Newsletter: Direktbanken.News 07/2012

Willkommen zu den monatlichen News von modern-banking.de


Themenüberblick
1. RaboDirect: Fräulein Sylvie ersetzt Frau Antje
2. Nachfolgeinstitut der Parex Bank eröffnet neue Konten
3. DenizBank bekommt russischen Eigentümer
4. Bund verschmäht Geschäft mit Privatanlegern
5. SEPA-Lastschrift im Einsatz
6. Der monatliche Newsticker
7. Die Zinsentwicklung beim Tagesgeld
8. Die Zinsentwicklung bei den Festzinsanlagen




1. RaboDirect: Fräulein Sylvie ersetzt Frau Antje
Die Rabobank ist seit 20.6.12 mit ihrer Online-Marke "RaboDirect" auf dem deutschen Markt aktiv, wie ING mit ING-DiBa und ABN Amro mit MoneYou. Damit sind alle drei großen Bankinstitute der Niederlande mit Direktbanken hierzulande vertreten. RaboDirect gibt es schon seit 2002 in Belgien, seit 2005 in Irland, seit 2006 in Neuseeland und seit 2007 in Australien. Der Schwerpunkt ist bei kurzfristigen Sparformen gesetzt, entsprechend sind die Zinssätze hier am attraktivsten. Es wird auf eine klare Sprache und transparente Bedingungen geachtet. Alle Kunden sollen gleichbehandelt, weder bestehende noch neue Kunden mit besseren Konditionen bevorzugt werden. Ein persönlicher Touch, insbesondere über Social Media, soll Banking von der bloßen technischen Funktionalität lösen. Ein auf YouTube veröffentlichter Werbespot zeigt fiktive Mitarbeiter, die alle blond sind, mit Telefonen in Form von Clogs (Holzschuhen) telefonieren und zwischendurch das ein oder andere Käse-Häppchen verdrücken. Am Ende des Spots stellt sich die Frage, ob die sympathische, aber chaotische Truppe um Joost und Fräulein Sylvie es schaffen wird, das Vertrauen der deutschen Sparer zu stärken. Die Antwort: "Nö, die nicht! Aber Hollands Bank Nr. 1." Wenn das Auftreten ähnlich wie in den englischsprachigen Ländern konzipiert ist, wird man davon viele weitere Episoden sehen, die zum Sparen motivieren. RaboDirect bietet ein Tagesgeld, die ergänzenden Produkte "RaboSpar30" und "RaboSpar90" sowie eine Festzinsanlage. Die Konten können als Einzel- oder Gemeinschaftskonto und erfreulicherweise auch für Minderjährige eröffnet werden. Die Geschäfte werden über die Niederlassung in Frankfurt am Main abgewickelt, Sicherungsgeber ist das Einlagensicherungssystem der Niederländischen Zentralbank. Die Tagesgeldverzinsung beträgt derzeit 2,40% für Guthabenteile bis EUR 500.000 - bei monatlicher Zinsgutschrift und ohne Mindesteinlage. Es lassen sich bis zu neun Unterkonten einrichten und frei benennen, um die persönlichen Sparziele besser im Blick zu haben. Die Bank stellt kostenfrei einen eTAN-Generator zur Verfügung, ein tragbares, einfaches Gerät, das nach einer einmaligen Aktivierung auf Knopfdruck eine TAN für das Online-Banking ausgibt. Das deutsche Privatkundengeschäft wird von Klaus Vehns geführt, er war u. a. schon bei der BMW Bank und first-e in leitenden Positionen. Auf der Pressekonferenz zum Marktstart sagte er, er werde regelmäßig Kunden persönlich anrufen, um sich über deren Bedürfnisse zu informieren. Des Weiteren erklärte er, dass die meisten Tagesgeldkunden ihr Spargeld überhaupt nicht tagesaktuell benötigten und in diesem Fall RaboSpar30 undRaboSpar90 ertragreicher wären. Um hierbei Geld teilweise oder auch komplett abheben zu können, muss der Kunde dies 30 bzw. 90 Tage vorher über das Online-Banking ankündigen. Nach Ablauf der Frist wird der gewünschte Betrag auf das Referenzkonto oder das RaboTagesgeld überwiesen. Dafür ist der Zinssatz generell mindestens 0,10% (RaboSpar30) bzw. mindestens 0,20% (RaboSpar90) höher als beim RaboTagesgeld. Aktuell sind es 2,55% (RaboSpar30) bzw. 2,70% (RaboSpar90). Der Zinssatz ist variabel, nach einer Zinssenkung hat der Kunde aber ein Sonderkündigungsrecht und kann innerhalb der nächsten 14 Tage verfügen. Die Festzinsanlage von RaboDirect wird für 12 und 18 Monate sowie für 2, 3, 4, 5 und 10 Jahre angeboten. Es kann zwischen einer monatlichen, vierteljährlichen, halbjährlichen oder jährlichen Auszahlung der Zinsen gewählt werden.
