Information zu
Deutsche Postbank AG

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Hausanschrift
Friedrich-Ebert-Allee 114 - 126
D-53113 Bonn

Kontakt
Telefon: 01803/040500
E-Mail: direkt@postbank.de
Internet: hier

weitere Daten
Bankleitzahl: unterschiedlich
Gruppe/Gesellschafter: 51,98% Deutsche Bank AG, 39,50% Deutsche Post AG, 8,52% Streubesitz
Gründungsjahr: 1990
Banktyp: Multi-Channel-Bank
Einlagensicherung: Ist der Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH (gesetzliche Einlagensicherung) und dem Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken e. V. (freiwillige Einlagensicherung) angeschlossen.
Über die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH sind je Privatkunde und Kreditinstitut Einlagen bis EUR 100.000 abgesichert. Über den Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken e. V. sind darüber hinaus Einlagen je Privatkunde bis 30 Prozent des haftenden Eigenkapitals der jeweiligen Bank gesichert. Bei der Deutschen Postbank AG sind dies konkret EUR 1.216.277.000 je Privatkunde (Stand: 6.4.09). Die individuelle Sicherungsgrenze kann auch im Internet unter www.bdb.de abgefragt werden. Sie wird in den kommenden Jahren stufenweise abgesenkt: zum Januar 2015 auf 20 Prozent des haftenden Eigenkapitals, danach zum Januar 2020 auf 15 Prozent und zum Januar 2025 auf 8,75 Prozent. Der Schutz des Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken e. V. beginnt dort, wo die gesetzliche Sicherung aufhört. Er übernimmt im Falle der Insolvenz eines mitwirkenden Instituts die Einlagenteile, welche die gesetzliche Mindestabsicherung übersteigen, bis zur Sicherungsgrenze.

Die Postbank ging 1990 im Zuge der Postreform aus den bisherigen Postbankdiensten der Deutschen Bundespost hervor. Traditionell größtes Geschäftsfeld ist das Retail-Banking, das standardisierte Geschäft mit Privatkunden und kleinen Unternehmen. Sie ist mit 14 Millionen Kunden die größte Privatkundenbank Deutschlands. Im Juni 2004 ging die Deutsche Postbank an die Börse, seit September 2006 ist sie im DAX gelistet. Von strategischer Bedeutung waren der Anfang 2006 vollzogene Erwerb der BHW-Gruppe und die Übernahme von 850 Filialen der Deutschen Post. Mit der Übernahme der BHW wurde eine mobile Vertriebsmannschaft von mehr als 4.000 Beratern aufgebaut. Weiterhin können mehrere tausend Filialen der Deutschen Post für Bankdienstleistungen genutzt werden. Gleichzeitig ist die Postbank stark im Online-Banking. Viele Produkte bietet die Bank über das Internet zu günstigeren Konditionen an. Postbank-Kunden können sich an den 7.000 Geldautomaten CashGroup-Verbunds, in den eigenen Filialen und auch an einigen Shell-Tankstellen mit Bargeld versorgen. Bis Mitte 2010 soll der Bargeldservice an insgesamt 1.300 Tankstellen-Kassen verfügbar sein.

In Geschäftsfeld "Transaction Banking" erbringt die Postbank Back-Office-Dienstleistungen für andere Finanzdienstleister und erzielt dabei über hohe Produktionsmengen geringe Stückkosten. Mit der von SAP entwickelten Buchungssoftware für Girokonten und dem zentralen Rechenzentrum werden Dienste wie Zahlungsverkehrsabwicklung, Kontoführung sowie Kreditverarbeitung angeboten. Deutsche Bank, Dresdner Bank und HypoVereinsbank wickeln ihren Zahlungsverkehr über die Postbank ab. Die Tätigkeit soll nach Europa ausgedehnt werden, sobald der europäische Zahlungsverkehr vereinheitlicht ist.

Im September 2008 und im Januar 2009 trafen Deutsche Bank und Deutsche Post Vereinbarungen zu den Anteilen an der Postbank. Die Deutsche Bank erwarb zunächst 22,9% der Postbank-Anteile von der Post. Nach Ablauf einer Drei-Jahresfrist soll die Deutsche Bank weitere 27,4% über eine Pflichtumtauschanleihe erhalten. Für die übrigen 12,1% des Paketes besteht eine Kaufoption. Die Beteiligung soll keine Auswirkung auf die Standorte und Arbeitsplätze haben. Die Postbank wird als eigenständige Marke erhalten bleiben. Der bestehende Filialvertrag der Postbank mit der Deutschen Post, der aktuell bis 2012 befristet ist, soll verlängert werden.