Information zur
Openbank Deutschland AG (vormals Santander Consumer Bank AG)

  • Hausanschrift
  • Santander-Platz 1
  • 41061 Mönchengladbach
  • Kontakt
  • Telefon: 02161/9060599
  • E-Mail: email-service@santander.de
  • Internet:
  • weitere Daten
  • BIC: SCFBDE33XXX
  • Gruppe/Gesellschafter: Banco Santander S. A., Madrid
  • Gründungsjahr: 1957 als "Curt Briechle KG Absatzfinanzierung", 1968 Umfirmierung in "Bankhaus Centrale Credit AG", 1987 Umfirmierung in "CC-Bank AG", 2006 Umfirmierung in "Santander Consumer Bank AG", 2026 Umfirmierung in "Openbank Deutschland AG"
  • Banktyp: Filialbank mit Online-Produkten
  • Einlagensicherung: Ist der Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH (gesetzliche Einlagensicherung) und dem Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken e. V. (freiwillige Einlagensicherung) angeschlossen.
    Über die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH sind je privatem Einleger und zugeordnetem Kreditinstitut Einlagen bis EUR 100.000 abgesichert. Über den Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken e. V. sind darüber hinaus Einlagen gesichert, für private Einleger jeweils bis 8,75 Prozent des haftenden Eigenkapitals der jeweiligen Bank, bei einer Obergrenze von drei Millionen Euro. Zur Openbank Deutschland AG sind es konkret drei Millionen Euro je privatem Einleger (Stand: 30.5.25). Die individuelle Sicherungsgrenze kann auch im Internet unter einlagensicherungsfonds.de abgefragt werden. Zum Januar 2030 sinkt die allgemeine Obergrenze bei privaten Einlegern auf eine Million Euro. Der Schutz des Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken e. V. beginnt dort, wo die gesetzliche Sicherung aufhört. Er übernimmt im Falle der Insolvenz eines mitwirkenden Instituts die Einlagenteile, welche die gesetzliche Mindestabsicherung übersteigen, bis zur Sicherungsgrenze.

Die Openbank Deutschland AG trägt diesen Namen seit der Umfirmierung der Santander Consumer Bank AG im Mai 2026. Der neue Name spiegelt eine konzernweite Neuaufstellung wider, die spanische Mutter bündelt Openbanks digitales Geschäftsmodell mit dem klassischen Privatkunden- und Finanzierungsgeschäft der Santander Consumer Finance.

Die Wurzeln der deutschen Unternehmenseinheit reichen bis 1957 zurück, als Curt Briechle in Mönchengladbach eine Absatzfinanzierungsgesellschaft für Automobile gründete. Über die Stationen Bankhaus Centrale Credit und CC-Bank wuchs das Institut durch Übernahmen. Im Oktober 2002 verschmolzen die CC-Bank und die AKB Bank, damals die beiden größten herstellerunabhängigen Kfz-Finanzierer Deutschlands. Die im Kfz-Handel bekanntere Marke AKB Bank ging in der CC-Bank auf. Neben diesem dominierenden Geschäft finanziert das Institut seit Jahrzehnten auch Konsumgüter in Elektronik- und Möbelmärkten. Im September 2006 firmierte die CC-Bank zur Santander Consumer Bank um, weil Banco Santander ihr internationales Konsumentenkreditgeschäft unter diesem Markendach bündelte. Mit der RBS (RD Europe) GmbH in Ratingen und der GE Money Bank in Hannover erwarb und integrierte die Santander Consumer Bank 2008 und 2009 zwei ehemalige Wettbewerber bei den Konsumentenkrediten.

Im Januar 2011 übernahm das Institut das deutsche Privatkundengeschäft der SEB - rund 173 Filialen und etwa eine Million Kunden. Rechtlich als Zweigniederlassung geführt, wurden diese Filialen in "Santander Bank" umgeflaggt, mit einem Auftreten am Markt als separate Bank. Die Trennlinien blieben sieben Jahre bestehen. Kunden konnten nur Filialen ihrer jeweiligen Einheit nutzen, obwohl sich beide Filialnetze optisch kaum unterschieden. Mit dem Projekt "One" legte Santander im März 2018 die parallelen Vertriebsstrukturen zusammen. Zeitgleich wurde die Santander Direkt Bank integriert. Aus diesen drei in Deutschland aktiven Marken der Banco Santander entstand der einheitliche Auftritt "Santander" mit gemeinsamer Produktpalette.

Im Oktober 2025 kündigte Santander an, ihre Digitalbank Openbank und das europäische Konsumentenkredit- und Kfz-Finanzierungsgeschäft (Sparte Santander Consumer Finance, zu der auch die Santander Consumer Bank AG zählte) rechtlich zusammenzuführen. Die fusionierte Einheit tritt künftig unter der Marke Openbank auf - Santanders 1995 in Spanien gestarteter Digitalmarke, die ab 2019 nach Portugal, in die Niederlande und nach Deutschland expandierte. Der deutsche Markt ist der erste, in dem der Konzern den Schritt vollzieht. Der Zusammenschluss soll die Konzernstruktur vereinfachen, Kosten senken und klassische Bankdienstleistungen in einen Digital-first-Aufbau überführen. Zugleich reagiert er damit auf das Wachstum von Challenger-Banken wie N26 und Revolut, um die eigene Reichweite und Innovationskraft zu steigern.

Eine Besonderheit bleibt vorerst ungeklärt. In Frankfurt betreibt der Konzern eine Openbank-Zweigniederlassung. Ab 2025 migrierte diese für den deutschen Markt die zuvor im EU-Passverfahren aus Madrid angebotenen Produkte - Girokonto, Tagesgeld und Wertpapierdepot. So bestehen derzeit hierzulande zwei Openbank-Stränge nebeneinander - die bestehende Digitalbank und die umbenannte Consumer-Bank. Wie beide zusammenwachsen sollen und was das für Bestandskunden konkret bedeutet, ließ der Konzern bislang offen.

Banco Santander wurde 1857 in der gleichnamigen Stadt der spanischen Bergregion Kantabrien gegründet und ist nach Börsenwert die größte Bank der Eurozone. Durch ihre Geschäfte auf dem europäischen Festland, in Großbritannien und Lateinamerika stieg sie weltweit zu einer der größten und profitabelsten Banken auf.