16.04.2012 |Postbank lobt Barprämie für Depotwechsel aus
Die Postbank nimmt den Frühling zum Anlass, einen Anstoß zum Depotwechsel zu geben. Vorhandene Depots sollen aus dem Winterschlaf geholt werden, indem sie von Fremdinstituten zur Postbank verlegt werden. Das gesamte Depot soll dabei übertragen werden, nicht nur einzelne Positionen. Der Postbank ist dies eine ausgefallen hohe Barprämie wert. Deren Höhe ist abhängig vom übertragenen Depotvolumen: ab einem Depotvolumen von EUR 5.000 beläuft sie sich auf EUR 50,00, ab EUR 10.000 Depotvolumen auf EUR 100,00, ab EUR 20.000 Depotvolumen auf EUR 150,00, ab EUR 50.000 Depotvolumen auf EUR 300,00 und ab EUR 100.000 Depotvolumen auf EUR 500,00. Es zählt der Wert bei Einbuchung. Sowohl Neukunden als auch Bestandskunden im Alter von mindestens 18 Jahren können an der Aktion teilnehmen. Der Einzugsauftrag ist über den Antragsweg der Happy Hour in der Zeit von 19:00 bis 21:00 Uhr zu erteilen, dies ist voraussichtlich bis 30.4.12 möglich. Die Prämie wird Mitte November dem Verrechnungskonto gutgeschrieben, Verrechnungskonto und Depot müssen zu diesem Zeitpunkt noch bestehen. Für die Führung von Depot und Verrechnungskonto verlangt die Postbank eine Pauschale von zusammen EUR 4,71 pro Quartal, sie entfällt ab einem durchschnittlichen Depotvolumen von EUR 50.000 und generell für Kontoinhaber des Girokontos "Giro extra plus".
04.04.2012 |4-Tage-Osteraktion zum VTB Duo
Die VTB Direktbank schenkt ein Startguthaben von EUR 25,00, wenn ein 3-jähriges "VTB Duo" mit einer Anlagesumme von mindestens EUR 5.000 an Ostern eröffnet wird. Die Aktion läuft exakt von der Nacht von Donnerstag auf Freitag, 0:00 Uhr, bis Montagnacht, 23:59 Uhr. Das VTB Duo kombiniert die Vorteile einer Festzinsanlage mit denen einer Tagesgeldanlage. Die Verzinsung ist für den gesamten Betrag fest, sie beträgt 3,80%. Von der ursprünglichen Anlagesumme sind 20 Prozent jederzeit frei verfügbar. Trotz dieser Flexibilität bietet das Produkt im Vergleich zu anderen 3-jährigen Festzinsanlagen derzeit den besten Zins. Es wird ein Verrechnungskonto bei der VTB Direktbank, das Tagesgeldkonto, benötigt. Bestehende Kunden haben dieses bereits, sie können das VTB Duo deshalb im Aktionszeitraum im Online-Bereich der Bank eröffnen. Neuen Kunden muss zunächst die Gelegenheit gegeben werden, das Tagesgeldkonto einzurichten: Für sie ist entscheidend, dass der Eröffnungsantrag zum Tagesgeldkonto über die Aktionsseite im Aktionszeitraum durchlaufen wird. Das PostIdent kann noch unmittelbar nach den Ostertagen durchgeführt werden. Die VTB Direktbank hält Kapazitäten vor, um die Anträge schnell bearbeiten zu können. Der neue Kunde erhält nach der Bearbeitung eine E-Mail, er kann das Tagesgeldkonto dann aktivieren und einzahlen. Wenn der Anlagebetrag eingegangen ist, kann er im Online-Bereich das VTB Duo anlegen, im Rahmen der Aktion ist dies für neue Kunden bis zum 19.4.12 möglich. Das Startguthaben wird dann bis spätestens Ende April auf dem Tagesgeldkonto gutgeschrieben. Unabhängig von der Anzahl der VTB-Duo-Eröffnungen wird es nur einmalig pro Kunde gutgeschrieben.
28.03.2012 |Schließung der norisbank-Filialen beginnt
Die 90 Filialen der norisbank sollen bis zum August nach und nach geschlossen werden. Vier der Standorte werden in Standorte der Postbank umgewandelt, die ebenso wie die norisbank zur Deutschen Bank gehört. Den Filialkunden und den betroffenen Mitarbeitern wird angeboten, zur Postbank zu wechseln. Das Vorhaben gab die Postbank heute bei der Bilanzvorlage in Frankfurt bekannt. Die Teilinformationen, die Anfang Februar in die Medien gelangten, sind damit bestätigt. Die tiefgreifende Umstrukturierung wurde auf der Bilanzpressekonferenz vorrangig als Kooperation zwischen beiden Banken dargestellt. Die Filialkunden der norisbank werden schon ab Freitag mit individuellen Schreiben informiert, sie erhalten bei bestimmten Produkten Vorzugskonditionen, damit sie sich bei Annahme der Wechselofferte nicht schlechterstellen. Etwa 300.000 der insgesamt 650.000 Kunden sind Filialkunden. Für Direktkunden, die lediglich die Angebote im Internet nutzen, bleibe hingegen trotz der Schließungen im Wesentlichen alles beim Alten. Als Direktbank bleibt die norisbank erhalten, sie konzentriert sich künftig auf dieses wachstumsstarke Geschäft.
