Direktbanken und Online-Broker im Vergleich

News: Alle Meldungen aus dem Jahr 2010

28.12.2010 |Mindestsicherung steigt auf EUR 100.000
Die gesetzliche Einlagensicherung beträgt ab 31.12.10 in Deutschland EUR 100.000 je Privatperson und Kreditinstitut. Im Änderungsgesetz zum Einlagensicherungs- und Anlegerentschädigungsgesetz vom Juni 2009, das die Mindestsicherung zunächst von EUR 20.000 auf EUR 50.000 anhob und den Selbstbehalt abschaffte, war dies bereits festgeschrieben.
Nicht nur Deutschland, sondern alle Mitgliedstaaten der Europäischen Union sollen gemäß einer EU-Richtlinie spätestens bis zum Jahresende sicherstellen, dass Einlagen bis EUR 100.000 abgedeckt sind. Mitgliedstaaten, die nicht dem Euroraum angehören, haben die Möglichkeit, die Beträge in der nationalen Währung festzusetzen. Die sich aus der Umrechnung ergebenden Beträge dürfen gerundet werden und sollen bei grundlegenden Wechselkursänderungen angepasst werden, sodass sie einen gleichwertigen Schutz darstellen. So steigt beispielsweise in Großbritannien die Sicherungsgrenze von GBP 50.000, aber mindestens EUR 50.000, auf GBP 85.000 und in Frankreich von EUR 70.000 auf EUR 100.000. Österreich, die Niederlande und Luxemburg hatten die Sicherungsgrenze von EUR 100.000 zuvor schon eingeführt. Die ausländischen Sicherungssysteme sind für Anleger relevant, die z. B. bei Bank of Scotland, Cortal Consors, DenizBank, NIBC Direct oder Advanzia Bank Einlagen unterhalten. Der Begriff "gesetzliche" Einlagensicherung ist nicht so zu verstehen, dass der jeweilige Staat garantiert. Die Sicherung übernimmt die jeweilige Institution - bei den deutschen Privatbanken ist dies die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH. Sparkassen und Genossenschaftsbanken sind vom deutschen Gesetzgeber von der Zuordnung zu einer entsprechenden Einrichtung befreit, da sie innerhalb ihrer Verbände gegenseitig für die Liquidität und die Solvenz der Mitgliedsinstitute garantieren. Vorschläge der EU-Kommission aus dem Juli 2010 stellen diese Ausnahmeregelung infrage. Argumente dabei sind, dass die Institutshaftung rechtlich nicht einklagbar ist und der Bund die zum Deutschen Sparkassen- und Giroverband zählenden Landesbanken in der Finanzkrise stützen musste - viele Sparkassen wären mit dieser Aufgabe überfordert gewesen. Die EU-Kommission regte grundlegende Änderungen auch in zahlreichen anderen Punkten an, um die Standards der rund 40 Sicherungseinrichtungen in der EU weiter zu harmonisieren und klarer zu gestalten.
Im Tagesgeld-, Festzinsanlage- und Sparplan-Vergleich kennzeichnete modern-banking.de bislang Anbieter, deren Einlagensicherung unter einer bestimmten Summe lag. Diese Kennzeichnung nehmen wir künftig nicht mehr vor. Nach der Anhebung der Mindestsicherung rückt vielmehr in den Vordergrund, wer die Sicherheit im Einzelfall gibt. In den Vergleichen ist deshalb aufgeführt, welche gesetzliche Einlagensicherung zuständig ist und ob gegebenenfalls eine freiwillige Sicherungseinrichtung für Einlagen darüber hinaus besteht.

26.12.2010 |Jahresrückblick 2010
Die Schlagzeilen des Jahres zum Direktbankenmarkt: ++ ein fehlerhaft programmierter Chip des niederländisch-französischen Herstellers Gemalto führte zu Jahresbeginn zu einem Massenversagen von Zahlungskarten. 30 Millionen der 120 Millionen in Deutschland umlaufenden Bank- und Kreditkarten mussten ausgetauscht oder repariert werden ++ noa bank scheiterte durch unbedarftes Agieren des Managements. Gelder, die nachhaltige Projekte unterstützen sollten und im Übermaß eingesammelt wurden, finanzierten zum Unmut der Anleger bald ein Factoring-Unternehmen, an dem das Management beteiligt war. Die Aufsichtsbehörde zog wegen zu geringer Eigenkapitalquote des Firmengeflechts die Notbremse ++ Kooperationen mit Supermärkten und Tankstellen erweiterten die Bargeldversorgung ++ Banking-Apps für Smartphones und Tablet-PCs brachten den Durchbruch für das mobile Banking ++ durch die EU-Verbraucherkreditrichtlinie, seit Juni verbindlich, muss die Kreditwirtschaft ihren Privatkunden eine Reihe zusätzlicher Informationen zukommen lassen. Die Formulierungen des Gesetzes lassen jedoch viel Spielraum für Interpretationen. Entsprechend setzen die Kreditinstitute die neuen Anforderungen sehr unterschiedlich um, einige verzichten aus Unsicherheit sogar auf die Angabe allgemeingültiger Zinssätze ++ im Streit um die Geldautomatengebühren konnten sich die Bankenverbände in zähen Verhandlungen lediglich auf mehr Transparenz einigen. Mitte Januar wird im Rahmen des deutschen girocard-Systems bei Fremdabhebungen auf ein direktes Kundenentgelt umgestellt, dessen Höhe am Bildschirm angezeigt wird. Nur die Privatbanken verpflichteten sich auf eine Preisobergrenze, Fremdabhebungen kosten dort künftig maximal EUR 1,95 ++ GE Capital Direkt startete zinsstark im Juli ++ der Online-Broker Nordnet Bank zog sich hingegen auf den nordischen Heimatmarkt zurück und leitete seine Kunden in Deutschland an OnVista Bank über ++

17.12.2010 |American Express angelt Payback
Der Kreditkartenanbieter American Express wird den Betreiber des Payback-Bonusprogramms, die Loyalty Partner GmbH, übernehmen. Dies kündigte das US-Unternehmen am Donnerstag überraschend an. Der Kaufpreis betrage 496 Millionen Euro. Verbraucher sammeln bei Partnern von Loyalty Punkte, um diese gegen Prämien einzutauschen. Zu den Partnern zählen beispielsweise die Kaufhof-Warenhäuser, Aral-Tankstellen, dm-Drogeriemärkte und viele Webshops. Die auf diesem Weg erhaltenen Verbraucherdaten wertet Loyalty bekanntlich aus. Payback ist in Deutschland marktführend bei den Bonusprogrammen und gibt zum Punktesammeln neben reinen Kundenkarten auch innovative Maestro-Karten heraus, die für das kontaktlose Zahlen vorbereitet sind, sowie Kreditkarten von VISA. Loyalty ist auch in Polen und Indien aktiv.
Durch die Übernahme will American Express zusätzliche Erwerbsquellen erschließen und die internationale Präsenz stärken. "Die Entscheidung der Verbraucher, wo und wie Produkte sowie Leistungen gekauft werden, wird immer stärker davon beeinflusst, ob und welche Kundenbindungsprogramme existieren", sagte Ed Gilligan, Vorstandsmitglied bei American Express. Vom Gesamtkaufpreis werde American Express 425 Millionen Euro in bar zahlen. Die restliche Summe entfalle auf eine Kapitalbeteiligung des Managements von Loyalty. Diese Kapitalbeteiligung wird American Express in den kommenden fünf Jahren zu einem Preis übernehmen, der von der Entwicklung des Unternehmens abhängt. Bisheriger Haupteigner war der britische Finanzinvestor Palamon Capital Partners. Auch die Metro AG und Roland Berger verkauften ihre Beteiligung. Die Übernahme, deren rechtliche Genehmigung noch aussteht, soll im ersten Quartal 2011 abgeschlossen sein.

16.12.2010 |ING-DiBa streicht Boni der Kunden
Zum 1.7.11 entfällt der Bonus von jeweils 50 Cent bei Einkäufen mit der zum Girokonto der ING-DiBa gehörenden VISA-Debit-Karte. Dieses bisherige Alleinstellungsmerkmal des Girokontos wird auf der Internetseite der Bank nun als Aktion bezeichnet, die nur noch bis 30.6.11 gilt. Bestehende Kunden werden ab Januar über die Befristung informiert. Der Bonus für Einkäufe mit der VISA-Debit-Karte wurde ursprünglich im Oktober 2007 für Einkäufe ab EUR 20,00 eingeführt und zum November 2008 gekappt, als der Einkaufswert fortan auf mindestens EUR 50,00 lauten musste.
Daneben verlängerte ING-DiBa die Neukundenaktionen bei Girokonto, Tagesgeld und Depot. Die diesbezüglichen Gutschriften wurden jedoch reduziert, beim Girokonto von EUR 75,00 auf EUR 50,00 sowie bei Tagesgeld und Depot von EUR 25,00 auf EUR 20,00. Die Freetrade-Aktion zum Depot pausiert.

15.12.2010 |Cortal Consors bei aktiv gemanagten Fonds spendabel
In den ruhigen Tagen bis zum Jahreswechsel will Cortal Consors zum Fondsübertrag mobilisieren. Eine neue Runde der Aktion ist eingeläutet. Für Fondsvolumen, das erstmals aus externen Depots in ein Depot bei Cortal Consors übertragen wird, erhalten Kunden ein Prozent des Kurswerts als Geldgutschrift. Der Kurswert muss dabei mindestens EUR 5.000 betragen. Die Gutschrift wird auf ganze EUR 5,00 aufgerundet und ist erst bei EUR 500,00 gedeckelt. Der Übertrag ist über ein auf der Aktionsseite bereitgestelltes Einzugsformular zu veranlassen. Das Formular muss spätestens bis 31.12.10 und die Fonds müssen bis 28.2.11 bei Cortal Consors eingehen. ETFs - wohl wegen zu geringer Bestandsprovision - sowie Fonds ohne Preisstellung der Investmentgesellschaft und geschlossene Fonds werden bei der Aktion nicht berücksichtigt. Um den Mindestübertrag zu erreichen, können Fonds aus verschiedenen Depots übertragen werden. Ein anschließender Verkauf wäre prämienunschädlich, aber eine erneute Übertragung an Fremdinstitute ist zwölf Monate lang unzulässig. Wenn alle Bedingungen erfüllt sind, wird die Gutschrift voraussichtlich im April auf dem Verrechnungskonto bei Cortal Consors verbucht. Eine Kombination mit der "3,0 Prozent Depotwechsel"-Aktion oder der "4 Prozent aufs Tagesgeld" ist möglich, eine doppelte Prämierung einzelner Überträge jedoch ausgeschlossen.

09.12.2010 |Kreditkarten von Freemailern beteiligen an Umsatzprovision
Barclaycard gibt über WEB.DE und GMX, beides Internetportale der United Internet AG, ab sofort ein Kreditkartendoppel heraus, dessen stärkstes Argument ein vierteljährlicher Cashback auf bestimmte Umsätze ist. Das Kartendoppel besteht aus VISA und MasterCard. Der Cashback beträgt zwei Prozent bei Online-Käufen und ein Prozent beim Tanken. Für beide Bereiche gilt jeweils eine Begrenzung von EUR 600,00 an bonifiziertem Umsatz je Quartal - dies entspricht einer maximalen Rückvergütung von EUR 12,00 für Einkäufe im Internet und weiteren EUR 6,00 fürs Tanken. Die Rückvergütungen werden vierteljährlich gutgeschrieben. Das Kartendoppel ist im ersten Jahr beitragsfrei, in den Folgejahren kostet es EUR 24,90. Als Willkommensprämie erhält man derzeit einen Einkaufsgutschein über EUR 20,00, wenn innerhalb von zwölf Wochen nach Kontoeröffnung ein Kartenumsatz getätigt wird. Bei Antragsstellung wird ein Kreditrahmen mit 3,00% Teilzahlung vereinbart. Wer keine Kreditzinsen von effektiv 18,99% zahlen möchte, kann nachträglich auf einen Lastschrifteinzug von 100% der Monatsabrechnung umstellen.

02.12.2010 |NIBC Direct vereint Tagesgeld und Festzinsanlage
Die NIBC Direct stellte heute ihr neues "Kombigeld" vor. Es bietet feste Zinsen für Laufzeiten von wahlweise zwei bis zehn Jahren, wobei 50% des ursprünglich angelegten Betrages jederzeit verfügbar sind. Das Produkt soll Festgeldanleger ansprechen, die unvorhergesehene Ausgaben fürchten, und gleichzeitig Tagesgeldanleger, die mehr Rendite wünschen. Das aktuelle Angebot lautet für 2 Jahre auf 2,60%, für 3 Jahre auf 2,80%, für 4 Jahre auf 3,05%, für 5 Jahre auf 3,30%, für 6 Jahre auf 3,45%, für 7 Jahre auf 3,60%, für 8 Jahre auf 3,70%, für 9 Jahre auf 3,80% und für 10 Jahre auf 3,85%. Gegenüber den gewöhnlichen Festgeldsätzen der NIBC Direct beträgt der Abschlag derzeit 0,20% bis 0,65%. Die Flexibilität kostet somit Rendite. Die Höhe des Abschlags ist eine entscheidende Größe. Denn die Vorteile lassen sich leicht nachbilden, indem der Anleger einzeln unter den marktstärksten Angeboten zu Tagesgeld und Festzinsanlage auswählt. Wenn die Festzinsanlage dann noch in Tranchen und zu unterschiedlichen Fälligkeitsterminen angelegt wird, ist zusätzlich auch von diesem Geld immer ein Teilbetrag in absehbarer Zeit verfügbar.
Technisch besteht das Kombigeld der NIBC Direct aus zwei Konten, dem Kombi.Kapital.Konto und dem Kombi.Zins.Konto. Der Anlagebetrag wird auf beide Konten zu je 50% aufgeteilt. Die Mindesteinlage beträgt EUR 5.000, wobei nachträgliche Einzahlungen nicht erlaubt sind. Verfügungen sind per Online-Banking ausschließlich vom Kombi.Zins.Konto möglich. Die Zinsen werden jeweils zum Jahresende gutgeschrieben. Nach Ablauf des Festzinszeitraumes wird das auf dem Kombi.Kapital.Konto befindliche Guthaben automatisch auf das Kombi.Zins.Konto umgebucht, das daraufhin mit dem variablen Zinssatz für Tagesgeld weiter verzinst. Es gilt die niederländische Einlagensicherung.

27.11.2010 |Deutsche Bank bei Postbank am Ziel
Die Deutsche Bank konnte am Freitag mitteilen, dass ihr öffentliches Übernahmeangebot zu 25,00 Euro je Postbank-Aktie erfolgreich war. Sie kann mindestens weitere 21,48 Prozent an dem Institut erwerben und erreicht damit die Aktienmehrheit. Das genaue Ergebnis wird am Montag bekannt geben. Klar ist schon jetzt, dass die Frankfurter ihren Anteil bis zur Freigabe der Transaktion durch das US-Kartellamt bei 49,95 Prozent deckeln werden. Übersteigende Anteile wird zunächst die Société Générale übernehmen. Rund 40 Prozent der Postbank-Aktien liegen weiterhin bei der Deutschen Post - diese Anteile bekommt die Deutsche Bank über Pflichtumtauschanleihen und Optionen ab Februar 2012.
Die Deutsche Bank möchte die Postbank nun in die eigene Bilanz nehmen und Synergiepotenziale heben. Die Marke der Postbank wird allerdings bestehen bleiben. Mit dem Zukauf steigt die Deutsche Bank auch im deutschen Privatkundengeschäft zur Nummer eins auf und reduziert ihre oft kritisierte Abhängigkeit vom Investmentbanking.

23.11.2010 |Schufa-Auskunft über Unternehmen abrufbar
Privatpersonen haben über einen neuen Service der Schufa die Möglichkeit, Bonitätsinformationen über im Handelsregister eingetragene Unternehmen und teilweise auch über Kleingewerbetreibende und Freiberufler einzuholen. Dadurch kann vor dem Eingehen einer Geschäftsbeziehung die Solvenz eines Unternehmens besser eingeschätzt werden. Sinnvoll ist dies gegebenenfalls bei größeren Investitionen, beispielsweise wenn Bauunternehmen beauftragt werden. Böse Überraschungen, wie eine Verzögerung am Bau, eine höhere finanzielle Belastung oder gar ein Baustopp können so womöglich vermieden werden. In der Unternehmensauskunft führt die Schufa zurückliegende Angaben über das Zahlungsverhalten auf. Außerdem sind die Stammdaten sowie überwiegend Handelsregisterinformationen enthalten. Eine Ampel-Kennzeichnung gibt Aufschluss darüber, wie die Schufa die Entwicklung der Zahlungsfähigkeit für die nächsten zwölf Monate einschätzt. Der Service steht registrierten Nutzern des Internetportals meineSCHUFA.de zur Verfügung. Die Registrierung kostet einmalig EUR 18,50. Nach dem Einloggen kann dort ausgewählt werden, über welches Unternehmen die Auskunft erstellt werden soll. Diese kostet EUR 28,50 und wird als PDF bereitgestellt. Der Auskunftssuchende muss bestätigen, dass er ein berechtigtes Interesse an den Informationen hat.

19.11.2010 |Kurzmeldung
Stiftung Warentest rät in ihrer Finanztest-Ausgabe bei Zinsangeboten unbekannter Anbieter vorsichtig zu sein. Denn Geldanlagen fallen nicht immer unter eine Einlagensicherung. Als Beispiel dafür wird "Credit-EU" genannt. Das Unternehmen hat seinen Sitz in Schweden und wirbt in deutscher Sprache aktuell mit einem Zinssatz von 4,00% für Tagesgeld und bis zu 8,50% für Festgeld. Credit-EU ist jedoch keine Bank, sondern erbringt Leistungen gemäß den schwedischen Creditunion-Richtlinien. Mit dieser rechtlichen Sonderstellung dürfen Zinsangebote nur Mitgliedern unterbreitet werden und es ist nicht erlaubt, das Wort "Bank" im Namen zu verwenden.

16.11.2010 |Kurzmeldung
Die AutoBank teilte mit, dass sämtliche 1,89 Millionen Aktien, die im Rahmen ihres Börsengangs angeboten wurden, zum Festpreis von EUR 2,50 platziert wurden. Es haben jedoch auch Altaktionäre gezeichnet. Dem Unternehmen fließen durch den Börsengang, der von der VEM Aktienbank AG begleitet wurde, brutto 4,7 Millionen Euro zu. Die Aktie wird erstmals am 19.11.10 im Entry Standard der Frankfurter Wertpapierbörse notiert.

16.11.2010 |Kurzmeldung
maxblue, das Brokerageangebot der Deutschen Bank, erhielt einen überarbeiteten Internetauftritt. Es stehen jetzt mehr Audio- und Videodateien zur Verfügung. So berichten Börsenexperten regelmäßig in Videointerviews über die Marktentwicklungen und Börsenwissen ist per Videotutorials abrufbar. Ebenso wurde beim außerbörslichen Handel die Benutzeroberfläche, der "maxblue Direct Trade", neu konzipiert. Der Kunde erhält zum jeweiligen Wertpapier eine vergleichende Darstellung aller aktuellen Preisstellungen der Handelspartner. Der beste Preis wird dabei farblich hervorgehoben.

10.11.2010 |SEB beim Brokerage vielfältig
Die SEB wird zum 1.1.11 zwei weitere Preismodelle zum Brokerage einführen. Im Filialvertrieb sind "EasyDepot" und "StarDepot" moderne Alternativen zum bisherigen Preismodell. Änderungen ergeben sich ebenfalls bei SEBdirect, dem Angebot für Direktkunden. Künftig ist die Depotführung dort kostenfrei (bisher: EUR 29,00/Jahr) und Orders werden mit 0,30% vom Kurswert abgerechnet, mindestens aber zu einer Gebühr von EUR 9,90 und maximal zu EUR 59,90, zuzüglich eines Ausführungsentgelts von EUR 3,00 (bisher: EUR 9,99 Grundgebühr + 0,15% vom Kurswert). Limits sind weiterhin kostenfrei. Auch bestehende Kunden von SEBdirect werden auf diese Konditionen umgestellt. Die SEB befindet sich in einem Verkaufsprozess, ihre deutsche Privatkundensparte wird voraussichtlich zum Jahreswechsel an die Santander Consumer Bank übergehen.

