthaben in Höhe von EUR 50,00, welches jedoch bereits am 31.8.09 an Gültigkeit verliert, sofern es nicht bis dahin genutzt wurde ++ Landesbank Berlin reduzierte zum 1.6.09 bei den Kreditkarten die Guthabenverzinsung. Beim LBB-Kreditkarten-Doppel werden die Guthabenteile mit 1,00% bis 2,25% (vorher: 1,00% bis 3,00%) verzinst, beim LBB-Goldkarten-Doppel mit 1,25% bis 2,50% (vorher: 1,25% bis 3,25%). Außerdem wurde das Bargeldabheben am Geldautomaten teurer, sofern nicht aus Guthaben verfügt wird. Die Gebühr beträgt prozentual zwar weiterhin 3,00%, nun aber mindestens EUR 7,50 (vorher: EUR 5,00) ++ ab 1.7.09 wird für die bis dahin beitragsfreie HVB FlexibleCard der HypoVereinsbank ein Jahreskartenpreis von EUR 15,00 eingeführt, der jährlich zum Ausstellungsdatum der Karte belastet wird. Sobald ein Jahresumsatz von EUR 1.000 erreicht wird, erstattet die HypoVereinsbank den Kartenpreis zurück ++ beim Privatkredit von Tchibo wurde immer hervorgehoben, dass die Kreditzinsen unabhängig vom Einkommen gelten. Seit dem 19.5.09 ist dem nicht mehr so. Abhängig von der Bonität beträgt der Effektivzins bei allen Laufzeiten jetzt 6,29% bis 7,99% (vorher: 6,66%) ++ ING-DiBa räumt ab sofort wieder einen Zinsrabatt von 0,50% bei Finanzierungsprogrammen der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) ein. Ihr Zinsrabatt betrug zuletzt 0,25% ++

7. Die Zinsentwicklung beim Tagesgeld
An Standardzinsen gelten auf dem "Tagesgeld PLUS" der comdirect seit 4.5.09 für Guthabenteile bis EUR 5.000 2,00% (vorher: 2,25%) und für Guthabenteile über EUR 5.000 bis EUR 30.000 1,25% (vorher: 1,50%). norisbank will mit dem Top3-Zinskonto zu den besten Tagesgeldanbietern zählen, ihr Zins liegt seit 8.5.09 nur noch bei 1,50% (vorher: 2,00%). Bausparkasse Mainz senkte am 11.5.09 von 2,30% auf 2,00%. ICICI Bank vergütet auf dem "HiZins Tagesgeld" seit 12.5.09 mit 2,00% (vorher: 2,50%). Ziraat Bank senkte zum 13.5.09 beim Ziraat@ctiveBanking, dem gebührenfreien Girokonto, von 3,05% auf 2,50%. Seit 13.5.09 gilt bei EthikBank, wie zuvor schon bei Volksbank Eisenberg Direkt umgesetzt, eine einheitliche Verzinsung für alle Betragsstufen von 1,50% (ZinskontoOnline) bzw. 1,25% (ZinskontoPlus). Augsburger Aktienbank kürzte am 14.5.09. Auf dem "Tagesgeld" gilt für Beträge von EUR 1.000 bis unter EUR 150.000 ein Zins von 1,25% (vorher: 1,50%) und für Beträge ab EUR 150.000 ein Zins von 0,75% (vorher: 1,00%). Auf dem "Service-Konto" wird je nach Guthabenhöhe mit 0,10% bis 0,50% (vorher: 0,25% bis 0,75%) verzinst. Beim Tagesgeldkonto von Cortal Consors beträgt der Standardzins seit 15.5.09 1,75% (vorher: 2,10%). KarstadtQuelle Bank zahlt seit 15.5.09 2,00% statt der vorherigen 2,50% auf dem "DailyPlus". Sparda-Bank Münster verringerte beim "comfort-cash" zum 15.5.09 auf 1,50% (vorher: 1,75%). Auch die DHB Bank war am 15.5.09 unter denen, die senkte. Sie kürzte um 0,25%. Beim "NetSp@r-Konto" ergab sich so ein Zins von 3,00% und beim "Tagesgeldkonto" ein Zins von 2,75%. SEB verzinst seit 15.5.09 je nach Guthabenhöhe mit 0,25% bis 0,50% (vorher: 0,25% bis 0,75%). Das Aktionsangebot für Neukunden wurde eingestellt. Die Tagesgeldkonditionen an der Spitze bröckeln, der Zins-Export aus den Niederlanden gerät ins Stocken. Die niederländische Akbank ist seit 15.5.09 mit einem neuen Zins von 3,50% (vorher: 4,00%) vertreten. Die Saarbrücker Bank 1 Saar Direkt verzinst beim "Cash Direkt" seit 15.5.09 mit 1,50% (vorher: 1,75%). mbs direkt senkte beim ExtraZins-Konto am 18.5.09 drei der fünf