22.03.2012 |Barclays nur noch 1,50% über Leitzins
Veränderung ist das einzig Konstante. Barclays Bank garantierte bislang, dass ihre Tagesgeldverzinsung drei Jahre lang stets 1,75% über dem Leitzins der Europäischen Zentralbank liegen wird. Daraus könnte man ableiten, dass der Tagesgeldzins von Barclays Bank für längere Zeit angenehm kalkulierbar bleibt, weil er gewissen Regeln folgt. Das tut er auch: im Rahmen der bei Kontoeröffnung geltenden Garantie. Für Kontoeröffnungen ab 23.3.12 wird sie geändert, nur noch ein Zins von 1,50% über Leitzins zugesagt. Es ergibt sich somit eine Verzinsung von zunächst 2,50%. Das Versprechen gilt weiterhin für drei Jahre ab Kontoeröffnung und Änderungen des Leitzinses werden weiterhin innerhalb von 21 Tagen vollständig weitergegeben. Das Tagesgeldkonto von Barclays Bank gibt es erst seit Ende Januar, es heißt "LeitzinsPlus". In unserer Newsmeldung zum Marktstart hatten wir bereits die Vermutung geäußert, dass die Bank die Zinsklausel im Neugeschäft von Zeit zu Zeit anpassen wird und so im Grunde mehrere Tagesgeldmodelle entstehen. Nun ist das recht schnell geschehen. Auf dem Heimatmarkt in Großbritannien ist diese Art von Tagesgeldangeboten oft anzutreffen. Häufig wird der Produktname dann lediglich um die nächste fortlaufende Nummer ergänzt - auf "LeitzinsPlus" folgt "LeitzinsPlus 2", dann "LeitzinsPlus 3". In dieser Form werden wir ebenso das neue Angebot kennzeichnen, um den Unterschied deutlich zu machen. "Wir machen Schluss mit Lockzinsen", heißt es in der Werbung der Bank. Zutreffend? Zumindest erhält man den guten Zins länger als allgemein üblich.
Das Angebot mit 1,75% Zinsaufschlag ist voraussichtlich heute noch bis 22:00 Uhr erhältlich, danach wird die Internetseite der Bank überarbeitet. Maßgeblich ist, dass bis dahin der Online-Antragsprozess durchlaufen wurde und der Antrag die 1,75%-Zinsklausel enthält. Das PostIdent kann noch in den nächsten Tagen eingereicht werden. Barclays Bank senkt auch die Zinsen der Festzinsanlagen - um 0,20% bis 0,55%. Für 12 Monate gelten künftig 2,75% (bisher: 3,00%), für 2 Jahre 3,00% (bisher: 3,25%), für 3 Jahre 3,25% (bisher: 3,80%), für 4 Jahre 3,60% (bisher: 3,85%) und für 5 Jahre 3,80% (bisher: 4,00%).
15.03.2012 |Börse Online zeichnet die Sieger aus
Bei einer Online-Umfrage des Anlegermagazins Börse Online zur Wahl "Onlinebroker des Jahres 2012" gab es gegenüber dem Vorjahr kaum Veränderungen auf dem Treppchen. ING-DiBa gewann, es ist ihr dritter Titel in Folge und ihr achter insgesamt in dem seit 1999 durchgeführten Wettbewerb. Zweiter wurde Cortal Consors, bei der vorangegangenen Wahl hatte Cortal Consors diesen Platz noch mit flatex teilen müssen. Dieses Jahr ist flatex Dritter. Dann unverändert comdirect, danach folgen DAB bank, Onvista Bank, maxblue, S Broker, Postbank und TARGOBANK. Am meisten verbessert hat sich die OnVista Bank, nämlich um zwei Positionen. maxblue und die Postbank fielen dagegen leicht zurück. Die Unternehmen wurden in sechs Einzelkategorien und erstmals nach Anlageklassen sowie hinsichtlich der Gesamtzufriedenheit bewertet. Ausschließlich das Ergebnis bei der Gesamtzufriedenheit entscheidet jetzt darüber, wer sich "Onlinebroker des Jahres" nennen darf. ING-DiBa siegte auch in vier Einzelkategorien ("Orderabwicklung", "Erreichbarkeit", "Kundenorientierung" sowie "Internet und Informationsangebot"). Cortal Consors gewann bei "Produktangebot" und flatex bei "Kosten und Zinsen". In den neu geschaffenen Kategorien nach Anlageklassen überzeugte flatex, darf sich mit den Bezeichnungen "Bester Aktienbroker", "Bester Anleihenbroker", "Bester Zertifikatebroker", "Bester Hebelpapierbroker" und "Bester Broker für Daytrader" schmücken. Cortal Consors ist "Bester ETF-Broker" und gemeinsam mit ING-DiBa "Bester Fondsbroker".
