Newsletter: Direktbanken.News 12/2010

Willkommen zu den monatlichen News von modern-banking.de


Themenüberblick
1. Weihnachtsaktionen bei Fidor Bank
2. NIBC Direct vereint Tagesgeld und Festzinsanlage
3. SEB beim Brokerage vielfältig
4. Deutsche Bank bei Postbank am Ziel
5. Schufa-Auskunft über Unternehmen abrufbar
6. Der monatliche Newsticker
7. Die Zinsentwicklung beim Tagesgeld
8. Die Zinsentwicklung bei den Festzinsanlagen




1. Weihnachtsaktionen bei Fidor Bank
Fidor Bank bietet in der Zeit vom 24.11.10 bis längstens 31.12.10 für die 6-monatige Festzinsanlage ansehnliche 2,412% (vorher: 2,00%). Der ungewöhnliche Zinssatz wurde aufgrund des bevorstehenden Weihnachtsfests gewählt. Die Mindestanlage beträgt EUR 2.500, die Höchsteinlage EUR 100.000. Die Anlage wird um die ursprünglich vereinbarte Laufzeit zu dem dann gültigen Zins verlängert, wenn der Anleger bis zum Fälligkeitstermin keine anderslautende Weisung gibt.
Mit einem Video vom Münchner Christkindlmarkt informierte Vorstandssprecher Matthias Kröner über eine weitere Aktion, den "Fidor Adventskalender". Die Bank lost vom 1.12.10 bis 24.12.10 jeden Tag einen Gewinner aus, dem sie einen Einkauf bis maximal EUR 100,00 erstattet. An der Verlosung nehmen alle Transaktionen teil, die über sofortüberweisung.de mit Abbuchung vom FidorPay-Konto bezahlt werden. FidorPay ist der eigenentwickelte e-Payment-Dienst, der bis vor Kurzem "e-wallet" hieß. Mit FidorPay kann Geld per Banküberweisung oder in Echtzeit an andere FidorPay-Konten und neuerdings auch an sofortüberweisung.de versendet werden. sofortüberweisung.de ist ein e-Payment-Dienst der PaymentNetwork AG. Viele Online-Shops bieten sofortüberweisung.de als Zahlungsoption an. Hierbei erhält der Händler unmittelbar eine Zahlungsbestätigung und kann die Ware sofort versenden. Datenschützer kritisieren an sofortüberweisung.de, dass Login-Daten zum Online-Banking auf den Seiten des Dienstes eingegeben werden und somit diesem zugänglich sein könnten.

2. NIBC Direct vereint Tagesgeld und Festzinsanlage
Die NIBC Direct stellte ihr neues "Kombigeld" vor. Es bietet feste Zinsen für Laufzeiten von wahlweise zwei bis zehn Jahren, wobei 50% des ursprünglich angelegten Betrages jederzeit verfügbar sind. Das Produkt soll Festgeldanleger ansprechen, die unvorhergesehene Ausgaben fürchten, und gleichzeitig Tagesgeldanleger, die mehr Rendite wünschen. Das aktuelle Angebot lautet für 2 Jahre auf 2,60%, für 3 Jahre auf 2,80%, für 4 Jahre auf 3,05%, für 5 Jahre auf 3,30%, für 6 Jahre auf 3,45%, für 7 Jahre auf 3,60%, für 8 Jahre auf 3,70%, für 9 Jahre auf 3,80% und für 10 Jahre auf 3,85%. Gegenüber den gewöhnlichen Festgeldsätzen der NIBC Direct beträgt der Abschlag derzeit 0,20% bis 0,65%. Die Flexibilität kostet somit Rendite. Die Höhe des Abschlags ist eine entscheidende Größe. Denn die Vorteile lassen sich leicht nachbilden, indem der Anleger einzeln unter den marktstärksten Angeboten zu Tagesgeld und Festzinsanlage auswählt. Wenn die Festzinsanlage dann noch in Tranchen und zu unterschiedlichen Fälligkeitsterminen angelegt wird, ist zusätzlich auch von diesem Geld immer ein Teilbetrag in absehbarer Zeit verfügbar.
Technisch besteht das Kombigeld der NIBC Direct aus zwei Konten, dem Kombi.Kapital.Konto und dem Kombi.Zins.Konto. Der Anlagebetrag wird auf beide Konten zu je 50% aufgeteilt. Die Mindesteinlage beträgt EUR 5.000, wobei nachträgliche Einzahlungen nicht erlaubt sind. Verfügungen sind per Online-Banking ausschließlich vom Kombi.Zins.Konto möglich. Die Zinsen werden jeweils zum Jahresende gutgeschrieben. Nach Ablauf des Festzinszeitraumes wird das auf dem Kombi.Kapital.Konto befindliche Guthaben automatisch auf das Kombi.Zins.Konto umgebucht, das daraufhin mit dem variablen Zinssatz für Tagesgeld weiter verzinst. Es gilt die niederländische Einlagensicherung.

