Information zur
ING-DiBa AG

  • Hausanschrift
  • Theodor-Heuss-Allee 2
  • 60486 Frankfurt am Main
  • Kontakt
  • Telefon: 069/50500105
  • E-Mail: info@ing.de
  • Internet:
  • weitere Daten
  • BIC: INGDDEFFXXX
  • Gruppe/Gesellschafter: ING Bank N. V., Amsterdam
  • Gründungsjahr: 1965 als "BSV: Bank für Sparanlagen und Vermögensbildung AG", 1994 Umfirmierung in "Allgemeine Deutsche Direktbank AG", 1999 Markenkampagne "DiBa", 2003 Übernahme der Entrium Direct Bankers AG, 2004 Umfirmierung in "ING-DiBa AG", 2018 Markenkampagne "ING"
  • Banktyp: Direktbank
  • Einlagensicherung: Ist der Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH (gesetzliche Einlagensicherung) und dem Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken e. V. (freiwillige Einlagensicherung) angeschlossen.
    Über die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH sind je privatem Einleger und zugeordnetem Kreditinstitut Einlagen bis EUR 100.000 abgesichert. Über den Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken e. V. sind darüber hinaus Einlagen gesichert, für private Einleger jeweils bis 15 Prozent des haftenden Eigenkapitals der jeweiligen Bank. Zur ING-DiBa AG sind es konkret EUR 1.225.368.000 je privatem Einleger (Stand: 7.1.20). Die individuelle Sicherungsgrenze kann auch im Internet unter einlagensicherungsfonds.de abgefragt werden. Zum Januar 2023 wird bei privaten Einlegern betreffend der Sicherungsgrenze eine Obergrenze von fünf Millionen Euro gezogen. Zum Januar 2025 sinkt die Sicherungsgrenze auf 8,75 Prozent des haftenden Eigenkapitals bei einer Obergrenze von dann maximal drei Millionen Euro. Zum Januar 2030 sinkt die Obergrenze auf eine Million Euro. Der Schutz des Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken e. V. beginnt dort, wo die gesetzliche Sicherung aufhört. Er übernimmt im Falle der Insolvenz eines mitwirkenden Instituts die Einlagenteile, welche die gesetzliche Mindestabsicherung übersteigen, bis zur Sicherungsgrenze.

Die heutige ING ist die größte und wohl auch ertragsmäßig erfolgreichste Direktbank in Deutschland. Sie wurde 1965 unter dem Namen "BSV-Bank" als Spezialinstitut für die Anlage von vermögenswirksamen Leistungen gegründet. Damals war es ungewöhnlich und erklärungsbedürftig, eine Bank ohne Filialnetz zu betreiben. Aber keine der etablierten Großbanken wollte das noch junge Vermögensbildungsgesetz umsetzen. Daher hatte man einen guten Start und konnte nach und nach die Produktpalette erweitern.

Moderne Kommunikationstechnik ermöglichte Anfang der 90er die Gründung zahlreicher filialloser Geldinstitute. Der Wettbewerb verschärfte sich und nach mehreren stillen Jahren folgten eine Neuausrichtung der Bank und 1994 die Umfirmierung in "Allgemeine Deutsche Direktbank". 1999 erwarb man den Wettbewerber Bank GiroTel, die die Berliner Bank 1995 in Hannover gegründet hatte und damals rund 65.000 Kunden zählte. Außerdem wurde die Markenkampagne "DiBa" gestartet. Die ING Group, Amsterdam, erwarb 2003 nach mehrmaliger Aufstockung 100 Prozent der Anteile. Gleichzeitig kaufte ING zu Beginn des Jahres 2003 für rund 300 Millionen Euro Entrium - die bis dahin zweitgrößte deutsche Direktbank. Der Zusammenschluss von DiBa und Entrium wurde im April 2004 abgeschlossen. Die Firmierung laute seitdem auf "ING-DiBa AG". Im November 2018 wurde dies im Logo und in der Verwendung als Markennamen - nicht aber in der Firmierung - auf "ING" verkürzt, denn die ING Group will überall in den rund 40 Ländern, in denen sie präsent ist, am selben Logo erkennbar sein.

Lange Zeit war das Tagesgeldkonto als Kernprodukt maßgebend für die dynamische Entwicklung. Dank der Erfolge in der Baufinanzierung, beim Girokonto, im Brokerage und im Geschäft mit Unternehmenskunden gelang es, das Wachstum auf mehrere Säulen zu stellen. Tagesgeld bietet ING im Neugeschäft wegen der Zinssituation mittlerweile nicht mehr an. Die Bank steht unbestritten für einfache, transparente Produkte und faire, dauerhaft gute Konditionen.

Die ING hat Direktbanken auch in Österreich salonfähig gemacht. Die ING Group erwarb wie oben bereits erwähnt Entrium. Die österreichische Niederlassung von Entrium war zu diesem Zeitpunkt Österreichs kundenstärkste Direktbank. Die ING Group verschmolz Entrium in Deutschland auf der DiBa. Ab Mai 2004 hatte die in Österreich aktive Einheit in der Folge die Bezeichnung "ING-DiBa Direktbank Austria" und wurde als Niederlassung von der Frankfurter ING-DiBa AG mitgelenkt. Die Geschäftszahlen und die Kundenzahlen wurden seitdem für Deutschland und Österreich zusammen ausgewiesen. 2021, gemessen an der Kundenzahl mit rund 550.000 Kunden noch die zweitgrößte Direktbank im Land, wurde für die ING in Österreich überraschenderweise kein Wachstumspotenzial mehr gesehen und die Reißleine gezogen. Das Privatkundengeschäft, bereinigt um ausschließliche Sparkunden, wurde an bank99 verkauft, die Transaktion im Dezember 2021 abgeschlossen.

Das Direktbank-Konzept wurde innerhalb des niederländischen ING-Konzerns in der Sparte "ING Direct" auch in Australien, Kanada, den USA, Frankreich, Großbritannien, Italien, Spanien und Tschechien umgesetzt. Verluste auf dem US-Häusermarkt zogen ING Direct im Geschäftsjahr 2008 in die Verlustzone. Der in Japan geplante Start wurde Anfang 2009 abgesagt. Im Gegenzug für Staatshilfe musste sich der Mutterkonzern ING dazu verpflichten, sich von Unternehmensteilen zu trennen. Die Einheiten in den USA (2011), Kanada (2012) und Großbritannien (2012) wurden daher veräußert. Im Jahr 2021 wurde wegen fehlendem Wachstumspotenzial auch die Einheit in Tschechien veräußert.