An der Umfrage nahmen 34.400 Personen teil. Das Interesse war damit weniger groß als zum Beispiel 2011 mit 40.000 Teilnehmern oder 2010 mit 43.000 oder 2009 mit 52.000. Die inflationäre Anzahl an Auszeichnungen/Brokerwahlen und den damit verbundenen begehrten Testsiegeln in der Branche könnte ein Grund hierfür sein.
08.03.2012 |Überweisungsdaten bald per Foto einlesbar
Auf der Computermesse CeBIT in Hannover wurde heute vorgestellt, wie mit vorbedruckten Überweisungsträgern, die häufig Rechnungen beiliegen, einfacher umzugehen ist: Diese Vordrucke lassen sich mit einer App digitalisieren. Dadurch spart der Nutzer den Aufwand, die Daten manuell im Online-Banking einzugeben oder die Überweisung in der Filiale einzureichen. Er richtet stattdessen die Kamera seines Smartphones auf den Überweisungsträger. Die rot umrandeten Felder sollen sich dabei über den entsprechenden Bereichen auf dem Überweisungsträger befinden. Nach dem Druck auf den Auslöser werden die Auftragsdaten per Texterkennungssoftware ausgelesen, also der Empfänger, dessen Kontonummer und Bankleitzahl, die Währung, der Betrag und der Verwendungszweck. Anhand einer anschließenden Übersicht kann der Nutzer prüfen, ob die Daten korrekt sind. Daraufhin werden diese in das Online-Banking der Bank übertragen. Der Überweisungsauftrag kann dort wie gewohnt durch Eingabe einer TAN freigegeben werden. Die "Fotoüberweisung" wurde vom Stuttgarter Finanzsoftware-Hersteller GFT im Auftrag der Deutschen Bank entwickelt. Die Deutsche Bank will die Funktion im Laufe des Jahres in ihre mobile App "Meine Bank" integrieren. Es besteht aber keine exklusive Vereinbarung: Grundsätzlich könnten andere Banken mit GFT oder anderen Dienstleistern vergleichbare Apps anbieten. Interesse zeigten bereits die Commerzbank und die Sparkassen, sagte GFT-Manager Bernd-Josef Kohl. Die vorgestellte Testversion läuft auf einem iPhone, die Verfügbarkeit für andere Betriebssysteme ist ebenfalls geplant.
01.03.2012 |Zinssenkung an der Tabellenspitze
NIBC Direct verringert in Reaktion auf die aktuelle Markt- und Wettbewerbslage am Freitag ihre Sätze der Zinsanlagen. Das Tagesgeld, mit dem sie lange Zeit ganz vorne lag, verzinst dann mit 2,75% statt 2,85%. Die Festzinsanlagen sind im Bereich von 12 Monaten bis 5 Jahren betroffen. NIBC Direct war bislang bei drei dieser Laufzeiten in alleiniger Spitzenposition. Beim "Mehr.Kapital.Konto" gelten künftig für 12 Monate 3,10% (bisher: 3,15%), für 2 Jahre 3,30% (bisher: 3,40%), für 3 Jahre 3,60% (bisher: 3,80%), für 4 Jahre 3,80% (bisher: 4,00%) und für 5 Jahre 4,00% (bisher: 4,20%). Beim "Kombigeld", das Verfügungen bis zur Hälfte des ursprünglich angelegten Betrags erlaubt, senkt NIBC Direct die gleichen Laufzeiten um 0,10% bis 0,25%. Trotz der Zinsanpassung haben bestehende Kunden die Möglichkeit, noch bis zum 15.3.12 zu den alten Konditionen fest anzulegen.
