Information zur
Novo Banco S. A. (Raisin-Plattform)

  • Hausanschrift
  • Succursale Luxembourg
  • 1, rue Schiller
  • 2519 Luxemburg
  • Luxemburg
  • Kontakt
  • Telefon: +493021784002 (Raisin)
  • E-Mail: kundenservice@raisin.com (Raisin)
  • Internet:
  • weitere Daten
  • BIC: BESCLULLXXX
  • Gruppe/Gesellschafter: Novo Banco S. A., Lissabon (Portugal)
  • Gründungsjahr: 2014
  • Banktyp: Direktbank
  • Einlagensicherung: Ist der Association pour la Garantie des Dépôts Luxembourg (gesetzliche Einlagensicherung in Luxemburg) angeschlossen. Je privatem Einleger und zugeordnetem Kreditinstitut sind hierüber Einlagen bis EUR 100.000 abgesichert.

Die Novo Banco zählt zu den größten Banken Portugals. Sie ist Rechtsnachfolgerin der im August 2014 in einen guten und einen schlechten Teil aufgespaltenen Banco Espírito Santo (BES). In dem guten Teil, der Novo Banco, blieben alle Kundeneinlagen, Kredite mit gewöhnlichem Risiko und Vermögenswerte. Der gewählte Name, übersetzt "Neue Bank", ist bezeichnend für ihren Neuanfang.

Die Geschichte ist eng mit der Familiendynastie Espírito Santo verbunden und reicht ins letzte Viertel des 19. Jahrhunderts zurück, als die Familie ein weitverzweigtes Imperium an Firmen gründete. Dazu gehörten neben Finanzunternehmen auch Hotels, Krankenhäuser, weitere Beteiligungen und Grundbesitz. Das Firmen-Konglomerat wurde über Holdinggesellschaften in Luxemburg und der Schweiz gesteuert. Im Juni 2014 mündeten zuletzt aufgetürmte Finanzprobleme in einem Skandal: In den Vorjahren war ein Großteil der Schulden nach den Erkenntnissen der portugiesischen Ermittlungsbehörden durch Buchungen unter den Tochterfirmen bewusst verschleiert worden. Mehrere der Gesellschaften mussten schließlich Insolvenz anmelden, darunter auch die Espírito Santo Financial Group, der größte Anteilseigner der alten BES. Die BES selbst meldete schockierende Geschäftszahlen, da sie Abschreibungen und Rückstellungen aufgrund der Querverbindungen mit den Espírito Santos vornehmen musste. Ihr Kapitalpuffer war damit vernichtet, die Mindestanforderungen für die Kapitalausstattung nicht mehr erfüllt. Die Regierung Portugals organisierte daraufhin zur Stabilisierung 4,9 Milliarden Euro und spaltete die Bank auf. Das Geld wurde über einen von den Banken finanzierten nationalen Einlagensicherungsfonds (Fundo de Resolução) bereitgestellt. Da die eigenen Mittel des Fonds nicht ausreichten, wurde auf eine nicht ausgeschöpfte Kreditlinie zurückgegriffen, die dem südeuropäischen Land im Zusammenhang mit dem Rettungsschirm des Jahres 2011 zur Verfügung stand. Die Novo Banco ist daher derzeit im alleinigen Besitz des Einlagensicherungsfonds. Dessen Ziel ist es nun, die Bank an private Investoren zu verkaufen.

Die Zinsofferten der Novo Banco, die deutschen Anlegern über die Zinsplattform Raisin unterbreitet werden, stammen von der Niederlassung in Luxemburg. Die 35-prozentige luxemburgische Quellensteuer fällt nicht an, sofern die Erklärung zur Freistellung vom Quellensteuerabzug vorliegt. Dabei stimmt der Anleger dem Informationsaustausch an die zuständige Finanzbehörde zum Zwecke der Überprüfung der ordnungsgemäßen Besteuerung zu. Die Zinserträge muss der Anleger über seine Einkommensteuererklärung in Deutschland angeben.