3. SEB beim Brokerage vielfältig
Die SEB wird zum 1.1.11 zwei weitere Preismodelle zum Brokerage einführen. Im Filialvertrieb sind "EasyDepot" und "StarDepot" moderne Alternativen zum bisherigen Preismodell. Änderungen ergeben sich ebenfalls bei SEBdirect, dem Angebot für Direktkunden. Künftig ist die Depotführung dort kostenfrei (bisher: EUR 29,00/Jahr) und Orders werden mit 0,30% vom Kurswert abgerechnet, mindestens aber zu einer Gebühr von EUR 9,90 und maximal zu EUR 59,90, zuzüglich eines Ausführungsentgelts von EUR 3,00 (bisher: EUR 9,99 Grundgebühr + 0,15% vom Kurswert). Limits sind weiterhin kostenfrei. Auch bestehende Kunden von SEBdirect werden auf diese Konditionen umgestellt. Die SEB befindet sich in einem Verkaufsprozess, ihre deutsche Privatkundensparte wird voraussichtlich zum Jahreswechsel an die Santander Consumer Bank übergehen.

4. Deutsche Bank bei Postbank am Ziel
Das öffentliche Übernahmeangebot der Deutschen Bank zu 25,00 Euro je Postbank-Aktie war erfolgreich. Einschließlich der in der Annahmefrist angedienten Aktien kann sie weitere 22,03 Prozent an dem Institut erwerben - zusätzlich zu den 29,95 Prozent, die sie bei Veröffentlichung des Angebots hielt. Sie erreicht damit die Aktienmehrheit. Bis zur Freigabe der Transaktion durch das US-Kartellamt deckeln die Frankfurter ihren Anteil zunächst bei 49,95 Prozent, übersteigenden Anteile übernimmt die Société Générale. 39,50 Prozent der Postbank-Aktien liegen weiterhin bei der Deutschen Post - diese Anteile bekommt die Deutsche Bank über Pflichtumtauschanleihen und Optionen ab Februar 2012.
Die Deutsche Bank möchte die Postbank nun in die eigene Bilanz nehmen und Synergiepotenziale heben. Die Postbank bleibt als eigenständige Marke erhalten. Mit dem Zukauf steigt die Deutsche Bank auch im deutschen Privatkundengeschäft zur Nummer eins auf und reduziert ihre oft kritisierte Abhängigkeit vom Investmentbanking.

5. Schufa-Auskunft über Unternehmen abrufbar
Privatpersonen haben über einen neuen Service der Schufa die Möglichkeit, Bonitätsinformationen über im Handelsregister eingetragene Unternehmen und teilweise auch über Kleingewerbetreibende und Freiberufler einzuholen. Dadurch kann vor dem Eingehen einer Geschäftsbeziehung die Solvenz eines Unternehmens besser eingeschätzt werden. Sinnvoll ist dies gegebenenfalls bei größeren Investitionen, beispielsweise wenn Bauunternehmen beauftragt werden. Böse Überraschungen, wie eine Verzögerung am Bau, eine höhere finanzielle Belastung oder gar ein Baustopp können so womöglich vermieden werden. In der Unternehmensauskunft führt die Schufa zurückliegende Angaben über das Zahlungsverhalten auf. Außerdem sind die Stammdaten sowie überwiegend Handelsregisterinformationen enthalten. Eine Ampel-Kennzeichnung gibt Aufschluss darüber, wie die Schufa die Entwicklung der Zahlungsfähigkeit für die nächsten zwölf Monate einschätzt. Der Service steht registrierten Nutzern des Internetportals meineSCHUFA.de zur Verfügung. Die Registrierung kostet einmalig EUR 18,50. Nach dem Einloggen kann dort ausgewählt werden, über welches Unternehmen die Auskunft erstellt werden soll. Diese kostet EUR 28,50 und wird als PDF bereitgestellt. Der Auskunftssuchende muss bestätigen, dass er ein berechtigtes Interesse an den Informationen hat.