29.02.2012 |Dreijahrestender mit 529,5 Milliarden Euro in Anspruch genommen
Bei dem mit Spannung erwarteten Dreijahrestender hat die Europäische Zentralbank (EZB) 529,5 Milliarden Euro verliehen. Rund 800 Banken nutzten die seltene Gelegenheit, langfristig Geld zu einem konkurrenzlos günstigen Zinssatz aufzunehmen. Die Verzinsung wird nachträglich aus dem durchschnittlichen EZB-Leitzins der Gesamtlaufzeit berechnet. Derzeit liegt der Leitzins bei 1,00 Prozent. Die Nachfrage war etwas stärker als im Dezember. Beim ersten Geschäft mit der 3-jährigen Laufzeit kurz vor Weihnachten hatte die EZB 523 Institute mit insgesamt 489 Milliarden Euro Liquidität versorgt. Die EZB hat die Kreditaufnahme leicht gemacht. Sie erweiterte den Katalog der Sicherheiten, die hinterlegt werden können, akzeptierte aber keine griechischen Staatsanleihen mehr. Die Entscheidung gegen die griechischen Papiere gelte übergangsweise - bis mit neuen Milliardenhilfen für Athen die Rückzahlung wieder garantiert werde, erklärte die EZB. Das werde voraussichtlich Mitte März der Fall sein. Die Milliarden der EZB sollen vordergründig eine Kreditklemme verhindern und die Banken vor Liquiditätsengpässen schützen. Die Banken betreiben mit dem Geld zu einem großen Teil aber eine hochrentable Zinsarbitrage, investieren es in Staatsanleihen etwa aus Italien oder Spanien. Auf diese Weise werden die Staatsanleihen der südeuropäischen Länder stabilisiert, ein von der EZB durchaus erwünschter Effekt. Viele Kritiker machen sich Sorgen wegen der langfristigen Konsequenzen, die Geldflut schaffe zugleich die Voraussetzungen für neue Krisen. So könnte etwa ein Teil der Liquidität in die Rohstoffmärkte und insbesondere in den Ölmarkt fließen und damit die Kosten der produzierenden Unternehmen in die Höhe treiben.
08.02.2012 |norisbank künftig filiallos
Sämtliche Filialen der norisbank, dies sind bundesweit rund 90, sollen womöglich aufgelöst werden und die betreffenden Mitarbeiter zur Postbank wechseln, berichtete Financial Times Deutschland unter Berufung auf Konzernkreise. Die norisbank soll sich demnach vollkommen als Direktbank aufstellen und ihre Produkte ausschließlich über das Internet vertreiben. Die Deutsche Bank hatte die norisbank im August 2006 von der DZ Bank mit dem Ziel übernommen, ihre Position im Massengeschäft zu stärken. Mit der späteren Übernahme der viel größeren Postbank, die ein ähnliches Geschäftsmodell hat, ebenfalls auf einfache Finanzprodukte setzt, verlor die norisbank intern an Bedeutung. Die beiden Töchter sinnvoll abzugrenzen, schien seitdem unmöglich. Ein Sprecher der Deutschen Bank bestätigte gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters lediglich, dass zwischen der Postbank und der norisbank ein Kooperationsabkommen zum gemeinsamen Produktvertrieb geschlossen worden sei und dass zu den weiteren Details demnächst Gespräche mit den Arbeitnehmervertretern aufgenommen würden. Voraussichtlich intensive Gespräche, die Gehaltshöhe dürfte der entscheidende Punkt sein. Bei den Tarifverhandlungen bei der Postbank, die Ende vergangenen Jahres stattfanden, bestand die Konzernmutter darauf, Unternehmensteile in selbstständige Gesellschaften auszugliedern, um Kosten zu sparen. Dafür wurde in Aussicht gestellt, die Position der Postbank im Konzern zu stärken. Eine Einigung wurde erst nach monatelangem Streit und drohenden Warnstreiks erzielt. Nun müssen nur noch Mitarbeiter Abstriche machen, die neu eingestellt werden.
06.02.2012 |DAB bank räumt bei Depotbestand guten Anlagezins ein
Bei der DAB bank lief heute eine Neukundenaktion zum Brokerage an, die der Depotwechsel-Aktion von Cortal Consors sehr ähnlich ist. Der notwendige Depotbestand von mindestens EUR 10.000 kann jedoch nicht nur durch Übertrag, sondern auch durch Käufe aufgebaut werden. Der Tagesgeld-Sonderzins ist mit 3,00% p. a. etwas geringer als bei Cortal Consors, wird aber auf den fünffachen Anlagebetrag angewendet - auf Guthabenteile bis EUR 100.000 und längstens in den vier Quartalen nach Eröffnung. Wird die DAB bank auch beauftragt, das bisherige Depot bei der Fremdbank zu schließen, beträgt der Sonderzins 3,50% p. a. Dazu muss ein entsprechendes Kästchen im Antragsprozess angekreuzt werden. Das Tagesgeldkonto wird zusätzlich zum Depotkonto eingerichtet. Die Sonderverzinsung beginnt in dem auf die Eröffnung folgenden Quartal, bis zu diesem Zeitpunkt wird mit dem Standardzins - derzeit 0,50% - verzinst. Der Depotsaldo wird jeweils zum Quartalsultimo festgestellt. Falls der Depotsaldo von mindestens EUR 10.000 nicht gehalten wird, verfällt die Sonderverzinsung für das folgende Quartal. Übersteigt der Depotsaldo am Quartalsultimo wieder die EUR 10.000, wird die Sonderverzinsung für das darauf folgende Quartal wieder gewährt. Interne Depotüberträge zwischen bei der DAB bank geführten Depots werden nicht berücksichtigt. Nicht bewertet werden außerdem geschlossene Fonds und Wertpapiere ohne Börsennotierung/Preisstellung.
