Information zur
Klarna Bank AB

  • Hausanschrift
  • Sveavägen 46
  • 111 43 Stockholm
  • Schweden
  • Kontakt
  • Telefon: 06721/9101837
  • E-Mail: service@klarna-festgeld.de
  • Internet:
  • weitere Daten
  • BIC: Bankverbindung über ein Zwischenkonto
  • Gruppe/Gesellschafter: Venture-Capital-Firmen
  • Gründungsjahr: 2005 als "Klarna AB", 2017 Umirmierung in "Klarna Bank AB"
  • Banktyp: Direktbank
  • Einlagensicherung: Ist der vom schwedischen Staat garantierten Einlagensicherung "Riksgälden" (gesetzliche Einlagensicherung in Schweden) angeschlossen. Je Einleger und Kreditinstitut sind hierüber Einlagen bis zu einem Gegenwert von 1.050.000 schwedischen Kronen abgesichert. Bei einem Wechselkurs von SEK 9,8935/EUR 1,00 (Stand: 31.10.16) sind dies EUR 96.023.

Klarna ist bekannt für das "Buy-now-pay-later"-Prinzip und beim Online-Shopping sehr präsent. Der Anbieter wurde 2005 in Schweden von drei Studenten gegründet, seit 2010 ist er in Deutschland aktiv und seit Ende 2013 hierzulande auch mit Festgeldanlagen. Vertragspartner ist die Zentrale in Stockholm, steuerlich für Kunden aus Deutschland eine Auslandsanlage, es gilt die schwedische Einlagensicherung. Die Institute in Schweden müssen dort ihre einzelnen Anlagekonten zur Einlagensicherung anmelden. Welche Konten geschützt sind, wird auf der Riksgälden-Website veröffentlicht, die Klarna-Festgeldkonten sind namentlich aufgeführt. Eine Bank war Klarna anfangs nicht, in Schweden ist das nicht zwingend notwendig, um Einlagen entgegennehmen zu dürfen. Die Banklizenz hat Klarna im Juni 2017 erhalten, das Geschäftsmodell kann damit flexibler erweitert werden.

Klarna bietet deutschen Nutzern die Festgeldanlage in zwei Versionen an, dem "Festgeld" und dem "Festgeld+". Die Zinssätze der beiden Abschlusswege sind meist dieselben. Das beliebtere Festgeld, das per Anmeldeformular und PostIdent eröffnet werden kann, ist seit Anfang Juli 2022 wieder erhältlich. Lediglich die Mindestanlage ist hier höher angesetzt als beim Festgeld+, EUR 5.000 statt EUR 1,00, und am Laufzeitende wird verlängert, sofern der Kunde keine andere Weisung erteilt.

Im Januar 2022 hatte Klarna das Festgeld+ eingeführt und zunächst nur noch dies angeboten, von der Ausschließlichkeit ist Klarna abgekehrt. Um auf dem Festgeld+ anlegen zu können, muss man die Klarna-App und das Girokonto von Klarna haben, das Girokonto wird ohne Grundpreis geführt. Klarna wollte so eine stärkere Kundenbindung erreichen und die App - die Shopping, Konsumfinanzierung und Banking vereinen soll - für die Nutzer stärker zur Schaltzentrale machen. Die Zinsen der mehrjährigen Laufzeiten werden hier jeweils nach einem Laufzeitjahr auf das Girokonto überwiesen. Und die Anlage auf dem Festgeld+ endet automatisch, Klarna überweist den Anlagebetrag dann zusammen mit den Zinsen für das letzte Laufzeitjahr ebenfalls auf das Girokonto.

Tausende Onlineshop-Betreiber, die früher an der Kasse auf Vorkasse oder Kreditkartenzahlung bestanden haben, liefern mittlerweile ebenso auf Rechnung - mit Zahlungsabwicklung über Klarna. Wer viel im Netz einkauft, dem ist das vielleicht schon aufgefallen. Kauf auf Rechnung ist bei den Verbrauchern beliebt, da zunächst die Ware kommt und ausprobiert werden kann, und keine Angabe von Bankdaten notwendig ist. Entscheidet sich der Käufer für die Zahlart, bewertet Klarna innerhalb Sekunden die Bonität und vergleicht die für den Einkauf angegebenen Daten mit denen, die bei Wirtschaftsauskunfteien wie der Schufa gespeichert sind. Genehmigt Klarna die Zahlart, wird die Abwicklung inklusive dem Zahlungsausfall- und Betrugsrisiko übernommen. Der Betreiber kann sicher sein, das Geld zu erhalten. Er zahlt dafür eine Provision. Dem Käufer berechnet Klarna für den Kauf auf Rechnung nichts, sofern er fristgerecht zahlt. Möchte der Käufer lieber in Raten bezahlen, ist dies mit der Ratenkauf-Option möglich, wobei die Sollzinsen überhöht sind. Das Zahlen mit dem Dienst ist normalerweise einfach und angenehm. Allerdings gibt es viele Beschwerden, da schnell gemahnt wird und dabei Mahngebühren entstehen. Häufig sind Überschneidungen der Grund, etwa wenn der Verkäufer bei Retouren Klarna nicht unmittelbar informiert. Dies richtigzustellen, kann nervenaufreibend sein. Das Unternehmen wächst schnell. Klarna ist vor allem in den nordischen Ländern ein führender Zahlungsdienstleister.

Im Februar 2014 erwarb Klarna die deutsche SOFORT AG, die in Deutschland und Österreich eine starke Position mit dem Zahlungsdienst SOFORT Überweisung hat. Dadurch verfügt die neue Unternehmensgruppe über zwei populäre Online-Bezahlverfahren. Die beiden Unternehmen agieren innerhalb des Verbunds weiterhin als rechtlich eigenständige Firmen mit eigenständiger Technologie. Die Ansätze beim Bezahlen sind nämlich unterschiedlich: Während Klarna Rechnungsanbieter ist, organisiert SOFORT die Überweisung und avisiert dem Händler den Zahlungseingang. Klarna ist ein von der schwedischen Finanzmarktaufsicht lizenziertes Unternehmen, die SOFORT ist nicht lizenziert. Dr. Gerrit Seidel, Vorstandsvorsitzender bei SOFORT, sagte zum Zeitpunkt der Übernahme zudem, eine technische Verknüpfung oder der Austausch von Endkundeninformation komme schon aus regulatorischer und datenschutzrechtlicher Sicht nicht infrage.