Information zur
Opel Bank GmbH

  • Hausanschrift
  • Mainzer Strasse 190
  • D-65428 Rüsselsheim
  • Kontakt
  • Telefon: 06142/878878
  • E-Mail: geldanlage@opelbank.de
  • Internet:
  • weitere Daten
  • BIC: GMGGDE51XXX
  • Gruppe/Gesellschafter: 50% Banque PSA Finance, 50% BNP Paribas Personal Finance
  • Gründungsjahr: 1929 als "Opelfinanzierungsgesellschaft mbH Rüsselsheim", 1990 Umfirmierung in "Opel Bank GmbH", 2002 Umfirmierung in "GMAC Bank GmbH", 2015 Umfirmierung in "Opel Bank GmbH"
  • Banktyp: Direktbank
  • Einlagensicherung: Neben der Pflichtmitgliedschaft zur Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH (gesetzliche Einlagensicherung) besteht keine zusätzliche freiwillige Einlagensicherung. Für jeden Privatkunden sind Einlagen bis EUR 100.000 abgesichert.

Die Opel Bank erweiterte im September 2015 um Tagesgeld und Festgeld. Das für Opel neue Einlagengeschäft ergänzt die in Zusammenarbeit mit den Vertragshändlern erbrachten automobilen Finanzdienstleistungen. Autofinanzierung, Leasing und Versicherungen konnten die Kunden der Opel Bank zuvor schon in Anspruch nehmen, dies wird unter der Bezeichnung "Opel Financial Services" betrieben. Den Sitz hat die Bank ebenso wie der Autobauer in Rüsselsheim. Längerfristig sollen mehr als eine Milliarde Euro Einlagen eingesammelt und etwa ein Drittel des Kredit- und Leasingvolumens auf diese Weise refinanziert werden. Die Refinanzierung über Kundeneinlagen ist zinsgünstiger als über Kreditverbriefungen und andere Banken. Für den Autobauer bedeutet die Ausweitung des Finanzgeschäfts aber auch, die Markenloyalität zu stärken und den Autoverkauf anzukurbeln, weil dadurch Opel-Fahrern gegebenenfalls etwas bessere Kreditzinsen angeboten werden können.

Die Adam Opel AG gründete 1929 die "Opelfinanzierungsgesellschaft mbH Rüsselsheim", aus der die heutige Opel Bank hervorging. Ebenfalls im Jahr 1929 hatte General Motors (GM) die Mehrheit der Aktien an Opel erworben, und bereits zwei Jahre später den deutschen Autobauer vollständig übernommen. Opel war seitdem ausschließlich für den Absatzmarkt Kontinentaleuropa zuständig.

Der Automobilgigant GM kämpfte in den 2000er Jahren mit massiven Absatzproblemen und fuhr jahrelang Milliardenverluste ein. GM trennte sich daher unter anderem im November 2006 von Teilen seiner Finanzsparte. Im Juni 2009 folgte die Insolvenz gemäß US-Insolvenzrecht. Ein Team des US-Präsidenten Barack Obama steuerte das Verfahren bis in die Details, um möglichst viele Arbeitsplätze zu retten. Nach nur 40 Tagen ging die größte Industriepleite der amerikanischen Geschichte zu Ende. Die Zahl der Automarken wurde reduziert, Fabriken geschlossen und die Schulden gesenkt. GM wurde zunächst mehrheitlich in Staatsbesitz genommen, 16 Monate danach durch Rückkehr an die Börse privatisiert. 2013 konnte GM das in der Krise an ein Konsortium aus Finanzinvestoren verkaufte Finanzierungsgeschäft außerhalb der USA zurückerwerben, darunter auch das europäische.

Im März 2017 einigte sich PSA (Peugeot/Citroën) mit General Motors über den Erwerb des GM-Europa-Geschäfts, unter GM belastete es regelmäßig die jetzt allgemein besseren Zahlen des Konzerns. Ausgehandelt wurde ein Preis von 1,3 Milliarden Euro für die Autosparte und zusätzlich 900 Millionen Euro für die darauf abgestimmte Finanzsparte. Generell tragen die Erlöse aus Fahrzeugfinanzierung, Leasing und Versicherungen bei den Autokonzernen wesentlich zur Profitabilität bei, was sich auch an diesen Kaufpreisen zeigt. Der Rüsselsheimer Autobauer und die britische Opel-Schwester Vauxhall sind seit August 2017 Teil von PSA. Bei dem separaten Deal zur Finanzsparte, er wurde im November 2017 abgeschlossen, ist BNP Paribas beteiligt. Er umfasst die bestehenden Marken Opel Bank, Opel Financial Services und Vauxhall Finance. An der daraus neu entstandenen Organisation halten die jeweiligen Töchter, Banque PSA Finance und BNP Paribas Personal Finance, jeweils 50 Prozent.