01.02.2012 |EU-Kommission stoppt Börsenfusion
Der geplante Zusammenschluss der Deutschen Börse und der NYSE Euronext wurde heute untersagt. Eine Fusion hätte nach Auffassung der EU-Kommission ein Monopol bei Derivaten geschaffen und so der europäischen Wirtschaft geschadet. Die Entscheidung zeichnete sich im Vorfeld ab. Derivate sind vereinfacht gesagt Finanzwetten, der Handel mit ihnen gilt als lukrativ. Mit den Töchtern Eurex in Eschborn und Liffe in London würde der neue Konzern den börslichen Derivatehandel in Europa dominieren, käme auf mehr als 90 Prozent Marktanteil. Zwar hatten sich die Fusionspartner zu Zugeständnissen bereit erklärt, doch die reichten offensichtlich nicht aus. Beide kritisierten die Entscheidung als falsch, da sie auf einem fundamental verschiedenen Verständnis des Marktes basiere. Nach Meinung der Börsen hätte berücksichtigt werden müssen, dass nur 10 bis 15 Prozent der Derivate derzeit über Börsenplätze gehandelt werden, der Rest außerbörslich. Die Kommission ließ das Argument nicht gelten, es seien zwei getrennte Märkte. Wettbewerbskommissar Almunia erklärte, an der Börse gehandelte Derivate seien sehr liquide und vollständig standardisierte Produkte, die in vergleichsweise kleinen Größen gehandelt werden. Die außerbörslich gehandelten Derivate beträfen dagegen typischerweise viel größere Transaktionen und seien normalerweise speziell auf die Bedürfnisse des Kunden zugeschnitten. Gegen das Nein kann Klage vor dem Europäischen Gerichtshof eingereicht werden. Die Äußerungen der beiden Börsenvorstände zeigten aber nicht in diese Richtung. Beide nannten die Entscheidung als verkraftbar und sehen sich auch ohne Partner stark genug. Auch die hessische Börsenaufsicht hatte Bedenken der Fusion zuzustimmen, fürchtete sie könnte zu einem schleichenden Bedeutungsverlust für den Finanzplatz Frankfurt führen.
01.02.2012 |Barclays Tagesgeld konstant 1,75% über Leitzins
Mit Barclays Bank, einer global tätigen Großbank mit Sitz am Finanzplatz London, gibt es einen neuen Player auf dem deutschen Markt für Tagesgeld und Festzinsanlagen. Barclays Bank tritt dabei als Direktbank auf, ihre Zinsangebote reihen sich im Spitzenfeld ein. Die Konten werden ausschließlich online geführt, die Bedingungen sind einfach und klar. Für die beiden Einlageprodukte wurde ein separater Internetauftritt unter Verwendung der Marke von Barclays erstellt, die Geschäfte werden aber von Barclaycard in Hamburg geführt. Barclaycard in Hamburg ist eine seit 1991 bestehende Auslandsniederlassung und vor allem als Kreditkartenemittent bekannt. Bei Abschluss des Tagesgeldkontos wird aktuell folgende langfristige Zinsgarantie gegeben: Die Verzinsung wird für drei Jahre ab Kontoeröffnung mindestens 1,75% über dem Leitzins der Europäischen Zentralbank liegen. Derzeit beträgt sie folglich 2,75%. Änderungen des Leitzinses nach unten oder oben werden innerhalb von maximal 21 Tagen vollständig weitergegeben. Wahrscheinlich ist, dass die Zinsklausel nach einigen Monaten für Neuabschlüsse anders lautet und so im Grunde mehrere Tagesgeldmodelle entstehen. In Großbritannien sind befristete Zinsgarantien mit Bezug auf Referenzwerte weit verbreitet. Eine Mindesteinlage ist nicht zu berücksichtigen. Eingezahlt werden darf nur über das Referenzkonto, Einzahlungen von anderen Konten werden nicht entgegengenommen. Nur Einzelkonten sind möglich. Auszahlungen können per mTAN angewiesen werden, für den Versand der mTANs werden keine Gebühren belastet. Kontoauszüge und Mitteilungen zu Zinsänderungen werden ins Postfach des Online-Bankings gestellt. Die jährliche Steuerbescheinigung wird per Post zugestellt, sofern im Online-Banking ausgewählt, dass diese benötigt wird. Die Festzinskonditionen lauten: 12 Monate - 3,00%, 2 Jahre - 3,25%, 3 Jahre - 3,80%, 4 Jahre - 3,85% und 5 Jahre - 4,00%. Die Mindesteinlage beträgt hierbei EUR 500,00. Es muss zunächst das Tagesgeldkonto als Verrechnungskonto eröffnet werden. Bei der Beantragung kann angegeben werden, ob eine Auszahlung oder Kapitalisierung der Zinsen gewünscht ist. Zum Laufzeitende wird das Guthaben automatisch auf das Tagesgeldkonto ausgezahlt. Kundeneinlagen sind wie bei Bank of Scotland über die gesetzliche Einlagensicherung in Großbritannien abgesichert, dem Financial Services Compensation Scheme, die Guthabenteile darüber über den Einlagensicherungsfonds des Bundesverbands deutscher Banken e.V.
