Newsletter: Direktbanken.News 12/2015

Willkommen zu den monatlichen News von modern-banking.de


Themenüberblick
1. REWE erweitert Kassennetz von Barzahlen.de
2. Number26 entscheidet in Sekunden über Freigabe der neuen Überziehungsoption
3. EZB verschärft Strafzins und kauft ein halbes Jahr länger Schuldtitel
4. paydirekt ist in die Einführungsphase übergegangen
5. Der monatliche Newsticker
6. Die Zinsentwicklung beim Tagesgeld
7. Die Zinsentwicklung bei den Festzinsanlagen




1. REWE erweitert Kassennetz von Barzahlen.de
In den REWE-Märkten können seit Anfang Dezember alle Funktionen des Zahlungsanbieters Barzahlen.de genutzt werden. Für Barzahlen.de ist der Ausbau um die 2.900 REWE-Märkte ein großer Entwicklungsschritt, durch den insgesamt nun beachtliche 9.000 Anlaufstellen in Deutschland bereitstehen. Mit Hilfe von Supermärkten, Drogerieketten und weiteren Filialisten hat Barzahlen.de eine unabhängige Zahlungsinfrastruktur aufgebaut. Über die Kooperationen wird angeboten, einfache Bankgeschäfte zusammen mit dem alltäglichen Einkauf zu erledigen. So werden bislang vor allem Rechnungen von Online-Einkäufen bezahlt, aber zum Beispiel auch Strom- und Versicherungsrechnungen von teilnehmenden Unternehmen. Das erspart den Kunden, die auf Online-Banking verzichten, den Gang zur Bank. Für den Zahlungsvorgang verwendet Barzahlen.de Barcodes, die entweder auf Rechnungen oder Zahlscheinen aufgedruckt werden, oder alternativ per SMS auf das Smartphone zum Kunden gelangen. An der Kasse wird der jeweilige Barcode gescannt und der Kunde bezahlt seine Rechnung. Dem Zahlungsempfänger wird unmittelbar eine Bestätigung übermittelt.
Seitens des stationären Handels zählen zu den weiteren Partnern neben REWE die Märkte von dm-drogerie, Penny, real, Budni und die Shops von Telekom und mobilcom-debitel sowie die der Unternehmensgruppe Dr. Eckert (Ludwig, Eckert, Barbarino, Adam's und ON!Express). Die Shops von Dr. Eckert sind mit Zeitungen, Tabakwaren oder Snacks häufig an Bahnhöfen zu finden. Die REWE Group schickte im Frühjahr dieses Jahres zunächst ihren Discounter Penny in die Partnerschaft. Die Bezahllösung ist für die REWE Group so vielversprechend, dass sie sich im Juni über ihre Geschäftseinheit REWE Digital mit einer siebenstelligen Summe an der hinter Barzahlen.de stehenden Cash Payment Solutions GmbH beteiligte. Endkunden zahlen gebührenfrei. Die Kosten tragen die Unternehmen, die Barzahlen.de als Bezahloption nutzen, mit diesen vereinbart Barzahlen.de eine individuelle Provision. Einen Teil der Provision bekommt der stationäre Partner für seine Dienstleistung. Er profitiert zudem davon, dass diejenigen, die wegen eines Barcodes ins Geschäft kommen, häufig auch Regelware kaufen. Interessant ist die größere Abdeckung von Barzahlen.de ebenfalls, weil Girokunden von Number26 darüber seit Ende Oktober auch auf ihr Konto einzahlen oder davon abheben können. Barzahlen.de will diesen neuen Service zukünftig auch anderen Banken anbieten. REWE unterstützt das Ein- und Auszahlen bereits, noch nicht hingegen dm-drogerie markt, Telekom und mobilcom-debitel.

