Hausanschrift
VTB Bank (Austria) AG
Zweigniederlassung Deutschland
Walter-Kolb-Straße 13
D-60594 Frankfurt am Main
Kontakt
Telefon: 069/665589999
E-Mail: kundenservice@vtb-direktbank.de
Internet: hier
weitere Daten
Bankleitzahl: 501 234 00
Gruppe/Gesellschafter: VTB Bank (Austria) AG, Wien
Gründungsjahr: 2011
Banktyp: Direktbank
Einlagensicherung: Ist der Banken & Bankiers GmbH (gesetzliche Einlagensicherung in Österreich) angeschlossen. Je Privatkunde und Kreditinstitut sind Einlagen bis EUR 100.000 abgesichert.
Die im März 2011 für den deutschen Markt positionierte VTB Direktbank, Frankfurt, konzentriert sich auf das Angebot von Tagesgeld und Festzinsanlagen und möchte als zuverlässiger, verlässlicher Partner wahrgenommen werden. Die Direktbank ist eine Zweigniederlassung der VTB Bank (Austria) AG. Von Wien aus werden neben den deutschen auch die französischen Aktivitäten gesteuert, das französische Einlagengeschäft wird seit Dezember 2010 über das Internet betrieben.
Die VTB Bank Austria ist die westeuropäische Tochter der zweitgrößten russischen Geschäftsbank. Zu dieser Größe entwickelte sich die russische VTB Bank unter anderem durch den Willen der russischen Regierung, über ein effizientes Außenhandels- und Industriefinanzierungsinstrument zu verfügen. Die Bank richtet sich in erster Linie an international tätige Groß- und Mittelbetriebe in Russland und den früheren Staaten der Sowjetunion, die Finanzdienstleistungen für ihre Export- und Importgeschäfte benötigen. Die Bank erregte weltweites Interesse als sie auf Veranlassung des Kremls 5,02 Prozent der Aktien der Airbus-Muttergesellschaft EADS erwarb und die Aktien kurz darauf an die staatliche Wneschekonombank übertrug. Das Unternehmen befindet sich in Staatsbesitz, derzeit zu 75,5 Prozent. Mittelfristig will sich der Staat von weiteren Anteilen trennen, um das Staatsdefizit zu senken, die Aktienmehrheit aber behalten.
Durch Übernahmen knüpfte die VTB Bank ein Filialnetz in Russland und drängte ins Privatkundengeschäft. Durch die schnelle Expansion holte man sich allerdings auch Probleme in Haus: Im Frühjahr 2011 kaufte man der Stadt Moskau einen Anteil von 46 Prozent an der Bank of Moscow ab und erhielt weitere 17 Prozent über einen Versicherer. Daraufhin wurde ein schwerer Skandal aufgedeckt: Die Bank of Moscow soll zahlreiche ungedeckte Kredite vergeben haben. Mit dem Kreml wurde ein Plan entwickelt, die Bank mit insgesamt zehn Milliarden Euro vor dem Bankrott zu retten. Die VTB Bank erhöhte ihren Anteil an der Bank of Moscow im September auf 80,57%, um eine Bedingung des Kremls zu erfüllen. Drei Viertel der Summe sollen nun im Rahmen der Einlagensicherung durch die Zentralbank zu einem Zins unter Marktniveau finanziert werden. Die VTB Bank wird auf Grundlage dieser Aufteilung etwa mit 3,13 Milliarden Euro belastet. Die Ratingagentur Standard & Poor's bewertet die VTB Bank lediglich mit "BBB" - im Juli setzte sie den Ausblick auf negativ.