25.01.2012 |EUR 120,00 in Raten zum Giro plus der Postbank
Das Girokonto "Giro plus" ist erneut in der "Happy Hour". Es gibt aber Besonderheiten: Zum einen sind EUR 120,00 die höchste Barprämie, die die Postbank für dieses Kontomodell je auslobte. Sie wird, verteilt auf zwölf Monatsraten, beginnend ab März, dem neu eröffneten Konto gutgeschrieben. Zum anderen ist zur Gewährung der Prämie kein Gehaltseingang notwendig und die Neukundenregelung dieses Mal kompromisslos, als Neukunde gilt nur, wer noch nie ein Girokonto bei der Postbank hatte. Wer teilnehmen will, muss mindestens 18 Jahre alt sein. Das Giro plus wird kostenlos geführt, wenn monatlich mindestens EUR 1.000 bargeldlos auf dem Konto eingehen. Für Auszubildende und Studenten ist die Kontoführung unabhängig vom Geldeingang kostenlos. Die Eröffnung muss über die Startseite der Postbank auf dem Antragsweg der Aktion erfolgen, der Antragsweg ist voraussichtlich nur noch wenige Tage, täglich von 19:00 bis 20:00 Uhr, erreichbar. Einsendeschluss für die erstellten Eröffnungsunterlagen ist der 8.2.12.
24.01.2012 |OnVista Bank nimmt Ordergebühr statt Ausgabeaufschlag
Fondsaufträge über Fondsgesellschaften werden bei OnVista Bank ab sofort genauso wie Börsenorders abgerechnet - der Ausgabeaufschlag entfällt dabei komplett. Die Gebühr für eine Order errechnet sich beim "FreeBuy-Depot", und für diese Wertpapierart auch beim älteren Preismodell "Classic-Depot", aus einer Grundgebühr von EUR 5,99 zuzüglich 0,23 Prozent vom Kurswert. Diese Summe ist bei EUR 39,00 gedeckelt. Der Nachteil: Die üblicherweise kostenfreie Rückgabe von Fondsanteilen über die Fondsgesellschaft ist nun gebührenpflichtig, denn die Ordergebühr ist sowohl bei Kauf als auch bei Verkauf zu zahlen und Fremdspesen werden weiterbelastet. Auf ihrer Internetseite vergleicht OnVista Bank die Kosten für den Fondskauf, wo übrigens auch FreeBuys eingesetzt werden können, mit denen bei mehreren Wettwerbern, rechnet die Ersparnis vor. Vollständigerweise sollte aber erwähnt werden, dass ein Verkauf bei OnVista Bank die Ersparnis schmälert. Insgesamt ist der neue Abrechnungsmodus in vielen Fällen aber vorteilhaft, zumal zuvor nur ein schmales Angebot an rabattierten Fonds bestand. Nach Angaben der Bank sind nahezu alle in Deutschland zugelassenen Fonds verfügbar. Sparplan-Ausführungen sind erfreulicherweise kostenfrei (gegebenenfalls zuzüglich Fremdspesen), die Sparrate kann EUR 50,00 bis maximal EUR 1.000 betragen. Werden die angesparten Fondsanteile verkauft, fällt die Ordergebühr an. Seit einigen Jahren ist es generell möglich, viele der gemanagten Fonds alternativ über die Börse zu beziehen. Dabei spart der Kunde ebenso den Ausgabeaufschlag und trägt die normale Ordergebühr der Bank, wobei es hier durch den sogenannten Spread zwischen An- und Verkaufskurs einen zusätzlichen Kostenpunkt gibt. Bei OnVista Bank konnten Aufträge über die in diesem Segment starke Fondsbörse Hamburg bislang nur telefonisch platziert werden, erst jetzt ist dies auch online möglich.
