Information zu
Deutsche Postbank AG

  • Hausanschrift
  • Friedrich-Ebert-Allee 114-126
  • D-53113 Bonn
  • Kontakt
  • Telefon: 0228/55005536
  • E-Mail: direkt@postbank.de
  • Internet:
  • weitere Daten
  • BIC: unterschiedlich
  • Gruppe/Gesellschafter: 94,09% Deutsche Bank AG, 5,91% Streubesitz
  • Gründungsjahr: 1990
  • Banktyp: Multi-Channel-Bank
  • Einlagensicherung: Ist der Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH (gesetzliche Einlagensicherung) und dem Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken e. V. (freiwillige Einlagensicherung) angeschlossen.
    Über die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH sind je Einleger und Kreditinstitut Einlagen bis EUR 100.000 abgesichert. Über den Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken e. V. sind darüber hinaus Einlagen von Privatpersonen, Personengesellschaften und Kapitalgesellschaften jeweils 20 Prozent des haftenden Eigenkapitals der jeweiligen Bank gesichert. Bei der Deutschen Postbank AG sind dies konkret EUR 1.079.000.000 je Kunde (Stand: 1.1.16). Die individuelle Sicherungsgrenze kann auch im Internet unter einlagensicherungsfonds.de abgefragt werden. Sie wird in den kommenden Jahren stufenweise abgesenkt: zum Januar 2020 auf 15 Prozent des haftenden Eigenkapitals, danach zum Januar 2025 auf 8,75 Prozent. Der Schutz des Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken e. V. beginnt dort, wo die gesetzliche Sicherung aufhört. Er übernimmt im Falle der Insolvenz eines mitwirkenden Instituts die Einlagenteile, welche die gesetzliche Mindestabsicherung übersteigen, bis zur Sicherungsgrenze.

Die Postbank ging 1990 im Zuge der Postreform aus den bisherigen Postbankdiensten der Deutschen Bundespost hervor. Aufgrund der Vorgeschichte, die bis in die Mitte des 18. Jahrhunderts zurückreicht, hat sie traditionell eine starke Stellung im Giro- und Spargeschäft. Sie ist mit 14 Millionen Kunden die größte Privatkundenbank Deutschlands.

Von strategischer Bedeutung waren der Anfang 2006 vollzogene Erwerb der BHW-Gruppe und die Übernahme von 850 Filialen der Post. Mit der Übernahme der BHW wurde eine mobile Vertriebsmannschaft von ca. 3.000 Beratern aufgebaut. Weiterhin können mehrere tausend Postfilialen für Bankdienstleistungen genutzt werden. Gleichzeitig ist die Postbank stark im Online-Banking. Viele Produkte bietet die Bank über das Internet zu günstigeren Konditionen an. Postbank-Kunden können sich an den 7.000 Geldautomaten des CashGroup-Verbunds mit Bargeld versorgen, in den eigenen und den von der Post geführten Filialen und über den mit Shell aufgebauten Bargeldservice an rund 1.300 Tankstellenkassen.

Im Geschäftsfeld "Transaction Banking" erbringt die Postbank Back-Office-Dienstleistungen für andere Finanzdienstleister und erzielt dabei hohe Produktionsmengen und geringe Stückkosten. Die Deutsche Bank und externe Klienten wie die HypoVereinsbank und die HSH Nordbank lassen ihren Zahlungsverkehr darüber abwickeln.

Die Post verkaufte ab März 2009 in drei Stufen an die Deutsche Bank. Zunächst erwarb die Deutsche Bank im Zuge eines Aktientauschs 22,9% der Postbank-Anteile. Im Februar 2012 erhielt sie weitere 27,4% über eine Pflichtumtauschanleihe, und die restlich bei der Post verbliebenen 12,1% über eine Verkaufsoption. Parallel dazu kaufte die Deutsche Bank durch ein freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot und im gewöhnlichen Börsenhandel Anteile an der Postbank zu. Von September 2006 bis März 2009 war die Postbank ein DAX-Unternehmen; mit Wirksamwerden der Übernahme durch die Deutsche Bank sank das an der Börse gehandelte Volumen, wodurch die Aktie aus dem DAX und später auch aus dem MDAX rausfiel. Die Postbank bleibt als eigenständige Marke erhalten, zwischen der Deutschen Bank und der Postbank werden Synergien genutzt.