Die Rabobank ist ein Verbund aus selbständigen lokalen Genossenschaftsbanken. Zusammen sind sie Eigentümer ihrer Dachorganisation, der Rabobank Nederland, und einer Reihe von spezialisierten Gesellschaften. Die Genossenschaften entstanden Ende des 19. Jahrhunderts nach dem Vorbild von Friedrich Wilhelm Raiffeisen. Sie sammelten die Spargelder der ländlichen Einwohner und finanzierten so den örtlichen Kreditbedarf, insbesondere der Landwirte, die zur damaligen Zeit ansonsten kaum Möglichkeiten hatten, Kredite aufzunehmen. Heute ist die Rabobank mit ihrem Spektrum an Finanzdienstleistungen sehr breit aufgestellt, auch das Versicherungsgeschäft ist stark ausgebaut. Ins Ausland exportierte die Bank vor allem in ihrem traditionell angestammten Geschäft. Die Niederlassung in Frankfurt am Main stellt für Geschäftskunden aus der Lebensmittel- und Agrarindustrie bereits seit 1984 Bankdienstleistungen bereit und berät durch Finanzexperten, die vertiefte Kenntnisse und Erfahrungen in der Branche haben.

2. Nachfolgeinstitut der Parex Bank eröffnet neue Konten
Die Parex Bank wickelt derzeit ihr deutsches Einlagengeschäft ab. Sie überträgt die Festgelder, sofern der Kunde einverstanden ist, zur Citadele Bank, Zweigniederlassung Deutschland. Ist er nicht einverstanden, kündigt sie den laufenden Festgeldvertrag und zahlt das Anlagegeld aus. Die Citadele Bank ist ein 2010 gegründetes Geldinstitut, ihr wurden Vermögenswerte der Parex Bank übertragen, sozusagen die vermeintlich profitablen Teile. Sie hat ihren Hauptsitz im lettischen Riga. Als Kurzname wurde die Bezeichnung "CBL Bank" gewählt, wobei die Abkürzung CBL u. a. auch die Zentralbank Libyens verwendet (im Englischen: Central Bank of Lybia). Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) untersagte es der Parex Bank, Kundengelder in Deutschland anzunehmen. Anlass war die Auszahlungsbeschränkung, die die lettische Finanzaufsicht Ende 2008 aus Sorge um die Mittelabflüsse verhängte. Lettlands größte einheimische Bank drohte illiquide zu werden, wurde verstaatlicht. Diese Schieflage beschleunigte die wirtschaftliche Talfahrt des Landes so sehr, dass wenig später Lettland einen Milliardenkredit des Internationalen Währungsfonds und der Europäischen Union benötigte.
Das Annahmeverbot von Kundengeldern besteht gemäß Auskunft der BaFin auf unsere Anfrage nach wie vor. Die Citadele Bank, die wie Parex Bank als sogenannte EWR-Zweigniederlassung hierzulande ihre Tätigkeit aufnahm, ist allerdings nicht Gegenstand eines Einlagenverbots. Und so ist es wohl rechtens, dass das Nachfolgeinstitut die Eröffnung neuer Festzinsanlagen über das Internet anbietet. Bislang noch weitestgehend unbemerkt, bald aber sicherlich mit reizvolleren Zinsen und mehr Öffentlichkeitsarbeit. Geworben wird mit einer Einlagensicherung bis EUR 100.000 gemäß EU-Recht. Wobei der Gegenwert von LVL 70.000 die exaktere Formulierung ist, denn Landeswährung ist der Lats. Problematischer ist aber, dass der zuständige lettische Einlagensicherungsfonds ein sehr kleiner Sicherungsgeber ist, dessen finanzielle Ausstattung zur vollständigen Entschädigung womöglich nicht ausreichen könnte. Die Citadele Bank gehört zu den wenigen Anbietern, die wir vorsorglich nicht in den Vergleichen aufführen.