2. Number26 entscheidet in Sekunden über Freigabe der neuen Überziehungsoption
Zu dem komplett über das Smartphone steuerbaren Girokonto bietet Number26 seit 1.12.15 den Kunden in Deutschland einen Dispokredit. Die Kunden in Österreich müssen darauf noch warten, ob und wann es dort einen Dispokredit geben wird, konnte Number26 auf Anfrage noch nicht sagen. Die Einführung eines Dispokredits ist an sich keine Innovation, das Berliner FinTech-Unternehmen hat aber wieder Wege gefunden, um Abläufe für Girokunden zu verbessern - durch eine unmittelbare Kreditentscheidung und mehr Transparenz. Das Girokonto von Number26, es wird kostenlos geführt, war bislang ein reines Guthabenkonto, es konnte nur so viel Geld überwiesen oder ausgegeben werden, wie das Guthaben zuließ. Mit der Option auf einen Dispokredit liefert Number26 jetzt in einem weiteren Punkt nach, in der Kundeninformation begleitet in der gewohnten Rhetorik gegen die Banken: "Wir sind stolz, euch das nächste Feature zu präsentieren, mit dem Number26 in den Kernbereich traditioneller Banken vordringen wird." Zu einer echten Alternative wird Number26 erst nach und nach, zuletzt wurde eine Ein- und Auszahlungsmöglichkeit in Kooperation mit Barzahlen.de vorgestellt und damit nach eigener Auffassung die Bankfiliale überflüssig gemacht. Aber auch das Girokonto und der Dispokredit von Number26 werden über eine Bank ermöglicht, durch den Kooperationspartner Wirecard Bank. Den persönlichen Überziehungsrahmen beantragt der Kunde mit einem Klick in der Banking-App. Er muss dabei einer Schufa-Abfrage zustimmen. Zusätzlich analysiert Number26 die Geldeingänge sowie Ausgaben und zieht die Angaben zum Gehalt und der Anstellungsdauer hinzu. Der Kunde erfährt daraufhin, ob und in welcher Höhe er das Konto überziehen darf. Das Kreditrisiko durch die programmierte Entscheidung ist für Number26 überschaubar, abhängig vom Scoring werden maximal EUR 2.000 (Neukunden maximal EUR 1.000) sofort nutzbare Kreditlinie eingeräumt. Der veränderliche Sollzins beträgt zurzeit 8,90% p. a., weitere Kosten entstehen nicht. Wie bei anderen Kontobewegungen auch erhält der Nutzer detaillierte und exakte Auskunft über seinen Dispokredit. Er wird per Push-Benachrichtigung informiert, wenn er ins Minus und damit in den kostenpflichtigen Bereich rutscht. Außerdem zeigt die App in Euro und Cent tagesaktuell an, welche Kosten für die Inanspruchnahme im Quartal aufgelaufen sind. Auch kann der Nutzer den Dispokredit jederzeit deaktivieren oder auf einen niedrigeren Betrag festlegen, dies wird jeweils unmittelbar umgesetzt. Das Number26-Girokonto an sich ist weiterhin ohne Schufa-Abfrage erhältlich. Wer nur das Geld ausgeben möchte, was er tatsächlich besitzt, die Flexibilität nicht benötigt, ignoriert die Funktion. Erst wenn der Dispokredit ergänzend beantragt wird, muss die Einwilligung zur Abfrage gegeben werden. Was jetzt noch fehlt, ist eine Bankkarte, denn nicht alle Einzelhändler in Deutschland nehmen Kreditkarten an. Das ist das Nächste, die angekündigte Maestro-Karte soll noch in diesem Jahr folgen. Mittelfristig will Number26 sich zu einer Plattform für Bankprodukte unterschiedlicher Anbieter entwickeln, von diesen Sparkonten und weitere Produkte in die App integrieren.

