Information zur
flatex GmbH

  • Hausanschrift
  • E.-C.-Baumann-Straße 8a
  • D-95326 Kulmbach
  • Kontakt
  • Telefon: 09221/7035897
  • E-Mail: info@flatex.de
  • Internet:
  • weitere Daten
  • BIC: Bankverbindung über FinTech Group Bank
  • Gruppe/Gesellschafter: FinTech Group AG
  • Gründungsjahr: 2006 als "flatex AG", 2012 Umbenennung in "flatex GmbH"
  • Banktyp: Online-Broker
  • Einlagensicherung: Neben der Pflichtmitgliedschaft der FinTech Group Bank AG zur Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH (gesetzliche Einlagensicherung) besteht keine zusätzliche freiwillige Einlagensicherung. Für jeden Privatkunden sind Einlagen bis EUR 100.000 abgesichert.

Die flatex GmbH ist einer der führenden Online-Broker in Deutschland und Österreich. Auf dem deutschen Markt ist flatex schon seit April 2006, von Beginn an 11½ Jahre lang mit einer pauschalen Ordergebühr von EUR 5,00, seit November 2017 mit EUR 5,90. Üblich sind ansonsten ein Prozent des Ordervolumens bei Filialbanken und ein viertel Prozent bei Online-Brokern. Bei flatex fallen weder Kontoführungsgebühren noch Depotgebühren an. Mit dem einfachen Tarif wurde das Modell der Billigflieger und Mobilfunkdiscounter auf das Brokerage übertragen. flatex belastet aber die Fremdspesen an den Kunden weiter, sowohl im börslichen als auch im außerbörslichen Handel. Darüber hinaus fallen Gebühren für Auslandsdividenden und das Eintragen von Namensaktien an, und für Guthaben auf dem Depot-Verrechnungskonto sind Negativzinsen vom Kunden zu zahlen. Das führt dazu, dass flatex unterm Strich mitunter teurer werden kann als andere Online-Broker.

Mit der Wertpapierabwicklung ist die darauf spezialisierte FinTech Group Bank beauftragt. Die Tätigkeit umfasst die Führung der Kundenkonten und -depots sowie die gesamte Ausführung und wertpapiertechnische Abwicklung der Kundenaufträge. Für Kundenansprache und Kundenbetreuung ist bei der Aufgabenteilung flatex zuständig. flatex übergeordnet ist eine Holdinggesellschaft, die FinTech Group AG. Diese baute 2014 auch die AKTIONÄRSBANK auf, die ein fast deckungsgleiches Preisverzeichnis hatte, aber im Gegensatz zu flatex mit einer Vollbanklizenz ausgestattet war. Die FinTech Group löste sich dadurch von der Abhängigkeit zur damaligen biw Bank (später umbenannt in FinTech Group Bank), mit der alle paar Jahre über die Verlängerung des Dienstleistungsvertrags zu verhandeln war und die zudem 2014 parallel mit benk (später umbenannt in brokerport) selbst einen konkurrierenden Online-Broker startete. Im März 2015 überraschte die FinTech Group dann mit einem Coup: Sie übernahm eine 51-prozentige Beteiligung an der biw-Bank-Mutter XCOM AG und kann so deren Banktochter nunmehr lenken. Die AKTIONÄRSBANK wurde in der Folge im November 2015 geschlossen.

Die FinTech Group ist seit Juni 2009 börsennotiert. Insgesamt betrug das Emissionsvolumen, damals unter der Firmierung flatex Holding AG, 3,12 Millionen Euro. Die Aktienmehrheit hatte zunächst weiterhin der Medienunternehmer Bernd Förtsch, heute beträgt sein Anteil 50 Prozent. Der Börsengang war für den Bekanntheitsgrad des Unternehmens vorteilhaft. Zudem konnte mit den gewonnen liquiden Mitteln die Expansion nach Österreich finanziert werden.