3. DenizBank bekommt russischen Eigentümer
Mit der Dexia-Gruppe wurde eine bindende Vereinbarung zum Erwerb von 99,85 Prozent der Anteile an der DenizBank unterzeichnet, teilte die in Russland dominierende und mehrheitlich in Staatsbesitz befindliche Sberbank mit. Der Kaufpreis liege bei 6,47 Milliarden türkische Lira (ca. 2,82 Milliarden Euro), er könnte wegen Änderungen der Bewertung noch auf 7,09 Milliarden türkische Lira ansteigen. Der Zukauf soll im vierten Quartal abgeschlossen sein. Er umfasst nicht nur die Aktivitäten in der Türkei mit einer hohen Filialdichte, woran die Sberbank aufgrund der Wachstumsaussichten des Landes besonders interessiert ist, sondern auch die in Russland selbst und in Österreich. Die DenizBank zählt hierzulande zu den Direktbanken und ist im Einlagengeschäft sehr zinsstark. Die Niederlassung in Frankfurt ist der Österreich-Tochter unterstellt. Zur Stützung der krisengeplagten Dexia - die DenizBank gehört seit 2006 dem Konzern an - wurden tags zuvor weitere Garantiezusagen von Frankreich und Belgien angekündigt. Zusätzlich stehen seit Längerem diverse Auslandstöchter der Dexia zum Verkauf, um die Kapitalanforderungen zu erfüllen. Für die deutschen und österreichischen DenizBank-Kunden wird sich durch die Übernahme alleine wenig ändern. Auch unter dem neuen Eigentümer wird die österreichische Einlagensicherung gelten.

4. Bund verschmäht Geschäft mit Privatanlegern
Die Ausgabe neuer Serien von Bundesschatzbriefen und Finanzierungsschätzen des Bundes sowie der Vertrieb der Tagesanleihe werden ab 2013 eingestellt. Schuldbuchkonten bei der Finanzagentur des Bundes, die für die staatliche Schuldenverwaltung zuständig ist, werden dann ebenso nicht mehr angeboten, die gut 330.000 bestehenden Konten aber bis zur Fälligkeit der darin verwalteten Bundeswertpapiere fortgeführt. Darauf weist die Finanzagentur seit Dienstag auf ihrer Internetseite hin. Zuvor ist der Teilaspekt in Bezug auf die Schuldbuchkonten durch einen Bericht des Handelsblatts in die Öffentlichkeit gelangt. Die Zeitung berief sich auf ein Schreiben, in dem das Bundesfinanzministerium die Mitglieder des Bundesfinanzierungsgremiums, einem Unterausschuss des Haushaltsausschusses, über die Veränderung informierte. Das Geschäft mit Privatanlegern habe zuletzt weniger als ein Prozent zur Refinanzierung des Staates beigetragen, sei aber vergleichsweise arbeitsintensiv und deshalb teuer. Die alternative Option, es auszubauen, um es profitabel zu gestalten, wurde durchgespielt, aber wegen wirtschaftlicher Risiken verworfen. Der Bund stützt sich in der Finanzierung damit in viel höherem Maße als zuvor auf institutionelle Investoren, weil er sein Angebot nun stärker auf diese Zielgruppe zuschneidet. Die verbleibenden börsennotierten Produkte - Bundesanleihen, Bundesobligationen und Bundesschatzanweisungen - können private Anleger künftig nur noch über Kreditinstitute erwerben, was in der Regel mit Gebühren bei Transaktion und Depotführung verbunden ist. Die Führung des Schuldbuchkontos bei der Finanzagentur war dagegen kostenlos. Und auch für die Transaktionen fielen keine Gebühren an, mit Ausnahme des Verkaufs börsennotierter Wertpapiere während der Laufzeit.
