Quellensteuer in EU-Ländern

Land Quellensteuerabzug auf Zinserträge bei dauerhaftem Wohnsitz im Ausland
Estland -
Frankreich -
Großbritannien -
Irland derzeit 20 Prozent Quellensteuerabzug, entfällt bei rechtzeitiger Vorlage der vom Anleger und seinem Finanzamt unterschriebenen Ansässigkeitsbescheinigung, eine Anrechnung gezahlter Quellensteuer ist in Deutschland nicht möglich
Lettland derzeit 10 Prozent Quellensteuerabzug, keine Befreiung möglich, zu diesen 10 Prozent ist eine Anrechnung gezahlter Quellensteuer in Deutschland möglich
Luxemburg -
Malta -
Niederlande -
Österreich derzeit 25 Prozent Quellensteuerabzug, entfällt bei rechtzeitiger Vorlage der vom Anleger und seinem Finanzamt unterschriebenen Ansässigkeitsbescheinigung, eine Anrechnung gezahlter Quellensteuer ist in Deutschland nicht möglich
Polen derzeit 19 Prozent Quellensteuerabzug, kann bei rechtzeitiger Vorlage der vom Anleger und seinem Finanzamt unterschriebenen Ansässigkeitsbescheinigung auf 5 Prozent reduziert werden, nur zu diesem reduzierten Satz ist eine Anrechnung gezahlter Quellensteuer in Deutschland möglich
Schweden -
Tschechien derzeit 15 Prozent Quellensteuerabzug, entfällt bei rechtzeitiger Vorlage der vom Anleger und seinem Finanzamt unterschriebenen Ansässigkeitsbescheinigung, eine Anrechnung gezahlter Quellensteuer ist in Deutschland nicht möglich

Eine Quellensteuer kann teilweise durch die Vorlage einer Ansässigkeitsbescheinigung gemindert oder gemieden werden, das geht aus der Tabelle hervor. Von dieser Möglichkeit sollte man Gebrauch machen, denn in der Regel ist in solchen Fällen nur der geminderte Quellensteuersatz bzw. gar keiner in Deutschland anrechenbar.

Die Ansässigkeitsbescheinigung besagt, dass der Anleger seinen Wohn- bzw. Geschäftssitz in Deutschland hat. Der Anleger lässt dieses Formular von seinem deutschen Finanzamt unterschreiben und reicht es rechtzeitig vor der ersten Zinszahlung ein.

In jedem Fall hat der Anleger die Zinserträge in Deutschland mittels der Einkommensteuererklärung zu deklarieren. Gehen die Zinserträge über den Sparer-Pauschbetrag hinaus, werden sie mit dem Abgeltungssteuersatz plus Soli und gegebenenfalls Kirchensteuer versteuert. Liegt der persönliche Einkommenssteuersatz unter 25 Prozent, wird das Finanzamt diesen zugrunde legen.