6. Der monatliche Newsticker
++ die Commerzbank zahlt neuen Girokunden beim "0-Euro-Konto" in der aktuellen Aktion neben dem Startguthaben jetzt auch einen Sonderzins auf dem Tagesgeldkonto. Dieser beträgt 2,00% p. a. für Guthabenteile bis EUR 25.000, garantiert bis 31.3.11 ++ 1822direkt preist die Eröffnung des "GiroSkyline" bis 31.12.10 mit einer Prämie an. Kunden, die mindestens 27 Jahre alt sind, erhalten eine Gutschrift von EUR 50,00. Das Konto muss hierzu innerhalb von drei Monaten einen regelmäßigen monatlichen Geldeingang von mindestens EUR 1.000 aufweisen. Junge Kunden im Alter bis 26 Jahre erhalten stattdessen einen Amazon-Gutschein über EUR 25,00, wenn bis 15.3.11 mindestens drei Kontoumsätze über EUR 50,00 erfolgen ++ außerdem bewirbt 1822direkt generell die Bargeldabhebung an Supermarktkassen bei REWE. Für jede Bargeldabhebung ab EUR 50,00 werden auf dem Girokonto bei 1822direkt 50 Cent gutgeschrieben. Zur Abhebung ist die SparkassenCard zu verwenden. Die Gutschrift erfolgt jeweils am Monatsende. Die Aktion läuft bis zum 31.5.11 ++ zum 18.1.11 folgt bei der Postbank ein weiterer Schritt bei der Umstellung der Sicherheitsverfahren für das Online-Banking: Der Versand von iTAN-Listen wird eingestellt und iTAN wird für Nutzer von mTAN bzw. chipTAN comfort deaktiviert ++ OnVista Bank gab eine Partnerschaft mit dem Börsenportal ARIVA.DE bekannt. Nutzer können dort seit Kurzem Wertpapiere unmittelbar aus den Einzelwertdarstellungen heraus handeln, ohne dass sie die Seite verlassen müssen. OnVista Bank ist dadurch näher am Kunden und kann darüber hinaus neue Kunden gewinnen. Weitere Partnerschaften dieser Art sollen folgen. Die Börsenportale erschließen sich auf diesem Weg eine neue Ertragsquelle, denn sie erhalten für jede Order ein Entgelt ++ Cortal Consors belastet ab 1.2.11 bei Depot und Verrechnungskonto keine Kosten mehr für den papierhaften Dokumentenversand. Dies gilt auch für Dokumente, die nicht innerhalb von vier Wochen nach Einstellung im Online-Postfach abgerufen wurden ++ der Parketthandel in Frankfurt wird zum 23.5.11 eingestellt, dies teilte der Börsenbetreiber mit. Ursprünglich sollte er in seiner bisherigen Form erst zum März 2012 abgeschafft werden. Der Handel wird vollständig auf das elektronische Xetra-Handelssystem übergehen ++ Triodos Bank erweiterte am 1.12.10 ihre Produktpalette um eine Kreditkarte, die zusammen mit der Grünkauf AG vermarktet wird. Dieses Unternehmen betreibt ein Bonuspunkteprogramm für nachhaltigen Konsum. Über die Kreditkarte nimmt man daran teil. Angesammelte Punkte können ausgezahlt oder an soziale und ökologische Projekte gespendet werden. Die Kreditkarte ist im ersten Jahr beitragsfrei, ab dem zweiten Jahr kostet sie EUR 29,00 ++ die 1,89 Millionen im Rahmen des Börsengangs angebotenen Aktien der AutoBank wurden zum Festpreis von EUR 2,50 platziert. Es haben jedoch auch Altaktionäre gezeichnet. Die der VEM Aktienbank AG als Konsortialführerin eingeräumte Mehrzuteilungsoption wurde nicht in Anspruch genommen. Der AutoBank flossen durch den Börsengang brutto 4,7 Millionen Euro zu. Der Start war holprig, die Aktie musste in den ersten Tagen Abschläge von bis zu 16 Prozent hinnehmen ++