Die Finanzagentur übernahm 2006 die Aufgaben der Bundesschuldenverwaltung in Bad Homburg. 2008 kündigte sie an, größere Teile der deutschen Staatsschulden über Privatanleger finanzieren zu wollen und startete eine zunächst sehr erfolgreiche Offensive bei Produkten und Service. TV-Spots mit der Schildkröte Günther Schild sollten für die konservativen Anlagen begeistern. Die Banken protestierten damals, weil sie Wettbewerbsverzerrungen durch die Konkurrenz des Bundes fürchteten. Angesichts der niedrigen Zinsen im Euroraum ist mit Bundeswertpapieren seit vielen Monaten praktisch nichts mehr zu verdienen, Privatanleger konnte der Bund damit kaum noch locken. Bei institutionellen Investoren ist die Nachfrage nach deutschen Schuldtiteln dagegen derzeit riesig, sie werden als einer der wenigen verbliebenen sicheren Häfen angesehen.

5. SEPA-Lastschrift im Einsatz
Die Banken und Sparkassen haben ihre Kunden in den vergangenen Wochen über neue Geschäftsbedingungen für Lastschriften informiert, diese gelten ab 9.7.12. Parallel zur neuen Basislastschrift zu SEPA (Single Euro Payments Area) besteht das bekannte Lastschriftverfahren per Einzugsermächtigung in einer Übergangszeit weiter. Der Zahlungsverkehr wird schrittweise in den 32 teilnehmenden Ländern vereinheitlicht. Aufgrund einer EU-Verordnung müssen die von Zahlungsempfängern (zum Beispiel Sportvereine oder Telekommunikationsdienstleister) zum Einzug gegebenen Lastschriften spätestens ab 1.2.14 "SEPA-fähig" sein. Die Zahlungsempfänger werden daher nach und nach auf die SEPA-Basislastschrift umstellen. Damit können Zahlungen in Euro nicht nur national getätigt werden, sondern auch grenzüberschreitend. Bankkunden müssen ihre erteilten Einzugsermächtigungen zur Umstellung nicht erneuern. Der Zahlungsempfänger unterrichtet sie aber, wenn er auf das SEPA-Basislastschriftverfahren wechselt. Die Widerspruchsfrist beträgt dann acht statt zuvor sechs Wochen. Bei unberechtigten Lastschriften, wenn der Kunde gar keine Einzugsermächtigung erteilt hat oder das Lastschriftmandat bei der entgegennehmenden Bank fehlt, beträgt die Frist, in der eine Erstattung möglich ist, 13 Monate.

6. Der monatliche Newsticker
++ zahlreiche "Giro4Free"-Kontoinhaber haben von der Santander Bank, der ehemaligen SEB, ein Werbeschreiben erhalten, dass sie das "GiroStar" ein Jahr kostenlos nutzen können. Bei erstgenanntem Girokonto fällt kein monatlicher Kontopreis an, bei dem zweitgenannten liegt er gewöhnlich bei EUR 5,99. Die Bank stellt automatisch auf das GiroStar um, sofern der Kunde nicht reagiert und widerspricht. Verständlicherweise waren viele Empfänger des Schreibens wegen der Vorgehensweise empört ++ zum Girokonto "Giro plus" der Postbank läuft voraussichtlich noch bis 6.7.12 eine "Happy Hour" mit Startguthaben über EUR 100,00 für die Eröffnung. Eine Einschränkung, dass für das Startguthaben das Konto als Gehaltskonto zu führen sei, besteht nicht. Das Angebot richtet sich an jeden, der in den letzten sechs Monaten kein Girokonto bei der