Information zu
flatex

  • Hausanschrift
  • flatex Bank AG
  • E.-C.-Baumann-Straße 8a
  • 95326 Kulmbach
  • Kontakt
  • Telefon: 09221/7035897
  • E-Mail: info@flatex.de
  • Internet:
  • weitere Daten
  • BIC: BIWBDE33XXX
  • Gruppe/Gesellschafter: flatexDEGIRO AG
  • Gründungsjahr: 2006 als "flatex AG", 2012 Auslagerung in "flatex GmbH", 2018 Verschmelzung auf der damaligen "FinTech Group AG"
  • Banktyp: Online-Broker
  • Einlagensicherung: Neben der Pflichtmitgliedschaft der flatex Bank AG zur Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH (gesetzliche Einlagensicherung) besteht keine zusätzliche freiwillige Einlagensicherung. Für jeden privaten Einleger sind Einlagen bis EUR 100.000 abgesichert.

flatex ist einer der führenden Online-Broker in Deutschland und Österreich. Seit Juli 2019 ist flatex auch in den Niederlanden, dort mit dem Geschäftsmodell eines Gratisbrokers. In Deutschland ist flatex schon seit April 2006, die ersten 11½ Jahre lang mit einer pauschalen Ordergebühr von EUR 5,00, seit November 2017 mit EUR 5,90. Üblich sind ansonsten in Filialen einer Bank oder Sparkasse noch immer wie früher ein Prozent des Ordervolumens und bei Online-Brokern ein viertel Prozent. flatex belastet jedoch auch Fremdspesen an den Kunden weiter, sowohl im börslichen als auch im außerbörslichen Handel, im außerbörslichen Handel ab März 2020 pauschaliert. Darüber hinaus fallen Gebühren für die Gutschrift von Auslandsdividenden an. Für Guthaben auf dem Depot-Verrechnungskonto sind ab dem ersten Euro Negativzinsen vom Kunden zu zahlen. Und zum März 2020 führte flatex in Deutschland auch eine prozentuale Depotgebühr ein. Früher sind die Leute zu flatex gewechselt, weil es unschlagbar günstig gewesen ist, und während sich viele mit den Negativzinsen noch arrangieren konnten, hatte die Einführung der Depotgebühr wohl zur Folge, dass ein nicht geringer Teil der Kundschaft sich eine Alternative gesucht hat. Interessant bleibt flatex für Vieltrader mit eher niedrigem Depotvolumen, denn dann kommt es auf die Orderpreise an.

flatex ist heute wie Vitrade eine Marke der flatexDEGIRO Bank. Dazu kam es durch zahlreiche Wendungen: Die flatex Bank hieß zwischenzeitlich flatex Bank, FinTech Group Bank und bis Juni 2016 biw-Bank. Sie war als White-Label-Bank seit jeher im Hintergrund für die Konto- und Depotführung bei flatex zuständig, weil flatex keine eigene Banklizenz hatte. flatex übergeordnet war eine Holdinggesellschaft, die heutige flatexDEGIRO AG, die zwischenzeitlich flatex AG und FinTech Group AG hieß. Diese baute 2014 auch die AKTIONÄRSBANK auf, die ein fast deckungsgleiches Preisverzeichnis hatte, aber im Gegensatz zu flatex mit einer Vollbanklizenz ausgestattet war. Die damalige FinTech Group löste sich dadurch von der Abhängigkeit zur biw Bank, mit der alle paar Jahre über die Verlängerung des Dienstleistungsvertrags zu verhandeln war und die zudem 2014 parallel mit benk (später umbenannt in brokerport, nochmals später vom Markt genommen) selbst einen konkurrierenden Online-Broker startete. Im März 2015 überraschte die FinTech Group dann mit einem Coup: Sie übernahm eine 51-prozentige Beteiligung an der biw-Bank-Mutter XCOM AG und konnte so deren Banktochter lenken. Die AKTIONÄRSBANK war nicht mehr als Zukunftsoption notwendig, sie wurde im November 2015 geschlossen. Die Bank wurde umbenannt, um die Zugehörigkeit zur Gruppe deutlich zu machen. Und im März 2018 wurde die flatex GmbH auf ihr verschmolzen, um die Strukturen innerhalb der Gruppe zu verschlanken. Im März 2019 und im Arpil 2021 folgten die weiteren Umbenennungen der Bank.

Die flatexDEGIRO AG ist börsennotiert. Anteile hält direkt und indirekt weiterhin der Medienunternehmer Bernd Förtsch. Im Dezember 2019 übernahm flatex zunächst 9,40% am niederländischen Wettbewerber DEGIRO, die restlichen 90,60% der Anteile nach Genehmigung der zuständigen Behörden im August 2020. Finanziert wurde dies hauptsächlich durch eine Kapitalerhöhung, die DEGIRO-Altaktionäre erhielten so ein gutes Viertel am gemeinsamen Unternehmen. Durch den Zusammenschluss, das Skalieren und Internationalisieren des Geschäftsmodells, sieht man sich gut für die sich abzeichnende Konsolidierung unter den Online-Brokern gewappnet. Es werde ermöglichen, die Stückkosten für das Abwickeln von Wertpapiertransaktionen weiter zu drücken und mit der größeren Marktmacht gegenüber Emittenten bzw. Handelsplätzen höhere Provisionsanteile durchzusetzen. Das Duo flatex/DEGIRO ergänzt sich auch geografisch. Im Inland, in Österreich und den Niederlanden setzt es auf die Marke flatex. In den weiteren europäischen Ländern ist es umgekehrt. DEGIRO begann im Jahr 2013 und rollte seine Plattform in schneller Taktung auf viele europäische Märkte aus, wobei man dazu sagen muss, dass die Depots in den Niederlanden geführt werden und mehr oder weniger nur die Websites in der jeweiligen Landessprache aufgesetzt wurden.