02.11.2010 |Postbank Giro plus mit EUR 100,00 Startguthaben
Zum Girokonto "Giro plus" bietet die Postbank immer mal wieder eine Aktion, um die Zahl der Kontoeröffnungen aufzubessern. So ist dieses Kontomodell aktuell Aktionsprodukt in der "Happy Hour" mit einem ausgefallen hohen Startguthaben von EUR 100,00. Ab einem monatlichen bargeldlosen Geldeingang von mindestens EUR 1.000 ist die Kontoführung gebührenfrei. Studenten und Auszubildende sind generell von der Kontoführungspauschale befreit. Die Eröffnungsunterlagen müssen über die Aktionsseite der "Happy Hour" erstellt werden. Dies ist in der Zeit von 18:00 bis 19:00 Uhr möglich. Einsendeschluss der Unterlagen ist der 24.11.10. Teilnahmeberechtigt sind Privatpersonen ab 18 Jahren. Das Startguthaben wird Ende Januar 2011 gutgeschrieben.

01.11.2010 |Für SEPA-Lastschrift gerüstet
Jedes Girokonto in den 16 Euro-Ländern muss ab heute für SEPA-Lastschriften zumindest erreichbar sein. In den übrigen SEPA-Teilnehmerländern gilt diese Pflicht ab 1.11.14. Für die Banken ist aber optional, ob sie ihren Geschäftskunden auch das Einziehen mittels SEPA-Lastschrift anbieten. Dadurch ist es nun möglich, fällige Rechnungsbeträge nicht nur im Inland, sondern auch grenzüberschreitend im europäischen Ausland per Lastschrift zu begleichen bzw. einzuziehen. Die SEPA-Lastschrift läuft zunächst parallel zu den nationalen Lastschriftverfahren. Es sind die internationale Kontonummer IBAN und die internationale Bankleitzahl BIC zu verwenden. Dem Einziehenden muss von der zuständigen Zentralbank eine Gläubiger-Identifikationsnummer zugeteilt worden sein. Der für Verbraucher relevanten SEPA-Basislastschrift kann innerhalb von acht Wochen ab Belastung ohne Angabe von Gründen widersprochen werden. Wurde keine Einzugsermächtigung erteilt oder liegt keine Gläubiger-Identifikationsnummer vor, hat der Belastete sogar 13 Monate Erstattungsanspruch. Der einheitliche europäische Zahlungsverkehr startete Anfang 2008 mit Überweisungen und Kartenzahlungen.

01.11.2010 |3,50% Tagesgeldzinsen für Neukunden der comdirect
comdirect geht mit einem hohen Tagesgeld-Sonderzins von 3,50% p. a. in die Offensive. Der Sonderzins gilt nur für Guthabenteile bis EUR 5.000, er ist für sechs Monate garantiert. comdirect versendet nach einer ab 4.11.10, 12:00 Uhr, möglichen Online-Registrierung einen Nummerncode per E-Mail. Mit diesem Code kann der Neukunde binnen 120 Stunden den Eröffnungsprozess durchlaufen. Die erstellten Unterlagen und das PostIdent müssen in den folgenden drei Wochen bei comdirect eingehen. Das Registrierungskontingent ist begrenzt, nur die 25.000 schnellsten Neukunden können sich registrieren. Ein Zähler auf der Internetseite der comdirect informiert darüber, wie viel von dem Kontingent noch übrig ist. Als Neukunde zählt, wer in den letzten sechs Monaten keine Kontoverbindung bei comdirect hatte. Minderjährige, Gebietsfremde sowie Gemeinschaftskonten sind von dem Angebot ausgeschlossen. Wer zusätzlich ein Depot bei comdirect eröffnet, das in den ersten drei Jahren von den Depotgebühren befreit ist, erhält EUR 25,00 in Anteilen des börsengehandelten Indexfonds ComStage ETF DAX (ISIN: LU0378438732). Die Fondsanteile werden gutgeschrieben, sobald das Tagesgeldkonto in der Zeit der Sonderverzinsung ein Guthaben von mindestens EUR 1.000 aufweist.

29.10.2010 |Tagesgeldanleger erhalten wieder Sonderzinsen
Cortal Consors bietet nach längerer Pause nochmals ein Neukundenangebot zum Tagesgeld an, ohne dass ein Depotübertrag oder Ähnliches Bedingung ist. Der Sonderzins beträgt 2,10% p. a., garantiert für zwölf Monate und Guthabenteile bis EUR 25.000. Die Zinsen werden vierteljährlich gutgeschrieben. Mit Ablauf der Sonderverzinsung erfolgt eine gesonderte Zinsgutschrift. Der Standardzins bei Cortal Consors beträgt derzeit 1,30%. Neben dem Tagesgeld wird immer auch ein Wertpapierdepot mit zusätzlichem Verrechnungskonto eröffnet. Die Konten und das Depot werden kostenfrei geführt. Bei Verfügungen muss das Ersparte zunächst auf das Verrechnungskonto des Wertpapierdepots umgebucht und von dort überwiesen werden - wird die Umbuchung versäumt, fallen Überziehungszinsen auf dem Verrechnungskonto an.

29.10.2010 |Kurzmeldung
Am heutigen Weltspartag stellt der Softwarehersteller Star Finanz Nutzern des iPhones, iPod touchs und iPads die mobile Applikation "S-Banking" bzw. "S-Banking für iPad" im Apple App Store zum kostenlosen Download zur Verfügung. Diese wurde für die Sparkassen entwickelt, ist aber multibankfähig. Kontosalden und –umsätze aller Konten, die für das Sicherheitsverfahren HBCI PIN/TAN bzw. FinTS frei geschaltet sind, können abgefragt werden. Außerdem können Überweisungen getätigt werden. Nach dem Weltspartag wird die Applikation wieder zum Preis von EUR 0,79 bzw. EUR 1,59 angeboten.

23.10.2010 |Härtere Bedingung bei Premium-Girokonto der Postbank
Für eine kostenlose Kontoführung fordert die Postbank beim Girokonto "Giro extra plus" ab 1.11.10 einen höheren monatlichen Geldeingang. Statt mindestens EUR 3.000 sind dann mindestens EUR 4.000 notwendig. Dies erschließt sich aus ihrem aktuellen Geldwert-Newsletter, in dem das Konto als "Rundum-sorglos-Paket" betitelt ist. Auf Nachfrage teilte uns die Postbank mit, dass bestehende Konten aber weiterhin ab EUR 3.000 kostenlos geführt werden und dennoch von den Erweiterungen bei Service und Leistung profitieren: Neu hinzu kommt bei diesem Kontomodell eine kostenfreie Bargeldversorgung an Geldautomaten im Ausland über die Kreditkarte (wobei außerhalb der Eurozone ein Auslandsentgelt von 1,85% anfällt). Ebenfalls neu ist eine Rückvergütung von 5,00% des Reisepreises bei Buchung über urlaubsplus.de. Als Legitimation ist hierbei die Kartennummer der Postbank Card oder der VISA-Card anzugeben. Selbstredend, dass es trotz Rabatt gegebenenfalls möglich ist, eine Reise auf anderem Wege günstiger zu bekommen. Als Ersatz für die bisherige blaue Postbank Card wird eine goldfarbene ausgegeben - Bestandskunden erhalten diese Mitte November.

14.10.2010 |AutoBank sucht Börsenkapital
Die AutoBank plant im November an die Börse zu gehen, nicht am Hauptsitz in Wien, sondern im Segment "Entry Standard" in Frankfurt. Dies soll mit einer Erhöhung des Grundkapitals um 1,9 Millionen Euro auf 7,55 Millionen Euro einhergehen. Insbesondere Kleinanlegern möchte man die neuen Aktien anbieten. Das Kapital diene der Einhaltung der schärferen Auflagen zum Kernkapital und der Expansion. Auf autobank.at wurde bereits ein Bereich für Investoren eingerichtet. Vorstand und Großaktionär Gerhard Fischer sieht die Aktie als "Wachstums- und Dividendenpapier", zumal eine hohe Ausschüttungsquote geplant sei. 2009 erzielte man vor Steuern einen Gewinn von EUR 75.300 - eine hohe Quote muss somit nicht unbedingt zu einer hohen Ausschüttung an den Einzelnen führen. 2008 lag das Vorsteuerergebnis mit 1,9 Millionen Euro im Minus. Und in 2010 belasten die Kosten des Börsengangs mit rund 0,5 Millionen Euro.
Die AutoBank finanziert den Fahrzeugeinkauf von Kfz-Händlern und ist Partner für Finanzierungsangebote an den Endkunden. Wettbewerber sind die Autobanken der Hersteller sowie herstellerunabhängige Finanzierer wie die Santander Consumer Bank. Im Einlagengeschäft tritt die AutoBank als Direktbank auf. Mit ihrer Niederlassung in Oberhaching ist sie seit April 2008 auch auf dem deutschen Markt aktiv. Die Anteile an der AutoBank wurden in den Vorjahren in mehreren Schritten auf Tochtergesellschaften der Hamburger ALBIS-Gruppe, die sich nach verlustreichen Jahren in einem Prozess der Neuausrichtung befindet, übertragen bzw. extern veräußert. Das größte Aktienpaket an der AutoBank hält mittlerweile die DSK Leasing GmbH & Co KG, die sich 2008 im Rahmen eines Management-Buyouts von der ALBIS-Gruppe löste.

14.10.2010 |Postbank erklärt iTAN zum Auslaufmodell
iTAN-Listen werden beim Online-Banking der Postbank spätestens Mitte 2011 nicht mehr eingesetzt. Die Umstellung erfolgt schrittweise. Gerade beim iTAN-Verfahren kommt es aktuell vermehrt zu Angriffen auf ungeschützte Computer mittels Trojanern. Kriminelle wollen so iTANs abfangen und Überweisungen fälschen. Daneben sind immer noch Phishing-Mails im Umlauf, die zur Preisgabe von iTANs verleiten. Die Postbank setzt darum künftig standardmäßig auf die auftragsbezogene mTAN, die kostenlos auf das Mobiltelefon geschickt wird. Ergänzend führt sie ab 16.11.10 "chipTAN comfort" ein, das sich auch für Kunden eignet, die kein Mobiltelefon besitzen. Das Verfahren ist bereits bei mehreren Sparkassen und Volksbanken im Einsatz, die Volksbanken bezeichnen dieses jedoch als "Sm@rt-TAN optic". Zur Freigabe von Aufträgen legt man seine Bankkarte, die im Chip einen Schlüssel enthält, in einen externen TAN-Generator ein. Auch die Auftragsdaten werden zur Berechnung einer eTAN verwendet. Die Auftragsdaten müssen jedoch nicht nochmals eingegeben werden, sondern werden über Sensoren eingelesen. Hierzu hält man das Gerät in geringem Abstand auf eine Grafik, die flackernde Schwarz-Weiß-Flächen enthält und innerhalb der Online-Banking-Anwendung angezeigt wird. Anschließend zeigt das Gerät die übertragenen Daten auf seinem Display an, die man dann prüfen und explizit bestätigen soll. Der TAN-Generator ermittelt daraufhin eine auftragsbezogene eTAN, die nur kurze Zeit gültig ist.
Der Vorgang ist somit recht aufwendig - eine iTAN-Liste wäre schneller parat. Durch die unterschiedlichen Abläufe und Bezeichnungen bei den einzelnen Banken wird Online-Banking zudem komplizierter. Jedoch müssen die Schutzsysteme weiterentwickelt werden, um immer raffinierteren Betrugsversuchen zu begegnen. Sofern die auf dem Display angezeigten Daten geprüft werden, ist man vor den derzeitigen Man-in-the-Middle-Angriffen und Phishing geschützt. Einen geeigneten TAN-Generator erhält man beispielsweise bei den Herstellern REINER SCT oder KOBIL für EUR 14,90 inklusive Versand.

07.10.2010 |GE Capital Direkt jagt Gelder davon
GE Capital Direkt schrieb ihre Tagesgeldkunden per E-Mail bezüglich einer Änderung der Sonderbedingungen an. Für bestehende Kunden wird ab 13.12.10 eine Höchsteinlage von EUR 75.000 gelten. Die Bank behält sich dann vor, den Teil des Guthabens, der die Höchsteinlage übersteigt, mit 0,50% (Zinssatz variabel) zu verzinsen oder auf das Referenzkonto auszuzahlen. Im Neugeschäft wurde die neue Begrenzung sofort eingeführt. Aufgrund der Einlagensicherung über den Bundesverband deutscher Banken e. V. war das Angebot bisher auch für hohe Anlagesummen gut geeignet. Für diese müssen nun andere Anlageplätze gefunden werden. GE Capital Direkt ergriff bereits zuvor Maßnahmen, um den Einlagenfluss zu stoppen. Er geht offensichtlich über den Bedarf hinaus. Schon am 15.9.10 wurde eine Höchsteinlage von EUR 250.000 im Neugeschäft angesetzt. Bis zur Änderung der Sonderbedingungen im Dezember gibt es somit drei Gruppen von Kunden, die den Zins von aktuell 2,10% entweder für alle Anlagebeträge, bis EUR 250.000 oder bis EUR 75.000 erhalten.

30.09.2010 |2,30% Tagesgeldzinsen bei AXA Bank
Die AXA Bank, eine Tochter des AXA-Versicherungskonzerns, startete ein Aktionsangebot für Gelder, die in den letzten 90 Tagen nicht bei ihr angelegt waren. Der Tagesgeld-Sonderzins beträgt 2,30% p. a. bei einer Mindestanlage von EUR 10.000 und einer Höchsteinlage von EUR 500.000. Dabei gilt eine Zinsgarantie für die Zeit vom 1.10.10 bis 31.1.11. Für gewöhnlich können die Geldanlagen der Bank nur über die AXA-Versicherungsvermittler abgeschlossen werden. Beim Aktionszins ist dies anders: Man kann ihn online mit anschließendem PostIdent beantragen, für die Teilnahme an der Aktion ist dieser Weg sogar vorgeschrieben. Die Kontoführung wiederum ist nicht online, sondern nur telefonisch und schriftlich möglich. Kundeneinlagen sind über die Einlagensicherung des Bundesverbandes deutscher Banken e. V. abgesichert. Nach Ablauf der Zinsgarantie wird der Standardzins relevant. In der Vergangenheit war dieser mäßig, aktuell ist er klitzeklein. Bei einer Anlage von EUR 2.500 bis unter EUR 10.000 liegt er derzeit bei 0,10% und ab einer Anlage von EUR 10.000 bei 0,50%. Die Zinsen gelten jeweils für das Gesamtguthaben und werden jährlich gutgeschrieben. Das letzte Mal, dass AXA Bank kurzzeitig aus dem Zinsmittelmaß auftauchte, ist schon mehr als zwei Jahre her (damals 5,50% für wahlweise 12- oder 24-monatiges Festgeld ab einer Anlage von EUR 50.000). Will man das jetzige Tagesgeld-Angebot nutzen, sollte man somit kein Problem darin sehen, bald erneut zu wechseln. Die Einwilligung zur Datenübermittlung an den "zuständigen" AXA-Versicherungsvermittler zwecks Beratung und Betreuung ist optional und kann durch Streichung verweigert werden. Erfahrungsgemäß verweist AXA Bank bei Fragen oder Problemen meist auf diesen Ansprechpartner vor Ort.

29.09.2010 |Inhaber von Karstadt-Kreditkarten umworben
Der Insolvenzverwalter von Karstadt verlängerte den CoBranding-Vertrag mit der Valovis Commercial Bank nicht, das gab die Bank am Dienstag bekannt. Das Kartenprogramm von Karstadt laufe daher nach und nach aus. Die Valovis Commercial Bank hat folglich in den kommenden Monaten einen Kraftakt zu bewältigen, denn von 850.000 Karten, die sie mit insgesamt 25 Partnern in Umlauf brachte, stammen alleine 650.000 von Karstadt. Mit Tchibo hat man jetzt einen neuen Partner mit ähnlich viel Potenzial gefunden. Die Kreditkarte bei Tchibo wird "PrivatCard Premium" heißen und ebenfalls dauerhaft beitragsfrei sein. Zusätzlich ist sie mit den Vorzügen der bisherigen Kundenkarte kombiniert: Tchibo-Rabatte, Exklusivangebote und Bonuspunkte weltweit bei jedem Einkauf. Inhaber der Karstadt-Mastercard will man ab 7.10.10 dazu bewegen, ihre Karte in die Tchibo-Kreditkarte oder alternativ in eine andere Karte der Valovis Commercial Bank umzutauschen. Ab Anfang 2011 will Tchibo dann zusätzlich die eigenen Vertriebskanäle nutzen, um seine Karte anzubieten. Eine Wiederaufnahme der Vertriebspartnerschaft mit Karstadt sei aber durchaus denkbar, betonte Axel Frein, Vorstandsvorsitzender der Valovis Commercial Bank. Es gebe keine Exklusivvereinbarung, die dem entgegenstünde. "Wenn die Berggruen Holding sich geordnet hat und bei Karstadt wieder Gas geben will, stehen wir bereit", so Frein.

28.09.2010 |sefa factoring Bank abgeschaltet
Die sefa factoring Bank N. V. ist kein zugelassenes Institut, dies bestätigte die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) am Nachmittag in einer Meldung an die Öffentlichkeit. Ein Unternehmen dieses Namens unterstehe nicht ihrer Aufsicht. Einige Stunden zuvor wurde die Internetseite von sefa factoring Bank N. V. durch 1&1 abgeschaltet. Auf den Betrug machten wir Anfang letzter Woche aufmerksam. Die Betrüger täuschten vor, es handele sich um eine niederländische Bank, die kürzlich auch in Deutschland mit Zinsangeboten startete. Sie erstellten einen auf den ersten Blick seriös wirkenden Internetauftritt, versendeten Werbeprospekte, richteten eine kostenlose Kundenhotline ein und bemühten sich anonym sogar die aufkommende Diskussion in einem Internetforum zu beeinflussen. Das Textmaterial wurde größtenteils aus anderen Quellen kopiert. In den Texten wurde stets behauptet, dass für das Unternehmen die BaFin als Aufsichtsbehörde und die Niederländische Zentralbank bezüglich der Einlagensicherung zuständig seien.

24.09.2010 |Information und Kontrolle sollen Beratung verbessern
Die Bundesregierung hat am Mittwoch einen Gesetzesentwurf zur Anlageberatung von Banken beschlossen. Demnach werden Produktinformationsblätter ab Frühjahr 2011 zur Pflicht und der Zuständigkeitsbereich der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) vergrößert. Viele Banken hatten zu Jahresbeginn die Initiative von Bundesverbraucherministerin Aigner aufgegriffen und Produktinformationsblätter eingeführt, auf ein einheitliches Formblatt konnten sie sich jedoch nicht einigen. Jetzt wird dies gesetzlich geregelt: Auf maximal drei DIN-A4-Seiten sollen die Institute kurz und verständlich die wesentlichen Eigenschaften eines Finanzproduktes erklären sowie Risiken, Renditechancen und Kosten beschreiben. Dazu gehört auch die Angabe, welche Provision die Bank bzw. der Berater für den Verkauf des Produktes erhält, um mögliche Interessenkonflikte aufzudecken. Das Informationsblatt muss nur für im Rahmen eines Beratungsgesprächs empfohlene Produkte ausgehändigt werden. Wie Form und Inhalt gestaltet sein müssen, wird die Bundesregierung in einer Rechtsverordnung konkretisieren. Diese soll die BaFin ausarbeiten, auch die Überprüfung der Informationsblätter obliegt ihr.
Bankberater und Vertriebsverantwortliche sollen nach dem Gesetzesentwurf künftig bei der BaFin registriert werden. Dabei müssen die Institute die fachliche Eignung ihrer Mitarbeiter nachweisen. Wenn sich Kunden zukünftig wegen unzulänglicher Informationen über einen Anlageberater beschweren, muss die jeweilige Bank dies der BaFin mitteilen. Die BaFin führt eine entsprechende Datenbank und kann mit Geldbußen ahnden und untersagen, den Mitarbeiter für einen Zeitraum von bis zu zwei Jahre in der Beratung einzusetzen. Die Kunden können sich aber auch direkt an die BaFin wenden. Der Zentrale Kreditausschuss, die Dachorganisation der Bankenverbände, ist der Ansicht, dass die Registrierung und die Sanktionen weit über das Ziel hinausschießen. Es würde ein "Datenfriedhof" geschaffen, der den Anlegerschutz nicht verbessert, stattdessen aber in die Persönlichkeitsrechte der Mitarbeiter eingreife.
Die Koalition verständigte sich außerdem auf eine zweijährige Haltepflicht bei offenen Immobilienfonds. Bei Rücknahme im dritten und vierten Jahr sind Abschläge zugunsten der übrigen Anleger einzubehalten. Das soll plötzliche Geldabflüsse verhindern. Kleinanleger werden von diesen Einschränkungen ausgenommen, indem sie pro Monat Fondsanteile bis zu EUR 5.000 zurückgeben können. Nur Großanleger und institutionelle Investoren müssten sich künftig längerfristig binden. Die Aufsichtslücken im Bereich des grauen Kapitalmarktes, insbesondere bei geschlossenen Fonds, sollen in einem gesonderten Gesetz bis Jahresende behandelt werden. Außerdem sollen freie Finanzvermittler in Bezug auf den Anlegerschutz der örtlichen Gewerbeaufsicht unterstellt werden. Kritisiert wird diese Regelung in zwei Punkten: Zum einen seien die Gewerbeämter mit dieser Aufgabe überfordert und zum anderen würden zwei verschiedene Aufsichtsregelungen geschaffen.

