Information zu
tradegate.direct

  • Hausanschrift
  • Kurfürstendamm 129d
  • 10711 Berlin
  • Kontakt
  • Telefon: +4930515657700
  • E-Mail: info@tradegate.direct
  • Internet:
  • weitere Daten
  • BIC: TRDADEBBDIR
  • Gruppe/Gesellschafter: Tradegate AG
  • Gründungsjahr: 2024
  • Banktyp: Online-Broker
  • Einlagensicherung: Neben der Pflichtmitgliedschaft der Tradegate AG zur Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH (gesetzliche Einlagensicherung) besteht keine zusätzliche freiwillige Einlagensicherung. Für jeden privaten Einleger sind Einlagen bis EUR 100.000 abgesichert.

Die Tradegate AG startete im Juni 2024 unter der Marke "tradegate.direct" einen eigenen Brokerage-Anbieter. Zu dem Zeitpunkt hieß sie noch "Tradegate AG Wertpapierhandelsbank", im Juli 2024 firmierte sie sich zur "Tradegate AG" um. Durch tradegate.direct können Privatanleger direkt bei ihr ein Depot eröffnen und an der hauseigenen Börse handeln. Das Angebot von tradegate.direct umfasst die kostenlose Depot- und Kontoführung sowie den Aktien- und ETF-Handel ohne direkte Orderentgelte.

Neobroker wie Trade Republic und Scalable Broker bieten ebenfalls nahezu einen Handel ohne direkte Orderentgelte, erheben jedoch entweder eine geringe Fremdkostenpauschale oder das kleine Entgelt bzw. den Abopreis, die steuerlich nicht automatisch als Kauf- bzw. Verkaufskosten gelten. Zudem unterscheiden sich die Ausführungsorte: gettex oder Lang & Schwarz sind die bei Neobrokern beliebten Handelsplatzpartner, da sie ihnen höhere Zahlungen für die Umsätze geboten haben. tradegate.direct leitet die Orders ausschließlich an die Tradegate Exchange, die für ihre hohe Liquidität bekannt ist und entsprechend hin und wieder die engeren Spreads haben sollte.

Spannend ist die Einführung von tradegate.direct vor dem Hintergrund des in Deutschland ab Juli 2026 geltenden Verbots des Payment-for-Order-Flow (PFOF). Es ist das Geschäftsmodell, das vielen Neobrokern den provisionsfreien Handel erst ermöglicht hat. Während diese Alternativen finden müssen, könnte tradegate.direct einer der Lösungsansätze sein, da das Brokerage-Angebot praktisch direkt von einer Börse bzw. einem Market-Maker kommt, was die kritisierten Zahlungen erübrigt, in der Wertschöpfungskette steht ein Unternehmen weniger. Umgekehrt ist es denkbar, dass einige Neobroker künftig Transaktionen selbst ausführen wollen, als Market-Maker agieren.

Im Hintergrund übernimmt die BNP Paribas die Wertpapierabwicklung. Alleiniger Vertragspartner der Kunden sowie der Konto- und Depotführer ist jedoch die Tradegate AG. Obwohl sie nicht mehr die Bezeichnung "Bank" im Namen trägt, verfügt sie dennoch über eine eigene Vollbanklizenz und die bei ihr unterhaltenen Einlagen sind über die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken bis EUR 100.000 pro Einleger geschützt. In Bezug auf die Wertpapierabwicklung ist es eine übliche Aufteilung, wie sie bei vielen traditionellen Banken zu finden ist. Bei den Neobrokern ohne Banklizenz ist es anders, sie lassen Depot und Konto von einer Partnerbank führen. An der Tradegate AG sind interessanterweise wiederum zwei der genannten Unternehmen beteiligt: Die BNP Paribas und die Deutsche Börse halten jeweils 19,62%, die Berliner Effektengesellschaft ist mit 56,57% Hauptaktionär.