Information zur
Commerzbank AG

  • Hausanschrift
  • Kaiserplatz
  • 60311 Frankfurt am Main
  • Kontakt
  • Telefon: 069/98660966
  • E-Mail: commerzbanking@commerzbank.com
  • Internet:
  • weitere Daten
  • BIC: unterschiedlich
  • Gruppe/Gesellschafter: 15,00% Bundesrepublik Deutschland, 5,00% The Capital G., 5,00% BlackRock Inc., 5,00% Deutsche Bank, 70,00% Streubesitz
  • Gründungsjahr: 1870
  • Banktyp: Filialbank mit Online-Produkten
  • Einlagensicherung: Ist der Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH (gesetzliche Einlagensicherung) und dem Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken e. V. (freiwillige Einlagensicherung) angeschlossen.
    Über die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH sind je privatem Einleger und zugeordnetem Kreditinstitut Einlagen bis EUR 100.000 abgesichert. Über den Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken e. V. sind darüber hinaus Einlagen gesichert, für private Einleger jeweils bis 15 Prozent des haftenden Eigenkapitals der jeweiligen Bank. Zur Commerzbank AG sind es konkret EUR 3.983.850.000 je privatem Einleger (Stand: 9.11.20). Die individuelle Sicherungsgrenze kann auch im Internet unter einlagensicherungsfonds.de abgefragt werden. Zum Januar 2023 wird bei privaten Einlegern betreffend der Sicherungsgrenze eine Obergrenze von fünf Millionen Euro gezogen. Zum Januar 2025 sinkt die Sicherungsgrenze auf 8,75 Prozent des haftenden Eigenkapitals bei einer Obergrenze von dann maximal drei Millionen Euro. Zum Januar 2030 sinkt die Obergrenze auf eine Million Euro. Der Schutz des Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken e. V. beginnt dort, wo die gesetzliche Sicherung aufhört. Er übernimmt im Falle der Insolvenz eines mitwirkenden Instituts die Einlagenteile, welche die gesetzliche Mindestabsicherung übersteigen, bis zur Sicherungsgrenze.

Der geschäftliche Schwerpunkt der Commerzbank liegt vor allem in Deutschland. Das Mittelstandsgeschäft ist stark. Lange hielt die Commerzbank an ihrem engmaschigen Filialnetz fest, im Zeitraum 2021 bis 2022 ist es dann jedoch von 790 auf nur noch 450 Standorte reduziert worden. Im Geschäft mit den Privatkunden sorgt eher die im November 2020 rechtlich integrierte Direktbank-Tochter comdirect für positive Beiträge.

Die Commerzbank erwarb zum Januar 2009 die Dresdner Bank von der Allianz. Die Übernahme des ehemaligen Konkurrenten belastete und zwang dazu, Gelder aus dem staatlichen Bankenrettungsfonds SoFFin in Anspruch zu nehmen. Aufgrund der daraus resultierenden Beteiligung des Bundes waren strenge Auflagen zu erfüllen. Die EU-Kommission in Brüssel billigte die Staatsbeteiligung, verlangte aber, dass Deutschlands zweitgrößte Bank wieder auf Normalmaß schrumpft. Die Commerzbank musste ihre Bilanzsumme bis 2014 um fast die Hälfte auf 600 Milliarden Euro verringern, was ihr gelang. Dafür trennte sie sich von mehreren Einheiten, wie ihrem Schweiz-Geschäft, dem Bankhaus Reuschel sowie der Allianz Dresdner Bauspar. Die Bestände des ehemaligen Immobilienfinanzierers Eurohypo und der Deutschen Schiffsbank wurden in eine interne Abwicklungssparte verschoben, da beide mittlerweile komplett abgewickelt sind. Zu diesen Schritten entschied sich die Commerzbank im Sommer 2012, weil die langlaufenden Kredite in Zeiten strenger Regulierung viel Eigenkapital beanspruchen und schwer refinanzierbar sind. Um Wettbewerbsverzerrungen zu vermeiden, wurde der Commerzbank für die Zeit der staatlichen Beteiligung außerdem untersagt, Konditionen zu bieten, mit denen eine Preisführerschaft erreicht werden könnte. Mit Mitteln, die durch eine Kapitalerhöhung im Mai 2013 erlangt wurden, konnte die Commerzbank die gesamten stillen Einlagen des SoFFin zurückzahlen. Auch konnte die Beteiligung des SoFFin an der Commerzbank reduziert werden.

Gegründet wurde die Bank 1870 als Commerz- und Diskonto-Bank von hanseatischen Kaufleuten. In Dresden entstand parallel dazu ab 1872 die Dresder Bank. Nach der Übernahme einer Berliner Bank verlagerte die Commerz- und Diskonto-Bank ihren geschäftlichen Schwerpunkt 1905 in die Reichshauptstadt. Hier reifte sie zur Großbank. Durch die Teilung Deutschlands verlor das Geldinstitut 45 Prozent seiner Geschäftsstellen. Im Westen entstanden drei ausgegliederte Regionalinstitute, die 1958 wieder zusammengeführt wurden - zur Commerzbank AG mit Sitz in Düsseldorf. 1990 verlegte die Commerzbank ihren Firmensitz nach Frankfurt am Main.