21.09.2010 |Nachtrag zu sefa factoring Bank
Bei sefa factoring Bank N. V. handelt es sich eindeutig um einen Betrugsversuch. Mittlerweile erscheint auf der Startseite ein Hinweis, dass aufgrund eines angeblichen Wasserschadens im Rechenzentrum der Service nicht zur Verfügung stehe. Die Unterseiten wie http://sefabank.de/html/sefa____factoring_bank_-_sefa_1.html sind jedoch zu erreichen, eine Navigation durch das Menü ist von dort aus weiterhin möglich. Auch die Kundenhotline ist noch besetzt, wenn auch zumindest teilweise an eine Handy-Nummer weitergeleitet wird und Gespräche während der Autofahrt angenommen werden. Die Postsendungen, in denen für das Angebot geworben wurde, trafen am Samstag ein. Sofern Schäden entstanden sind, dürften sie insgesamt gering sein - schnelle Ermittlungen der Behörden vorausgesetzt. Die Internetseite ist bei 1&1 gehostet, bankenuntypisch auf einem günstigen Gemeinschaftsserver. Angegebene Informationen sind nicht korrekt: Die Umsatzsteuer-Identifikations-Nummer ist beispielsweise der GarantiBank zuzuordnen, als ständiger Vertreter der Niederlassung in Deutschland wird ebenso dreist ein Name aus dem Vorstand der GarantiBank aufgeführt. Beim Deutschen Factoring-Verband e.V. ist man nicht wie dargelegt Mitglied. Die Handelsregistereintragung HRB 70057 beim Amtsgericht Köln lautet auf "sefa... Kundenservice Deutschland GmbH" - eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung und EUR 100.000 Stammkapital. Interessanterweise ist hier als Geschäftsgegenstand eingetragen: "der Vertrieb und die Montage von Einbauküchen und Elektrogeräten, sowie die Verwaltung eigenen Vermögens jeder Art". Am registrierten Kölner Geschäftssitz "Im Zollhafen 24" befindet sich ein Bürokomplex, wo man vermutlich lediglich die Geschäftsadresse mietete. Dies ist dort möglich.

20.09.2010 |Warnung vor sefa factoring Bank
Auf sefabank.de und in Postsendungen wirbt die sefa factoring Bank N. V. derzeit mit hochverzinslichen Festgeldanlagen und einem Neukundenbonus von EUR 100,00 bei schneller Kontoeröffnung. Mehrere Nutzer machten uns darauf aufmerksam und fragten, ob Geld dort sicher angelegt sei. Das Unternehmen tritt als Kölner Niederlassung einer niederländischen Bank auf. Zwar sieht die Internetseite des Unternehmens professionell aus, auffällig ist jedoch, dass sie dem Design der Akbank mehr als ähnelt. Auch konnten wir keine niederländische Internetseite des Unternehmens aufrufen, der Support begründete dies mit einem Programmierungs-Bugg, der alle Nutzer aus Deutschland automatisch auf die deutsche Internetseite umleite. Bezüglich der Einlagensicherung wird herausgestellt, dass man der Einlagensicherung der Niederländischen Zentralbank angehöre. Gemäß telefonischer Auskunft der Niederländischen Zentralbank gegenüber modern-banking.de ist das Unternehmen dort jedoch weder registriert noch bekannt. Des Weiteren bildet das Unternehmen ein Zertifikat des TÜV Saarland ab, der die Servicequalität mit "sehr gut" getestet haben soll. Thomas Fischmann, Leiter Zertifizierung beim TÜV Saarland, teilte uns mit, dass man keine der niederländischen Banken testete und das Zertifikat nicht ausstellte. Die Niederländische Zentralbank und der TÜV Saarland werden nun schnell Maßnahmen ergreifen. Auch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, die sefa factoring Bank N. V. bislang nicht in ihrer Datenbank führte, prüft seit heute Vormittag. Mehrere Punkte sprechen dafür, dass das Angebot betrügerisch ist.

15.09.2010 |Kurzmeldung
GE Capital Direkt reduzierte die Tagesgeldverzinsung ohne Vorankündung von 2,25% auf 2,10%. Für neue Kontoeröffnungen gilt jetzt zudem eine Höchsteinlage von EUR 250.000. GE Capital Direkt stieg am 12.7.10 ins Tagesgeld-Geschäft ein und führte bis zur heutigen Zinsänderung das Ranking an. Das erzielte Einlagenvolumen übertraf die eigenen Erwartungen. In den ersten vier Wochen kam es zu Bearbeitungsrückständen der Kontoanträge, die anfänglichen Probleme konnte man durch Personalaufstockung beheben.

14.09.2010 |Banking-App von comdirect verfügbar
Als Kunde der comdirect hat man seit heute die Möglichkeit, eine Applikation (kurz: App) für iPad, iPhone und iPod touch zu nutzen. Die Banking-App der comdirect ist multibankfähig. Kontoumsätze bei fast allen deutschen Banken lassen sich damit überblicken sowie Inlands- und Terminüberweisungen tätigen. Als weiteres Feature gibt es eine Datenbank, in die Daten für künftige Überweisungen einfach übernommen werden können. Eine Ergänzung um eine Depotübersicht und eine Geldautomatensuche ist noch für dieses Jahr geplant. Der Download wird über den AppStore bereitgestellt und ist bis zum 27.9.10 kostenlos, danach kostet er EUR 0,79.

09.09.2010 |ING-DiBa verteuert Xetra-Orders
Ab 4.10.10 erhebt ING-DiBa für Wertpapierausführungen über Xetra eine Börsenplatzgebühr. Bislang fiel diese bei ING-DiBa im kostengünstigen, elektronischen Handel über Xetra nicht an. Das zusätzliche Entgelt wird EUR 1,25 betragen, für Orders über die Parkettbörsen bleibt es bei EUR 2,50. Abgemildert wird die Einführung durch einen temporären Verzicht auf die Börsenplatzgebühr am Börsenplatz München in der Zeit vom 4.10.10 bis 31.12.10. Eine weitere Neuerung: Weisungen zu Kapitalmaßnahmen wie Barabfindungen und Rückkaufangebote können ab 4.10.10 bei ING-DiBa online erteilt und eingesehen werden.

07.09.2010 |DAB bank verbucht Goldbarren
Der Online-Broker DAB bank ermöglicht ab sofort, auf einfache Weise mit Gold zu handeln. Einen ähnlichen Service führte die Tochtergesellschaft direktanlage.at vor gut einem Jahr in Österreich ein. Es lassen sich Goldbarren in den Abstufungen von 50, 100, 250, 500 und 1.000 Gramm mit einem Feingehalt von jeweils 999,99 Promille erwerben. Die Goldbarren werden ins Wertpapierdepot eingebucht und erscheinen als gesonderte Position im Depotauszug. Die DAB bank berechnet Transaktionsspesen von 1,25% des Wertes (mindestens EUR 20,00). Es fallen Depotgebühren von 0,33915% p. a. inklusive Mehrwertsteuer bezogen auf den Wert des Goldbestands zum Monatsultimo an - Wertpapiere verwahrt die DAB bank ansonsten kostenfrei. Kosten entstehen auch durch die Kursdifferenz bei den Geld- und Briefkursen und der Währungsumrechnung, denn Gold wird in US-Dollar gehandelt. Kauf und Verkauf der Goldbarren können online, per Telefon oder Fax beauftragt werden. Physisch verwahrt werden sie als Sondervermögen in einem Tresor der UBS in Zürich, auf Wunsch lassen sie sich gegen Auslieferungsspesen auch ausliefern. Im Vergleich zu Münzen haben Goldbarren geringe Handelsspannen und preiswerte Präge- bzw. Gusskosten. Eine Alternative sind indirekte Investments in das Edelmetall, beispielsweise über Fonds und Zertifikate.

03.09.2010 |EU kritisiert versteckte Kontogebühren
Das nächste Feld der Regulierung ist abgesteckt. Die EU-Kommission will Banken zu mehr Transparenz bei den Girokonten zwingen. Binnenmarktkommissar Michel Barnier drohte in einem Schreiben an die europäischen Bankenverbände mit neuen Gesetzen, wenn die Banken sich nicht selbst auf ein einheitliches Informationsblatt verständigen. Alle Gebühren, Kosten und Provisionen, die für die Kontoeröffnung, -führung und –schließung anfallen, müssen dabei angegeben werden. An das Konto gebundene Produkte und Dienste seien ebenso einzubeziehen. Die Financial Times Deutschland zitiert aus dem Schreiben: "Die Gebührenstrukturen sind oft so undurchsichtig, dass Verbraucher nicht wissen, was sie wofür bezahlen." Über versteckte Gebühren wird abkassiert, lautet der zugespitzte Vorwurf. Die Kontogebühren sind in Italien und Spanien gemäß einer Erhebung der Kommission besonders hoch: Inklusive Karten, Überziehungszinsen und Telefonbanking fallen hier durchschnittlich mehr als EUR 300,00 pro Jahr an. Lettland, Frankreich und Österreich folgen mit rund EUR 150,00. Deutschland liegt mit rund EUR 100,00 im Mittelfeld. Dagegen müssen in Portugal, Bulgarien und Belgien weniger als EUR 50,00 bezahlt werden. Die großen Unterschiede sind für Barnier nicht nachvollziehbar und würden darauf hinweisen, dass der Markt nicht funktioniert. Bereits im letzten Jahr rang die Kommission mit der Androhung eines Gesetzes den Bankenverbänden die Selbstverpflichtung ab, einen schnellen und kostenlosen Kontenwechsel zu anderen Banken zu ermöglichen. Darum ist so oder so damit zu rechnen, dass auch das Informationsblatt zum Girokonto kommt. Anschaulicher und somit effektiver könnte aber ein Gebührenauszug sein, der alle über ein Jahr gezahlten Gebühren ausweist, wie ihn Verbraucherschützer anregten.

26.08.2010 |Kurzmeldung
TARGOBANK berechnet für Wertpapiertransaktionen über Internet und Sprachcomputer künftig vollkommen andere Preise als bisher. Der Festpreis von pauschal EUR 9,99 wird am 18.9.10 von einem volumenabhängigen Preis abgelöst. Dieser wird 0,25% vom Kurswert betragen, mindestens EUR 8,90 und höchstens EUR 34,90. Somit werden Orders unter EUR 4.000 maximal einen Euro günstiger, hohe Orders aber erheblich teurer. Für Aufträge über die Mitarbeiter in den Filialen oder am Telefon ergeben sich keine Preisänderungen. Hinzu kommen jeweils die fremden Kosten. Die Depotführung bleibt kostenfrei.

25.08.2010 |Geldautomaten: Privatbanken deckeln die Gebühr einseitig
Die zähen Verhandlungen der drei Bankenverbände brachten kein zufriedenstellendes Ergebnis für Verbraucher. Die Beteiligten, denen das Kartellamt ein Ultimatum im Streit um die Gebühren am Geldautomaten gestellt hatte, konnten sich heute lediglich auf mehr Transparenz einigen. Mitte Januar soll im Rahmen des deutschen girocard-Systems (ehemals ec-Karte) bei Fremdabhebungen auf ein direktes Kundenentgelt umgestellt werden. Zugleich wollen die Banken auf die Entgelte verzichten, die sie sich bislang untereinander berechneten. Was das Abheben kostet, muss dem Kunden direkt am Bildschirm des Automaten angezeigt werden, damit der Vorgang abgebrochen werden kann, wenn die Gebühr zu hoch ist. Eine einheitliche Gebührenhöhe wurde aber ebenso wenig festgelegt wie eine Obergrenze. Die privaten Banken hatten sich für ein Limit von EUR 2,00 starkgemacht. Dies lehnten Sparkassen und Genossenschaftsbanken ab. Wenige Stunden nach der gemeinsamen Erklärung meldete der Bundesverband deutscher Banken, in dem nur die Privatbanken organisiert sind, dass sich seine Mitgliedsinstitute auf eine Preisobergrenze verpflichten. Fremdabhebungen mit girocard kosten bei den privaten Banken ab Mitte Januar maximal EUR 1,95. Innerhalb von "Cash Group" bzw. "CashPool" bleiben Abhebungen der eigenen Kunden kostenfrei. Damit steigt der Druck auf die Sparkassen und Genossenschaftsbanken, die offen aufgefordert wurden, nachzuziehen.
"Das Kartellamt prüfe noch bis Ende August. Dieser Prüfung wolle das Ministerium nicht vorgreifen", sagte ein Sprecher des Bundesverbraucherministeriums. Allerdings hätten alle Bankkunden einen Anspruch auf ein "angemessenes und transparentes" Preismodell.

25.08.2010 |nao bank ist Entschädigungsfall
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) stellte heute offiziell den Entschädigungsfall für die vergangene Woche geschlossene noa bank fest. Das Institut sei nicht mehr in der Lage gewesen, sämtliche Einlagen seiner Kunden zurückzuzahlen. Am Dienstag hatte die BaFin einen Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens über die noa bank beim Amtsgericht Düsseldorf gestellt. Die Geschäftsleitung der noa bank habe der BaFin die Überschuldung des Instituts selbst angezeigt.
Nach der sehr zeitnahen Feststellung des Entschädigungsfalls kann die Entschädigung beginnen. Zuletzt waren noch 172 Millionen Euro von etwa 15.000 Kunden angelegt. noa bank ist der gesetzlichen Einlagensicherung über die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken (EdB) zugewiesen, gehörte aber keiner zusätzlichen freiwilligen Einlagensicherung an. Die EdB wird in Kürze unaufgefordert alle Einleger anschreiben. Im Rücksende-Formular zur Anmeldung der Entschädigungsansprüche sind die Guthaben inklusive Zinsen bereits eingetragen. Anleger müssen binnen eines Jahres nach Unterrichtung über den Entschädigungsfall ihren Anspruch schriftlich anmelden. Daraufhin werden berechtigte Forderungen spätestens innerhalb von drei Monaten beglichen. Die EdB kommt für Einlagen bis zu einer Summe von EUR 50.000 je Privatperson auf. In diesem Rahmen sind auch Zinsen abgedeckt, die ab dem Eintritt des Entschädigungsfalls bis zur Rückzahlung auflaufen, längstens bis zur Eröffnung des Insolvenzverfahrens. Laut BaFin hatten höchstens 110 Kunden per Ende Juli einen Kontensaldo von mehr als EUR 50.000 bei noa bank. Ansprüche oberhalb der Grenze sind zu einem späteren Zeitpunkt im Insolvenzverfahren anzumelden und werden aus der Insolvenzmasse wohl nur anteilig befriedigt. Die vor zwei Jahren von Bundeskanzlerin Angela Merkel abgegebene Garantie für alle Spareinlagen greife nicht. Denn das Scheitern der Bank sei auf Managementfehler zurückzuführen, nicht auf die Finanzkrise, sagte ein Sprecher des Bundesfinanzministeriums. Die nachrangigen Genussrechte, die noa bank unter dem Namen "Citizen Partner" vertrieb, sind nicht einlagengesichert. Sie beteiligten am Eigenkapital und zählen somit nicht zu den Spareinlagen.

25.08.2010 |Bankenabgabe und Insolvenzregeln auf dem Weg
Die Bundesregierung verabschiedete heute einen Entwurf zum sogenannten Restrukturierungsgesetz. Wichtigste Bestandteile des Gesetzes sind die Bankenabgabe und das geplante Insolvenzverfahren für angeschlagene systemrelevante Banken. Für künftige Krisen werde Vorsorge getroffen. Zur Bankenabgabe sollen alle Kreditinstitute mit Sitz in Deutschland herangezogen werden, also auch Sparkassen und Genossenschaftsbanken, nicht aber Versicherungsgesellschaften oder Hedgefonds. Die Höhe soll sich an den individuellen Risiken in und außerhalb der Bilanzen bemessen. Zuletzt waren jährlich 1,2 Milliarden Euro aus der Bankenabgabe erwartet worden. Gemessen an den Gewinnen könnten die Beiträge in den nächsten Jahren jedoch nur etwa 1,0 Milliarden Euro betragen. Es ist vorgesehen, dass bei außerordentlichem Bedarf Sonderbeiträge erhoben werden und der Bund dem Fonds bis zu 20 Milliarden Euro leihen kann. Mit dem neuen Insolvenzverfahren wiederum soll sichergestellt werden, dass wichtige Banken schnell saniert und geordnet abgewickelt werden können. Die Bankenaufsicht würde umfassende Befugnisse erhalten, in einem frühen Stadium einer Krise bei Banken einzugreifen. Notfalls könne sie gegen den Willen der Eigentümer entscheiden, wenn diese nicht bereit oder in der Lage sind, die erforderlichen Eigen- und Zahlungsmittel aufzubringen. Oberstes Ziel ist es, die für das Funktionieren des Finanzsystems zentralen Geschäftsbereiche weiterzuführen. Die Banken sollen deshalb dokumentieren, wie sie sich gegebenenfalls in Einheiten zerlegen lassen. Einheiten könnten dann ausgegliedert und zunächst auf "Brückenbanken" übertragen werden.
Die Regierung braucht auch die Zustimmung des Bundesrates. Bis zum Jahresende will sie das Gesetz durch das Parlament bringen. Die Opposition hält die Bankengabe für zu niedrig und plädiert nach wie vor für eine Finanzmarkttransaktionssteuer.

23.08.2010 |Erfahrungsberichte zu Kreditkarten-Anbietern
Im Kreditkarten-Bereich von modern-banking.de ist es ab sofort möglich, Erfahrungsberichte zu lesen und zu schreiben. Die Funktion ist seit Längerem bereits zu den Girokonten, den Tagesgeldkonten und dem Brokerage integriert. Berichte von anderen Kunden können bei der Suche nach der passenden Kreditkarte hilfreich sein. Oft wird beim Lesen der Berichte schnell klar, worauf man achten sollte, welche Vorteile oder Schwächen eine Kreditkarte hat, welche Besonderheiten sich bei der Abrechnung der Umsätze ergeben oder welchen Umfang die enthaltenen Versicherungsleistungen tatsächlich haben. Kreditkarten haben diverse Konditionsmerkmale, weshalb sie sich untereinander stark unterscheiden können. Man zahlt damit, hebt Geld am Automaten ab, legt teilweise Geld darauf an oder nutzt die Kreditmöglichkeit, ist darüber versichert oder punktet im Bonusprogramm.
Teilen Sie anderen Nutzern Ihre Erfahrungen mit. Bei Veröffentlichung Ihres Berichts zu einer der Kreditkarten erhalten Sie derzeit einen Amazon-Gutschein über EUR 10,00. Link zum Formular: hier

18.08.2010 |Letzter Vorhang für noa bank gefallen
Als Reaktion auf den Insolvenzantrag der noa factoring hat die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) am Abend gegenüber der noa bank ein Veräußerungs- und Zahlungsverbot erlassen. Der Bank drohe Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung. Es wurde angeordnet, die Bank für den Kundenverkehr zu schließen. Der Kontozugriff über das Online-Banking ist bereits nicht mehr möglich.
noa-bank-Gründer François Jozic hatte kurz zuvor im Unternehmensblog resigniert das Ende der noa bank erklärt. Er höre auf zu kämpfen. Wie schon in der Vergangenheit erhob Jozic schwere Vorwürfe gegen die BaFin, um die Situation zu rechtfertigen. Die BaFin habe ihn und seinen Geschäftspartner Frederic Lodewyk aus der Bank und dem Factoring-Unternehmen drängen wollen. Ihre Anteile sollten sie zu einem symbolischen Preis von einem Euro an andere Investoren abgeben. Die BaFin habe ignoriert, dass er Investoren fand, die mindestens zwei Millionen Euro investieren wollten. Stattdessen habe sie diese mit einem weiteren Schreiben verschreckt, in welchem die Schließung der Bank angekündigt wurde. Die Insolvenz von noa factoring steht unverkennbar im Zusammenhang mit dem Geschäftsverbot, das die BaFin Ende Juni aussprach. Da die noa bank keine weiteren Kredite vergeben durfte, wurde noa factoring zahlungsunfähig. Gemäß der Argumentation von François Jozic hätte die Schließung der Bank für die Factoring-Kunden ein Desaster bedeutet. Deshalb habe man sich entschieden, Gläubigerschutz durch das Insolvenzverfahren zu beantragen. Man wolle die Factoring-Kunden vor einer "wilden Liquidation" schützen.