3. EZB verschärft Strafzins und kauft ein halbes Jahr länger Schuldtitel
Die Europäische Zentralbank (EZB) setzt ein weiteres Mal auf billigeres Geld. Auf der Ratssitzung am Donnerstag in Frankfurt entschied sie erstens den Einlagenzins für Banken, die überschüssiges Geld über Nacht bei ihr unterbringen, noch ein Stückchen tiefer in den negativen Bereich hinein zu senken. Der Einlagenzins fungiert zurzeit als Strafzins und wird künftig minus 0,30 Prozent betragen. Zuvor, seit September 2014, lag er bei minus 0,20 Prozent. Den Leitzins, zu dem sich Banken Geld leihen können, lässt die EZB dagegen unverändert bei 0,05 Prozent. Zweitens soll das milliardenschwere Wertpapierkaufprogramm bis mindestens März 2017 laufen, nicht mehr wie bislang bis mindestens September nächsten Jahres. Das Programm könnte aber "in Umfang, Zusammensetzung und Dauer" angepasst werden, bekräftigte EZB-Präsident Draghi in der Pressekonferenz im Anschluss an die Ratssitzung. Der Umfang der monatlichen Käufe bleibt bei durchschnittlich 60 Milliarden Euro. 450 Milliarden Euro sind bereits geflossen. Die EZB erweitert drittens den Katalog der ankauffähigen Euro-Schuldtitel, sie will künftig neben Staatsanleihen, Pfandbriefen und Hypothekenpapieren auch Anleihen von Kommunen und Regionen aufkaufen.
An den Aktienmärkten - die Anlageklasse Aktien profitiert von der Geldflut - hat man noch mehr erwartet. Kein Wunder, schließlich hatte Draghi schon auf der Pressekonferenz im Oktober angekündigt, das derzeitige Programm zu überprüfen und es gegebenenfalls auszuweiten. Die EZB rechtfertigt ihre Gelddruck-Politik immer wieder mit der extrem niedrigen Inflationsrate und einer drohenden Deflationsspirale. Dabei hat die geschaffene Liquidität in dieser Hinsicht nicht viel gebracht, die Inflation im Euroraum ist meilenweit vom EZB-Ziel entfernt und gegen den inflationsdämpfenden gefallenen Ölpreis und die gefallenen Rohstoffpreise sind sie wirkungslos. Nach den neuesten Daten zum November waren die Preise in der Eurozone nur um 0,1 Prozent gestiegen, in Deutschland um 0,4 Prozent. Schon bald dürfte die Rate aber unabhängig von den Maßnahmen der EZB spürbar anziehen, das zeigt auch die aktuelle Prognose der Experten der Notenbank, sie rechnen für 2016 mit einer Teuerung von 1,0 Prozent und für 2017 mit 1,6 Prozent. Michael Kemmer, Hauptgeschäftsführer des Bankenverbandes der privaten Banken in Deutschland, äußerte in einer Reaktion auf die Entscheidungen die Sorge, dass man im Euroraum immer stärker auf Abwertungseffekte setze - ohne es offen auszusprechen. Und Liane Buchholz, Hauptgeschäftsführerin des Bundesverbandes der öffentlichen Banken, kommentierte: "Die Maßnahmen der EZB sind gefährlich und unnötig. In der Eurozone zieht das Wirtschaftswachstum an und die Kerninflation stabilisiert sich." Einen kleinen Schritt in die geldpolitische Normalität wird möglicherweise die US-Notenbank Mitte Dezember machen. Es wäre das erste Mal seit rund einer Dekade, dass sie die Leitzinsen wieder anhebt.