Zinsstufen. Einlagen in Höhe von EUR 10.000 bis unter EUR 50.000 werden mit 2,40% (vorher: 3,00%) verzinst, Einlagen von EUR 50.000 bis unter EUR 100.000 mit 2,80% (vorher: 3,20%) und Einlagen von EUR 100.000 bis unter EUR 500.000 mit 3,20% (vorher: 3,40%). Beim Internet-Sparkonto senkte Amsterdam Trade Bank zum 20.5.09 nochmals ab, von 3,75% auf 3,25%. Die Mercedes-Benz Bank fuhr ihre Tagesgeldkonditionen zum 20.5.09 um 0,50% runter, dies führte zu einer neuen Verzinsung von 1,90% bei Online-Kontoführung und 1,70% bei Standard-Kontoführung. Oyak Anker Bank zahlt auf dem Online-Tagesgeldkonto seit 20.5.09 2,80% (vorher: 3,10%). NIBC Direct, die immer ein gutes Stück vor den engsten Wettbewerbern lag, um Tagesgeldanlegern Grund für einen Wechsel zu geben, senkte zunächst am 6.5.09 von 4,50% auf 4,00% und dann am 20.5.09 von 4,00% auf 3,80%. BBBank änderte am 21.5.09 beim "ExtraZins" lediglich bei einer Guthabenhöhe von EUR 5.000 bis unter EUR 10.000 auf 0,75% (vorher: 1,00%). Das Tagesgeldkonto der comdirect, das dem Wertpapierdepot als Verrechnungskonto dient, ist seit 20.5.09 de facto unverzinst. Lediglich für Anlagen ab EUR 100.000 werden 0,10% (vorher: 0,50%) gezahlt. Hanseatic Bank setzte den Zinssatz zum 25.5.09 von 2,00% auf 1,50% herab. Wüstenrot orientiert sich an Schnapszahlen und senkte beim "Top Tagesgeld" zum 27.5.09 von 2,55% auf 2,22%. Credit Europe Bank zerlegte die Tagesgeldzinsen am 8.5.09 und am 27.5.09, ließ von den vorherigen 4,00% noch 2,50% übrig. Im Neugeschäft verblieben von ursprünglich 3,80% noch 2,30%. comdirect stellte zum 27.5.09 das 4,00%-Neukundenangebot ein. Neukunden, die sich den Zins noch gesichert haben, profitieren bis 31.8.09 davon. GarantiBank ging am 29.5.09 von 3,50% auf 3,30%, zuvor passte man bereits am 11.5.09 von 3,75% auf 3,50% an. BMW Bank entlohnt geringfügig, seit 29.5.09 mit 1,20% statt zuvor 1,40% beim Online-Tagesgeld und mit 1,00% statt zuvor 1,20% beim MobilPlus. Beim BMW Online-Sparkonto gingen 0,40% verloren, der neue Zins lautet auf 1,60%. Luxemburg verliert für Online-Bankkunden an Attraktivität, Advanzia Bank verringerte zum 30.5.09 den Standardzins von nominal 3,057% auf 2,57%.
Alte Leipziger Bauspar AG verzinst seit 1.6.09 je nach Anlagehöhe mit 0,75% bis 2,00% (vorher: 1,25% bis 2,60%). SKG Bank setzte die Zinssätze zum 1.6.09 um 0,75% bzw. 0,85% nach unten, die neuen Werte liegen bei 1,75% (Tele-Konto) und 2,00% (Tele-Konto "Online"). VON ESSEN Bank schmälerte die Verzinsung beim "Giro-Plus" am 1.6.09 bei allen Betragsstufen um 0,50%, sie liegt nun je nach Guthabenhöhe bei 0,75% bis 1,50%. Die Einlagenverzinsung beträgt bei Steyler Bank seit 1.6.09 je nach Guthabenhöhe 0,50% bis 0,80% (vorher: 0,50% bis 1,00%). 1822direkt passte bei CashSkyline und CashAll zum 3.6.09 die Basisverzinsung auf 1,30% (vorher: 1,75%) an. Der Zinssatz gilt für Beträge bis EUR 500.000. Bei Kontoeröffnung ab 3.6.09 gelten zudem neue Zinszuschläge für neue Gelder. Auf dem CashSkyline beträgt der Aufschlag 1,45% p. a. für Guthabenteile bis EUR 200.000, befristet bis 31.7.09. Auf dem CashAll beträgt er 1,70% p. a. für Guthabenteile bis EUR 30.000 und 1,45% p. a. für Guthabenteile über EUR 30.000 bis EUR 200.000, befristet bis 31.7.09. DHB Bank wird am 5.6.09 beim Produkt "Tagesgeldkonto" nochmals 0,25% streichen, der Zins beträgt hier dann 2,50%. Bank of Scotland gibt dem Zinsdruck nach. Am 8.6.09 werden die 3,80%, mit denen man derzeit mit den besten Tagesgeldzins am Markt bietet, auf 3,30% zurückgesetzt.
