Information zur
Fidor Bank AG

  • Hausanschrift
  • Sandstr. 33
  • D-80335 München
  • Kontakt
  • Telefon: 089/189085233
  • E-Mail: info@fidor.de
  • Internet:
  • weitere Daten
  • BIC: FDDODEMMXXX
  • Gruppe/Gesellschafter: 29,92% JZ Erste Beteiligungs GmbH, 9,81% XAnge, 8,08% venturecapital.de VC GmbH & Co. KGaA, 10,35% Anthemis Group S. A., 7,15% Professional Development GmbH, 5,81% Familie Kölsch, 3,08% weitere Mitglieder des Vorstands, 25,80% Streubesitz
  • Gründungsjahr: 2009
  • Banktyp: Direktbank
  • Einlagensicherung: Neben der Pflichtmitgliedschaft zur Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH (gesetzliche Einlagensicherung) besteht keine zusätzliche freiwillige Einlagensicherung. Für jeden Privatkunden sind Einlagen bis EUR 100.000 abgesichert.

Die Fidor AG erhielt im April 2009 die Vollbanklizenz, die Namensänderung zu "Fidor Bank AG" wurde im August 2009 ins Handelsregister eingetragen. Das Unternehmen hat einen lebhaften Marktplatz für Finanzdienstleistungen etabliert, an dem sich Nutzer zusammenfinden und über Finanzthemen jeglicher Art diskutieren. Schlichter ausgedrückt, das Bank- und Vermittlergeschäft ergänzt sich um die Funktionen eines Internetforums. Sprachliches Getrommel wie "Sie sind die Bank!" und "Banking mit Freunden!" lässt auf Mitspracherecht und Gemeinschaftsgefühl hoffen. Die Nutzer sollen sich registrieren und möglichst aktiv an der Community teilnehmen. Die einzelnen Aktivitäten wie Frage stellen, Antwort verfassen, Produkt bewerten oder Produkt abschließen entlohnt die Fidor Bank mit Cent-Beträgen. Auch sie selbst kommuniziert rege, nutzt Twitter, Facebook und YouTube und klinkt sich häufig in Diskussionen in anderen Foren und Blogs ein, wenn über sie geschrieben wird. Zentrales Produkt ist das Smart Girokonto - eine digitale Plattform mit großem Funktionsumfang. Über das Smart Girokonto ist klassischer Zahlungsverkehr genauso möglich wie Fremdwährung und Edelmetalle kaufen oder untereinander Geld senden oder leihen. Vieles wird über Partnerschaften auf Provisionsbasis realisiert. Die Bank wagt sich nicht selten in Bereiche vor, die als experimentell angesehen werden können. So borgt sie zum Beispiel ihren Kunden kleine Geldbeträge gegen Gebühr (spricht dabei nicht von Zinsen), ohne die Schufa abzufragen oder sonstige Formalitäten, und bietet als erste deutsche Bank auch den Währungswechsel in die virtuelle Währung Bitcoin an.

Rund um die Fidor Bank gibt es mehrere Unternehmungen und Webprojekte, deren Zweck der Vertrieb von Finanzdienstleistungen ist. So ist die bedeutendste Tochtergesellschaft die Ingenious Technologies AG, eine auf den Finanzbereich spezialisierte Online-Marketingagentur. Eine andere Tochtergesellschaft, die damals "Sparschwein AG" hieß (jetzt "Demekon Entertainment AG"), ist einigen Tagesgeldanlegern noch bekannt. Sie legte zusammen mit der damaligen KarstadtQuelle Bank das "Traum-Zins-Konto" auf, das knapp zwei Jahre am Markt war. Sparer gingen dabei einen Kompromiss ein: Den Zins erhielt jeder, der seine Sparziele nannte und recht viele Fragen zu den persönlichen Lebens- und Vermögensverhältnissen beantwortete. Die Sparer willigten ein, dass ihre Daten für Werbezwecke von Partnern der Sparschwein AG genutzt werden können. Die Demekon Entertainment AG betreibt heute unter anderem die Musikplattform musicmonster.fm und die Gewinnspiel-Seite wunschlotto.de.