Information zur
VTB Direktbank

  • Hausanschrift
  • VTB Bank (Austria) AG
  • Zweigniederlassung Deutschland
  • Rüsterstraße 7-9
  • D-60325 Frankfurt am Main
  • Kontakt
  • Telefon: 069/665589999
  • E-Mail: kundenservice@vtb-direktbank.de
  • Internet:
  • weitere Daten
  • BIC: DOBADEF1XXX
  • Gruppe/Gesellschafter: VTB Bank (Austria) AG, Wien
  • Gründungsjahr: 2011
  • Banktyp: Direktbank
  • Einlagensicherung: Ist der Banken & Bankiers GmbH (gesetzliche Einlagensicherung in Österreich) angeschlossen. Je Einleger und Kreditinstitut sind hierüber Einlagen bis EUR 100.000 abgesichert.

Die im März 2011 für den deutschen Markt positionierte VTB Direktbank, Frankfurt, konzentriert sich auf das Angebot von Tagesgeld und Festzinsanlagen und möchte als zuverlässiger, verlässlicher Partner wahrgenommen werden. Die Direktbank ist eine Zweigniederlassung der VTB Bank (Austria) AG. Von Wien aus werden neben den deutschen auch die französischen Aktivitäten gesteuert, das französische Einlagengeschäft wird seit Dezember 2010 über das Internet betrieben.

Die VTB Bank Austria ist die westeuropäische Tochter der zweitgrößten russischen Geschäftsbank. Zu dieser Größe entwickelte sich die russische VTB Bank unter anderem durch den Willen der russischen Regierung, über ein effizientes Außenhandels- und Industriefinanzierungsinstrument zu verfügen. Die Bank richtet sich in erster Linie an international tätige Groß- und Mittelbetriebe in Russland und den früheren Staaten der Sowjetunion, die Finanzdienstleistungen für ihre Export- und Importgeschäfte benötigen. Das Unternehmen befindet sich in Staatsbesitz, derzeit zu 60,93 Prozent. Mittelfristig will sich der Staat von weiteren Anteilen trennen, um das Staatsdefizit zu senken, die Aktienmehrheit aber behalten.

Die Bank erregte weltweites Interesse als sie auf Veranlassung des Kremls 5,02 Prozent der Aktien der Airbus-Muttergesellschaft EADS erwarb, heute Airbus Group, und die Aktien kurz darauf an die staatliche Wneschekonombank übertrug. Durch Übernahmen knüpfte die VTB Bank ein Filialnetz in Russland und drängte ins Privatkundengeschäft. Durch die schnelle Expansion holte man sich allerdings auch Probleme ins Haus: Im Frühjahr 2011 kaufte man der Stadt Moskau einen Anteil von 46 Prozent an der Bank of Moscow ab und erhielt weitere 17 Prozent über einen Versicherer. Daraufhin wurde ein schwerer Skandal aufgedeckt: Die Bank of Moscow soll zahlreiche ungedeckte Kredite vergeben haben. Mit dem Kreml wurde ein Plan entwickelt, die Bank mit insgesamt zehn Milliarden Euro vor dem Bankrott zu retten. Die VTB Bank erhöhte ihren Anteil an der Bank of Moscow im September 2011 auf 80,57%, um eine Bedingung des Kremls zu erfüllen.

Die Handelsblockaden und Verbote für Finanztransaktionen der EU und der USA, die im Ukraine-Konflikt verhängt wurden, treffen die russischen Großbanken. Zugleich macht der Verfall des Rubels und der niedrige Ölpreis deren Geschäftskunden zu schaffen. Da der Zugang zu Kapital aus dem Westen eingeschränkt ist, musste der russische Staat die VTB Bank bereits mit Kapitalspritzen versorgen. 2014 erzielte sie 98 Prozent weniger Gewinn als im Vorjahr. Ihre westeuropäische Tochter ist als Unternehmen mit eigener Rechtspersönlichkeit jedoch nicht sanktioniert. Anleger, die bei ihr Zinskonten unterhalten, können zudem auf die österreichische Einlagensicherung vertrauen.