4. paydirekt ist in die Einführungsphase übergegangen
Erste Bankkunden können das deutsche Bezahlverfahren paydirekt nutzen. Die HypoVereinsbank machte den Anfang, seit Anfang November können sich ihre Kunden im Online-Banking für den Dienst freischalten. paydirekt ist ein gemeinsames Projekt der deutschen Banken im Stile von PayPal, um dem dominierenden US-Unternehmen das Feld nicht kampflos zu überlassen bzw. vielleicht sogar das Feld von hinten aufzurollen. Die deutschen Banken sind damit reichlich spät dran. Es geht nun zunächst einmal um das Zahlen in Online-Shops, dazu lief seit August eine Pilotphase, bei der Käufe von Bankmitarbeitern einzelner Institute abgewickelt wurden. Noch nicht absehbar ist, ob bzw. wann im nächsten Schritt mobiles Bezahlen dazukommen wird. Lediglich zehn Online-Shops akzeptieren zurzeit diese Zahlart, darunter der Technikversand Alternate und der Fitnessgerätevertrieb Sport-Tiedje. Immerhin sollen die Shops der Metro - mediamarkt.de, saturn.de, redcoon.de - und einige mehr bald folgen. paydirekt wird kontrolliert nach oben gefahren, die Banken ebenso schrittweise aufgeschaltet. Mittlerweile ist das unter anderem mit comdirect, Commerzbank und vielen Volksbanken umgesetzt. Noch vor Weihnachten sollen zumindest die Institute aufgeschaltet sein, die von Beginn an dabei waren. Die Sparkassen hatten sich spät entschieden, bei dem Projekt mitzuziehen, weshalb paydirekt für die Kunden der meisten Sparkassen wohl erst im Frühjahr 2016 verfügbar sein wird. Bei Kauf über paydirekt werden Benutzername und Passwort, beides zuvor selbst festgelegt, in einem Browserfenster der Käuferbank abgefragt. Die angezeigte Zahlung ist anschließend durch einen einfachen Klick zu bestätigen. Eine TAN ist nicht zusätzlich einzugeben, zumindest zurzeit noch nicht - eine manuelle Überweisung ist besser gesichert. Zu paydirekt können sich Online-Banking-Nutzer registrieren, die ein Girokonto bei einer der teilnehmenden Banken haben. Für den Käufer ist der Dienst kostenfrei. Da paydirekt über das legitimierte Käufer-Girokonto läuft, kann die Bank unmittelbar die ausreichende Kontodeckung bestätigen. Der Händler kann mit der Gewissheit der ausgelösten Zahlung und der Authentizität des Bestellers direkt versenden. Der Händler kann auch anfragen, ob der Besteller volljährig ist. Kunden und Händlern stellt sich natürlich die Frage, warum sie paydirekt nutzen sollten, wo es doch auch PayPal, giropay, Google Pay, Amazon Checkout und SOFORT Überweisung gibt. Der wichtigste Trumpf der deutschen Banken ist der direkte Zugang zu den Konten. Alle anderen Zahlungsdienste stellen zwischengeschaltete Stationen dar, aber letzten Endes wird von einem Bankkonto abgebucht. Alle paydirekt-Transaktionen werden übersichtlicherweise in den Girokontoumsätzen angezeigt. Zudem sind Details zu den Transaktionen auch auf paydirekt.de und über die Smartphone-App abrufbar, über Letztere kann man sich übrigens auch per Push-Nachricht über Abbuchungen benachrichtigen lassen. Liefert ein Händler einmal nicht, greift ein Käuferschutz und eine Reklamationsstelle nimmt den Kontakt zum Händler auf. Kann der den Versand der Ware nicht nachweisen, erhält der Kunde sein Geld zurück. paydirekt wirbt damit, dass der Händler bis auf die BIC keine weiteren Kontodaten erhält und die Bank oder paydirekt keine Warenkorb-Daten weitergeben oder verkaufen. Der Schutz der Transaktionsdaten erfolge nach deutschen Datenschutzbestimmungen und auf deutschen Servern. Bekannt ist, dass PayPal dagegen tiefe Einblicke in das Kaufverhalten seiner rund 16 Millionen Nutzer in Deutschland nimmt, Nutzerprofile erstellt und die Daten verkauft. Die Händler, die paydirekt als Zahlart akzeptieren möchten, müssen die Gebühren mit den Banken beziehungsweise Bankengruppen einzeln aushandeln, das ist eine wettbewerbsrechtliche Auflage. paydirekt will das unter anderem durch Kooperationen mit Unternehmen wie Computop erleichtern, die sich um die technische Anbindung von Bezahllösungen kümmern und Verträge mit den diversen Zahlungsdienstleistern bündeln.

