Information zur
IKB Deutsche Industriebank AG

  • Hausanschrift
  • Wilhelm-Bötzkes-Straße 1
  • 40474 Düsseldorf
  • Kontakt
  • Telefon: 0211/73141200
  • E-Mail: privatkunden@ikb.de
  • Internet:
  • weitere Daten
  • BIC: IKBDDEDDDIR
  • Gruppe/Gesellschafter: Finanzinvestor Lone Star
  • Gründungsjahr: 1974
  • Banktyp: Multi-Channel-Bank
  • Einlagensicherung: Ist der Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH (gesetzliche Einlagensicherung) und dem Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken e. V. (freiwillige Einlagensicherung) angeschlossen.
    Über die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH sind je Einleger und Kreditinstitut Einlagen bis EUR 100.000 abgesichert. Über den Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken e. V. sind darüber hinaus Einlagen von Privatpersonen jeweils bis 15 Prozent des haftenden Eigenkapitals der jeweiligen Bank gesichert. Bei der IKB Deutsche Industriebank AG sind dies konkret EUR 248.306.000 je Kunde (Stand: 5.10.20). Die individuelle Sicherungsgrenze kann auch im Internet unter einlagensicherungsfonds.de abgefragt werden. Sie wird zum Januar 2025 von 15 Prozent auf 8,75 Prozent des haftenden Eigenkapitals abgesenkt. Der Schutz des Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken e. V. beginnt dort, wo die gesetzliche Sicherung aufhört. Er übernimmt im Falle der Insolvenz eines mitwirkenden Instituts die Einlagenteile, welche die gesetzliche Mindestabsicherung übersteigen, bis zur Sicherungsgrenze.

Die IKB Deutsche Industriebank erschloss im März 2011 mit online erhältlichen Zinsanlagen für Privatkunden eine weitere Refinanzierungsquelle. Hierbei trat sie zunächst unter der Marke "IKB direkt" als Direktanbieter auf. Im August 2013 gab sie die Marke auf und integrierte die Zinsanlageofferten in ihren IKB-Internetauftritt. Mittlerweile bietet sie auch Tagesgeld und Festgeld in US-Dollar an sowie einen Auszahlplan für die regelmäßige Geldentnahme. Die gesamten Bankprozesse dieses Einlagengeschäfts werden nach wie vor über einen Dienstleister abgewickelt, über die biw Bank für Investments und Wertpapiere AG. Daneben wird auch ein ausschließlich für IKB-Wertpapiere nutzbares Wertpapierdepot angepriesen, bei dem weder für die Depotführung noch für das Zeichnen, Kaufen und Verkaufen Gebühren genommen werden. Bei den eigenen Wertpapieren handelt es sich hauptsächlich um Festzinsanleihen in Euro oder Fremdwährung, Stufenzinsanleihen und Anleihen mit variabler Verzinsung (an einen Referenzzinssatz gebunden). Die Einlagensicherung deckt Wertpapiere generell nicht ab, weshalb zur Beurteilung neben der Ausgestaltung der Bedingungen auch das Emittentenrisiko einbezogen werden muss.

Die IKB Deutsche Industriebank ist auf die langfristige Finanzierung von Unternehmen spezialisiert. 2007 drohte die Zahlungsunfähigkeit, da sich die Bank mit riskanten Wertpapieren am US-Immobilienmarkt verspekulierte. Nur zehn Tage nach Veröffentlichung eines vorläufigen Quartalsberichts mit Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr warnte sie in einer Ad-hoc-Mitteilung vor einer existenzbedrohenden Schieflage. Die Finanzkrise erfasste die IKB Deutsche Industriebank als erstes deutsches Kreditinstitut. Im Zuge einer Reihe von Rettungsmaßnahmen erhöhte die staatliche Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) ihren Aktienanteil von 38 auf 90,8 Prozent. Als die KfW ihren Aktienanteil im Jahr 2008 zu einem geringen Preis an den amerikanischen Finanzinvestor Lone Star abgab, blieben die Hauptlasten bei der KfW. Die IKB Deutsche Industriebank hatte vom Bankenrettungsfonds SoFFin bis zu 10 Milliarden Euro an Garantien bekommen. Die SoFFin-garantierten Anleihen sind mittlerweile vollständig getilgt - oft nahm die Bank dabei Sonderkündigungsrechte in Anspruch, um vorzeitig und zinsgünstig umzuschulden. In 2016 wurde die IKB Deutsche Industriebank nach den Sanierungsmaßnahmen endgültig von der Börse genommen, die Minderheitsaktionäre abgefunden. Lone Star beabsichtigt die IKB Deutsche Industriebank seit geraumer Zeit zu verkaufen, verhandelte mit potenziellen Käufern.

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