Information zu
Meine Bank - Volksbank Mittelhessen eG (ehemals Meine Bank - Raiffeisenbank im Hochtaunus eG)
- Hausanschrift
- Volksbank Mittelhessen eG
- Schiffenberger Weg 110
- 35394 Gießen
- weitere Daten
- BIC: VBMHDE5F
- Gruppe/Gesellschafter: Mitglieder der Genossenschaftsbank
- Gründungsjahr: 1870 als "Raiffeisenbank Oberursel eG", [... mehrere Fusionen und Umfirmierungen ...], 2019 Umfirmierung in "Raiffeisenbank im Hochtaunus eG", 2025 Übernahme durch Volksbank Mittelhessen eG
- Banktyp: Direktbank
- Einlagensicherung: Ist der BVR Institutssicherung GmbH (gesetzliche Einlagensicherung) und der Institutshaftung im Bundesverband der Deutschen Volks- und Raiffeisenbanken e. V. (freiwillige Einlagensicherung) angeschlossen.
Über die BVR Institutssicherung GmbH sind je Einleger und Kreditinstitut Einlagen bis EUR 100.000 abgesichert. Über die Institutshaftung im Bundesverband der Deutschen Volks- und Raiffeisenbanken e. V. stehen die Mitgliedsinstitute zudem füreinander ein und sichern den Bestand der Institute in unbegrenzter Höhe, um den Insolvenzfall zu vermeiden.
"Meine Bank" ist eine bundesweite Direktbankmarke, die von der Volksbank Mittelhessen mit Sitz in Gießen fortgeführt wird. Die Marke entstand bei der Raiffeisenbank im Hochtaunus, einer kleinen Genossenschaftsbank mit Sitz in Bad Homburg und Oberursel. Unter dem langjährigen Vorstandsvorsitzenden Achim Brunner versuchte die Raiffeisenbank im Hochtaunus das Regionalprinzip der Volks- und Raiffeisenbanken zu überwinden. Sie schloss fast alle Filialen vor Ort zugunsten digitaler Prozesse. Mit Meine Bank warb sie bundesweit Gelder von Zinsanlegern ein.
Die Expansionsstrategie sah vor, die kurz- bis mittelfristigen Einlagen vor allem in großvolumige Projektfinanzierungen (z. B. Wohnungsbau, Bauträger) in ganz Deutschland zu investieren. Sponsoring-Aktivitäten (WTA-Tennis, Eintracht Frankfurt) suggerierten überregionale Größe. Brunner stellte es als Transformation zu einer "Genossenschaftsbank 2.0" dar, es endete in einer existenziellen Schieflage: Als die Zinswende 2022/2023 den Immobilienmarkt unter Druck setzte, offenbarten sich erhebliche Klumpenrisiken im Kreditbuch. Die BaFin ordnete nach einer Sonderprüfung höhere Eigenkapitalanforderungen an und verhängte Anfang 2025 schließlich ein Kreditverbot für Neugeschäft. Der Wertberichtigungsbedarf belief sich Berichten zufolge auf über 400 Millionen Euro.
Zur Stabilisierung des Instituts und zum Schutz der Kundeneinlagen sprang die Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken mit Garantien ein. Im August 2025 stimmten die Vertreterversammlungen der Raiffeisenbank im Hochtaunus und der Volksbank Mittelhessen einer Verschmelzung zu. Faktisch war es eine Rettungsübernahme durch das weitaus größere Institut aus Gießen. Die Eintragung ins Genossenschaftsregister fand im Oktober 2025 statt, rückwirkend wirkend zum 1.1.25. Die technische Zusammenführung der Systeme folgte im November 2025.
Die übernehmende Volksbank Mittelhessen zählt zu den größten Genossenschaftsbanken Deutschlands. Meine Bank bleibe als reine Online-Filiale erhalten. Die Tagesgeld- und Festgeldprodukte werden weiterhin angeboten. Im ursprünglichen Geschäftsgebiet der Raiffeisenbank im Hochtaunus plant die Volksbank Mittelhessen, einige der zuvor geschlossenen Filialen wieder zu eröffnen, um das Vertrauen in der Region wiederherzustellen.