5. Der monatliche Newsticker
++ bei der Postbank fällt am 1.1.16 der Sofortrabatt an Shell-Stationen weg. Über viele Jahre erhielten die privaten Girokunden je nach Kontomodell bei Zahlung mit der Postbank-girocard den Liter Kraftstoff 1 oder 2 Cent günstiger. Das Angebot werde aufgrund eines kontinuierlich sinkenden Kundeninteresses eingestellt, begründete die Postbank in einer Kundenmitteilung im Online-Banking. Im Bereich für Fragen und Antworten steht zudem, die Voraussetzungen hätten sich geändert und zum anderen hätte die Bank in einer Befragung festgestellt, dass der Rabatt bei Shell von vielen der Kunden als nicht so wichtig eingestuft werde. Stattdessen bietet sie das kürzlich eingeführte Vorteilsprogramm mit Partnern wie Amazon und Microsoft an und weiterhin können ihre Girokunden kostenlos bei Shell Bargeld abheben ++ TARGOBANK bewirbt das "Online-Konto" und das "Komfort-Konto" nun wie einige andere Wettbewerber ihr Girokonto mit EUR 100,00 Abschlussanreiz - in Form eines BestChoice-Gutscheins, der in Gutscheine zahlreicher Geschäfte (online und offline) eingetauscht werden kann. Bei den Girokonten der TARGOBANK sind solche Angebote selten, in der Vergangenheit waren sie bestenfalls EUR 50,00 hoch. Den jetzigen BestChoice-Gutschein im Wert von EUR 100,00 erhält, wer bis 19.1.16 eines der beiden Konten online beantragt, eine Dispolinie eingerichtet bekommt und wenn zudem innerhalb von vier Monaten nach Kontoeröffnung in zwei aufeinanderfolgenden Monaten Gehälter von mindestens EUR 600,00 auf dem neuen Konto eingehen. Die Dispolinie lässt sich gleich mitbeantragen, indem man im Antragsprozess angibt, dass entweder ein kontinuierliches Guthaben von mindestens EUR 2.500 auf Konten oder Depots bei der TARGOBANK vorhanden ist, oder man einen monatlichen Gehaltseingang veranlasst ++ die HypoVereinsbank strich zum 1.12.15 den Guthabenzins beim Jugend-Girokonto "Konto Start" - bis dahin 1,00% für Guthabenteile bis EUR 1.500, ein Bestandteil aus vergangenen Zeiten ++ die netbank erweiterte das Angebot an Autorisierungsverfahren um PushTAN. Dadurch können Aufträge mittels App ohne TAN-Eingabe direkt über Smartphone oder Tablet bestätigt werden. Die App heißt "SecureApp" und kann im Apple App Store bzw. Android Play Store heruntergeladen werden ++ die Deutsche Skatbank erweiterte ebenfalls um PushTAN. Dadurch können Aufträge mittels App ("VR-SecureGo-App") ohne TAN-Eingabe und ohne Bankgebühren direkt über Smartphone oder Tablet bestätigt werden. Die App steht für iOS und Android zur Verfügung. Bislang bot die Deutsche Skatbank nur kostenpflichtige Autorisierungsverfahren für ihr Online-Banking an ++ Debeka ersetzte am 24.11.15 im Bauspar-Neugeschäft den Tarif "BS3" durch "BS4": Bei dem neuen Tarif erhalten Sparer eine Grundverzinsung von 0,30%, bei Darlehensverzicht und Erfüllung der weiteren Bedingungen wird um einen jährlich zu ermittelnden Bonuszins (abhängig von der Umlaufrendite) um höchstens 0,70% aufgebessert. Zuvor betrug der Grundzins 1,00% und der höchstmögliche Bonuszins 1,75%. Im neuen Tarif wird bei Darlehensverzicht ein Viertel der gezahlten Abschlussgebühr rückerstattet, was die viel niedrigere Verzinsung ein wenig kompensiert. Auch ist keine Höchstbausparsumme (vorher EUR 16.000) mehr festgelegt ++ die Deutsche Ring Bausparkasse bietet beim Bausparen ihren "Bonus-Tarif BT" nicht mehr an. Er war mit Grundzins (0,75%) plus Bonuszins (1,25%) auf Sparer ausgerichtet. Diese Zielgruppe soll nun über den "Flexi-Tarif XT" mitbedient werden, es ist ein Tarif für Unentschlossene mit einer Guthabenverzinsung von 1,00% ++ comdirect wird per 1.1.16 bei ihrer Auswahl von zurzeit 75 ETFs, die zu Aktionskonditionen bezogen werden können, diverse austauschen. Betroffen sind vor allem ETFs von db x-trackers und iShares. Anleger, die per Sparplan anlegen, sollten deshalb prüfen, ob ihr ETF weiterhin Teil des Aktionsangebots bleibt. Bei den rausfliegenden ETFs hat comdirect auf der jeweiligen "Informerseite" einen Hinweis