Information zur
Trade Republic Bank GmbH

  • Hausanschrift
  • Kastanienallee 32
  • 10435 Berlin
  • Kontakt
  • Telefon: 030/54906310
  • E-Mail: service@traderepublic.com
  • Internet:
  • weitere Daten
  • BIC: TREBDED1
  • Gruppe/Gesellschafter: eine Vielzahl internationaler Investoren und Risikokapitalgeber
  • Gründungsjahr: 2019
  • Banktyp: Online-Broker
  • Einlagensicherung: Neben der Pflichtmitgliedschaft der Solarisbank AG zur Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH (gesetzliche Einlagensicherung) besteht keine zusätzliche freiwillige Einlagensicherung. Für jeden privaten Einleger sind Einlagen bis EUR 100.000 abgesichert.

Trade Republic ist mit Abstand der erfolgreichste Low-Cost-Broker in Deutschland. Sie waren mit diesem neuen Angebot die ersten am Markt und haben den Vorsprung genutzt, was sich allein schon an den Kundenzahlen bemerkbar macht. Trade Republic ist besonders bei den Jüngeren beliebt, die sowieso die meisten Dinge des Alltags mit dem Smartphone erledigen. Über Trade Republik können sie die Börsengeschäfte selbst in die Hand nehmen und auch mit wenig Geld investieren. Trade Republic lässt sich nicht am heimischen Rechner nutzen. Das dürfte aber die wenigsten aus dieser Zielgruppe stören. Zustande kam der Erfolg wohl gerade wegen des konsequenten Ausrichtens auf das Smartphone und wegen niedriger Ordergebühren, den gebührenfreien Sparplänen und einem Marketing, das insbesondere auf Finanzinfluencer und soziale Medien setzt. Der Kundensupport benutzt das Du. Die App ist auf das Wesentliche reduziert. Der Augenmerk liegt darauf, sie intuitiv bedienbar zu halten, mit wenigen Fingertipps soll man am Kapitalmarkt agieren können.

Bei Trade Republic wird für die Order lediglich EUR 1,00 Fremdkostenpauschale als direkte Gebühr erhoben, das Volumen der Order ist dabei irrelevant. Für Sparpläne in Aktien und ETFs sind überhaupt keine direkten Gebühren zu zahlen, denn selbst die Fremdkostenpauschale fällt hier nicht an. Dennoch trägt es sich, da Trade Republic Rückvergütungen vom Handelsplatz erhält, die durch die Spreads bei den Kursen leistbar sind. Trade Republic leitet die Orderaufträge zu Aktien und ETFs nämlich exklusiv an die LS Exchange, was ein von der Maklergesellschaft Lang & Schwarz betriebenes elektronisches Handelssystem ist. Wenn ein Anleger die volle Auswahl an Börsenplätzen hätte, würde er normalerweise wohl eher nicht dort handeln, sondern eine klassische Börse mit viel Umsatz im betreffenden Wertpapier aussuchen - für einen fairen Kurs und eine zeitnahe Ausführung. Mit der Fremdkostenpauschale und nur einem einzigen Handelsplatz bietet Trade Republic eigentlich gar nicht mal die besten Handelsmöglichkeiten unter den Low-Cost-Brokern. Die Eigenbeschreibungen und Pressemitteilungen von Trade Republic enthalten gleichwohl typischerweise viele Superlative. Gut ist jedenfalls auch noch, dass Bruchteile in Aktien handelbar sind, bei eingehenden und ausgehenden Depotüberträgen kaum Einschränkungen bestehen und keine Negativzinsen auf Einlagen anfallen. Immer wieder präsentiert Trade Republic Neuerungen, eine Chronik derer: Die ersten Depots hat Trade Republic im Februar 2019 eröffnet. Im Juli 2019 erfolgte das erste Erweitern des Handelsspektrums von Aktien und ETFs um Derivate. Im November 2019 erweiterte Trade Republic sein Angebot um gebührenfreie ETF-Sparpläne, im September 2020 um gebührenfreie Aktien-Sparpläne. Im April 2021 kam der Handel mit Kryptowährungen hinzu.

Trade Republic besitzt eine deutsche Lizenz als Wertpapierhandelsbank und wird entsprechend von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht beaufsichtigt. Die Wertpapierabwicklung und die Kontoführung werden über Partner realisiert: Die Wertpapierabwicklung erfolgt über die HSBC Deutschland und die Wertpapiere werden über diese bei den jeweiligen Lagerstellen wie zum Beispiel der Clearstream in Frankfurt gelagert. Trade Republic erstellt aus diesen Daten die Depotübersicht bzw. gestaltet das Erscheinungsbild gegenüber dem Kunden. Und weil Trade Republik selbst kein Einlagengeschäft betreibt, wird auch das Depot-Verrechnungskonto von einem Partner geführt, entweder der Solarisbank, der Deutschen Bank oder der Citibank. Eine Besonderheit ist dabei, dass es auf einem Treuhandsammelkonto geschieht, bei Einzelkonten würden höhere Verwaltungskosten anfallen, so die Begründung.

Christian Hecker, Thomas Pischke und Marco Cancellieri gründeten das Unternehmen 2015 in Berlin. Anfangs hieß es "Neon Trading". Trotz der niedrigen Kosten für den Anleger sind Finanzinvestoren vom Geschäftsmodell der Berliner überzeugt. In mehreren Finanzierungsrunden haben verschiedene internationale Firmen und Risikokapitalgeber in den Broker investiert und bilden damit die Eigentümergemeinschaft. Mit dem Markteintritt im benachbarten Österreich Anfang 2020 ging Trade Republic die Expansion an. Im Januar 2021 folgte mit Frankreich ein dritter europäischer Markt. Im Mai 2021 öffnete der Broker Wartelisten für Interessierte in zahlreichen weiteren Ländern der Eurozone.