Information zur
pbb direkt

  • Deutsche Pfandbriefbank AG
  • Freisinger Str. 5
  • D-85716 Unterschleißheim
  • Kontakt
  • Telefon: 089/919290900
  • E-Mail: service@pbbdirekt.com
  • Internet:
  • weitere Daten
  • BIC: REBMDEMMXXX
  • Gruppe/Gesellschafter: Deutsche Pfandbriefbank AG
  • Gründungsjahr: 2013
  • Banktyp: Direktbank
  • Einlagensicherung: Ist der Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH (gesetzliche Einlagensicherung) und dem Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken e. V. (freiwillige Einlagensicherung) angeschlossen.
    Über die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH sind je Einleger und Kreditinstitut Einlagen bis EUR 100.000 abgesichert. Über den Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken e. V. sind darüber hinaus Einlagen von Privatpersonen jeweils bis 20 Prozent des haftenden Eigenkapitals der jeweiligen Bank gesichert. Bei der Deutsche Pfandbriefbank AG sind dies konkret EUR 618.693.000 je Kunde (Stand: 1.1.16). Die individuelle Sicherungsgrenze kann auch im Internet unter einlagensicherungsfonds.de abgefragt werden. Sie wird in den kommenden Jahren stufenweise abgesenkt: zum Januar 2020 auf 15 Prozent des haftenden Eigenkapitals, danach zum Januar 2025 auf 8,75 Prozent. Der Schutz des Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken e. V. beginnt dort, wo die gesetzliche Sicherung aufhört. Er übernimmt im Falle der Insolvenz eines mitwirkenden Instituts die Einlagenteile, welche die gesetzliche Mindestabsicherung übersteigen, bis zur Sicherungsgrenze.

pbb direkt ist eine Marke der Deutschen Pfandbriefbank (pbb) für das Einlagengeschäft. pbb direkt ging im März 2013 an den Start. Ab einer Mindesteinlage von EUR 5.000 kann online auf Tagesgeld- und Festgeldkonten angelegt werden, auch die Kontoeröffnung für Minderjährige ist möglich. Das Geschäft über diese Schiene soll auf die Einlagenprodukte beschränkt bleiben. Es wird ein Anteil von einem halben Prozent am Einlagenmarkt angestrebt. Zentrales Refinanzierungsmittel soll die Ausgabe von Pfandbriefen bleiben.

Die pbb führt das Kerngeschäft der Hypo Real Estate (HRE) fort. Die HRE entstand im September 2001, als die HypoVereinsbank Teile ihres gewerblichen Immobilienfinanzierungsgeschäfts und Beteiligungen an drei Hypothekenbanken (Nürnberger Hypothekenbank, Süddeutsche Bodencreditbank und Bayerische Handelsbank) in ihr bündelte. Nach der Abspaltung wurde die neue Gesellschaft an die Börse gebracht: Jeder HypoVereinsbank-Aktionär erhielt für je vier seiner Aktien zusätzlich eine HRE-Aktie. 2003 wurde auch die Westfälische Hypothekenbank auf der HRE verschmolzen. Ende 2008 befanden sich 52,21 Prozent der HRE-Anteile im Streubesitz, der amerikanische Finanzinvestor J. C. Flowers hielt zum damaligen Zeitpunkt 24,90 Prozent.

Der Name HRE ist verbrannt, er bezeichnet heute nur noch eine Holdinggesellschaft. Die HRE stand in der Finanzkrise wegen Liquiditätsmangel mehrfach vor dem Aus. Für die Schieflage war die irländische Tochter Depfa mitausschlaggebend. Die HRE wurde mit direkten staatlichen Hilfen und Garantien in unvorstellbarer Summe am Leben gehalten. Es gibt in Deutschland keine Bank, die derart massiv gestützt werden musste. Sie wurde 2009 vollständig verstaatlicht. Den damaligen Vorständen wurde von einigen Politikern der Rücktritt nahegelegt, mangelnde Kompetenz und intransparente Informationspolitik vorgeworfen. Weitere Kritik zogen sie auf sich, als sie später in mehreren Klagen Gehalts- und Rentenansprüche geltend machten. Ein 55,5-Milliarden-Euro-Buchungsfehler setzte die Reihe von Skandalen um die Bank fort, die Korrektur ließ den Schuldenberg Deutschlands unverhofft schrumpfen. Ausfallgefährdete Wertpapiere und Kredite im Nominalwert von mehr als 170 Milliarden Euro wurden im Oktober 2010 in einer komplexen Umstrukturierung in eine Anstalt des öffentlichen Rechts ausgelagert, in die FMS Wertmanagement als Teil der Bundesanstalt für Finanzmarktstabilisierung. Dort müssen sie in den nächsten Jahren mit möglichst geringen Einbußen entsorgt werden. Allein wegen des griechischen Schuldenschnitts wird man es nicht schaffen, die Aufwendungen zurückzuholen. Wie teuer die Rettung der HRE den Steuerzahler letzten Endes kommt, wird man erst mit einigem Abstand sagen können. Im Juli 2015 wurden annähernd 80 Prozent der Aktien der pbb an die Börse gebracht. Deren Privatisierung war eine Auflage der Europäischen Kommission im Gegenzug für die Rettung mit Staatsgeldern. Die restlichen Anteile, die weiterhin im Besitz des Bankrettungsfonds Soffin sind, sollen bis 2017 veräußert werden.