7. Die Zinsentwicklung beim Tagesgeld
1822direkt räumt beim "ZinsCash" für Kontoeröffnungen ab dem 12.11.10 eine Sonderverzinsung ein. Die Sonderverzinsung beträgt wie bei einigen anderen Anbietern 2,00% p. a., wobei 1822direkt sie auf Guthabenteile bis EUR 250.000 anwendet und bis 5.5.11 garantiert. Ein ZinsCash dürfen generell nur diejenigen eröffnen, die in den letzten sechs Monaten kein Tagesgeldkonto bei 1822direkt unterhielten. MERKUR BANK fügte am 15.11.10 zwei weitere Zinsstufen ein. Bei einer Anlage von EUR 10.000 bis unter EUR 25.000 wird nun mit 1,35% (vorher: 1,00%) verzinst, und ab einer Anlage von EUR 50.000 bis unter EUR 200.000 mit 1,80% (vorher: 1,65%). Santander Consumer Bank nahm am 15.11.10 den Zins beim "Geld-Management-Konto" von 1,50% auf 1,35% zurück. Bank of Scotland verlängerte ihr Angebot mit EUR 30,00 Startguthaben bis 31.12.10. comdirect stockte das Kontingent ihrer Sonderzins-Aktion von 25.000 auf 30.000 auf. Die 30.000te Registrierung für den Sonderzins erfolgte am 21.11.10. Die Aktion endete damit am achtzehnten Tag.
AgrarBank senkte am 1.12.10 beim "GiroTagesgeld" alle Zinsstufen ab EUR 10.000 marginal um 0,017%.
zum Vergleich

8. Die Zinsentwicklung bei den Festzinsanlagen
Amsterdam Trade Bank verbesserte für die Zeit vom 15.11.10 bis 15.12.10 ihr Festzinsangebot bei 12 Monaten von 2,00% auf 2,50%, bei 2 Jahren von 2,25% auf 2,50% und bei 5 Jahren von 2,75% auf 3,50%. NordFinanz Bank hob zum 17.11.10 bei 2 Jahren von 2,50% auf 2,75% und bei 3 Jahren von 2,60% auf 3,00%. Die Zinsen bei Bank of Scotland stiegen zum 19.11.10 kräftig - bei 4 Jahren auf 3,50% (vorher: 3,20%) und bei 5 Jahren auf 3,80% (vorher: 3,65%). VON ESSEN Bank senkte zum 22.11.10 ab 2 Jahren um 0,35% bis 0,50%. Bei einer Anlage ab EUR 10.000 als "Festgeld" gelten nun für 2 Jahre 1,75% (vorher: 2,10%), für 3 Jahre 2,00% (vorher: 2,50%), für 4 Jahre 2,25% (vorher: 2,75%) und für 5 Jahre 2,75% (vorher: 3,25%). Fidor Bank bietet bei der 6-monatigen Laufzeit 2,412% (siehe Themenpunkt 1).
Ziraat Bank ging am 1.12.10 bei 12 bis 23 Monaten auf 2,25% (vorher: 2,00%) und bei 24 bis 60 Monaten auf 2,55% (vorher: 2,30%). Die Zinsen werden bei Ziraat Bank zum Laufzeitende ohne Zinseszinseffekt gutgeschrieben. DenizBank senkte am 1.12.10 - bei 12 Monaten von 2,50% auf 2,25% und bei 2 Jahren von 3,00% auf 2,80%. VakifBank erhöhte am 1.12.10 bei 2 Jahren auf 2,70% (vorher: 2,50%), bei 3 Jahren auf 2,90% (vorher: 2,75%), bei 4 Jahren auf 3,10% (vorher: 3,00%) und bei 5 Jahren auf 3,30% (vorher: 3,25%). Santander Consumer Bank und Santander Direkt Bank nehmen am 6.12.10 eine Zinserhöhung bei der 12-monatigen Laufzeit von 1,50% auf 2,25% vor. ICICI Bank wird am 17.12.10 senken - bei 3 und 5 Jahren um 0,40% auf 3,00% bzw. 3,35%.
zum Vergleich

Noch eine schöne Adventszeit wünscht

m o d e r n - b a n k i n g

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