18.08.2010 |Tochter der noa bank ist insolvent
Die noa factoring AG hat heute einen Insolvenzantrag beim Amtsgericht Düsseldorf gestellt. Das früher unter dem Namen Quorum eigenständige Unternehmen wurde kürzlich in die Firmenstruktur der noa bank eingebunden. Daher ergeben sich sicherlich auch Konsequenzen für die Bank. Insgesamt 60,6 Millionen Euro der Kundengelder verlieh die Bank an Unternehmen, davon 26,6 Millionen Euro allein an die eigene Tochtergesellschaft. Diese refinanzierte dadurch den Ankauf von Forderungen im Factoring, zahlte allerdings schon seit einer Woche die eingereichten Forderungen nicht mehr aus. Gegebenenfalls könnte die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht nun ein Zahlungsverbot gegenüber der noa bank aussprechen, da sie deren Eigenkapitalquote ohnehin als zu gering ansieht. Der Entschädigungsfall könnte eintreten. Um dem zuvorzukommen, sollten Anleger noch vorhandene Gelder auf den Tagesgeldkonten abziehen. Über die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken (EdB) sind Einlagen von Privatkunden bis EUR 50.000 je Person abgesichert.

12.08.2010 |1822direkt mit neuem Brokerage-Preismodell
Im Neugeschäft ersetzte 1822direkt gestern das "1822direkt-brokerage" durch das "1822direkt-Depot", unterscheidet also auch beim Brokerage zwischen mehreren Preismodellen. Die Vorgehensweise ist bereits von den Tagesgeld- und Girokonten der Bank bekannt. Ein Depot lässt sich jedoch nicht so leicht wechseln wie ein Tagesgeldkonto, wenn die Konditionen nicht mehr zusagen. Ein interner Wechsel ist ohnehin ausgeschlossen, denn das neue Preismodell - insgesamt transparenter und in der Depotführung günstiger - gilt nur für Depot-Neukunden. Die jährlichen 0,6 Promille vom Depotwert werden dabei nicht mehr verlangt. Das Depot an sich kostet somit nur noch dann etwas, wenn keine Bestände vorliegen und pro Quartal auch nicht mindestens eine Transaktion durchgeführt wird. Der Preis pro Transaktion ist bei einem Kurswert bis EUR 2.500 mit EUR 9,90 konkurrenzfähig, darüber jedoch nicht. Beispielsweise liegt der Preis bei einem Kurswert von über EUR 2.500 bis EUR 5.000 bei EUR 15,90 und bei einem Kurswert von über EUR 5.000 bis EUR 10.000 bei EUR 29,90. Bei Fremdfonds fallen anders als bislang keine zusätzlichen An- und Verkaufsgebühren neben dem Ausgabeaufschlag mehr an. Zudem sind ausgewählte Fremdfonds, die allesamt von der Ratingagentur Morningstar mit 5 Sternen bewertet wurden, im Ausgabeaufschlag rabattiert.

11.08.2010 |Tablet von Netfonie ist Anreiz bei OnVista Bank
Technikbegeisterte warten auf die Tablet-PCs, die demnächst von vielen Firmen auf den Markt kommen. Der Berliner IT-Dienstleister Neofonie setzt alle Hoffnung auf das WeTab (ehemals Wepad) und um dieses wird sich auch die neue Aktion der OnVista Bank drehen. Neukunden, die ein "FreeBuy-Depot" im Zeitraum vom 12.8.10 bis 31.10.10 eröffnen und bis 30.11.10 mindestens 50 Wertpapiertransaktionen tätigen, erhalten das WeTab in der Version mit UMTS- und GPS-Empfang geschenkt. Bei einem großen Online-Händler ist das Gerät zum Preis von EUR 569,00 mit Liefertermin ab 19.9.10 gelistet. Liegt die Anzahl der Wertpapiertransaktionen bis zum Stichtag bei 20 bis 49, ist stattdessen ein ASUS Netbook (Eee PC 1005PX) die Prämie. Gewertet werden Käufe und Verkäufe ab einem Ordervolumen von EUR 1.000, unabhängig davon, ob hierfür gebührenfreie FreeBuys eingesetzt werden oder nicht. Mit der Depoteröffnung werden einmalig fünf Willkommens-FreeBuys gutgeschrieben. Teilausführungen gelten gemäß den Bedingungen nicht als separate Orders. Orders über Fondsgesellschaften sowie zu Sonderpreisen bleiben unberücksichtigt.

09.08.2010 |Nordnet zieht sich zurück, OnVista übernimmt Kunden
Der Online-Broker Nordnet Bank wird sich ganz auf die nordischen Heimatmärkte konzentrieren, wo er nach Übernahme von eQ Pankki im vergangenen Jahr einen ansehnlichen Marktanteil hat. Die deutschen Kunden sollen im Herbst zur OnVista Bank übergeleitet werden. Geplant ist, am 30.10.10 die Depotbestände automatisch und kostenfrei zu übertragen. Die Nordnet-Konditionen werden dann noch zwölf Monate lang gewährt. Die schwedische Nordnet Bank AB und die OnVista Bank GmbH, eine Tochtergesellschaft des Online-Finanzdienstleisters OnVista AG, haben heute einen Vertrag diesbezüglich geschlossen. Der von OnVista Bank zu zahlende Preis werde erst feststehen, nachdem die Transaktion durchgeführt wurde, und voraussichtlich zwischen 7 und 10 Millionen Euro betragen. Eine Betriebsstätte ist nicht zu übergeben, da Nordnet Bank alle Vorgänge vom Hauptsitz im schwedischen Bromma aus betreibt.
Nordnet Bank und OnVista Bank sind beide auf Vieltrader spezialisiert und standen in direkter Konkurrenz. Während Nordnet Bank in Deutschland auf die Nische der sehr günstigen Xetra-Orders setzte, ist das Orderangebot der OnVista Bank breiter. Die Nordnet Bank zählt in Deutschland derzeit rund 10.000 Kunden, OnVista Bank rund 27.000 Kunden.

01.08.2010 |Accessio ist insolvent
Die Accessio Wertpapierhandelshaus AG hat am Freitag einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beim zuständigen Amtsgericht gestellt. Es läge eine bilanzielle Überschuldung vor und eine positive Fortführungsprognose sei nicht mehr gegeben, hieß es in der Adhoc-Mitteilung des Vorstandes. Gegen Accessio sind mehrere Schadensersatzklagen wegen Beratungsfehlern bei Wertpapieranlagen anhängig, mehrere Klagen führten bereits zu Schuldsprüchen. Das Insolvenzverfahren wird die Durchsetzung von Ansprüchen geschädigter Anleger erschweren. Zur Kundengewinnung subventionierte Accessio Tagesgeldkonten, die von der DAB bank geführt wurden und auch durch die dortige Einlagensicherung geschützt sind. Diese Zinsangebote wurden im Neugeschäft im Juni 2009 eingestellt. Damals entzog die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht die Lizenz zur Erbringung von Finanzdienstleistungen, wogegen das Unternehmen jedoch erfolgreich Widerspruch einlegte. Die übergeordnete Holding, die Driver & Bengsch AG, ist ebenfalls finanziell angeschlagen. Gemäß einer Pflichtmitteilung von Ende Mai hatte diese im vergangenen Geschäftsjahr einen Verlust von mehr als der Hälfte des Grundkapitals zu verzeichnen.

30.07.2010 |Phishing höherer Stufe
Betrüger versuchen derzeit, über gefälschte Einblendungen auf echten Bankportalen an Daten von Kunden zu gelangen. Das Bundeskriminalamt und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik warnten am Mittwoch vor dieser neuen Art von Phishing-Angriffen. Ausgangspunkt der Angriffswelle sei ein seit mehreren Jahren im Umlauf befindlicher Trojaner, also eine Schadsoftware, die man sich beim ganz normalen Internet-Surfen einfangen kann. Wenn ein PC mit diesem Trojaner infiziert ist und der Nutzer die Anmeldeseite zum Online-Banking seiner Bank oder seines Kreditkartenanbieters aufruft, sorgt der Trojaner dafür, dass manipulierte Inhalte angezeigt werden. Unter einem Vorwand wird beispielsweise nach mehreren TANs oder der Kreditkartennummer gefragt. Die Einblendungen sind oft in schlechtem Deutsch verfasst. Die Behörden raten, Aufforderungen genau zu prüfen und bei Verdacht auf Manipulation die Daten nicht einzugeben. Im Zweifelsfall sollte man Kontakt zur Bank aufnehmen. Um vorzubeugen, sollten stets ein aktuelles Virenschutzprogramm und eine Firewall eingesetzt sowie Sicherheitsupdates für weitere verwendete Software installiert werden.

28.07.2010 |Kurzmeldung
comdirect ändert die Gebühren für Sparpläne auf Exchange Traded Funds (ETFs) und für Sparpläne auf Zertifikate. Bei geringen Sparraten bis EUR 226,00 ist dies von Vorteil, bei Sparraten über diesem Betrag bis unter EUR 600,00 von Nachteil. Ab August werden 1,50% des Ordervolumens, maximal EUR 4,90, für die Ausführung berechnet. Bislang kam eine Grundgebühr von EUR 2,50 zzgl. 0,40% des Ordervolumens zur Anwendung. Außerdem erhöht comdirect die Anzahl der sparplanfähigen ETFs von 87 auf 105 und wird über die Internetseite konkrete ETF-Anlagevorschläge anhand drei verschiedener Anlegertypen geben.

21.07.2010 |Guthabenzins im Neugeschäft aktiviert
Neukunden, die eine "Rote MasterCard" der Ikano Bank ab 25.5.10 beantragten oder beantragen, erhalten den Guthabenzins automatisch. Bestandskunden, die vor diesem Datum den Kreditkartenvertrag abschlossen, müssen den Guthabenzins im Online-Banking erst aktivieren. In den AGBs wurde am 20.7.10 eine entsprechende Passage unter dem Punkt der Verwendungsmöglichkeiten aufgenommen. Außerdem wurden weitere Formulierungen der Begrüßungsschreiben, die sich zuvor noch auf die alte Regelung bezogen, angepasst. Ob die Texte zuvor nur versehentlich nicht aktualisiert wurden, wie ein Sprecher der Bank es erklärte, oder man jetzt aus Imagegründen umstellt, lässt sich kaum feststellen.

21.07.2010 |BaFin stoppte noa bank
François Jozic, Gründer der noa bank, gestand gestern ein, dass nicht die eigene Entscheidung, sondern ein formaler Beschluss der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) dazu führte, dass seine Bank keine Einlagen mehr annimmt. Die BaFin untersagte ihr Ende Juni ebenfalls, Kredite zu vergeben. Es sei mit der Behörde abgestimmt gewesen, dass die eigentlichen Gründe verborgen bleiben, schreibt er im Unternehmens-Blog. Er drückte Bedauern aus, sein Transparenz-Versprechen in diesem Zusammenhang gebrochen zu haben. Im Kampf um das Fortbestehen seines Unternehmens wendet sich Jozic nun an die Öffentlichkeit, ruft sogar zu einer Petition an die Bundeskanzlerin auf. Damit möchte er erreichen, dass seine Bank von der Bankenaufsicht so fair behandelt wird, wie andere Banken auch. Es würde enormer Druck mit einer hohen Dringlichkeit aufgebaut. Offenbar stören sich andere Banken und das "Establishment" an dem Erfolg der noa bank, so seine wiederholt geäußerte Befürchtung.
Die BaFin beanstandet in erster Linie eine zu geringe Eigenkapitalquote. Die noa bank sei Teil eines Firmengeflechts. Deswegen müsse bei der Beurteilung der Eigenkapitalquote nicht nur die Bank alleine, sondern die ganze Gruppe mit einbezogen werden. Um Finanzprobleme abzuwenden, kann die BaFin für einzelne Institute Ausnahmeregeln bei der Berechnung des Eigenkapitals anwenden. noa bank liegt unterhalb der Quote von 8 Prozent. Die BaFin verweist außerdem darauf, dass das ihr im März 2009 vorgetragene Geschäftsmodell geändert wurde. Und sie vertritt die Auffassung, dass durch die Verluste des Vorgänger-Instituts zukünftig Schwierigkeiten entstehen könnten. Eine wesentliche Anforderung an die noa bank ist daher, neues Eigenkapital zu finden. 2 Millionen Euro sollen laut Jozic durch eine Investorengruppe ab kommender Woche zur Verfügung stehen. Nötig sind den Angaben zufolge nunmehr bis Monatsende allerdings 10 bis 15 Millionen Euro.

15.07.2010 |Guthabenzins der Ikano Bank zunächst auf Null
Die Ikano Bank bewirbt ihre kürzlich eingeführte Kreditkarte, die "Rote MasterCard", auch als Geldanlagemöglichkeit. Am 9.7.10 legte die Bank sogar nach und verbesserte den Guthabenzins von 2,00% auf 2,22%. Das Unübliche dabei: Der Kunde muss den Guthabenzins erst aktivieren. Dazu wiederum ist das mTAN-Verfahren im Online-Banking freizuschalten, indem dort eine Mobilfunk-Nummer mittels SuperPIN hinterlegt wird. Die SuperPIN erhält man mehrere Tage nach Kontoeröffnung. Wurde vorher schon Geld auf das Konto überwiesen, bleibt dieses bis dahin unverzinst. Auf das Prozedere wiesen uns Kunden hin, die ihre Eröffnungsunterlagen erhielten. Dabei kommt natürlich ein Gefühl auf, eine Tücke umgehen zu müssen. Ist künftig bei Geldanlagen immer zu hinterfragen, ob der Zins und alles andere schon aktiviert sind? Eine Inaktivität wird in der Produktbeschreibung nicht thematisiert. Gemäß den AGBs entspricht das Vorgehen zwar dem Wortlaut, die Formulierungen erhalten jedoch erst im Nachhinein ihre Bedeutung. So heißt es unter dem Punkt der Verwendungsmöglichkeiten: "Die Funktion der Guthabenverzinsung ist nach erstmaliger Freischaltung automatischer Bestandteil der Rote MasterCard Karte und nicht separat kündbar." Und im Abschnitt der Kontoführung steht: "Die Kontoführung der Rote MasterCard Karte erfolgt nach den im Preisverzeichnis angegebenen Bedingungen sofern der Kunde den Onlineservice und das mTAN-Verfahren nutzt."

12.07.2010 |SEB verkauft an Santander
Die schwedische SEB hat sich mit der spanischen Banco Santander auf den Verkauf ihres deutschen Privatkundengeschäfts geeinigt. Der Kaufpreis betrage 555 Millionen Euro, teilten beide Unternehmen heute mit. Die SEB betreut bundesweit rund eine Million Kunden in 173 Filialen. Sie zieht sich nicht komplett vom deutschen Markt zurück, das Geschäft mit Firmenkunden und institutionellen Kunden verbleibt bei den Nordeuropäern. Die Abspaltung ist nach eigenen Angaben zunächst mit hohen Kosten verbunden und die verbleibenden Einheiten müssen neu aufgestellt werden. Die Transaktion soll nach Mitteilung von Santander 2011 abgeschlossen werden; SEB nannte Ende des Jahres 2010 als Termin. Die Transaktion unterliegt noch den aufsichtsrechtlichen Genehmigungen.
Das deutsche Privatkundengeschäft der SEB, das aus der 2001 erworbenen BfG Bank hervorging, galt als zu klein und renditeschwach. Die Schweden trugen sich schon länger mit dem Gedanken, dieses aufzugeben. Schon in mehreren Anläufen wurde mit potenziellen Interessenten gesprochen. Zuletzt hatten sich die Hinweise verdichtet, dass Santander zum Zuge kommen werde. Auch die italienische Unicredit wollte die SEB-Filialen, allerdings ohne die Zentrale in Frankfurt und zu einem geringeren Preis. Santander, die selbst sechs Millionen Kunden und 176 Filialen in Deutschland zählt, ist besonders gut aufgestellt bei Konsumentenkrediten. Sie integrierte hierzulande zuvor die Kreditspezialisten GE Money Bank und RBS. Der jetzige Zukauf verbreitert nun das Angebot. Die Kundenprofile beider Häuser sind sehr unterschiedlich. Gemäß einer Studie des Marktforschungsinstituts Psychonomics hat Santander viele vergleichsfreudige und fordernde Kunden, während die Kunden der SEB eine deutlich engere Beraterbindung aufweisen.

12.07.2010 |GE Capital Direkt: Starker Auftakt mit Tagesgeld
Die Online-Bank GE Capital Direkt, seit heute am Markt, bietet einen Tagesgeldzins von derzeit 2,25% und damit mehr als die bislang Führenden Bank of Scotland und NIBC Direct. Ziel ist offensichtlich, schnell bekannt zu werden und eine beträchtliche Summe an Geldern anzuziehen. Die Zinsen werden vierteljährlich gutgeschrieben. Es gibt keine Mindest- oder Höchsteinlage. Einlagen sind über die gesetzliche deutsche Entschädigungseinrichtung und darüber hinaus über den Bundesverband deutscher Banken e. V. in Millionenhöhe abgesichert.
Mit der Online-Marke richtet sich die GE Capital Bank Germany, die sonst auf mittelständische Betriebe spezialisiert ist, an Privatkunden. Das Tagesgeld dient der günstigen Refinanzierung von Factoring, Leasing und Investitionskrediten. Im Stil nachhaltiger Bankangebote wird von einer sinnstiftenden Wirkung der Anlagegelder gesprochen. Mit einer Geldanlage unterstütze der Kunde den deutschen Mittelstand, heißt es. Eine solche Wirkung wäre dann aber sicherlich kein Alleinstellungsmerkmal, sondern träfe auf viele Banken mit Firmenkundengeschäft zu. GE Capital Bank Germany ist Teil der Finanzsparte des US-Mischkonzerns General Electric. Der Konzern hatte in Deutschland schon einmal ein Angebot für private Kunden. Vor rund zwei Jahren veräußerte er seine deutsche GE Money Bank mit Filialnetz an Banco Santander.

07.07.2010 |Kartellamt lehnt Fünf-Euro-Gebühr an Geldautomaten ab
Das Bundeskartellamt hat den Kompromiss, auf den sich die deutschen Bankenverbände verständigten, am Montag in einem Schreiben an die Bankenverbände abgelehnt. Ein Sprecher des Bundeskartellamts bestätigte dies gegenüber der "Financial Times Deutschland". Ein zulässiges Kundenentgelt an fremden Geldautomaten von EUR 5,00 sei einfach zu hoch. Die Höchstgrenze würde sich wie ein Festbetrag auswirken, den kaum eine Bank unterschreitet. Das Kartellamt begrüßte dagegen ausdrücklich, dass vor der Transaktion am Bildschirm angezeigt werden soll, wie teuer das Abheben wird sowie dass die Verrechnung der Gebühren umgestellt wird. Künftig sollen die Institute die Gebühren direkt beim Kunden einziehen. Die Bankenverbände müssen nun einen neuen Vorschlag erarbeiten und eine annehmbare Lösung finden. Anderenfalls könnte die Behörde ihre Drohung wahr machen und untersuchen, ob die bestehenden Automatenverbünde kartellrechtlich überhaupt zulässig sind.