Postbank besessen hat ++ maxblue verteuerte am 1.7.12 die Börsenplatzgebühr für Orders über Xetra Frankfurt von EUR 1,50 auf EUR 2,00 und an inländischen Präsenzbörsen von EUR 3,00 auf EUR 3,50 ++ die Postbank überträgt ihr Investmentfonds-Geschäft an die DWS. Die getroffene Verkaufsvereinbarung umfasst die 56 Publikums- und Spezialfonds mit rund 7,7 Milliarden Euro Anlagevolumen sowie die Verwaltung der Publikumsfonds einschließlich der zugehörigen Unternehmensteile in Frankfurt am Main und in Luxemburg. Sowohl die Postbank als auch die DWS gehören zum Konzern der Deutschen Bank. Die Kunden werden nach dem Übergang auch weiterhin von den Beratern der Postbank betreut ++ comdirect lässt Neukunden derzeit wie mittlerweile viele Online-Broker aus mehreren Aktionen wählen. Hinzugekommen ist ein Angebot mit Tagesgeld-Sonderzins bei Übertrag von Wertpapierdepotvolumen in Höhe von mindestens EUR 5.000. Ohne Schließung des Fremdbankdepots werden dabei 2,75% für Guthabenteile bis EUR 30.000 zwölf Monate garantiert. Mit Schließung des Fremdbankdepots beträgt der Sonderzins stattdessen 3,40%. Die Haltefrist für die Wertpapiere beträgt ebenfalls zwölf Monate ++ die DKB wird am 15.7.12 den Guthabenzins auf dem Kreditkartenkonto von 2,05% auf 1,55% herabsetzen ++ in verschiedenen Städten erhalten Inhaber der Visa-Card der DKB seit Kurzem einen direkten Rabatt von mindestens 10 Prozent oder kostenfreie Extras. Und zwar in teilnehmenden Restaurants, Bars, Shops etc., wenn die Karte bei der Bestellung vorgezeigt wird. Eine aktuelle Liste der Städte und der teilnehmenden Betriebe ist unter https://citycashback.dkb.de zu finden. Vor Ort ist ein DKB-Türaufkleber angebracht ++ wird der "Rahmenkredit" der ING-DiBa in der Zeit vom 2.7.12 bis zum 30.9.12 beantragt und innerhalb von 30 Tagen nach Eröffnung in Anspruch genommen, schreibt ING-DiBa der Referenzbankverbindung EUR 50,00 gut. Die Inanspruchnahme muss mindestens 2.500 Euro in einer Summe betragen. Die Gutschrift erfolgt vier Wochen nach Erfüllung der Teilnahmebedingungen. Der Rahmenkredit kann seit 2.7.12 generell bereits ab einem Mindestkreditrahmen von EUR 2.500 (vorher: EUR 5.000) beantragt werden ++ Filialinstitute kooperieren bei der Baufinanzierung zunehmend mit Hypothekendiscountern, bieten ihren Kunden neben der eigenen Finanzierung eine Auswahl an Finanzierungsangeboten von Drittinstituten. So vermittelt die Commerzbank nach einer vielversprechenden Testphase in Norddeutschland von August an bundesweit an Interhyp. Die Bank strebt mittelfristig einen Anteil von vermittelten Krediten an ihrem Baufinanzierungsgeschäft von bis zu 20 Prozent an. Die Santander Bank wird Fremddarlehen über Hypoport integrieren. Hypoport ist im Geschäft mit Finanzunternehmen tätig, die Tochtergesellschaft Dr. Klein & Co im direkten Geschäft mit den privaten Endkunden ++ die nächste Ratssitzung der EZB findet am 5.7.12 in Frankfurt statt, eine Senkung des Leitzinssatzes gilt als wahrscheinlich ++

7. Die Zinsentwicklung beim Tagesgeld