darauf vermerkt ++ comdirect schlägt auch in diesem Jahr für unter den Weihnachtsbaum das "JuniorDepot" vor. Die gesetzlichen Vertreter können für einen Minderjährigen dieses Wertpapierdepot eröffnen. Es wird zu denselben Konditionen geführt wie für Erwachsene; bei Produktabschluss in der Zeit von 12.11.15 bis 4.1.16 gelten passend für die Zielgruppe aber Vorteile: Es kann im Antragsprozess aus drei Geschenken gewählt werden. Zur Auswahl stehen ein Bobby Car, eine große Baukiste mit Kunststoffsteinen und ein Kopfhörer, jeweils von bekannten Marken. Daneben zahlt comdirect einen Zuschuss für den ersten Wertpapiersparplan, der innerhalb von drei Monaten nach Depoteröffnung eingerichtet wird, und zwar zwölf Monate lang in Höhe von EUR 2,50 pro Ausführung. Der Zuschuss summiert sich somit auf bis zu EUR 30,00 ++ die TARGOBANK passte ihre ETF-Aktion an: Es können nun 20 ausgewählte iShares-ETFs ohne Ordergebühren als Einmalanlage ab EUR 3.000 Gegenwert gekauft werden. Börsenplatzabhängige Entgelte und Fremdspesen kommen gegebenenfalls hinzu. Das Angebot gilt im Zeitraum 1.11.15 bis 31.12.15. Zuvor waren es lediglich 10 ETFs von iShares, die mit EUR 4,90 Ordergebühr gekauft werden konnten, der vergünstigte Preis galt bereits ab EUR 1.000 Gegenwert ++ Kunden von OnVista Bank können ihre Orders seit Ende Oktober auch über Quotrix platzieren. Die Börse Düsseldorf betreibt das elektronische Börsenhandelssystem Quotrix seit 2001. Neuen Schwung erhielt das Handelssystem, das bis dahin seine Umsätze fast ausschließlich mit den Sparkassen machte, 2015 durch die Anbindung der Volksbanken und der Postbank. Anleger können darüber profitieren, weil börsliche Kosten wegfallen die Handelszeiten sehr lang sind. Quotrix ermöglicht den Handel von 8:00 bis 23:00 Uhr und somit eine Stunde länger als alle übrigen Börsenplätze in Deutschland ++ bei Hanseatic Bank läuft zu den Kreditkarten "GenialCard" und "GoldCard" im Zeitraum vom 1.12.15 bis 4.1.16 wieder eine Aktion mit Startguthaben. Neukunden, die eine der beiden Kreditkarten online über die Aktionsseite beantragen und sie innerhalb von sechs Wochen erstmals zum Einkaufen oder am Geldautomaten einsetzen, erhalten EUR 30,00 auf dem Kartenkonto gutgeschrieben ++ Yapital, ein vom Handelskonzern Otto aufgebautes Bezahlverfahren, wird mit Wirkung zum 31.1.16 weitgehend eingestellt, die bestehenden Yapital-Konten auf Nutzer- und Händlerseite werden aufgelöst. Aufgrund des Margenverfalls durch die neue Rechtslage (Regulierung der Gebühren für Kreditkartenzahlungen) und einem langsameren als von vielen Marktbeobachtern prognostizierten Ändern der Verbrauchergewohnheiten, ist aus Sicht des Yapital-Chefs Marc Berg eine Endkundengewinnung durch reines Marketing - ohne starken Partner mit einer breiten Kundenbasis - nicht rentabel zu betreiben ++ der Online-Bezahldienst ClickandBuy wird eingestellt, das teilt ClickandBuy auf seiner Homepage mit. Nutzerkonten werden demnach automatisch zum 30.4.16 geschlossen. Bestehende Guthaben müssen die Nutzer bis dahin verbrauchen oder per Überweisung auf ihr Bankkonto zurückholen. Ab dem 1.5.16 werde ClickandBuy dann auch bei den angeschlossenen Onlineshops nicht mehr verfügbar sein. ClickandBuy, ursprünglich für die Abwicklung von Kleinstbeträgen entwickelt und 1999 in Köln gegründet, wurde 2010 von der Telekom übernommen. Diese führte ClickandBuy als eigenständige Tochter mit Hauptsitz in London weiter. Es konnte offenbar nicht die kritische Masse von Nutzern erreicht werden. Telekom-Chef Timotheus Höttges hatte gemäß Zeitungsberichten im Mai dieses Jahres bereits eingestanden, dass die Übernahme rückblickend ein Fehler war. Die Telekom habe das Angebot als eigenständigen Bezahldienst nicht etablieren können. Es ist das zweite Mal innerhalb von zwei Wochen, dass das Aus eines Bezahldienstes angekündigt wird, nach Ottos Yapital gibt sich auch ClickandBuy von der Telekom gegenüber der Allmacht von PayPal und anklopfenden Diensten wie Apple Pay geschlagen ++