03.07.2010 |ING: Niederländer leiten die Direktbanken
Von der ING-DiBa AG in Frankfurt wurde der Nachfolger des Vorstandsvorsitzenden Ben Tellings bekannt gegeben, der wie im Februar angekündigt sein Amt auf eigenen Wunsch abgibt. Zum 1.10.10 tritt Roland Boekhout (46) sein Amt an. Dieser ist mit einer Amerikanerin verheiratet, hat eine deutsche Mutter und ist selbst Niederländer. Boekhout hat Betriebswirtschaftslehre in Rotterdam studiert und arbeitet seit 1991 beim Mutterkonzern ING. Tellings wechselt in den Aufsichtsrat. Daneben hat er außerhalb des Unternehmens eine Aufgabe angenommen: Als Chef des niederländischen Bewerbungskomitees soll er die 2028 stattfindenden Olympischen Spiele in die Niederlande holen, wo sie zuletzt 1928 ausgetragen wurden.
Auch für die Niederlassung in Wien, die ING-DiBa Direktbank Austria, ist nun die Nachfolge geregelt. Der Niederländer Roel Huisman (37) übernimmt am 1.11.10 die Führungsfunktion von Katharina Herrmann. Frau Herrmann wird Mitglied des Vorstands der ING-DiBa AG in Frankfurt. Huisman ist seit 1999 bei ING und war in den vergangenen Jahren für Projekte im Bereich E-Business, Einkauf und Zahlungsverkehr verantwortlich.

02.07.2010 |AutoBank auf deutschem Markt angekommen
Über ihre Zweigniederlassung in Oberhaching bei München bietet die AutoBank aus Wien seit Monatsbeginn auch auf dem deutschen Markt Tagesgeld und Festgeld an. Im Einlagengeschäft tritt sie als Direktbank auf. Tagesgeld verzinst sie mit 1,77% bei vierteljährlicher Zinsgutschrift, eine Mindestanlage wird nicht verlangt. In Österreich gehört sie beständig zu den besseren Zinsanbietern. Ob sie auch auf dem ungleich größeren deutschen Markt dauerhaft vorne mithalten möchte, wird sich zeigen. Das Zinsniveau in Österreich liegt durch den geringeren Wettbewerb aktuell etwa einen viertel Prozentpunkt niedriger. So reduzierte die AutoBank für ihre österreichischen Kunden gerade erst von 1,77% auf 1,57%. Die "7" ist ein Markenzeichen, viele Zinssätze der Bank enden mit ihr. Die angebotenen Festgeldzinsen liegen im oberen Mittelfeld. Für 3 Monate gelten 1,47%, für 6 Monate 1,77%, für 12 Monate 2,07%, für 2 Jahre 2,27%, für 3 Jahre 2,77% und für 4 Jahre 3,07%. Die Festgeldanlage ist für Beträge von EUR 5.000 bis EUR 100.000 möglich. Einlagen sind über die österreichische Einlagensicherung bis EUR 100.000 je Person gesichert.
Der Standort in Oberhaching besteht bereits seit April 2008. In einem ersten Schritt wurden zunächst Dienstleistungen für den Autohandel angeboten, denn die AutoBank positioniert sich als Spezialbank. Als unabhängiger Anbieter tritt sie in Konkurrenz zu den Banken der Autokonzerne. Sie finanziert den Fahrzeugeinkauf von Kfz-Händlern und ist Partner für Finanzierungsangebote an den Endkunden. Das größte Aktienpaket an der AutoBank hält die DSK Leasing GmbH & Co KG, die sich 2008 im Rahmen eines Management-Buyouts von der ALBIS Leasing AG löste. Ein weiteres größeres Aktienpaket hält die Lease Beteiligung GmbH aus Oberhaching, deren Eigentümer AutoBank-Vorstand Gerhard Fischer ist.

02.07.2010 |1,00% Prämie bei Fondsübertrag zu Cortal Consors
Wie letztes Jahr im August legt Cortal Consors nahe, Fondsanteile von anderen Banken abzuziehen und zu bündeln. Der Übertrag zu Cortal Consors wird mit einer Geldprämie von einem Prozent des übertragenen Fondsvolumens belohnt. Es kann eine Geldprämie von EUR 50,00 bis maximal EUR 500,00 erzielt werden. Dabei gilt ein Mindestübertrag im Gegenwert von EUR 5.000. Bei einem Übertrag von mehreren externen Depots wird für das Erreichen des Mindestübertrags aufsummiert. Das Angebot ist befristet bis zum 31.8.10. Bestandskunden können zur Teilnahme ausschließlich das auf der Aktionsseite bereitgestellte Einzugsformular nutzen, das bis Aktionsende postalisch bei Cortal Consors eingehen muss. Neukunden eröffnen ihr Depot über die Aktionsseite und können den Übertrag dann bei dem betreffenden Fremdinstitut oder bei Cortal Consors beauftragen. Die Einbuchung der Wertpapiere muss bis spätestens 30.9.10 erfolgt sein. Prämienbegünstigt sind alle in Deutschland zugelassenen Investmentfonds, die erstmals von einem Fremdinstitut auf das Depot bei Cortal Consors übertragen werden. Maßgebend ist der Wert am Tag der Einbuchung. ETFs, geschlossene Fonds und Fonds ohne Preisstellung der Investmentgesellschaft gehen nicht in die Bewertung ein. Ein anschließender Verkauf wäre prämienunschädlich, aber eine erneute Übertragung an Fremdinstitute ist zwölf Monate lang nicht zulässig. Wenn alle Bedingungen erfüllt sind, verbucht Cortal Consors die Gutschrift im Oktober auf dem Verrechnungskonto.
Für Bestandskunden ist eine Kombination mit der Aktion "3,2% Zinsen bei Depotwechsel" möglich, nachdem die übertragenen Wertpapiere aus dieser Aktion bei Cortal Consors eingegangen sind. Als Neukunde zählt, wer in den letzten sechs Monaten kein Kunde bei Cortal Consors war. Neukunden müssen volljährig sein und können die Aktion nicht mit anderen Neukundenangeboten kombinieren.

01.07.2010 |Volkswagen Bank direct bietet Rahmenkredit zum Sonderzins
Über das Angebot "ComfortCredit.TopZins" können Neukunden, die in den letzten sechs Monaten keinen Rahmenkredit bei der Volkswagen Bank direct unterhielten, eine Kreditlinie von EUR 5.000 mit Sonderkonditionen beantragen. Der Sollzins ist dabei vom 1.7.10 bis 31.12.10 fest und beläuft sich auf 3,92% p. a. (Effektivzins 3,99%). Danach ist dieser variabel und abhängig von der Art der Kontoführung, bei Online-Kontoführung beträgt der Sollzins derzeit 8,177% (Effektivzins 8,49%) und bei Standard-Kontoführung 8,64% (Effektivzins 8,99%). Die Bereitstellung der Kreditlinie ist kostenfrei. Zinsen sind nur auf tatsächlich abgerufene Beträge zu zahlen. Der jeweilige Saldo wird in monatlichen Raten von 2,00%, mindestens aber EUR 50,00, ausgeglichen. Sonderzahlungen sind jederzeit möglich. Bei den Rahmenkrediten sind solche Zinsangebote selten, eher werben Kreditkartenaussteller offensiv, die Teilzahlungsfunktionalität zu nutzen.

01.07.2010 |DAB bank: 2,10% auf Tagesgeld und Prämie bei Wertpapierübertrag
Die heute angelaufene Neukundenaktion der DAB bank verspricht einen Tagesgeld-Sonderzins über einen langen Zeitraum. Bis zum 30.6.11 gelten 2,10% p. a. für Guthabenteile bis EUR 10.000. Bei der vorangegangenen Aktion waren es 2,30% p. a. für Guthabenteile bis EUR 15.000, die bis 30.9.10 garantiert wurden. Des Weiteren wird der Wertpapierübertrag von einem externen Depot zur DAB bank mit bis zu EUR 500,00 prämiert. Hierzu ist allerdings Ausdauer nötig, denn die Kundenbeziehung muss mindestens bis Januar 2012 bestehen bleiben. Erst dann erfolgt die Gutschrift. Die Prämie beträgt ein Prozent des durchschnittlichen Depotvolumens, aber maximal ein Prozent des bis zum 12.11.10 übertragenen Depotvolumens. Das durchschnittliche Depotvolumen berechnet die DAB bank aus Anzahl und Summe der Depotsalden jeweils zum Monatsultimo in der Zeit vom 30.11.10 bis 31.12.11. Depotsalden über EUR 50.000 werden jeweils mit EUR 50.000 bewertet. Nicht berücksichtigt werden geschlossene Fonds und Wertpapiere ohne Börsennotierung bzw. ohne Preisstellung der Investmentgesellschaft.
Als dritter Aktionsbestandteil können wie schon zuvor Wertpapiere an inländischen Börsenplätzen und im außerbörslichen DAB Sekunden-Handel vergünstigt gehandelt werden. Als Neukunde zählt, wer in den letzten sechs Monaten kein Depot bei der DAB bank hatte.

25.06.2010 |noa bank: Einlageprodukte ausverkauft
Die noa bank hat entschieden, ihr Festgeld-Angebot vorübergehend einzustellen und jetzt auch von Bestandskunden keine weiteren Tagesgeldeinlagen mehr entgegenzunehmen. Begründet wurde damit, dass der Unterschied zwischen der eingesammelten Einlagenhöhe und der Summe der vergebenen Kredite weiterhin groß sei. Selbst durch den Kauf von Unternehmensanleihen an der Börse - eine der umstrittenen Notlösungen - scheint noa bank nicht genügend "Kredit" vergeben zu können. Bereits am 30.4.10 stoppte man deshalb die Tagesgeld-Eröffnungen von Neukunden. Dennoch wuchsen die Einlagen von damals 230 Millionen Euro auf mittlerweile 290 Millionen Euro an. Klickt man auf der Internetseite der Bank auf "Jetzt Konto eröffnen", erhält man nun bei allen Einlageangeboten den Hinweis, das Produkt sei ausverkauft. Ihren Bestandskunden teilte noa bank gestern Abend per E-Mail und im Unternehmens-Blog mit, dass sie mit sofortiger Wirkung nicht mehr einzahlen dürfen. Eingehende Überweisungen wird die noa bank zurücküberweisen, bestehende Guthaben aber weiterhin mit derzeit 2,20% verzinsen. Den Tagesgeldsatz auf ein marktübliches Niveau herabzusetzen, wäre wohl zweckdienlicher gewesen. Dann wären viele Gelder abgeflossen, ohne dass solch ungewöhnliche Maßnahmen nötig gewesen wären. Viele Kunden sind verstimmt, da die Bank bestimmt, wann sie Gelder annimmt und wann nicht. Dies steht auch im Widerspruch zu den eigenen Allgemeinen Geschäftsbedingungen der noa bank. Zum Tagesgeld heißt es dort, dass Einzahlungen in jeder Höhe uneingeschränkt möglich sind. Zuden werden wegen technischer Schwierigkeiten beim Online-Banking, die man längst behoben haben wollte, weiterhin keine neuen Girokonten vergeben.

22.06.2010 |Postbank übernimmt 277 Postfilialen
Die Postbank übernimmt zum 1.7.10 weitere 277 Filialen der Deutschen Post. Eine entsprechende Vereinbarung habe man heute geschlossen, teilten beide Unternehmen in Bonn mit. Ein Kaufpreis werde nicht gezahlt. Vielmehr gehen die Filialen im Rahmen einer langfristigen Kooperation an die Postbank. Diese übernimmt die Mietverträge, die Mitarbeiter in den Filialen sollen bei der Deutschen Post angestellt bleiben, sie werden an die Postbank ausgeliehen. Die betreffenden Filialen werden künftig die Bankdienstleistungen stärker in den Vordergrund stellen, aber weiterhin das komplette Brief- und Paketsortiment der Deutschen Post anbieten. Ergänzend dazu ist geplant, ab Herbst auch Handy-, Strom- und Gasverträge am Schalter anzubieten.
Die Postbank war früher eine 100-prozentige Tochter des Logistikkonzerns und gehört inzwischen zu knapp 30 Prozent der Deutschen Bank, die eine Option zur Mehrheitsbeteiligung hält. Bereits 2006 hatte die Postbank rund 850 Postfilialen übernommen und führt diese seitdem als "Postbank Finanzcenter". Die Post setzt mit dem Abstoßen der verbliebenen eigenen Filialen ihren radikalen Sparkurs fort.

22.06.2010 |Ikano Bank bringt vielseitig nutzbare Kreditkarte
Die auf Kredite spezialisierte Ikano Bank hat mit der "Roten MasterCard" nun auch eine Kreditkarte im Programm. Deren Vorteile liegen darin, dass kein jährlicher Kartenpreis zu entrichten ist und Guthaben besser als auf manchem Tagesgeldkonto verzinst wird. Es handelt sich um eine Revolving-Credit-Card, diese Kartenart ist vom Grundgedanken her auf Kunden mit Kreditbedarf ausgelegt. Wenn durch Kartenzahlungen am Ende des Monats ein Sollsaldo vorliegt, zieht Ikano Bank lediglich einen Teilbetrag vom Verrechnungskonto ein - 3,00% des ausstehenden Saldos, mindestens jedoch EUR 5,00. Wer keine Sollzinsen zahlen möchte, muss den offenen Saldo der Monatsabrechnung innerhalb des Zahlungsziels jeweils manuell überweisen. Im Gegensatz zu vergleichbaren Angeboten darf bei Ikano Bank das Kartenkonto wie bereits erwähnt durch Einzahlungen ein Guthaben aufweisen. Guthabenteile bis EUR 100.000 werden derzeit mit 2,00% verzinst, wobei nur EUR 50.000 durch die gesetzliche deutsche Einlagensicherung geschützt sind. Die Zinsgutschrift erfolgt jährlich. Das Guthaben wird mit den Kartenumsätzen verrechnet, kann auf das Referenzkonto zurücküberwiesen oder am Geldautomaten behoben werden. Eine Rücküberweisung wird online kostenlos mit einer mTAN beauftragt; im Online-Banking sind die Umsätze tagesaktuell ersichtlich und auch der monatliche Kontoauszug wird über das Online-Postfach bereitgestellt. Bargeldabhebungen am Geldautomaten sind mit Kreditkarten oft teuer. Auch bei der Roten MasterCard sollten sie die Ausnahme bleiben, da dafür eine Gebühr von 2,75% (mindestens EUR 4,75) erhoben wird.

15.06.2010 |Commerzbank und Dresdner Bank gleichen Filialen an
Äußerlich erkennt man bald keinen Unterschied mehr. Das Logo an den früheren Filialen der Dresdner Bank wird ausgetauscht, durch das gemeinsame mit dem gelben Band ersetzt. Den Auftakt machten heute acht Standorte in sechs deutschen Großstädten. Bereits in drei Wochen soll der Name Dresdner Bank im ganzen Land verschwunden sein. Bis Anfang August werden auch alle Commerzbank-Filialen umrüsten. Die entstehende "neue Commerzbank", wie das Unternehmen formuliert, werde bis Herbst 2011 allerdings die Präsenz von derzeit rund 1.500 auf etwa 1.200 Filialen lichten. Standorte, die nahe beieinander liegen, werden möglichst zusammengelegt.
Die Kunden können ab sofort in allen Filialen die normalen Bankgeschäfte erledigen. In der jeweils anderen Bankenwelt können z. B. Auszahlungen etwas länger dauern, denn der Bankmitarbeiter muss sich Auszahlungen von den Kollegen telefonisch gutheißen lassen. "Wirklich nichts mehr merken werden die Kunden nach dem Frühjahr nächsten Jahres", sagte Konzern-Chef Blessing. Dann sollen die Datensysteme der beiden Großbanken zusammengeführt werden. Übrigens firmierte die Dresdner-Cetelem Kreditbank um, sie heißt nun "Commerz Finanz GmbH". Die Umbenennung wurde notwendig, da die namensgebenden Gesellschafter nicht mehr in der bisherigen bestehen. Die französische Cetelem wurde im Juli 2008 zur BNP Paribas Personal Finance S. A., sie gehört zur BNP Paribas-Gruppe. Und auf deutscher Seite wird nunmehr die Dresdner Bank vollständig integriert.

10.06.2010 |Verbraucherkreditrichtlinie in der Umsetzung
Am Freitag wird das nationale Gesetz zur EU-Verbraucherkreditrichtlinie verbindlich. Die Kreditwirtschaft muss ihren Privatkunden dann eine Reihe zusätzlicher Informationen zukommen lassen. Das Gesetz wurde mit dem Ziel verfasst, einen echten Binnenmarkt herzustellen und den Schutz der Konsumenten zu stärken. So muss vor Vertragsabschluss ein Formular mit genauer Definition der Kreditbedingungen ausgehändigt werden. Hierzu nutzen die meisten Banken ein einheitliches Muster. Je nachdem, ob es sich um einen Ratenkredit, eine Überziehungsmöglichkeit oder einen Hypothekenkredit handelt, variieren die dort anzugebenden Informationen, um den Besonderheiten jeder Kreditart gerecht zu werden. Im Gesetzestext wurden neue Begriffe verwendet, die sich allgemein durchsetzen werden. Aus dem bisherigen "Nominalzins" wird der "Sollzins", aus der "Zinsfestschreibung" die "Sollzinsbindung" und aus dem "anfänglichen effektiven Jahreszins" der "Effektivzins". Auch die Werbung ist reglementiert. Enthält eine Werbung für Verbraucherkredite konkrete Zahlenangaben, so sind diese mit grundlegenden Standardinformationen zu ergänzen und für Nachvollziehbarkeit zu sorgen. Bonitätsabhängige Zinsangebote bremst die Zwei-Drittel-Regelung aus: Der Kunde darf erwarten, dass das Kreditinstitut in mindestens zwei Dritteln der aufgrund der Werbung zustande kommenden Verträge zum angegebenen oder einem niedrigeren Effektivzins abschließen wird. Institute wie SEB und VON ESSEN Bank geben deshalb den Zins nach der Zwei-Drittel-Regelung in ihren Kreditrechnern an. Beim "extrakredit" verwendet VON ESSEN Bank hier nun einen Beispielzins von effektiv 12,90%. Zuvor rechnete man das Beispiel mit 7,90% aus - beachtliche 5,00% weniger. Andere nennen weiterhin die Zinssätze mit Formulierungen wie "ab 7,90%" und führen in einem einzigen repräsentativen Beispielfall dann Effektiv- und Sollzins nach der Zwei-Drittel-Regelung auf. Die unterschiedliche Darstellung führt bei bonitätsabhängigen Angeboten deshalb weiterhin zu Undurchsichtigkeit. Ikano Bank schwenkt in ihrer Zinspolitik zumindest teilweise um, macht für Beamte den Zins nicht mehr von der Bonität abhängig. In einer Aktion ab 21.6.10 wird es zudem für alle bei gewissen Laufzeiten und Beträgen Festzinsangebote geben.
Die EU-Verbraucherkreditrichtlinie räumte den Mitgliedsstaaten ein, in den nationalen Bestimmungen über die Anforderungen hinauszugehen. Ein vollkommen einheitlicher Binnenmarkt wurde deshalb nicht erreicht. In Deutschland betrifft das Gesetz nicht nur Verbraucherkredite von EUR 200 bis EUR 75.000, wie es die europäische Richtlinie vorgab, sondern enthält keine betragliche Höchstgrenze und bezieht auch Hypothekenkredite mit ein. Zu Hypothekenkrediten bestehen allerdings Ausnahmen. Auch die Bereiche Widerruf, vorzeitige Rückzahlung und Entschädigung sowie die Berechnung des Effektivzinses wurden harmonisiert. Neu in Deutschland ist insbesondere die Regelung der vorzeitigen Rückzahlung. Kredite, die ab 11.6.10 geschlossen werden, eine feste Laufzeit haben und nicht hypothekarisch gesichert sind, darf der Verbraucher jederzeit ganz oder teilweise zurückzahlen, wobei der Kreditgeber eine Entschädigung verlangen darf. Diese ist auf höchstens ein Prozent der vorzeitigen Rückzahlung beschränkt, bei einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr auf höchstens ein halbes Prozent. Des Weiteren besteht die Deckelung, dass die Entschädigung nicht die Zinsen, die bis zum Ende der Laufzeit angefallen wären, übersteigen darf.

08.06.2010 |TARGOBANK berät türkische Kunden in ihrer Muttersprache
Die 2,9 Millionen Mitbürger in Deutschland, die aus der Türkei stammen, werden von mehreren Instituten mit Bankdienstleistungen umworben. Auch TARGOBANK wird dies künftig tun, unter dem Namen "Bankadaş". In mehr als 60 Filialen der TARGOBANK wurden spezielle Servicepunkte errichtet. Dort stehen türkischsprachige Mitarbeiter für Beratungsgespräche, aber auch entsprechende Informationsmaterialien zur Verfügung. Vorteile ergeben sich auch auf der Produktseite: Bei Bankadaş sind Überweisungen und Daueraufträge in die Türkei kostenlos, wenn sie von einem Girokonto bei der TARGOBANK vorgenommen werden. Für die Kreditkarten gibt es spezielle Motive. Und außerdem hebt die Bank hervor, dass ihr kostenloser SMS-Kontoticker auch dann über Kontobewegungen informiert, wenn man sich in der Türkei aufhält. Für Bankadaş werden derzeit in türkischen Printmedien sowie auf TV-Sendern Anzeigen geschaltet. Außerdem werden lokale Veranstaltungen gesponsert. Unter bankadas.de gibt es eigens eine Internetseite.