1822direkt senkte am 6.6.12 den Standardzins beim "ZinsCash" für Guthabenteile bis EUR 500.000 auf 1,00% (vorher: 1,10%). Die Änderung wurde auch auf die Altprodukte "CashSkyline", "cashkonto flexibel" und "cashkonto flexibel PLUS" angewendet. Die Guthabenverzinsung auf dem Kreditkartenkonto der Ikano Bank wurde am 8.6.12 auf 2,41% (vorher: 2,51%) abgesenkt. Die İşbank senkte am 13.6.12 auf dem "İşWeb-Konto" von 1,50% auf 1,25%. Volkswagen Bank direct garantiert die Sonderverzinsung, die Neukunden eingeräumt wird, bei Eröffnung ab 13.6.12 bis zum 1.12.12 (vorher: 1.10.12). Die Fidor Bank kürzte am 14.6.12, wie vorab in ihrem Community-Forum angekündigt, von 2,40% auf 2,25%. Die Verzinsung bei der Bausparkasse Mainz ist weiter rückläufig, seit 14.6.12 gelten 1,06% (vorher: 1,26%). Die UmweltBank nahm zum 15.6.12 beim "UmweltPluskonto" von 1,15% auf 1,05% zurück. Gleichfalls treffen die Angaben auf die Basisverzinsung des "UmweltSparbuchs" der UmweltBank zu. 1822direkt garantiert die Sonderverzinsung, die Neukunden eingeräumt wird, bei Eröffnung ab 15.6.12 bis zum 1.12.12 (vorher: 4.10.12). Bei der Amsterdam Trade Bank fiel der Zins zum 18.6.12 von 2,40% auf 2,25%. Degussa Bank verringerte am 18.6.12 beim "TopZins online" von 1,30% auf 1,05%. RaboDirect ist am 20.6.12 gestartet (siehe Themenpunkt 1). AgrarBank passte zum 25.6.12 auf 0,553% (vorher: 0,575%) an. Vollbremsung: Am 26.6.12 senkte die AutoBank von 1,77% auf 1,57%. Erst wenige Tage zuvor - am 19.6.12 - nahm sie von 1,97% auf 1,77% zurück. Die Bank of Scotland, einer der zinsstarken Anbieter, senkte am 29.6.12 vor dem Hintergrund der Marktentwicklung von 2,40% auf 2,25%.
Die "SparCard 3000 plus direkt" der Postbank verzinst seit 1.7.12 geringer, und zwar mit 1,70% (vorher: 1,80%). Die SKG Bank senkte am 2.7.12 beim Tele-Konto "Online" auf den Zinssatz ihres Standard-Tagesgeldkontos, also von 1,60% auf 1,25%. Die Verzinsung auf dem Sparkonto mit 3-monatiger Kündigungsfrist der SKG Bank, dem Tele-Konto "Plus", fiel am 2.7.12 gar von 1,40% auf 0,50%. Die TARGOBANK senkte am 2.7.12 beim "Tagesgeld-Konto" für Guthabenteile bis EUR 250.000 auf 1,00% (vorher: 1,30%). Gleichzeitig verstrickte sie das Konto noch enger mit weiteren Produkten: Es ist seit jeher nur erhältlich, wenn als Verrechnungskonto ein Girokonto bei der TARGOBANK besteht oder eröffnet wird. Jetzt kam noch eine Sonderzinsregelung hinzu, die einen Depotbestand erfordert. Wenn insgesamt ein kontinuierliches Guthaben von mindestens EUR 50.000 bei der TARGOBANK unterhalten wird, welches sich zumindest teilweise aus einem Depotbestand ergeben muss, gilt für den Folgemonat für die Guthabenteile bis EUR 250.000 auf dem Tagesgeld-Konto ein abweichender Zins von 1,20% statt 1,00%. Mercedes-Benz Bank verringerte am 4.7.12 beim "Tagesgeldkonto mit Kontoführung Online" von 1,50% auf 1,40% und beim "Tagesgeldkonto mit Kontoführung Classic" von 1,30% auf 1,20%. Die DKB wird am 15.7.12 den Guthabenzins auf dem "Visa-Card-Guthabenkonto" von 2,05% auf 1,55% herabsetzen.