6. Die Zinsentwicklung beim Tagesgeld


Die DHB Bank wird am 8.12.15 beim "NetSp@r-Konto" auf 0,50% (bisher 0,60%) verringern.


Bank11 kürzte am 1.12.15 den Zins für Guthabenteile bis EUR 100.000 auf 0,50% (vorher 0,60%).


Sberbank Direct verringerte am 1.12.15 auf 0,80% (vorher 0,90%).


Die Opel Bank verringerte am 19.11.15 von 1,00% auf 0,85%. Für Kontoeröffnungen, die bis 18.11.15 erfolgten, zahlt sie aber weiterhin die 1,00% p. a., garantiert bis 29.2.16, danach erhält auch diese Kundengruppe den dann gültigen Standardzins.


Die IKB Deutsche Industriebank erhöhte am 17.11.15 auf 0,50% (vorher 0,30%).


Santander Consumer Bank und Santander Direkt Bank senkten am 16.11.15 bei "Geld-Management-Konto" und "SuperKonto" für Guthabenteile größer EUR 100.000 auf 0,10% (vorher 0,25%).

7. Die Zinsentwicklung bei den Festzinsanlagen

(Auswahl an relevanten Änderungen)


Die IKB Deutsche Industriebank wird am 7.12.15 beim Produkt "Festgeld" bei 12 Monaten um 0,20 Prozentpunkte und bei 3 bis 7 Jahren um 0,10 Prozentpunkte erhöhen, gleichfalls aber auch bei 10 Jahren leicht senken - dort bietet sie mit VON ESSEN Bank zurzeit den höchsten Zinssatz im Vergleich. Die Zinsänderungen: 12 Monate - 1,00% (bisher 0,80%), 3 Jahre - 1,30% (bisher 1,20%), 4 Jahre - 1,50% (bisher 1,40%), 5 Jahre - 1,70% (bisher 1,60%), 7 Jahre - 1,90% (bisher 1,80%), 10 Jahre - 2,10% (bisher 2,15%)


Die Eurocity Bank wird am 7.12.15 bei 3 Jahren auf 1,50% (bisher 1,60%) absenken.


Die AutoBank schob sich am 4.12.15 bei 12 Monaten mit 1,31% (vorher 1,21%) auf den ersten Platz, der Vorsprung auf den Zweitplatzierten gerade einmal 0,01 Prozentpunkte. Ebenfalls erhöhte sie bei 2 Jahren, dort auf 1,42% (vorher 1,37%).


Die Renault Bank direkt, einer der Top-Anbieter, senkte am 3.12.15 um 0,10 bis 0,15 Prozentpunkte. Sie bietet bei 12 Monaten 1,15% (vorher 1,25%), bei 2 Jahren 1,35% (vorher 1,50%), bei 3 Jahren 1,50% (vorher 1,65%), bei 4 Jahren 1,60% (vorher 1,75%) und bei 5 Jahren 1,70% (vorher 1,85%).