OnVista Bank flankiert die Neuregelungen mit einer Übertragungsaktion: EUR 100,00 Prämie erhält, wer im Zeitraum vom 24.1.12 bis zum 29.2.12 das Formular "Sonderaktion Depotübertrag" einreicht und dadurch Fondsanteile im Volumen von mindestens EUR 8.000 zur OnVista Bank überträgt. Indexfonds werden dabei nicht berücksichtigt. Die Prämie wird um EUR 50,00 erhöht, wenn über das Formular auch die Schließung des Depots bei der Fremdbank beauftragt wird. Das Volumen von mindestens EUR 8.000 muss in Wertpapieren oder als Guthaben auf dem Verrechnungskonto zwölf Monate lang ununterbrochen bei OnVista Bank gehalten werden. Die Prämie wird dem Depot-Verrechnungskonto bereits im April gutgeschrieben, sie kann zurückgefordert werden, wenn die Haltefrist nicht eingehalten wird.
19.01.2012 |HypoVereinsbank mit bedingungslosem Online-Girokonto
Die HypoVereinsbank hat ihr Girokontoangebot überarbeitet, es stehen vier neue Modelle zur Auswahl: "Konto Online", "Konto Klassik", "Konto Komfort" und "Konto Start". Die Altprodukte - "GirokontoPlus", "GirokontoPlus Start", "WillkommensKonto", "WillkommensKonto Start" - werden im Bestandsgeschäft fortgeführt, eine individuelle Umstellung ist möglich. Die wesentlichen Unterschiede sind an relativ wenigen Merkmalen auszumachen. Ganz ohne Bedingungen für die kostenlose Kontoführung kommt das Konto Online aus. Eine Bankkarte ist enthalten, mit der die kostenfreie Nutzung der Cash-Group-Geldautomaten möglich ist. Überweisungen per Online-Banking und SB-Terminal und auch Scheckeinreichungen sind kostenfrei, Überweisungen über die Filiale oder per Telefon-Banking mit EUR 2,50 je Auftrag unverhältnismäßig teuer. Insgesamt aber ein gutes Basispaket für Online-Nutzer, vergleichbar mit dem Girokonto der norisbank. Bei Eröffnung bis 30.6.12 ist speziell bei diesem Modell eine Prämie für Neukunden erhältlich. Die Bank schreibt EUR 50,00 gut, wenn binnen drei Monaten mindestens drei Transaktionen vorgenommen werden. Das zweite Modell, das Konto Klassik, ist dem bisherigen GirokontoPlus sehr ähnlich. Die Kontoführung ist ab einem durchschnittlichen Guthaben von EUR 1.500 im Quartal kostenfrei, ansonsten werden EUR 5,90 je Monat bzw. EUR 17,70 für das Quartal belastet. Beim Kontowechsel hilft der zuständige Berater in der Filiale, alle Lastschriftempfänger und der Arbeitgeber werden im Auftrag des Kunden per Brief informiert, die Bank erstellt die Briefe und übernimmt das Porto. Eine Bankkarte mit den Funktionen girocard/Maestro ist - wie man es erwarten würde - nicht enthalten, je Kartenversand sind EUR 5,00 zu zahlen. Überweisungen über die Filiale kosten EUR 0,90. Beim Telefon-Banking ist hier zwischen Aufträgen über einen Mitarbeiter (EUR 0,90) und Aufträgen über das automatische Sprachsystem (EUR 0,60) zu unterscheiden. Das Plus an Service hält sich insgesamt in Grenzen. Das Konto Komfort ist für Kunden gedacht, die Überweisungen gerne persönlich in der Filiale abgeben oder per Telefon-Banking ausführen, was mit der monatlichen Kontoführungspauschale von EUR 7,90 abgedeckt ist. Ebenso abgedeckt sind der Kontowechselservice, eine Bankkarte "exklusiv" und eine MasterCard-Kreditkarte. Die Bankkarte in "exklusiv"-Variante wird bei den anderen Modellen gegen Aufpreis angeboten, die Leistungsmerkmale sind jedoch absolut identisch mit denen zur Standard-Bankkarte, nur das Design ist anders. Das neue Jugendmodell heißt Konto Start. Es wird bis zum Alter von einschließlich 25 Jahren kostenfrei geführt. Nachweise zu Ausbildung oder Studium sind nicht vorzulegen. Die Leistungen entsprechen dem Konto Klassik - auch junge Kunden lenkt die HypoVereinsbank für den Zahlungsverkehr über den Preis auf den Online-Kanal. Zusätzliche Vorteile sind die Guthabenverzinsung von derzeit 1,00% für Guthabenteile bis EUR 1.500 und ein optionales Wertpapierdepot ohne Jahrespreis, das hinzueröffnet werden kann. Mit dem erhalten junge Kunden 50% Rabatt auf den Ausgabeaufschlag zu ausgewählten Fonds beim Fondssparen und bei Orderaufgabe per Online- oder Telefon-Banking entfallen die Limitpreise und die Mindestprovision.