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8. Die Zinsentwicklung bei den Festzinsanlagen
Die CreditPlus Bank, ein ausgewiesener Kreditspezialist, ist bei den Festzinsanlagen eingestiegen. Das Angebot deckt die Laufzeiten von 12 Monaten bis 7 Jahren ab, bei einer Mindesteinlage von EUR 5.000. Relativ stark ist die Bank derzeit bei 4 Jahren mit 3,51%, bei 5 sowie 6 Jahren mit 3,76% und bei 7 Jahren mit 4,00%. Für die CreditPlus Bank ist dies neben dem Einlagengeschäft mit institutionellen Anlegern und der Forderungsverbriefung eine weitere Refinanzierungsquelle. So will sie unabhängiger von den Mitteln der Konzernmutter Crédit Agricole werden und sich ab 2013 vollständig selbst refinanzieren. Die Amsterdam Trade Bank senkte am 18.6.12 bei den Laufzeiten bis 3 Jahren um 0,10% bis 0,20%. Der Zinsrückgang um 0,20% traf die 6-monatige Laufzeit, die jetzt bei 2,40% liegt. BIGBANK mit Sitz in Estland senkte am 20.6.12 um 0,05% bis 0,30%, lediglich das Angebot bei 10 Jahren blieb unverändert. Den größten Abschlag die 12-monatige Laufzeit, bei einem Anlagebetrag unter EUR 10.000 gelten hier 2,00% statt zuvor 2,30%. Santander Consumer Bank und Santander Direkt Bank rückten am 25.6.12 bei 2 Jahren auf die zweite Position vor, erhöhten von 2,75% auf 3,10%. Bank of Scotland senkte am 26.6.12 nach zwischenzeitlichen Anhebungen um 0,10% bis 0,20%. Für 12 Monate und 2 Jahre gelten 2,60% (vorher: 2,70%), für 3 Jahre 2,80% (vorher: 3,00%), für 4 Jahre 3,20% (vorher: 3,40%) und für 5 Jahre 3,40% (vorher: 3,50%). Hanseatic Bank erhöhte am 26.6.12 bei 2 Jahren auf 2,50% (vorher: 2,25%) und bei 3 Jahren auf 3,00% (vorher: 2,75%).
MERKUR BANK senkte zum 2.7.12 die Laufzeiten bis 4 Jahre um 0,25%, beispielsweise bei 3 Jahren auf 2,25% und bei 4 Jahren auf 2,50%. Die Akbank, zuvor bei 12 Monaten und 2 Jahren führend, verringerte am 2.7.12 um 0,15% bis 0,50%. Beim "AK-Online Festgeld" gelten für 6 Monate 2,10% (vorher: 2,40%), für 9 Monate 2,20% (vorher: 2,50%), für 12 Monate 2,50% (vorher: 3,00%), für 2 Jahre 2,75% (vorher: 3,25%), für 3 Jahre 3,00% (vorher: 3,50%), für 4 Jahre 3,25% (vorher: 3,75%) und für 5 Jahre 3,50% (vorher: 4,00%). Aufgrund der Verschmelzung der Akbank N. V., Amsterdam, auf die Akbank AG, Frankfurt am Main, sind die Kundeneinlagen nun über die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH (gesetzliche Einlagensicherung) abgesichert und darüber hinaus über den Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken e. V. VakifBank senkte am 2.7.12 bei 12 Monaten von 2,51% auf 2,26%. Die HypoVereinsbank macht seit 2.7.12 ein Neugeld-Angebot: 2,50% für 3 Jahre bei einer Anlagesumme von EUR 2.500 bis EUR 500.000. Die VTB Direktbank verringerte zum 3.7.12 ab der Laufzeit von 12 Monaten um 0,30% bis 0,60%, nur bei 4 Jahren blieb es unverändert bei 3,60%. Es gelten für 12 Monate 2,50% (vorher: 2,80%), für 2 Jahre 2,70% (vorher: 3,00%), für 3 Jahre 3,10% (vorher: 3,60%) und für 5, 8 sowie 10 Jahre 3,30% (vorher: 3,60%). Bestehende Kunden, die vor dem 3.7.12 ihr Tagesgeldkonto eröffnet haben, das als Verrechnungskonto benötigt wird, können noch bis 10.7.12 bei 2, 3 und 5 Jahren und jährlicher Zinsgutschrift zu den Altkonditionen abschließen. Dazu ist im Online-Banking folgender Klickweg vorgesehen: Produktangebote > Ziel: Bestandskundenbonus Festgeldkonto eröffnen > Ziel verfeinern: Bestandskundenbonus Festgeldkonto. Für das "VTB Duo" der VTB Direktbank gelten seit 3.7.12 bei 12 Monaten 2,45% (vorher: 2,75%), bei 2 Jahren 2,65% (vorher: 2,95%) und bei 3 Jahren 3,00% (vorher: 3,50%).
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Noch einen schönen Monat Juli wünscht

m o d e r n - b a n k i n g

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