Information zur
Bank of Scotland

  • Hausanschrift
  • Niederlassung Berlin
    Karl-Liebknecht-Straße 5
  • D-10178 Berlin
  • Kontakt
  • Telefon: 030/2804280
  • E-Mail: kundenservice@bankofscotland.de
  • Internet:
  • weitere Daten
  • BIC: 502 205 00
  • Gruppe/Gesellschafter: Lloyds Banking Group, London
  • Gründungsjahr: 2008
  • Banktyp: Direktbank
  • Einlagensicherung: Ist der gesetzlichen Einlagensicherung in Großbritannien und dem Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken e. V. (freiwillige Einlagensicherung) angeschlossen.
    Über die gesetzliche Einlagensicherung in Großbritannien, dem Financial Services Compensation Scheme, sind je Einleger und Kreditinstitut Einlagen bis zu einem Gegenwert von 85.000 britischen Pfund abgesichert. Bei einem Wechselkurs von GBP 0,8622/EUR 1,00 (Stand: 3.2.17) sind dies EUR 98.583. Über den Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken e. V. sind darüber hinaus Einlagen von Privatpersonen bis jeweils EUR 250.000 (Stand: 29.12.15) gesichert. Die individuelle Sicherungsgrenze kann auch im Internet unter einlagensicherungsfonds.de abgefragt werden. Der Schutz des Bundesverbandes deutscher Banken e. V. beginnt dort, wo die gesetzliche Sicherung aufhört. Er übernimmt im Falle der Insolvenz eines mitwirkenden Instituts nur die Einlagenteile, welche die gesetzliche Mindestabsicherung übersteigen, bis zur jeweiligen Sicherungsgrenze.

Die Bank of Scotland wurde 1695 vom schottischen Parlament gegründet. Sie erhielt bei der Gründung ein auf 21 Jahre befristetes Monopol für Bankgeschäfte in Schottland und war die erste europäische Bank, die Banknoten ausgab, welche bei Bedarf in Münzen eingetauscht werden konnten. Im Jahre 1727 bekam das Bankhaus Konkurrenz von der durch königliches Statut konstituierten Royal Bank of Scotland. Die Banken lieferten sich über Jahre einen heftigen Wettstreit, welchen aber keine für sich entscheiden konnte. Bereits 1959 widmete man sich den neuen Technologien und installierte ein System für zentrale Datenverarbeitung. Ab 1983 ermöglichte die Bank ihren Kunden durch die Einführung des Homebankings Bankgeschäfte per Telefon zu erledigen, indem sie sich über einen Zentralcomputer in ihre Konten einwählen und Bewegungen am Fernsehbildschirm abrufen konnten. Seit 1995 ist die Bank of Scotland im Internet präsent. Bis heute besitzt sie das Privileg der Banknotenausgabe in Abstimmung mit der Bank of England.

2001 fusionierte man mit Halifax zur HBOS-Gruppe. Im Zuge der Finanzkrise formierten sich HBOS und Lloyds TSB zur Lloyds Banking Group, die Bank of Scotland ist eine der Marken dieser überaus großen Bankengruppe. Mehrere britische Banken wurden im Oktober 2008 teilverstaatlicht, an der Lloyds Banking Group hielt der Staat in der Spitze 43 Prozent der Anteile, die er nach und nach wieder veräußerte, über einen Zeitraum bis Mai 2017. In den Schreckensjahren 2008 und 2009 lag das Jahresergebnis tief in den roten Zahlen, das Minus summierte sich vor Steuern auf verheerende 13 Milliarden britische Pfund. Grund waren Abschreibungen, die zum größten Teil vonseiten des Immobiliengeschäfts der HBOS stammten. 2010 verdiente die Lloyds Banking Group zumindest vor Steuern wieder Geld. In 2011 belasteten Rückstellungen für Schadensersatzansprüche von Kreditkunden, die zu den Restschuldversicherungen falsch beraten wurden, sowie Rückstellungen für ausfallgefährdete Kredite in Irland - was zu einem Jahresergebnis von minus 2,8 Milliarden britischen Pfund führte. Ab 2012 konnte die Profitabilität deutlich gesteigert werden.

Den Grundstein für ihr deutsches Privatkundengeschäft legte die Bank of Scotland im Juli 2008 mit einer Niederlassung in Berlin. Marktstart war im Januar 2009. Lange Zeit galt sie als Tagesgeldanbieter mit beständig guten Zinsen, von September 2009 bis September 2012 hatte sie auch ein Festgeldprodukt. Die Einlagen stehen bei der Bank of Scotland kaum noch im Fokus, stattdessen wird seit September 2014 über den Autokredit und seit August 2015 auch über den Ratenkredit das Geschäft gemacht.

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