05.06.2010 |Kurzmeldung
Die Commerzbank geht einen weiteren Schritt der Integration. Ab 14.6.10 passt sie die Internetportale der ehemaligen Dresdner Bank in ihrem Aussehen denen der neuen Commerzbank an. Außerdem ziehen diese um, das Privatkundenportal beispielsweise von dresdner-privat.de auf commerzbank-privat.de. Das grüne Logo der Dresdner Bank ist online dann Geschichte. Unter gelbem Logo wird es somit übergangsweise zwei Anlaufstellen geben, eine für Kunden der Commerzbank und eine für Kunden der ehemaligen Dresdner Bank.

31.05.2010 |Preisänderung beim Classic-Depot
OnVista Bank ändert zum 1.6.10 beim "Classic-Depot" die Orderpreise am Börsenplatz Xetra. Nur kleine Orders bis zu einem Gegenwert von EUR 1.000 werden günstiger, kosten künftig EUR 4,99. Orders über EUR 1.000 bis EUR 15.000 werden zu EUR 6,49 ausgeführt und Orders darüber zu EUR 7,99. Bislang wurden pauschal EUR 5,99 berechnet. Alle Preise verstehen sich zuzüglich Börsengebühren und fremder Kosten. Das Classic-Depot war lange Jahre das alleinige Preismodell, Ende Juli 2009 kam im Neugeschäft das "FreeBuy"-Depot hinzu, weshalb aktuell zwei unterschiedliche Preismodelle bestehen.

26.05.2010 |Cortal Consors hilft cortalconsors.de kennenzulernen
Der neue "Genius Service" ist vergleichbar mit einer Videotour durch die Internetseite von Cortal Consors - nur persönlicher und individueller. Ein Kundenbetreuer begleitet den Kunden beim Surfen telefonisch. Er zeigt, wo welche Informationen und Tools zu finden sind und erklärt, wie Online-Banking und Brokerage bei Cortal Consors funktionieren. Dabei kommt eine Webkonferenz-Anwendung zum Einsatz. Während des Telefongesprächs kann der Kunde so auf seinem Bildschirm die aufgerufenen Seiten und die Mausbewegungen verfolgen. Er bestimmt die Themen, zu denen er mehr erfahren möchte, kann das Tempo der Tour anpassen und jederzeit Fragen stellen. Der Service ist kostenlos und auf 30 Minuten begrenzt. Eine vorherige Terminabsprache ist notwendig. Hierzu loggt man sich in den Kundenbereich ein und klickt auf den Button "Termin vereinbaren".

19.05.2010 |Pfändungsschutzkonten in der Umsetzung
Am 1.7.10 tritt das "Gesetz zur Reform des Kontopfändungsschutzes" in Kraft. Dies ermöglicht jedem der befürchten muss, dass aufgrund von Überschuldung eine Kontopfändung erfolgt, ein vorhandenes Girokonto in ein sogenanntes Pfändungsschutzkonto umwandeln zu lassen. Dadurch ist sichergestellt, dass notwendige Überweisungen, Lastschriften, Daueraufträge, Barabhebungen etc. weiterhin ausgeführt werden können. Den Antrag, als Vermerk "Pfändungsschutzkonto" oder abgekürzt "P-Konto" in die Kontounterlagen aufzunehmen, muss die Bank kostenfrei umsetzen. Bislang sind betreffende Konten aufgrund der Rechtslage vollständig blockiert, bis der Schuldner eine Freigabe per Gerichtsentscheidung bewirkt. Seitens der Bank wird bei Pfändung zudem oftmals der Bankwechsel nahegelegt, gerne auch durch weitere Restriktionen. EthikBank und Volksbank Eisenberg Direkt veröffentlichten jetzt im Vorfeld separate Preismodelle für P-Konten, obwohl es sich dabei nicht um ein eigenständiges Produkt handelt. Es werden ein höheres Kontoführungsentgelt verlangt und jede Buchung mit EUR 0,49 bepreist. Zudem ist die Kontoführung dann nicht mehr online, sondern nur noch telefonisch möglich und Kontoauszüge bezieht man kostenpflichtig auf dem Postweg.
Bei Pfändung soll ein P-Konto unbürokratisch zu einem automatischen Basis-Pfändungsfreibetrag in Höhe von derzeit EUR 985,15 pro Monat führen, unabhängig von der Art der Einkünfte. Um Missbrauch in Bezug auf die Freigrenze zu vermeiden, wird das Merkmal der Schufa gemeldet. Denn je Person ist nur ein P-Konto erlaubt.

19.05.2010 |Kurzmeldung
Die 1822direkt nahm das Girokonto "GiroAll" mit dem dazugehörigen Tagesgeld "CashAll" aus dem Programm. Beide Produkte wurden seit Mitte Januar nicht mehr aktiv beworben und werden ab sofort nur noch für bestehende Kunden fortgeführt. Gegenüber der umfangreichen Liste an Alt-Produkten ist das Angebot für Neuabschlüsse knapp: an Girokonten bietet 1822direkt derzeit "GiroSkyline" und "young giro" und für Tagesgeldanlagen das "ZinsCash".

17.05.2010 |Zwei Monate lang günstigeres Brokerage
In einer Aktion bis 15.7.10 reduziert Volkswagen Bank direct beim Brokerage den Preis für Online-Transaktionen bis zu einer Höhe von EUR 5.000 auf EUR 7,99 und bietet 50 ausgewählte Investmentfonds mit 75% Rabatt auf den regulären Ausgabeaufschlag an. Neue Kunden profitieren zusätzlich: Wird das Depot erstmalig bis zum 15.7.10 eröffnet, schenkt die Bank fünf Fondsanteile des Fidelity European Growth (ISIN: LU0048578792) im Gesamtwert von rund EUR 45,00. Die Einbuchung erfolgt bis spätestens Ende August, die Anteile unterliegen daraufhin einer Sperrfrist von zwölf Monaten.
Der Orderpreis von Volkswagen Bank direct ist außerhalb der Aktion nicht konkurrenzfähig. Er beträgt EUR 15,00 bei einer Orderhöhe bis EUR 2.500 bzw. EUR 17,50 bei einer Orderhöhe über EUR 2.500 bis EUR 5.000. Depots und Verrechnungskonten der Kunden werden bei der DAB bank geführt.

07.05.2010 |S Broker: Orderguthaben bei Eröffnung und Depotwechsel
Der zur Sparkassengruppe gehörende S Broker startete eine Neukundenaktion bei der für eine Depoteröffnung bis 31.7.10 EUR 100,00 Orderguthaben gutgeschrieben werden. Das Orderguthaben ist sechs Monate lang gültig und wird bei den nächsten Transaktionen auf die Orderprovision angerechnet. Auf den Eröffnungsunterlagen muss der Referenz-Code "Aktion2010" vermerkt sein, bei Nutzung der Online-Depoteröffnung wird dieser automatisch eingedruckt.
Überträgt der neue Kunde in den ersten drei Monaten ab Depoteröffnung Wertpapiere von einem Fremdinstitut zum S Broker, wird ein zusätzliches Orderguthaben eingebucht. Dieses kann daraufhin wiederum sechs Monate lang eingesetzt werden. Die Höhe des Orderguthabens entspricht 0,50% der übertragenen Werte, jedoch maximal EUR 250,00 je Neukunde. Maßgebend ist der Vortageskurs bei Einbuchung. Die übertragenen Wertpapiere dürfen innerhalb der ersten sechs Monate nach Depoteröffnung nicht wieder extern wegübertragen werden, können aber jederzeit verkauft werden.

04.05.2010 |Steuerbescheinigungen lassen auf sich warten
Viele Bankkunden müssen damit rechnen, die Steuerbescheinigung ihrer Bank nicht fristgerecht zu erhalten. Sie können somit vorerst keine Rückerstattung geltend machen, die sich auf die zu viel bezahlte Abgeltungsteuer bezieht. Dies trifft vor allem auf Depotinhaber zu. Nach Informationen der Financial Times Deutschland haben Deutsche Bank, Commerzbank, Dresdner Bank und TARGOBANK die Bescheinigungen über die Kapitalerträge und die bereits gezahlten Steuern des Jahres 2009 bislang nur teilweise verschickt. Die Abgeltungssteuer sollte vereinfachen, bei einigen Finanzprodukten kam es aber zu Auslegungsfragen, die das Bundesfinanzministerium erst kurz vor Weihnachten in einem 150 Seiten umfassenden Anwendungsschreiben klärte. Seitdem arbeiten die Banken daran, alle Steuerbesonderheiten in ihre IT-Systeme einzupflegen. ING-DiBa, die Sparkassen und die Genossenschaftsbanken haben die kurzfristigen Umstellungen nach eigenen Angaben gemeistert, alle Bescheinigungen seien bereits versendet. Liegt Bankkunden die Bescheinigung nicht bis zum Stichtag für die Einkommensteuererklärung, dem 31.5.10, vor, bestehen zwei Möglichkeiten: Entweder sie geben ihre Steuererklärung ohne die Bankbescheinigungen ab und reichen diese in einem Einspruchsverfahren nach. Oder sie beauftragen einen Steuerberater. Dieser kann beim Finanzamt eine Fristverlängerung zur Abgabe der Steuererklärung bis zum Jahresende beantragen.

30.04.2010 |Kurzmeldung
4,00% für eine 3-jährige Festzinsanlage bieten ab 3.5.10 die Santander Consumer Bank und ihre Direkttochter Santander Direkt Bank. Bislang gelten hier 3,33%, die anderen Laufzeitangebote bleiben unverändert. Dies dürfte eine der derzeit seltenen Gelegenheiten sein, bei überschaubarem Zeitraum zu einem guten Zins fest anzulegen. Die Mindestanlage beträgt EUR 2.500.

28.04.2010 |noa bank stoppt Tagesgeldangebot
Ab dem 30.4.10 bietet die noa bank ihr Tagesgeldkonto vorläufig in keinem der vier Themenbereiche mehr für Neuabschlüsse an. Grund ist das Ungleichgewicht zwischen der Einlagenhöhe und den vergebenen Krediten, das nicht noch größer werden soll. 225 Millionen Euro Kundeneinlagen auf Fest- und Tagesgeldkonten stehen 11 Millionen Euro Kreditvolumen gegenüber. Dieses Ungleichgewicht wurde, seit Spiegel Online vor drei Wochen darüber berichtete, zunehmend auch von Kundenseite kritisiert. Schließlich sollte das angelegte Geld nach deren Vorgaben sinnvolle Projekte unterstützen, die Mittelverwendung die junge Bank von herkömmlichen Instituten unterscheiden. Der Überschuss ist derzeit bei anderen Banken geparkt. Die Kreditvergabe konnte mit dem schnellen Einlagenwachstum nicht mithalten. Sie soll nun u. a. durch Werbemaßnahmen angekurbelt werden. Außerdem erwägt noa bank, als eine Form der Kreditvergabe Unternehmensanleihen von größeren Unternehmen zu erwerben und diese bis zur Endfälligkeit zu halten. Darüber hinaus wird demnächst die ehemalige Quorum AG in die noa bank eingebracht. Diese ist im Factoring tätig, kauft Forderungen von mittelständischen Firmen an. Verbindungen bestehen durch gemeinsame Gründer. Das Portfolio von Quorum würde gut zur Philosophie der noa bank passen. Ob Bankkunden, die mehr erwarten als einen ansprechenden Zins, ihre Gelder in Anleihen und im Factoring als sinnvoll eingesetzt sehen?
Nachbessern musste noa bank auch beim Girokonto. Das Angebot ist wegen technischer Probleme beim Online-Banking seit Mitte Februar für Neuabschlüsse ausgesetzt. Die Probleme seien inzwischen behoben. Um sicherzugehen, dass das System fehlerfrei funktioniert, führe man aber noch eine Testphase bis voraussichtlich 31.5.10 durch.

22.04.2010 |Kartellamt fordert neue Einigung im Automatenstreit
Der Spitzenverband der Kreditwirtschaft (ZKA) informierte am Montag das Bundeskartellamt über den Kompromiss, auf den sich die Bankenverbände im Geldautomatenstreit verständigten. Das zulässige Kundenentgelt an fremden Geldautomaten sollte demnach für zunächst eineinhalb Jahre auf EUR 5,00 begrenzt werden. Teilnehmern zufolge drängt das Bundeskartellamt eher auf eine niedrigere Obergrenze. So wurde berichtet, dass Silke Hossenfelder, Leiterin der zuständigen Abteilung des Bundeskartellamtes, befürchtet, dass sich die Banken an der Obergrenze ausrichten und so ein Festpreis entstehe. Wenn man eine Obergrenze festlegt, müsse diese sich an international üblichen Gebühren orientieren. Diese liegen bei MasterCard oder Visa beispielsweise bei ca. EUR 1,70. Generell befürwortete sie aber den Ansatz, da ansonsten durch die Automatenverbünde der Wettbewerb zu stark eingeschränkt werde. Hossenfelder machte deutlich, dass das Kartellamt dem Streit nicht mehr lange zuschauen werde. Die Banken wurden aufgefordert zügig eine überarbeitete Lösung dazulegen.
Verschiedene Politiker kritisierten die zuletzt stark gestiegenen Gebühren und das Bundeskartellamt befragte diesbezüglich mehr als 280 Kreditinstitute. Auf ZKA-Ebene suchten die Bankenverbände in langen Verhandlungen nach einem fairen Kompromiss zwischen Banken mit wenigen Automaten und anderen Banken mit vielen Automaten. Die privaten Institute wollten eine Höchstgrenze von maximal EUR 2,00 durchsetzen, Sparkassen und Genossenschaftsbanken beharrten auf EUR 5,00. Gemäß der Vereinbarung wird ein direktes Kundenentgelt angestrebt, das vor der Abhebung am Bildschirm des Automaten angezeigt werden muss. Die Maßnahmen dienen der Transparenz. Bislang berechnen sich Banken die Entgelte untereinander und die kontoführende Bank legt fest, welchen Betrag sie ihren Kunden in Rechnung stellt.

20.04.2010 |OnVista Bank: 10 Gramm Gold für 20 Transaktionen
Bei OnVista Bank ersetzte heute eine Neukundenaktion mit Goldbarren die vorherige mit Tankgutschein. Wird das FreeBuy-Depot in der Zeit vom 20.4.10 bis 30.6.10 eröffnet und werden anschließend bis zum 31.7.10 mindestens 20 Wertpapiertransaktionen ab einem Ordervolumen von EUR 1.000 durchgeführt, schenkt OnVista Bank einen Goldbarren mit einem Gewicht von 10 Gramm. Der Goldbarren hat einen Feingehalt von 999,9 und aktuell einen Ankaufswert von ca. EUR 270,00. Darüber hinaus werden mit der Depoteröffnung wie gehabt fünf Freetrades gutgeschrieben, die ausschließlich für Käufe eingesetzt werden können.
Gegenüber der Tankgutscheinaktion verdoppelte man die Anzahl der notwendigen Transaktionen, aber die Prämie hat auch einen wesentlich höheren Wert. Teilausführungen gelten gemäß den Bedingungen nicht als separate Orders. Orders über Fondsgesellschaften sowie zu Sonderpreisen bleiben unberücksichtigt.

13.04.2010 |Wüstenrot erwirbt Bausparkasse der Commerzbank
Der Finanzkonzern Wüstenrot & Württembergische gab am Morgen die Übernahme der Allianz Dresdner Bauspar AG bekannt. Sie soll noch in diesem Jahr mit der Wüstenrot Bausparkasse AG rechtlich verschmelzen. Die Standorte in Bad Vilbel und München will man erhalten. Bisherige Eignerin ist die Commerzbank. Diese hatte im Januar 2009 die Anteile der Allianz an der Bausparkasse im Zuge des Erwerbs der Dresdner Bank übernommen. Der Kaufvertrag steht unter dem Vorbehalt der kartell- und aufsichtsrechtlichen Zustimmung. Zu finanziellen Details sei Stillschweigen vereinbart worden, in Finanzkreisen schätzt man die Kaufsumme auf etwas mehr als 120 Millionen Euro. Zudem wurde eine langfristige Vertriebskooperation vereinbart. So werden in den rund 1.200 Commerzbank-Filialen, über die Allianz Beratungs- und Vertriebs AG und die 170 Filialen der Oldenburgischen Landesbank Bausparverträge künftig exklusiv an Wüstenrot vermittelt.
Bereits 2009 trug die Wüstenrot & Württembergische mit dem Zukauf der ehemaligen Vereinsbank Victoria Bauspar AG zur Konsolidierung der Branche bei. Auch hier sicherte man sich gleichzeitig breite Vertriebswege - die der HypoVereinsbank und ERGO-Versicherungsgruppe. Für die Commerzbank ist die Transaktion Teil des Verschlankungs-Prozesses, den die EU-Kommission aufgrund der staatlichen Milliardenhilfen auferlegte.

12.04.2010 |Kurzmeldung
ING-DiBa bietet 60 Tage provisionsfreies Handeln für neue Depotkunden, die bis 30.6.10 ein Depot eröffnen. Das Angebot bezieht sich auf die komplette eigene Orderprovision und gilt für bis zu 50 Trades. Werden alle 50 Freetrades ausgeschöpft, so können, ausgehend von den regulären Gebühren der ING-DiBa, zwischen EUR 495,00 und EUR 2.495 eingespart werden.

08.04.2010 |Apple iPad für Neukunden von brokerjet
brokerjet nutzt den Rummel um den Tablet-PC von Apple für eine Aktion. Bei Depoteröffnung bis 29.5.10 und mindestens 50 Transaktionen über brokerjet bis zum 31.7.10 erhalten Neukunden ein iPad in der Einsteigervariante mit 16 GB Flash-Laufwerk. Liegt die Anzahl der Transaktionen zwischen 25 und 50, gibt es stattdessen einen iPod touch als Prämie - das Gerät gehört zur iPod-Reihe und eignet sich mit seinem 3,5 Zoll großen Display auch zum Surfen im Web, natürlich aber auch zum Musik hören und anschauen von Fotos. Fondsorders zählen bei der Aktion nicht als Transaktion. Das iPad bzw. der iPod touch muss mit einem auf der Internetseite von brokerjet bereitgestellten Coupon angefordert werden, der bis zum 6.8.10 eintreffen muss. Der Coupon kann auch bereits mit dem Depoteröffnungsantrag abgegeben werden. Das iPad wird nach Verfügbarkeit beim Hersteller ab August geliefert. Sollte dies bis zum 30.9.10 nicht möglich sein, wird brokerjet mit dem Notebook HP Compaq 610 eine Ersatzprämie vergeben. Der iPod touch wird in der zweiten Augustwoche versendet. Zudem haben Neukunden die Möglichkeit, an einem kostenlosen Live-Seminar zum Trading-Start sowie vier Webinaren der Reihe "Trading-Basics" teilzunehmen.
Unter den bestehenden Kunden, die zwischen 6.4.10 und 21.5.10 mindestens 50 Transaktionen durchführen, verlost brokerjet am 31.5.10 zehn iPads. Die Teilnahme erfolgt automatisch.

06.04.2010 |Finanzaufsicht prüft Kapitalisierungsprodukte der Versicherer
Die Finanzaufsicht BaFin misstraut den neuartigen Anlageprodukten der deutschen Lebensversicherer. In einem Schreiben an die Gesellschaften verlangt die Behörde erstmals detaillierte Daten über die sogenannten Kapitalisierungsgeschäfte, berichtet die Financial Times Deutschland. Die Lebensversicherer bieten zunehmend kurzfristige Anlageverträge an, um das Geld ihrer Kunden aus ausgezahlten Policen nicht an die Konkurrenz aus Banken und Fondsgesellschaften zu verlieren. Sie räumen eine ansehnliche Verzinsung und gleichzeitig flexible Kündigungsoptionen ein. Kritiker bemängeln, dass dies die künftige Überschussbeteiligung der Stammkunden mindert. Denn die hohen Zinsen, die derzeit angeboten werden, könnten nur unter Rückgriff auf die Reserven ermöglicht werden. Sollte diese Befürchtung zutreffen, müsste das Versichertenkollektiv mit langfristigen Verträgen - beispielsweise für die Altersvorsorge - die Zeche zahlen. Das Prämienaufkommen aus dem klassischen Geschäft mit monatlichen Beiträgen brach 2009 ein, wurde aber über die Einmalbeiträge mehr als kompensiert. Die BaFin fordert nun bis 19.4.10 Einzelheiten, insbesondere über den Anteil der Kapitalisierungsgeschäfte an den gesamten Prämieneinnahmen, die entsprechenden Kapitalanlagen, die erwarteten Kündigungsquoten sowie die Risiken. In Finanzkreisen sieht man dies als klare Warnung. Die Versicherer dürften es mit dem Einmalgeschäft nicht übertreiben und müssten sicherstellen, dass keine Subventionierung stattfindet. Viele Versicherer beteuern, dass sie keine Quersubventionierung betreiben oder dass sie Kurzfristanlagen nur bestehenden Kunden anbieten.