Sberbank Direct, zuvor mit zwei Laufzeitangeboten ganz vorne, verringerte am 1.12.15 um 0,20 bis 0,40 Prozentpunkte. Bei 12 Monaten gelten 1,10% (vorher 1,30%), bei 2 Jahren 1,20% (vorher 1,50%), bei 3 Jahren 1,50% (vorher 1,90%) und bei 4 Jahren 1,60% (vorher 2,00%).


Die Amsterdam Trade Bank aus den Niederlanden senkte am 30.11.15 ab der 2-jährigen Laufzeit um 0,25 Prozentpunkte, bietet nun für 2 Jahre 1,20% (vorher 1,45%), für 3 Jahre 1,30% (vorher 1,55%), für 4 Jahre 1,40% (vorher 1,65%) und für 5 Jahre 1,50% (vorher 1,75%).


Die Opel Bank senkte am 19.11.15 bei 12 Monaten auf 1,10% (vorher 1,20%), bei 2 Jahren auf 1,25% (vorher 1,35%) und bei 3 Jahren auf 1,35% (vorher 1,50%).


NIBC Direct, bei der ein Aktionsangebot zur 9-monatigen Laufzeit auslief, senkte am 17.11.15 auch die anderen Laufzeiten von "Mehr.Geld.Konto" und "Mehr.Kapital.Konto" - dort durchgängig um 0,10 Prozentpunkte. So gelten nun für 6 Monate 1,00% (vorher 1,10%), für 9 Monate 1,05% (vorher 1,40%), für 12 Monate 1,20% (vorher 1,30%), für 2 Jahre 1,40% (vorher 1,50%), für 3 Jahre 1,50% (vorher 1,60%), für 4 Jahre 1,60% (vorher 1,70%), für 5 sowie 6 Jahre 1,65% (vorher 1,75%), für 7 Jahre 1,70% (vorher 1,80%), für 8 Jahre 1,75% (vorher 1,85%), für 9 Jahre 1,80% (vorher 1,90%) und für 10 Jahre 1,85% (vorher 1,95%).


Die akf bank erhöhte am 16.11.15 bei den Laufzeiten bis 9 Jahren um 0,01 bis 0,21 Prozentpunkte, am stärksten bei 4 Jahren auf 1,71% (vorher 1,50%) und bei 5 bis 8 Jahren auf 1,75% (vorher 1,55%).


ProCredit Bank erhöhte am 13.11.15 im Laufzeitenbereich von 12 Monaten bis 4 Jahren auf einheitlich 1,20%. Zuvor galten bei 12 Monaten 0,65%, bei 2 Jahren 0,75%, bei 3 Jahren 1,00% und bei 4 Jahren 1,15%.


GarantiBank erhöhte am 11.11.15 aus Anlass ihres 25-jährigen Firmenjubiläums ab der 12-monatigen Laufzeit um 0,10 bis 0,45 Prozentpunkte. Es gelten für 12 Monate 1,05% (vorher 0,95%), für 2 Jahre 1,40% (vorher 1,10%), für 3 Jahre 1,60% (vorher 1,15%), für 4 Jahre 1,70% (vorher 1,25%) und für 5 Jahre 1,80% (vorher 1,35%).


Die DHB Bank senkte am 10.11.15 jeweils bei 4 Jahren um 0,10 Prozentpunkte und bei 5 Jahren um 0,15 Prozentpunkte, für das "FestgeldONLINE" ergeben sich dadurch 1,60% (vorher 1,70%) und 1,75% (vorher 1,90%).


Die Austrian Anadi Bank aus Österreich ergänzte am 5.11.15 in ihrem Laufzeitangebot über die Zinspilot-Plattform eine 12-monatige Festzinsanlage zu 1,51%. Obendrauf erhalten Anleger bei Abschluss der ersten Festgeldanlage auf Zinspilot einen Bonus, sofern die 12-monatige Laufzeit gewählt, in Höhe von EUR 30,00 bei einem Anlagebetrag von mindestens EUR 7.500.

Noch eine schöne Adventszeit wünscht

m o d e r n - b a n k i n g

Geiselwieslach 4, D-66839 Schmelz
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