Information zu
COREALDIRECT
- Hausanschrift
- COREALCREDIT BANK AG
- Grüneburgweg 58-62
- 60322 Frankfurt am Main
- weitere Daten
- BIC: AHYBDEFFXXX
- Gruppe/Gesellschafter: COREALCREDIT BANK AG
- Gründungsjahr: 2012
- Banktyp: Direktbank
COREALDIRECT ist eine Marke der COREALCREDIT BANK. Der Fokus der Marke liegt auf Festzinsanlagen für Privatkunden. Das Tagesgeld dient in erster Linie der Abwicklung der Festzinsanlagen, Kunden will man darüber eher nicht gewinnen. Der Kunde eröffnet mit dem Antrag zuerst das Tagesgeldkonto, kann dann Gelder auf dieses überweisen und online Festgeldkonten einrichten.
Die COREALCREDIT BANK ist auf die Finanzierung von Gewerbeimmobilien in Deutschland spezialisiert. Sie ist an den wichtigsten deutschen Immobilienzentren präsent. Ergänzend bietet sie ihren Kunden, abgestimmt auf die jeweilige Finanzierung, Derivate zur Streuung der Risiken an. COREALCREDIT ist eine Abkürzung aus den Begriffen Commercial, Real Estate und Realkredit. Die Bank firmiert seit August 2007 unter dem Namen und befindet sich auf Erholungskurs. Es ging eine grundlegende Neuausrichtung zu einem schlank aufgestellten Institut voraus. Im Zentrum der Restrukturierungsmaßnahmen stand die konsequente Abtrennung der Geschäftsfelder, die nicht zum neu definierten Kerngeschäft gehören. So wurden das Privatkunden- und das Auslandsgeschäft vollständig und die Staatsfinanzierung so weit wie möglich abgebaut.
Die COREALCREDIT BANK ist das Nachfolgeinstitut der Allgemeine HypothekenBank Rheinboden AG (AHBR). Die AHBR war eine klassische Hypothekenbank. Sie geriet ab 2001 in dramatische Schieflage, weil die Bankmanager waghalsige Wetten auf die künftige Zinsentwicklung eingingen. Sie versuchten damit, die bescheidenen Erträge aus dem margenarmen Hypotheken- und Staatsfinanzierungsgeschäft aufzupäppeln. Die AHBR besorgte sich in der Vergangenheit Geld über die Ausgabe von Pfandbriefen, dies sind Anleihen, die durch Grundpfandrechte oder Kredite an staatliche Schuldner gedeckt sind. Darüber hinaus holte sie sich auch Geld durch die Ausgabe von Genussscheinen, stillen Einlagen und nachrangigen Anleihen, dies sind allesamt Anlageformen mit unterschiedlich ausgestalteten Verlustrisiken. Die AHBR gehörte damals als eines der letzten Überbleibsel zum ehemaligen Finanzimperium der deutschen Gewerkschaften. Den Gewerkschaften war die Last über die Jahre zu groß geworden. Als Ende 2005 der Zusammenbruch der AHBR drohte, organisierte die BaFin zusammen mit Großbanken den Verkauf an einen Beteiligungsfonds des amerikanischen Finanzinvestors Lone Star. Dadurch wurde ein Gau am als überaus sicher angesehenen deutschen Pfandbriefmarkt in letzter Minute verhindert. Der Käufer bekam von den Eigentümern Geld dafür, dass er die AHBR übernahm - 871 Millionen Euro. Lone Star, ein Spezialist für den Kauf und die Sanierung von Krisenunternehmen, bürdete die Kosten der Sanierung auch den stillen Gesellschaftern auf, wie DZ Bank, DEVK und Volksfürsorge, sowie den Besitzern der Genussscheine. Lone Star suchte nach der Sanierung lange eine neue Heimat für die COREALCREDIT. Das führte offenbar zu Zugeständnissen. Im März 2014 erwarb die Aareal Bank, die ebenfalls auf die Finanzierung von gewerblichen Immobilien spezialisiert ist, sämtliche Anteile am kleineren Konkurrenten. Sie hob hervor, der gezahlte Kaufpreis von 342 Millionen Euro liege deutlich unter Buchwert. COREALCREDIT wird zumindest vorläufig als rechtlich selbständige Tochtergesellschaft im Konzern der Aareal Bank weitergeführt. Seit der Übernahme wurde deutlich verschlankt und Stellen abgebaut. Auch bremst die Aareal Bank den ehemaligen Wettbewerber gemäß vom Handelsblatt zitierten Mitarbeiteraussagen offenbar stark bei der Neukreditvergabe.