02.04.2010 |DAB bank würfelt Aktion neu zusammen
Die einzelnen Bausteine der von DAB bank gestarteten Neukundenaktion wurden zuvor bereits mehrfach eingesetzt. In der jetzigen Kombination decken sie jedoch ein breites Feld ab. Neukunden, die das gebührenfrei geführte Depot bei der DAB bank in der Zeit vom 1.4.10 bis 30.6.10 eröffnen, erhalten 2,30% Tagesgeldzinsen für Guthabenteile bis EUR 15.000, können zu einem Grundentgelt von EUR 4,95 handeln und müssen für die ersten fünf Fondskäufe keinen Ausgabeaufschlag bezahlen.
Der Sonderzins des Tagesgeldkontos ist bis 30.9.10 befristet. Das Tagesgeldkonto wird zusätzlich zum Depotkonto eingerichtet. Nach dem 30.9.10 wird auf die Standardkondition umgestellt, derzeit betragsunabhängig 0,50%. Für Wertpapier-Transaktionen an inländischen Börsenplätzen und im außerbörslichen DAB Sekunden-Handel beträgt das Grundentgelt ("B I" gemäß Preis- und Leistungsverzeichnis) nur EUR 4,95 statt EUR 6,95 bis EUR 59,95. Hinzu kommen gegebenenfalls handelsplatzabhängige Entgelte (B II) und ein Offline-Bearbeitungsentgelt (B III). Ausgenommen sind Zeichnungen, Spar- und Auszahlpläne, Anleihenmarkt und FOREX. Außerdem fallen bei den ersten fünf Fondskäufen keine Ausgabeaufschläge an. Dies gilt aber nur für Einmalanlagen, die direkt über Kapitalanlagegesellschaften (Börsenplatz "KAG") und innerhalb der ersten sechs Monate nach Depoteröffnung abgewickelt werden. Wird ein Fonds gekauft, der regulär bereits ohne Ausgabeaufschlag erhältlich ist, verringert auch dies das Kontingent.

31.03.2010 |Koalition bekennt sich zur Bankenabgabe
Die schwarz-gelbe Regierung beschloss am Vormittag Eckpunkte zur umstrittenen Bankenabgabe. Alle deutschen Kreditinstitute sollen vorsorgen, um sich bei Schieflagen selbst retten zu können. Dazu werde nach den Plänen ein Stabilitäts-Fonds als Sondervermögen des Bundes eingerichtet, dessen Verwaltung die Finanzmarktstabilisierungsanstalt (FMSA) übernehmen soll. Finanzminister Schäuble erklärte in der an den Beschluss anschießenden Pressekonferenz, die Regierung erwarte dadurch ein Vorsorgevolumen von jährlich bis zu 1,2 Milliarden Euro. Details zur konkreten Bemessungsgrundlage der Abgabe seien jedoch noch nicht festgelegt worden. Die Beiträge werden sich am "systemischen Risiko" bemessen, das sich insbesondere aus der Größe, der internationalen Vernetzung und den eingegangenen Verpflichtungen der jeweiligen Bank ergibt. Nach bisherigen Berechnungen tragen die privaten Banken die Hauptlast, den geringeren Rest teilen sich Landesbanken, Sparkassen, Volksbanken und kleinere Geldhäuser. Versicherer sowie die Kosten der laufenden Krise wurden nicht mit einbezogen. Schäuble betonte zudem, dass die Regierung die steuerliche Absetzbarkeit der Abgabe noch juristisch prüfen lasse.
Ebenfalls verständigte man sich auf weitgehende Ermächtigungen, durch die Institute bei drohender Pleite schneller saniert, zerschlagen oder liquidiert werden können. Die Mitspracherechte der Anteilseigner können zu diesem Zweck beschränkt werden. In die gleiche Richtung weist das Vorhaben, die Haftungsfristen für Manager in börsennotierten Aktiengesellschaften von fünf auf zehn Jahre zu verlängern. Die Ausgestaltung der Bankenabgabe strebt die Bundesregierung in Absprache mit den internationalen Partnern an - vor allem mit Frankreich. Einen formellen Gesetzentwurf will man noch vor der Sommerpause in den Bundestag einbringen.

29.03.2010 |Kurzmeldung
Bank of Scotland wirbt seit heute wieder mit einem Startguthaben von EUR 20,00. Das Startguthaben wird bei Eröffnung des Tagesgeldkontos und einer ersten Einzahlung, die bis spätestens 31.5.10 erfolgen muss, gutgeschrieben. Deutschland-Chef Bertil Bos äußerte kürzlich, dass die Summe der von Bank of Scotland ausgegebenen Kredite nach wie vor die der Einlagen übersteige und man deshalb weiterhin Einlagenzinsen über Marktniveau biete. Im Gegensatz dazu haben offenbar eine Reihe von Geldinstituten einen Überhang an Refinanzierungsmitteln.

18.03.2010 |ING-DiBa wächst bei geringerem Gewinn
Die in Frankfurt ansässige Direktbank ING-DiBa konnte im Geschäftsjahr 2009 bei ihren Kernprodukten zulegen. Die Kundeneinlagen erreichten mit 75,3 Milliarden Euro einen neuen Rekordwert, ein Plus von 10,9 Milliarden Euro gegenüber dem Vorjahr. Das Volumen der privaten Baufinanzierungen stieg um 4,6 Milliarden Euro auf 47,2 Milliarden Euro. Die Zahl der Wertpapierdepots erhöhte sich um 40.000 auf 800.000. Und die Anzahl der Kunden wuchs um rund 200.000 auf insgesamt 6,9 Millionen. Eingerechnet sind dabei die nunmehr 400.000 Kunden (Vorjahr: 364.000 Kunden) der Niederlassung in Wien, der ING-DiBa Direktbank Austria. Trotz der Erfolge, die man auf ein klares und einfaches Produktangebot zurückführt, steht unter dem Strich ein geringerer Gewinn. Vor Steuern lag dieser bei 277 Millionen Euro, 412 Millionen Euro waren es im Vorjahr. Dies wurde damit begründet, dass man trotz historisch niedriger Zinsen im Euro-Raum bessere Konditionen geboten habe als viele Wettbewerber. Des Weiteren habe eine erhöhte Prämie für den Einlagensicherungsfonds mit zusätzlich fast 30 Millionen Euro belastet. Um Kosten zu sparen, ließ ING-DiBa 60 Zeitarbeitsverträge auslaufen und besetzte 50 frei gewordene Stellen nicht erneut.

17.03.2010 |ING-DiBa gewinnt vor ViTrade bei Börse Online
Die Wahl zum "Onlinebroker des Jahres 2010" konnte ING-DiBa für sich entscheiden. 43.000 Leser und Brokerage-Kunden beteiligten sich an der Umfrage im Internet, die das Anlegermagazin Börse Online durchführte. ING-DiBa wurde insgesamt mit Schulnote 1,71 bewertet; gewann in den Einzelkategorien "Orderabwicklung", "Erreichbarkeit" und "Kundenorientierung". Den zweiten Platz der Gesamtwertung sicherte sich ViTrade, das Nachfolgeinstitut des Vorjahressiegers E*Trade Germany. Dritter wurde wie in 2009 OnVista Bank, Vierter Nordnet Bank, Fünfter comdirect. ING-DiBa kündigte daraufhin an, im laufenden Jahr Freetrade- und Flatfee-Aktionen auflegen zu wollen. ViTrade dürfte sich dagegen gerade weniger beliebt machen. Der Anbieter richtete sich neu aus und fokussiert sich nun ausschließlich auf sehr aktive Kunden. Diese sollen monatlich im Schnitt mehr als 50 Trades abwickeln und eine Ersteinlage von EUR 10.000 für das Verrechnungskonto mitbringen. Auf der Internetseite wird die erste Bedingung nicht genannt. Konten, bei denen von vornherein feststeht, dass diese Zielvorgaben nicht annähernd erfüllt werden, will man nicht mehr eröffnen. Bestehende Kunden, die zu wenig handelten, wurden ohne groß zu fragen zu flatex verlagert.
Erstmals erstellte Börse Online auch eine Auswertung zum österreichischen Brokerage-Markt. Demnach liegt brokerjet knapp vor direktanlage.at. Beide erhielten die Gesamtnote 1,82, wobei brokerjet in fünf von sechs Teilkategorien besser als die Konkurrenz aus Salzburg abschnitt.

11.03.2010 |Postbank belohnt Depotübertrag mit bis zu EUR 500,00
Die Postbank zahlt für Wertpapierdepots, die von einem Fremdinstitut zur Postbank übertragen werden, derzeit nochmals ausgefallen hohe Barprämien. Ab einem übertragenen Depotvolumen von EUR 5.000 beläuft sich die Prämie auf EUR 50,00, ab EUR 10.000 Depotvolumen auf EUR 100,00, ab EUR 20.000 Depotvolumen auf EUR 150,00, ab EUR 50.000 Depotvolumen auf EUR 300,00 und ab EUR 100.000 Depotvolumen auf EUR 500,00. Es zählt das Depotvolumen bei Einbuchung. Sowohl Neukunden als auch Bestandskunden im Alter von mindestens 18 Jahren können an der Aktion teilnehmen. Der Einzugsauftrag ist bis 19.3.10 über die Happy-Hour-Aktion in der Zeit von 17:00 bis 20:00 Uhr zu geben. Die Prämie wird im Dezember dem Verrechnungskonto gutgeschrieben, Verrechnungskonto und Depot müssen zu diesem Zeitpunkt noch bestehen.

09.03.2010 |Schufa: Datenübersicht kostenlos, Zweitauskunft teuer
Verbraucher haben ab 1.4.10 nach § 34 Bundesdatenschutzgesetz das Recht, einmal im Jahr eine kostenlose schriftliche Übersicht ihrer gespeicherten Schufa-Daten anzufordern. Die Schufa konkretisierte heute in Wiesbaden, inwieweit sich diese Leistung von ihren kostenpflichtigen Diensten unterscheiden wird. Die kostenlose Datenübersicht werde alle zu einer Person gespeicherten Informationen enthalten. Auch Scorewerte, die in den vergangenen zwölf Monaten bei Anfragen an Unternehmen übermittelt wurden, führe man auf. Die Übersicht darf jedoch nur dem Eigeninteresse dienen, z. B. um zu prüfen, ob die Daten korrekt erfasst wurden. Wer dagegen für private Geschäfte eine Schufa-Auskunft benötigt, um seine Kreditwürdigkeit zu belegen, muss künftig mehr als doppelt soviel dafür bezahlen als bislang. Die neue "Schufa-Bonitätsauskunft" wird EUR 18,50 kosten und aus zwei Teilen bestehen: Der erste Teil ist speziell zur Weitergabe an Dritte wie Vermieter oder Arbeitgeber konzipiert. Er enthält deshalb nur die Informationen, die für einen Vertragsabschluss relevant sind. Der zweite Teil ist für die Verbraucher selbst gedacht und enthält alle zur Person gespeicherten Informationen. Die kostenlose Datenübersicht wie auch die Schufa-Bonitätsauskunft sind am Einfachsten über meineschufa.de zu bestellen.

01.03.2010 |Postbank-Kunden erhalten Shell-Kraftstoffe günstiger
Girokunden der Postbank können ab sofort beim Tanken sparen. An teilnehmenden Stationen des Tankstellenbetreibers Shell tanken diese ab sofort den Liter Kraftstoff einen Cent günstiger, sofern sie die Rechnung mit ihrer Girokarte begleichen. Der Rechnungsbetrag wird dem Konto abzüglich des direkten Rabattes belastet. Shell legt darüber hinaus Coupons der Postbank aus. Über die Coupons lassen sich Eröffnungsunterlagen für das Girokonto anfordern. Wenn Neukunden diesen Weg der Kontoeröffnung gehen, sollen sie neben dem Tankrabatt einmalig einen Tankgutschein in Höhe von EUR 50,00 erhalten. Damit bauen die beiden Unternehmen ihre bestehende Kooperation aus, die im Juli vergangenen Jahres mit der Einführung des Bargeldservices bei Shell begann.

25.02.2010 |Startvorteil von EUR 100,00 bei Postbank und OnVista Bank
Postbank bewirbt das Girokonto "Giro plus" nochmals mit einem Startguthaben von EUR 100,00. Und OnVista Bank stellt zum "FreeBuy-Depot" einen Tankgutschein in gleicher Höhe in Aussicht.
Die Postbank vergibt das Startguthaben bei Kontoeröffnung zwischen 18:00 und 19:00 Uhr über den Antragsweg der Happy Hour. Beim Giro plus wird es übrigens eine Änderung geben. Auf der heutigen Bilanzpressekonferenz teilte der Vorstand mit, dass ab 1.4.10 dieses Konto bereits ab einem monatlichen Geldeingang von EUR 1.000 kostenlos geführt wird, bislang sind EUR 1.250 notwendig. Die Aktion der OnVista Bank ist für den Zeitraum 1.3.10 bis 15.4.10 angekündigt. Sie ähnelt der derzeitigen Netbook-Aktion, fordert aber weniger Wertpapiertransaktionen. Den Tankgutschein erhalten Neukunden, die im Aktionszeitraum das Depot eröffnen und zehn Wertpapiertransaktionen bis zum 31.5.10 mit einem Gegenwert von mindestens je EUR 1.000 tätigen. Zu Beginn werden einmalig fünf Freetrades für Käufe gutgeschrieben. Teilausführungen wertet die Bank laut Bedingungen nicht als separate Orders. Orders über Fondsgesellschaften sowie zu Sonderpreisen bleiben unberücksichtigt.

23.02.2010 |Kurzmeldung
noa bank nahm das Girokonto-Angebot von der Internetseite. Technische Probleme beim Online-Banking sind Grund der Maßnahme. Kunden beklagten u. a., dass ausgehende Zahlungen teilweise mehrfach als vorgemerkte Buchungen online aufgeführt und Terminüberweisungen trotz Kontodeckung nicht ausgeführt wurden. In ca. zwei Wochen will noa bank die Fehler beseitigt haben, bis dahin werden keine neuen Girokonten mehr vergeben. Tages- und Festgeldkonten eröffnet die Bank weiterhin.

22.02.2010 |DAB bank mit Ergebnissteigerung
Die DAB bank veröffentlichte am Morgen die vorläufigen Geschäftszahlen für den Gesamtkonzern, in denen auch die Zahlen der österreichischen direktanlage.at enthalten sind. Gegenüber dem Vorjahr konnte der Gewinn vor Steuern fast verdreifacht werden, er beträgt 33,6 Millionen Euro. Das schlechte Abschneiden im Vorjahr war jedoch auf Abschreibungen bei Finanzanlagen in Höhe von 28 Millionen Euro zurückzuführen. Auch 2009 lief nicht alles rund. Wichtige Erträge im operativen Geschäft brachen nochmals ein. Grund dafür ist die allgemeine Verunsicherung und Zurückhaltung der Anleger bei Wertpapiergeschäften. Die Zahl der ausgeführten Transaktionen sank im Konzern um 28 Prozent. Der Provisionsüberschuss ging entsprechend von 108,4 auf 82,9 Millionen Euro zurück. Aufgefangen wurde diese Tendenz aber vom Ergebnis aus den eigenen Finanzanlagen sowie Steigerungen beim Zinsüberschuss. Außerdem wurde für den Verkauf der Fonds-Plattform FondsServiceBank ein positiver Effekt von vier Millionen Euro verbucht.
Die DAB bank will ihr Produkt- und Serviceangebot insbesondere für die Zielgruppe der Trader und Anleger ausbauen. Diese sollen alle für sie relevanten Bankgeschäfte bei der DAB bank erledigen können. Unter anderem ist die Einführung neuer Spar-, Karten- und Kreditprodukte geplant.

19.02.2010 |TARGOBANK startet mit Willkommens-Angeboten
Am Samstag Vormittag wird der neue Internetauftritt von TARGOBANK, der bisherigen Citibank, erreichbar sein. Die Internetadresse lautet targobank.de. Der eigentliche Termin für die Umfirmierung ist am Montag. Die Umfirmierung wurde aufgrund des Besitzerwechsels notwendig. Der neue Eigentümer, die französische Crédit Mutuel, setzt auf mehr Transparenz und auf deutlich weniger Produkte. Der Neustart ist ein Großprojekt, das mehrere Monate lang vorbereitet wurde. Ein "Willkommens-Festgeld", ein "Willkommens-Kredit" und das neue "Aktiv-Konto" sollen dazu beitragen, schnell einen hohen Bekanntheitsgrad zu erreichen. Beim Festgeld wird es Spitzenkonditionen geben. Das Zinsangebot beträgt 3,00% p. a. bei einer Laufzeit von 6 Monaten und monatlicher Zinsauszahlung. Zu diesen Konditionen können bis auf Weiteres neue Gelder bis maximal EUR 25.000 angelegt werden. Die Bank hält auch einen Willkommens-Kredit bereit. Er wird bis 30.4.10 zu einem Festzins von effektiv 5,99% angeboten. Hierbei sind Kreditbeträge von EUR 1.500 bis EUR 5.000 und Laufzeiten von 12 bis 84 Monaten möglich. Neben dem "CitiBest", das sich jetzt "Best-Konto" nennt, führt TARGOBANK ein weiteres Girokonto ein. Das neue Aktiv-Konto ist - wenn es in der Filiale abgeschlossen wird - mit Wunsch-Kontonummer erhältlich. Die ersten drei Ziffern der Kontonummer werden automatisch vergeben, die folgenden sieben Ziffern können Kunden frei wählen. Das monatliche Grundentgelt von EUR 4,90 entfällt bereits ab einem monatlichen Zahlungseingang von EUR 600,00 (in einem Betrag). Wer Überweisungen und Daueraufträge online, telefonisch per Sprachcomputer oder am Selbstbedienungsterminal anweist, spart zudem die Entgelte für diese Aufträge. Über die enthaltene Maestro-Karte stehen wie gehabt nur die CashPool-Automaten kostenfrei zur Verfügung. Die Kreditkarte und in diesem Kontomodell auch die Kreditkarten-Funktion "Gratis-Cash", mit der das Geldabheben komfortabler ist, kosten extra.
Außerdem ändern sich mehrere Produktbezeichnungen. Aus der Kreditkarte "VISA ClassicFlexx" wird beispielsweise die "Classic-Karte" und aus der "Citi Travel Pass Card" die "Premium-Karte". Auf neue Konto- und Depotnummern oder eine neue Bankleitzahl muss man sich nicht einstellen. Auch die ausgegebenen Maestro- und Kreditkarten bleiben gültig.

