Information zur
FIMBank p.l.c. (Zinspilot-Plattform)

  • Hausanschrift
  • Deposit Solutions GmbH
  • Zirkusweg 1
  • D-20359 Hamburg
  • Kontakt
  • Telefon: 040/21031373 (Zinspilot)
  • E-Mail: service@zinspilot.de (Zinspilot)
  • Internet:
  • weitere Daten
  • BIC: FIMBMTM3
  • Gruppe/Gesellschafter: KIPCO Group, Kuwait City
  • Gründungsjahr: 1994 als "First International Merchant Bank Ltd.", 2005 Umfirmierung in "FIMBank p.l.c."
  • Banktyp: Direktbank
  • Einlagensicherung: Ist dem Depositor Compensation Scheme (gesetzliche Einlagensicherung in Malta) angeschlossen. Je Einleger und Kreditinstitut sind hierüber Einlagen bis EUR 100.000 abgesichert.

Bei Zinspilot, einem von derzeit drei Zinsmarktplätzen in Deutschland, gibt es seit November 2015 die FIMBank aus Malta. Der Geschäftssitz der FIMBank befindet sich nahe der Inselhauptstadt, in der Stadt St. Julian’s. Der Anlegerservice von Zinspilot macht es ein wenig leichter dort (im Ausland) anzulegen, indem beispielsweise die Produkte auf Deutsch beschrieben sind. Die FIMBank erhielt im Jahr 1994 ihre Banklizenz und nahm 1995 den Geschäftsbetrieb auf, damals unter dem Namen First International Merchant Bank. Seit 2005 firmiert sie in der davon abgekürzten Form. Die Bank hat sich auf die Finanzierung des Außenhandels spezialisiert, einschließlich des Ankaufs von Forderungen durch Factoring und der weniger bekannten Forfaitierung, die Exporteure/Verkäufer nutzen, um den Abnehmern günstige Kreditbedingungen geben zu können. Die Aktien der FIMBank notieren an der maltesischen Börse. Zusammen kommen die beiden großen Anteilseigner, die Burgan Bank in Kuwait und die United Gulf Bank in Bahrain, auf mehr als 80 Prozent der Anteile. Beide Großaktionäre sind Tochterunternehmen der einflussreichen Kuwait Projects Company, abgekürzt als KIPCO. KIPCO ist vor allem im Mittleren Osten und Nordafrika investiert, besitzt Anteile an Banken und diversen Industrieunternehmen.

2014 war für die FIMBank-Gruppe das schwierigste Jahr seit ihrem Bestehen. Der Verlust nach Steuern verzehnfachte sich gegenüber dem Vorjahr - auf 45,23 Millionen US-Dollar. Zu 2015 liegen erst die Halbjahreszahlen vor, es ist ein Minus von 8,64 Millionen US-Dollar ausgewiesen. In den Vorjahren konnten im Verhältnis dazu nur kleine Gewinne erwirtschaftet werden. Als Begründung für die aktuellen massiven Probleme nennt der Geschäftsbericht die Kreditausfälle bei Töchtern in Indien und Russland, aber auch das Ergebnis am Hauptsitz selbst brach ein. Zudem belastete die Instabilität in Krisenregionen im Mittleren Osten und in Nordafrika, in denen die Bank tätig ist. Die Bank steht nun vor der Aufgabe, die Geschäftslage zu stabilisieren. Das soll durch Kosten senken und die Konzentration auf bestehende Geschäftsbereiche erreicht werden, aber auch durch das neue Geschäftsfeld Vermögensverwaltung.

Zinsanleger, die dennoch aufgrund der Zinsen erwägen, bei der Bank anzulegen, haben auch die Option, auf direktem Weg ein Konto in Malta zu eröffnen. Mit Easisave unter www.easisave.com bietet die FIMBank nämlich schon seit Januar 2011 Online-Spareinlagen an - ein Tagesgeldkonto und ein Festgeldkonto, die sich entweder in Euro oder in US-Dollar einrichten lassen. Der Internetauftritt ist in Englisch, nicht mehrsprachig, es wird aber klar kommuniziert, dass auch Nicht-Malteser eröffnen können. Voraussetzung ist neben der Volljährigkeit lediglich ein Referenzkonto bei einer Bank im Europäischen Wirtschaftsraum, das in derselben Währung geführt werden muss wie das Anlagekonto. Die Identifikation wird abgeleitet hereingenommen, durch eine per Post einzusendende Kopie des Personalausweises und einen Nachweis, aus dem die Meldeadresse hervorgeht, zum Beispiel durch einen Bankkontoauszug oder eine Rechnung des Energielieferanten. Restriktionen bei den Abhebungen vom Easisave-Tagesgeld gibt es im Gegensatz zum Tagesgeld über Zinspilot nicht. Auch unterscheiden sich bei beiden Produkten die direkt/indirekt angebotenen Zinssätze.

Malta hat ein gutes Länderrating, ist ein Mitgliedstaat der Europäischen Union und der Euro ist die Landeswährung. Die zuständige maltesische Einlagensicherung könnte jedoch schnell überfordert sein, handelt es sich doch um eine sehr kleine Volkswirtschaft, der Inselstaat hat gerade einmal rund 425.000 Einwohner.

Wer in Deutschland auf Zinskonten anlegt, ist die automatische Abführung der Abgeltungssteuer durch die Bank gewohnt. Die Zinsen werden bei der FIMBank brutto ausgezahlt, gleichwohl sind die dort erzielten Zinseinkünfte in Deutschland steuerpflichtig. Um die Versteuerung muss sich der Anleger selbst im Rahmen seiner persönlichen Einkommensteuererklärung kümmern. Aufwand reduzierend ist wiederum, dass Malta keine Quellensteuer erhebt.