Information zur
N26 Bank GmbH

  • Hausanschrift
  • Klosterstraße 62
  • 10179 Berlin
  • Kontakt
  • Telefon: für Nicht-Premiumkonteninhaber steht lediglich eine Chat-Funktion zur Verfügung
  • E-Mail: support@n26.com
  • Internet:
  • weitere Daten
  • BIC: NTSBDEB1XXX
  • Gruppe/Gesellschafter: Insight Venture Partners, GIC, Tencent, Allianz X, Peter Thiels Valar Ventures, Li Ka-Shings Horizons Ventures, Earlybird Venture Capital, Greyhound Capital, Battery Ventures und andere Business Angels
  • Gründungsjahr: 2016
  • Banktyp: Direktbank
  • Einlagensicherung: Neben der Pflichtmitgliedschaft zur Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH (gesetzliche Einlagensicherung) besteht keine zusätzliche freiwillige Einlagensicherung. Für jeden privaten Einleger sind Einlagen bis EUR 100.000 abgesichert.

N26 bedient die Bankkunden, die sich am liebsten mit dem Smartphone in ihr Konto einloggen und eine moderne, übersichtliche Nutzeroberfläche erwarten. Genauso wie sich Bluetooth ein- und ausschalten lässt, können die Kunden etwa festlegen, ob sie über bestimmte Kontobewegungen mittels Push-Nachrichten informiert werden und zur ausgestellte Mastercard-Debitkarte ob sie am Geldautomaten, im Ausland, beim Online-Shopping oder in bestimmten Regionen funktionieren soll. N26 ist weit entfernt von der Krawatten-Welt klassischer Banken, die Mitarbeiter verwenden im Kundenumgang das "Du" und der Kontakt gleicht dem auf Social-Media-Plattformen.

Zu einem vollwertigen Girokonto wurde das Konto von N26 erst nach und nach. N26 setzt auf ein Nebeneinander von einer Standardvariante ohne Grundpreis, um auf ausreichend Schwungmasse zu kommen, und kostenpflichtigen Premium-Kontomodellen. Es können Unterkonten, sogenannte Spaces, geführt werden, auch zusammen mit anderen. Eine Ein- und Auszahlungsmöglichkeit besteht in Kooperation mit Barzahlen.de an zahlreichen Ladenkassen, zusätzlich zur Auszahlungsmöglichkeit an Geldautomaten. Auslandsüberweisungen führt N26 über den Partner TransferWise aus. Mittelfristig will sich N26 noch stärker zu einer Plattform entwickeln. Produkte aus den Bereichen Sparen, Fonds, Versicherungen kommen in der Regel von Fremdanbietern. N26 macht deren Dienste mit der App zugänglich und kann so Provisionen verdienen.

Im Juli 2016 erhielt das Unternehmen für die neu gegründete N26 Bank GmbH eine deutsche Vollbanklizenz. Bis dahin waren sie selbst gar keine Bank und hießen Number26. Als Fintech-Unternehmen angetreten, das Girokontoangebot startete im Januar 2015, war der Zuständigkeitsbereich lediglich die Produktentwicklung, die Nutzeroberfläche, die Kundenbetreuung und das Marketing. Partnerbank im Hintergrund war die auf das White-Label-Banking spezialisierte Wirecard Bank aus Aschheim bei München. Nach der Trennung von der Wirecard Bank im vierten Quartal 2016 wurden die Kundenkonten transferiert - wie bei einem Wechsel des Girokontos mussten alle Zahlungspartner über die neue Bankverbindung informiert werden.

N26 setzte zweifelsohne Standards und sorgte für einiges an Unruhe bei den etablierten Girokontoanbietern. Ohne Wirren ist die Geschichte von N26 jedoch nicht. Kontokündigungen seitens der Bank, gerichtet gezielt an Kunden, die sehr häufig Geld abhoben, und weitere ungeschickte Handlungen führten zu Verärgerung und Imageeinbußen. Zeitweise warfen Kritiker N26 vor, Kundenservice und Abläufe hätten nicht mit dem schnellen Wachstum mitgehalten. Die Möglichkeiten, die Bank zu kontaktieren - sie sind fast ausschließlich auf eine Chat-Funktion beschränkt - erwiesen sich insbesondere bei Betrugsfällen als unzureichend. Im Mai 2019 forderte schließlich auch die deutsche Finanzaufsicht nachdrücklich dazu auf, die Geldwäschevorkehrungen zu verbessern, was sich insbesondere auf das Feststellen der Identität der kontoeröffnenden Personen bezog.

Die Ambitionen sind global, von Wagniskapitalgebern ist N26 dafür finanziell bestens ausgestattet. In zahlreiche europäische Länder ist das Kontoangebot mittlerweile ausgerollt. Einen herben Rückschlag musste N26 allerdings in Großbritannien hinnehmen, dort nahmen sie das Geschäft im Oktober 2018 auf und stellten es im April 2020 ein, für die Zeit nach dem Brexit wäre eine britische Banklizenz notwendig geworden, so erfolgreich wie kommuniziert war die Entwicklung in Großbritannien offenbar nicht, N26 schätzte es als unwirtschaftlich ein, den Aufwand mit der Lizenz auf sich zu nehmen. US-Bürger können seit Juli 2019 ein Konto bei N26 eröffnen, dort ist das Angebot allerdings wie anfangs in Deutschland mit einer Partnerbank auf die Beine gestellt worden.

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