Hausanschrift
Wilhelm-Bötzkes-Straße 1
D-40474 Düsseldorf
Kontakt
Telefon: 0211/73141200
E-Mail: info@ikbdirekt.de
Internet: hier
weitere Daten
Bankleitzahl: 300 104 44
Gruppe/Gesellschafter: IKB Deutsche Industriebank AG
Gründungsjahr: 2011
Banktyp: Direktbank
Einlagensicherung: Ist der Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH (gesetzliche Einlagensicherung) und dem Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken e. V. (freiwillige Einlagensicherung) angeschlossen.
Über die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH sind je Privatkunde und Kreditinstitut Einlagen bis EUR 100.000 abgesichert. Über den Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken e. V. sind darüber hinaus Einlagen je Privatkunde bis 30 Prozent des haftenden Eigenkapitals der jeweiligen Bank gesichert. Bei der IKB Deutsche Industriebank AG sind dies konkret EUR 654.750.000 je Privatkunde (Stand: 28.10.11). Die individuelle Sicherungsgrenze kann auch im Internet unter www.bdb.de abgefragt werden. Sie wird in den kommenden Jahren stufenweise abgesenkt: zum Januar 2015 auf 20 Prozent des haftenden Eigenkapitals, danach zum Januar 2020 auf 15 Prozent und zum Januar 2025 auf 8,75 Prozent. Der Schutz des Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken e. V. beginnt dort, wo die gesetzliche Sicherung aufhört. Er übernimmt im Falle der Insolvenz eines mitwirkenden Instituts die Einlagenteile, welche die gesetzliche Mindestabsicherung übersteigen, bis zur Sicherungsgrenze.
IKB direkt ist ein Online-Angebot der IKB Deutsche Industriebank AG, Düsseldorf. Mit den Zinsanlagen für Privatkunden über IKB direkt erschloss sich die IKB eine weitere Refinanzierungsquelle. Die gesamten Bankprozesse des Direktgeschäfts werden über einen Dienstleister abgewickelt, über die biw Bank für Investments und Wertpapiere AG.
Die IKB ist auf die langfristige Finanzierung von Unternehmen spezialisiert. 2007 drohte die Zahlungsunfähigkeit, da sich die Bank mit riskanten Wertpapieren am US-Immobilienmarkt verspekulierte. Nur 10 Tage nach Veröffentlichung eines vorläufigen Quartalsberichts mit Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr warnte sie in einer Ad-hoc-Mitteilung vor einer existenzbedrohenden Schieflage. Die Finanzkrise erfasste die IKB als erstes deutsches Kreditinstitut. Im Zuge einer Reihe von Rettungsmaßnahmen erhöhte die staatliche Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) ihren Aktienanteil von 38 auf 90,8 Prozent. Als die KfW ihren Aktienanteil im Jahr 2008 zu einem geringen Preis an den Finanzinvestor Lone Star abgab, blieben die Hauptlasten bei der KfW. Die IKB hatte vom Bankenrettungsfonds SoFFin bis zu 12 Milliarden Euro an Garantien bekommen. 7,3 Milliarden Euro davon wurden zuletzt noch genutzt. Als problematisch könnte sich erweisen, dass SoFFin-garantierte Anleihen im Volumen von 4,3 Milliarden Euro im Zeitraum Januar bis September 2012 ihre Endfälligkeit haben. Zur Tilgung muss somit sehr viel Liquidität zur Verfügung stehen. Über die Kapitalmärkte ist diese derzeit wohl kaum erhältlich. Von der Europäischen Zentralbank holte sich die IKB nach eigenen Angaben zwar auch Geld, die Frage ist nur wie viel. Es sind sogenannte notenbankfähige Sicherheiten als Gegenleistung zu hinterlegen, dies sind vor allem Staatsanleihen. Die IKB hat aufgrund ihrer Spezialisierung vor allem Unternehmenskredite in ihren Büchern, deren Anerkennung als Sicherheit ist zwar grundsätzlich möglich, jedoch nur nach intensiver Prüfung durch die Bundesbank. Lone Star beabsichtigt die IKB seit geraumer Zeit zu verkaufen, verhandelte nach den Sanierungsmaßnahmen mit potenziellen Käufern.