17.01.2012 |Postbank bringt kontaktloses Zahlen mit VISA voran
Ab Sommer werden alle neu ausgegebenen VISA Gold- und Platinum-Kreditkarten der Postbank mit der kontaktlosen Zahlfunktion payWave von VISA ausgestattet. In einer gemeinsamen Pressemitteilung der beiden Unternehmen heißt es, die Postbank werde daraufhin entscheiden, ob und gegebenenfalls wann ihre anderen Kreditkarten und auch die Bankkarten diese Funktion erhalten werden. Die Postbank ist mit ihren 14 Millionen Kunden ein wichtiger Partner. payWave-Nutzer können bis zu einem Betrag von EUR 25,00 bezahlen, indem sie ihre Karte im Abstand von maximal vier Zentimetern vor das Händlerterminal halten. Liegt der Betrag darüber, legitimieren sich die Kunden mit ihrer Unterschrift oder durch die Eingabe einer PIN. VISA testete payWave in regionalen Projekten in der Schweiz, in Großbritannien und der Türkei, beginnt nun mit dem Rollout, auch die Umstellung im europäischen Handel ist erst angelaufen.
Parallel dazu führt die deutsche Kreditwirtschaft die Technologie unter dem Markenzeichen "girogo" ein, zunächst ab April im Großraum Hannover, Braunschweig, Wolfsburg. Dabei setzt sie auf den GeldKarten-Chip der Bankkarten, in den sie die notwendige Funktechnik (NFC) integriert. Insbesondere die Sparkassen treiben das regionale Projekt voran, beteiligen sich mit 1,2 Millionen neu auszugebenden Bankkarten, die Volksbanken mit 150.000 Bankkarten. Die Sparkassen planen im gesamten Bundesgebiet ab August jede auslaufende Bankkarte, gegen eine mit dem neuen Chip auszutauschen. Die Volksbanken wollen zunächst abwarten, bevor sie über einen bundesweiten Einsatz entscheiden. Anders als bei den Kreditkartengesellschaften MasterCard (PayPass) und VISA (payWave) werden die Transaktionen im Kleingeldbereich bei girogo nicht im Kontoauszug ausgewiesen, sondern separat gegen ein zuvor geladenes Guthaben verrechnet. Diese Prepaid-Lösung könnte in der Einführung für die Akzeptanz bei den Kunden wichtig sein. Schon heute zeichnet sich jedoch ab, dass Aufladen auf Dauer zu umständlich ist und eher ein Hemmnis sein wird. Auf mittlere Sicht wird angestrebt, auch das an Supermarktkassen häufig eingesetze electronic cash kontaktlos mit girogo zu realisieren.
10.01.2012 |Akbank fasst deutsche Aktivitäten zusammen
Die Akbank N. V., Amsterdam, wird Ende Mai auf die Akbank AG in Frankfurt am Main verschmolzen. Die aufnehmende Aktiengesellschaft in Frankfurt war bislang ihre Tochtergesellschaft und betreute ausschließlich Geschäftskunden. Die Akbank N. V. richtete sich mit Zinsprodukten an Privatkunden in den Niederlanden, in Deutschland und Großbritannien. Die Zweigniederlassung in London wurde bereits vor einem Jahr geschlossen. Die Zentrale in Amsterdam folgt nun zum 31.5.12. Den niederländischen Kunden kündigte die Bank, um die Konten abrechnen und auflösen zu können. Die Konten der deutschen Zweigniederlassung in Essen gehen auf die Aktiengesellschaft über und werden von Frankfurt aus weitergeführt. Aus einer Kundenmitteilung geht hervor, dass die Kontonummern und die Bankleitzahl bis auf Weiteres unverändert weiter gelten und die Einlagen ab der Verschmelzung höher abgesichert sind, da die Aktiengesellschaft Mitglied der Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH ist und darüber hinaus dem freiwilligen Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken e. V. angehört. Aber nicht nur Bestehendes wird verwaltet, die Produkte für die deutschen Privatkunden sollen auch künftig zum Abschluss angeboten werden.
Die Aktiengesellschaft wird mit dieser Umstrukturierung direkt der Akbank T.A.S. in Istanbul unterstellt. Diese ist zusammen mit Garanti und Isbank eine der führenden privaten Banken der Türkei. Anteilseigner ist ein großer türkischer Industrie- und Finanzkonzern, die Sabanci Gruppe, und auch die amerikanische Citigroup hält einen Anteil von 20 Prozent.