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8. Die Zinsentwicklung bei den Festzinsanlagen
Santander Consumer Bank und Santander Direkt Bank verringerten am 18.5.09. Beide gingen bei 6 Monaten auf 2,25% (vorher: 2,40%), bei 12 Monaten auf 2,50% (vorher: 2,65%), bei 5 bis 8 Jahren auf 3,25% (vorher: 3,50%). CRONBANK setzte am 18.5.09 die Zinsen beim "Sparbrief" herab, für 12 Monate lautet der neue Zins auf 2,50% (vorher: 3,00%), für 2 Jahre auf 2,75% (vorher: 3,25%) und für 3 Jahre auf 3,00% (vorher: 3,25%). Beim Produkt "Termineinlage", das auch Bindungen von wenigen Monaten oder Tagen ermöglicht, wurde bei den Anlagezeiträumen bis 3 Jahre größtenteils um 0,50% reduziert. DenizBank kürzte zum 18.5.09. Der Aktionszins bei der 12-monatigen Laufzeit und einem Anlagebetrag ab EUR 10.000 lautet jetzt auf 3,75% (vorher: 4,00%). Die 2-jährige Anlage wird nun mit 3,125% (vorher: 3,50%) verzinst, die 3-jährige mit 3,375% (vorher: 3,625%), die 4-jährige mit 3,50% (vorher: 3,75%) und die 5-jährige mit 3,75% (vorher: 4,00%). Bei den Festzinsanlagen vollzog die Amsterdam Trade Bank am 20.5.09 große Zinsschritte. Man verringerte um jeweils 0,75% bei 3, 6 und 9 Monaten und um jeweils 1,00% bei den Anlagezeiträumen 12 Monate bis 5 Jahre. Es gelten für 3, 6 und 9 Monate 3,00%, für 12 Monate 3,25%, für 2 Jahre 3,50% und für 3 bis 5 Jahre 4,00%. Beim Festgeldkonto der DHB Bank werden seit 22.5.09 in Standard- und Online-Variante für die Anlagezeiträume 6 bis 12 Monate 0,50% weniger als zuvor geboten. Die Zinsen betragen für 6 und 9 Monate 2,75% und für 12 Monate 3,00%. Bei den Anlagezeiträumen 2 bis 5 Jahre beträgt die Differenz 0,25%. Für 2 Jahre verblieben 3,50%, für 3 Jahre 3,75% und für 4 sowie 5 Jahre 4,00%. NIBC Direct reduzierte am 15.5.09 und am 27.5.09. Am 15.5.09 ging man bei den Laufzeiten bis 3 Jahre um 0,20% bis 0,50% runter und am 27.5.09 bei den Laufzeiten bis 5 Jahre um 0,25% bis 0,55%. Für 6 Monate werden 3,50% (vorher: 4,25%) geboten, für 12 Monate 4,00% (vorher: 4,75%), für 2 Jahre 4,10% (vorher: 5,00%), für 3 Jahre 4,25% (vorher: 5,00%) und für 5 Jahre 4,50% (vorher: 5,00%). Beträge, die man fest anlegen möchte, müssen über das Tagesgeldkonto bei NIBC Direct laufen. Der entsprechende Anlagebetrag muss auf dem Tagesgeldkonto verbucht sein, bevor per Online-Banking ein Festgeldauftrag erteilt werden kann. Credit Europe Bank änderte am 27.5.09 bei 2 Jahren Laufzeit auf 3,25% (vorher: 2,80%), bei 3 Jahren auf 4,25% (vorher: 4,75%), bei 4 Jahren auf 4,50% (vorher: 4,75%) und bei 5 Jahren auf 4,75% (vorher: 5,25%). Mitte Mai nahm Credit Europe Bank zuvor die kurzen Laufzeiten um bis zu 1,05% zurück. Außerdem erweiterte sie ihr Angebot mit der 7-jährigen Laufzeit zu 5,25% und der 10-jährigen Laufzeit zu 5,50%. GarantiBank senkte am 29.5.09 bei den Laufzeiten bis 2 Jahre um 0,35% bis 0,50%, aber erhöhte bei 4- und 5-jähriger Laufzeit um 0,25%. Für 6 Monate gelten 3,00% (vorher: 3,50%), für 9 Monate 3,25% (vorher: 3,75%), für 12 Monate 3,60% (vorher: 4,00%), für 2 Jahre 3,90% (vorher: 4,25%) und für 4 sowie 5 Jahre 4,25% (vorher: 4,00%). Bei VON ESSEN Bank liegen die seit 1.6.09 geltenden Sparbrief-Konditionen um 0,50% und 0,65% tiefer gegenüber dem Angebot im Mai. Für 2 Jahre werden 2,50% (vorher: 3,00%) geboten, für 4 Jahre 3,00% (vorher: 3,50%) und für 5 Jahre 3,25% (vorher: 3,90%). ICICI Bank stockte zum 1.6.09 das Festzinsangebot um drei weitere Laufzeiten auf, ICICI-Kunden konnten bislang lediglich zu 12 Monaten fest anlegen. Bei 2 Jahren stieg man mit 3,30% ein, bei 3 Jahren mit 3,40% und bei 5 Jahren mit 3,50%. Die Zinsen werden jährlich auf dem "HiZins Tagesgeld" gutgeschrieben.
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