18.02.2010 |comdirect: Vorsteuerergebnis auf Vorjahresniveau
Die comdirect Gruppe erzielte im Geschäftsjahr 2009 nach heute veröffentlichen, untestierten Zahlen vor Steuern ein Ergebnis in Höhe von 76 Millionen Euro. Damit blieb man leicht unter dem Vorjahreswert von 77,8 Millionen Euro, übertraf aber die eigene Zielvorgabe von 75 Millionen Euro. Wegen des gesunkenen Zinsniveaus fiel der Zinsüberschuss erheblich geringer aus. Zudem belasteten Sondereffekte in Höhe von 9 Millionen Euro. Diese resultieren aus der Schließung der verbliebenen Beraterfilialen der Tochter "comdirect private finance" und der Restrukturierung bei der im vergangenen Jahr erworbenen Fonds-Plattform ebase. Seit April 2009 hat die Gruppe eine Zwei-Markenstrategie: Während comdirect sich in erster Linie an Privatkunden richtet, übernimmt ebase für Vertriebspartner die komplette Verwaltung und Führung von Investmentdepots. Im Geschäftsfeld der comdirect lag die Kundenzahl per 31.12.09 bei 1.450.720, eine Steigerung um 7,5 Prozent gegenüber 2008. Die Bank führte 533.928 Girokonten, ein Plus von 25,6 Prozent. Die Zahl der Tagesgeldkonten erhöhte sich um 18,0 Prozent auf 960.935 und die der Depots um 3,1 Prozent auf 719.194.
Für das laufende Geschäftsjahr strebt die comdirect Gruppe ein Vorsteuerergebnis von 100 Millionen Euro an, unter der Bedingung dass der Markumfeld mitspiele. Bis 2013 sind zwischen 150 und 170 Millionen Euro anvisiert. Vorstandsvorsitzender Mandel will erreichen, dass die comdirect stärker als bisher als Erstbank genutzt wird. Die Kundenbetreuung soll verbessert und die Anlageberatung PLUS weiterentwickelt werden. Das Geschäftsfeld der ebase soll von ersten Kostensynergien profitieren. Außerdem werden Festgeld- und Tagesgeldkonten ins Programm genommen, die Vertriebspartner unter eigenem Namen zu individuellen Konditionen anbieten können.

16.02.2010 |Fidor Bank: 3,01% Zinsen nur noch mit Bindung
Matthias Kröner, Vorstandssprecher der Fidor Bank, teilte per YouTube-Video mit, dass sich der Zinssatz beim "Ficoba-Tagesgeld" ein wenig dem Markt nähern wird. Am 1.3.10 wird er von 3,01% auf 2,55% gesenkt. Zudem wurde bekannt gegeben, dass Online-Banking für das Tagesgeld ab Ende März, spätestens aber Anfang April, zur Verfügung stehen soll. "Natürlich war es klar, dass wir die 3,01% früher oder später ein bisschen runter nehmen müssen", leitete er ein. Das Einlagenvolumen liege mittlerweile bereits bei 20 Millionen Euro, ursprünglich sollte das Sonderzins-Kontingent zur Produkteinführung auf 10 Millionen Euro begrenzt sein. Man biete aber interessante Alternativen: Ab 20.2.10 gelten beim Festgeld Top-Angebote. Bei der Bindung von 6 Monaten wird auf 2,75% (bisher: 2,02%) erhöht, bei 12 Monaten auf 3,01% (bisher: 2,12%) und bei 2 Jahren auf 3,30% (bisher: 2,52%). Um die Angebote der Fidor Bank nutzen zu können, muss man sich zunächst kostenlos bei der Fidor Community registrieren. Einlagen sind bis EUR 50.000 über die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken abgesichert.

15.02.2010 |ING-DiBa: Gutschriften für Barabhebungen im Supermarkt
Eine Kooperationsvereinbarung erlaubt ING-DiBa, die Möglichkeit des Bargeldbezugs in REWE-Supermärkten bei den eigenen Kunden aktiv zu bewerben. Um diesen den Service schmackhaft zu machen, schreibt ING-DiBa für die ersten fünf Barabhebungen bei REWE in der Zeit vom 15.2.10 bis 31.3.10 jeweils einen Euro auf dem Girokonto gut. Die Gutschrift erfolgt ca. zehn Tage nach der Abhebung. ING-DiBa spart sich auf diesem Wege die hohen Gebühren der Fremdautomaten, REWE verringert seinen Bargeldbestand und kann mit einem zusätzlichen Kundennutzen aufwarten. REWE bietet den Bargeldservice bereits seit 2003 in fast allen Märkten an. Er ist bankenunabhängig, steht jedem zur Verfügung. Ab einem Einkaufswert von EUR 20,00 kann man sich mittels Maestro-Karte bis zu EUR 200,00 Bargeld ohne Zusatzkosten an der Kasse auszahlen lassen.

15.02.2010 |Kurzmeldung
ING-DiBa räumt bis auf Weiteres für neu abgeschlossene Anschlussfinanzierungen und Forwarddarlehen einen Abschlag bei den Kreditzinsen ein. Beide Baufinanzierungs-Varianten sind durch den Abschlag nun nominal 0,20 Prozentpunkte günstiger als bei Neufinanzierung.

12.02.2010 |Bank of Scotland: 100.000 Kunden im ersten Jahr
Bank of Scotland verzeichnet nach dem ersten Jahr in Deutschland bereits 100.000 Kunden. Marktstart war der 27.1.09. Mit dem Tagesgeld, das sie seit Beginn anbietet, und dem Festgeld, das Ende September hinzukam, warb sie ein Einlagevolumen von 1,5 Milliarden Euro an. Der bisherige Erfolg ist beeindruckend, zumal die privaten Anleger noch vor wenigen Monaten ihre Gelder von Auslandsbanken eher abzogen. Bank of Scotland ist eine Marke der teilverstaatlichten, britischen Lloyds Banking Group. Sie tritt hierzulande als reine Internetbank mit überdurchschnittlichen Zinskonditionen auf. Kundengelder sichert sie über den britischen Einlagensicherungsfonds ab. Bis zum Jahr 2012 strebt Bank of Scotland nun 300.000 Kunden in Deutschland und ein Einlagevolumen von 4 Milliarden Euro an. Die Berliner Niederlassung am Alexanderplatz soll darüber hinaus als Zentrale für die Expansion in weitere Länder Kontinentaleuropas dienen. Derzeit arbeiten dort über 70 Mitarbeiter.

09.02.2010 |Kurzmeldung
Die KarstadtQuelle Bank AG wird am 8.3.10 zu "Valovis Commercial Bank AG" umfirmieren. Der Name resultiert aus den neuen Besitzverhältnissen. Seit April 2009 ist die KarstadtQuelle Bank ein Unternehmen der Valovis Bank AG in Essen und damit rechtlich und organisatorisch unabhängig vom Arcandor-Konzern und deren Unternehmen Karstadt und Quelle. Für die Kunden ergeben sich ausgenommen der Kontaktdaten keine Änderungen. Die Internetadresse der Bank lautet künftig: vcbank.de

05.02.2010 |Postbank: Mitsparen verdoppelt den Bonus
Die "SparCard 3000 plus direkt" der Postbank gibt es während 13 Aktionstagen mit einer prozentualen Gutschrift von 0,3% auf die Ersteinlage. Wird das Sparkonto in der Aktion von mindestens 600 Sparern eröffnet, verdoppelt die Postbank die Gutschrift auf 0,6% der Ersteinlage. Die "SparCard 3000 plus direkt" ist ein Sparkonto mit gesetzlicher Kündigungsfrist, dessen Zins variabel ist und heute von 2,00% auf 1,80% zurückgenommen wurde. Wie bei vorausgegangenen Aktionen wird die Gutschrift bis zu einer Ersteinlage von maximal EUR 100.000 gezahlt und nur Neugeld berücksichtigt. Neugeld ist in diesem Fall Geld, welches in den letzten drei Monaten nicht bei der Postbank oder bei einer ihrer Tochtergesellschaften angelegt war. Guthaben auf Girokonten der Postbank zählt als Neugeld. Zur Teilnahme an der Aktion muss das Konto zwischen 18:00 und 19:00 Uhr über den auf der Startseite von postbank.de erreichbaren Happy-Hour-Abschlussweg eröffnet werden. Die erstellten Antragsunterlagen müssen bis spätestens 26.2.10 eingehen.

04.02.2010 |Santander erwägt internationale Internetbank
Banco Santander beabsichtigt offenbar mit einer Internetbank in den wichtigsten europäischen Ländern, in denen sie tätig ist, anzutreten. Mit dem Vorhaben will Santander-Präsident Emilio Botín der weltweit größten Direktbanken-Gruppe "ING Direct" Konkurrenz machen. Dies berichtet das spanische Finanzportal "El Confidencial". Santander betreibt in Spanien bereits seit mehreren Jahren die Internetbank "Openbank", die als Basis dienen könnte. Italien wäre als erster Markt schlüssig, da Santander dort derzeit nicht mehr im Privatkundengeschäft involviert ist, aber den teuren Sponsorenvertrag mit dem Formel-1-Team von Ferrari werbewirksam nutzen könnte. Deutschland und Großbritannien sind ebenfalls interessant. In Deutschland ist die Division "Santander Consumer Finance" in der Fahrzeug- und Händlerfinanzierung gut aufgestellt und in Großbritannien ist man nach Übernahme von Abbey National, Bradford & Bingley und Alliance & Leicester stark. Später wäre laut El Confidencial der Start in Ländern wie Österreich, Polen, Finnland oder auch der Sprung nach Lateinamerika denkbar. Vonseiten des Unternehmens wurden die Informationen bislang weder bestätigt noch dementiert. Auf der heutigen Bilanzpressekonferenz in Madrid informierte Santander über das Geschäftsjahr 2009. Das Kreditinstitut erzielte einen Nettogewinn von 8,9 Milliarden Euro. Das sind 0,7 Prozent mehr als im Vorjahr.

01.02.2010 |Akbank bereit für Online-Banking
Bei Akbank ist ab sofort Online-Banking möglich. Die Einführung der Funktion wurde von Servicemitarbeitern immer wieder in Aussicht gestellt, ließ aber lange auf sich warten. Das Sicherheits-Verfahren besteht aus Passwörtern. Mit zugeteilter Benutzer-ID und Passwort loggt man sich in die Anwendung ein und gibt Aufträge mit der sogenannten Transaktions-PIN frei. Außerdem überarbeitete Akbank ihren Internetauftritt und nahm spezielle Onlinekonten ins Produktsortiment auf. Das bisherige Tagesgeld verzinst sich seit heute mit 2,00% statt zuvor 2,10%, bei ausschließlicher Online-Kontoführung auf dem "AK-Online Tagesgeld" dagegen mit 2,10%. Kunden, die ihr bestehendes Tagesgeldkonto in ein Onlinekonto umwandeln möchten, sollen hierfür das Formular "AK Tagesgeldkontoeröffnungsantrag für Bestandskunden", das im Formular-Center zu finden ist, ausfüllen und einsenden. Die Umwandlung in ein Onlinekonto ist gemäß Auskunft der Akbank gebührenfrei, die im Preisverzeichnis genannte Gebühr von mindestens EUR 25,00 für "Kontoumwandlungen" beziehe sich nur auf den nachträglichen Wechsel von jährlicher auf vierteljährliche Zinsgutschrift bzw. umgekehrt. Wird jedoch bei ausschließlicher Online-Kontoführung eine Rückzahlung per Telefon veranlasst, fällt pro Auftrag eine Gebühr von EUR 10,00 an. Beim Festgeld unterscheidet man ebenso zwischen "AK Festgeld" und "AK-Online Festgeld", wobei die Zinssätze hier derzeit identisch sind.

22.01.2010 |Fondswerte wieder zu comdirect übertragen
comdirect bemüht nochmals die Übertragungsaktion, um Fondsvolumen zu generieren. Zuletzt lief sie im vergangenen Oktober. Fondsvolumen deshalb, weil Banken damit regelmäßige Erträge erzielen können; aus der laufenden Managementgebühr werden Bestandsprovisionen gezahlt. Die Bedingungen der Aktion sind unverändert, nur kann die Geldprämie des Kunden nun maximal EUR 250,00 statt zuvor EUR 249,00 betragen. Hier die wichtigsten Details: Im Rahmen der Aktion wird ein Prozent der von Fremdinstituten zu comdirect übertragenen Investmentfonds als Geldprämie im Juli 2010 gutgeschrieben. Prämienbegünstigt sind Fondsanteile im Wert von EUR 1.000 bis EUR 25.000. Ausgenommen sind geschlossene Fonds sowie Überträge von Commerzbank, ebase und Dresdner Bank. Der Übertrag muss über ein auf der Anbieterseite bereitgestelltes Formular beauftragt werden. Die Einbuchung muss bis spätestens 31.3.10 erfolgen. Voraussetzung ist ebenfalls, dass die Fondsanteile oder deren Gegenwert dauerhaft bis zum 31.12.10 bei comdirect verbleiben. Auch Bestandskunden können teilnehmen. Für Neukunden ist die Aktion mit weiteren Vorteilen kombinierbar.

18.01.2010 |Kreditkarten der KarstadtQuelle Bank im Ausland teuer
Die KarstadtQuelle Bank führt zum 1.4.10 bei allen Kreditkarten eine neue Gebühr für Transaktionen in fremder Währung ein. Diese wird 1,00% auf den Wechselkurs betragen. Außerhalb der Eurozone fallen somit 1,50% Auslandsentgelt und zusätzlich der neue Aufschlag von 1,00% auf den Wechselkurs an. Von den anderen Banken bittet nur Citibank ihre Kunden ebenfalls zweimal zur Kasse. Bestandskunden werden über die neuen Preise mit der Monatsabrechnung im Januar informiert. Obwohl beispielsweise die in vielen Portemonnaies befindliche "Karstadt MasterCard" beitragsfrei ist, könnte ab einem gewissen Auslandsumsatz eine Karte mit Jahresgebühr und maßvollen Auslandskosten vorteilhafter sein.

15.01.2010 |S Broker im Plus
Der S Broker hat erstmals die Gewinnzone erreicht. Laut den vorläufigen Zahlen des Geschäftsjahres 2009 wird der Jahresüberschuss voraussichtlich rund 280.000 Euro betragen. Die Zahl der Kunden blieb konstant. Der 2001 gestartete Online-Broker der Sparkassenorganisation betreut rund 175.000 Anleger. Die Geduld der beteiligten Sparkassen schien sich im letzten Jahr dem Ende zuzuneigen. Alle Optionen wurden geprüft und schließlich eine Neuausrichtung des S Brokers beschlossen. Das Angebot soll sich künftig auf Vieltrader fokussieren, einzelne Anpassungen nahm man bereits vor. So wurde das Preismodell überarbeitet und eine neue Handelssoftware eingeführt. Deutlich positive Effekte erwartet Thomas Pfaff, Vorstandsvorsitzender beim S Broker, auch im laufenden Geschäftsjahr.

09.01.2010 |Zahlungskarten im Inland wieder einsetzbar
In den Geschäften kann wieder unbesorgt an der Kasse bezahlt werden. Das Software-Update der Händler-Terminals sei erfolgreich gewesen, alle ec-Karten können wieder gelesen werden. Dies erklärten sowohl der Zentrale Kreditausschuss, in dem alle deutschen Banken und Sparkassen zusammengeschlossen sind, als auch der HDE, der Hauptverband des Deutschen Einzelhandels. Geldabheben und Bezahlen funktionieren somit im Inland bis auf wenige Ausnahmen wieder. Mit Partnern in den Hauptreiseländern versucht die deutsche Kreditwirtschaft derzeit Möglichkeiten zu finden, um auch dort kurzfristig eine weitere Akzeptanzverbesserung zu erreichen. Eine endgültige Lösung für die Probleme im Ausland kann das allerdings nicht sein. Der Programmierfehler der Karten muss behoben werden. Wie dies geschieht, entscheiden die jeweiligen ausgebenden Kreditinstitute selbst. Dabei kommen Software-Updates oder der wesentlich kosten- und zeitintensivere Kartenaustausch in Betracht. Die Bonner Firma SRC (Security Research & Consulting) arbeitet derzeit an einer Software, mit der die betreffenden Chips neu programmiert werden könnten. Der Chip würde dabei ein Update erhalten, während der Kunde den Geldautomaten wie gewohnt nutzt. Während die Sparkassen und Landesbanken bereits mitteilten, definitiv ein solches Verfahren einsetzen zu wollen, kündigte die Sparda-Bank in Berlin als erste Bank in Deutschland an, ihre fehlerhaften Karten so schnell wie möglich austauschen zu wollen.
Immerhin geht es insgesamt um etwa 30 Millionen der 120 Millionen umlaufenden ec- und Kreditkarten. Die Fehlfunktion verantwortet der niederländisch-französische Chiphersteller Gemalto. Hauptleidtragende sind die Kunden von Sparkassen und Landesbanken mit rund 23,5 Millionen defekten Karten. Nach den Angaben der jeweiligen Bankenverbände kommen auf den Volksbanken-Sektor 4 Millionen und auf die privaten Banken 2,5 Millionen defekte Karten. Die meisten Geldinstitute zeigen sich kulant und erstatten gegen Nachweis Gebühren, die dadurch entstanden sind, dass Kunden auf fremde Geldautomaten oder andere Zahlungsmittel ausweichen mussten.

06.01.2010 |1822direkt führt Tagesgeld Nr. 11 ein
Die Zeit ist gekommen für ein weiteres Tagesgeldkonto von 1822direkt. Die Wortsilbe "Cash" steht nun hinten. Das Neue nennt sich "ZinsCash" und löst das "CashSkyline" als aktuell angebotenes Produkt ab. Der Zins beträgt bis zur Einlagenhöhe von EUR 100.000 derzeit 2,00%. Guthabenteile über EUR 100.000 bis EUR 500.000 werden mit 1,30% verzinst und Guthabenteile über EUR 500.000 mit 0,50%. Eine Zinsgarantie gibt es nicht. Dennoch gilt das Angebot wieder nur für Einlagen, welche nicht von der Frankfurter Sparkasse oder der 1822direkt auf dieses Konto überwiesen werden und nicht bei der 1822direkt angelegt waren. Pro Kunde darf generell maximal ein Tagesgeldkonto bei dem Anbieter geführt werden. Auch beim Thema Zinstermine vermag 1822direkt nicht zu punkten, die Zinsgutschrift erfolgt nur noch jährlich.

05.01.2010 |2010-Bug bei Zahlungskarten
An Millennium blieben die Probleme aus, nicht jedoch nach dem letzten Jahreswechsel. An Geldautomaten und Händler-Terminals wurden in den ersten Tagen des neuen Jahres vermehrt ec- und Kreditkarten als ungültig abgewiesen. Zunächst wurde von Postbank und Commerzbank eingeräumt, dass einige Karten ihren Dienst verweigerten, betroffen sind offenbar aber zahlreiche Institute. Schuld sei ein fehlerhaft programmierter Karten-Chip, meldete am Montagabend der Zentrale Kreditausschuss (ZKA), der Dachverband der deutschen Kreditwirtschaft. Die betroffenen Karten tragen einen EMV-Chip eines bestimmten Produktionstyps, dessen Software die Jahreszahl 2010 nicht richtig verarbeitet. Der EMV-Standard ist im goldfarbenen Plättchen auf der Vorderseite vieler neuerer Karten untergebracht und soll gespeicherte Daten besser gegen Fälscher und Kopierbetrüger schützen. Wer die schadhaft bestückten Chips herstellte, wird jetzt untersucht.
Das Akzeptanzproblem lässt sich dem ZKA zufolge zentral durch eingespielte Software-Updates beheben. Während die Geldautomaten im Inland inzwischen flächendeckend umgestellt sein sollten, kann es in den Geschäften noch vereinzelt zu Schwierigkeiten beim Bezahlen kommen. Die Händler-Terminals, an denen der Fehler auftritt, werden schrittweise durch eine neue Konfiguration angepasst. Anders sieht es im Ausland aus. Dort könne es noch etwas länger dauern, man arbeite aber eng mit den zuständigen, internationalen Zahlungssystemen zusammen. Wer jetzt ins Ausland fährt, sollte sich daher sicherheitshalber mit Bargeld eindecken. Die ZKA forderte die Bankkunden auf, die Nachricht ihrer Geldhäuser abzuwarten, sofern weitere Schritte notwendig werden, würden diese zum geeigneten Zeitpunkt informieren.

04.01.2010 |Start-Gutschriften bei ING-DiBa
Die Eröffnung des ersten Girokontos und auch des ersten Depots bei ING-DiBa werden aktuell wieder prämiert. In der Aktion zum Girokonto belohnt ING-DiBa den Kontowechsel mit einer Gutschrift über EUR 50,00. Dabei ist es erforderlich, dass das Girokonto erstmalig bei ING-DiBa in der Zeit vom 4.1.10 bis 31.3.10 beantragt wird und binnen zwölf Wochen nach Kontoeröffnung regelmäßige monatliche Zahlungseingänge in Höhe von mindestens EUR 1.000 verbucht werden.
In der Aktion zum Depot, die ebenfalls vom 4.1.10 bis 31.3.10 gilt, beläuft sich die Gutschrift auf EUR 25,00. Das Depot muss binnen sechs Wochen nach Eröffnung einen Bestand von mindestens EUR 2.500 aufweisen. ING-DiBa schreibt die Geldprämien jeweils ca. drei bis vier Wochen nach Erfüllung der Teilnahmebedingungen dem Girokonto bzw. dem Verrechnungskonto gut.


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