Information zur
Volkswagen Bank GmbH

  • Hausanschrift
  • Volkswagen Bank GmbH
  • Gifhorner Straße 57
  • 38112 Braunschweig
  • Kontakt
  • Telefon: +49531212859500
  • E-Mail: kundenservice@volkswagenbank.de
  • Internet:
  • weitere Daten
  • BIC: VOWADE2BXXX
  • Gruppe/Gesellschafter: Volkswagen Financial Services AG
  • Gründungsjahr: 1949 als "Volkswagen Finanzierungsgesellschaft mbH", 1990 Auftritt unter der Marke "Volkswagen Bank direct", 2013 Auftritt unter der Marke "Volkswagen Bank", 2018 Auftritt unter der Marke "Volkswagen Financial Services", 2025 Auftritt unter der Marke "Volkswagen Bank"
  • Banktyp: Direktbank
  • Einlagensicherung: Ist der Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH (gesetzliche Einlagensicherung) und dem Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken e. V. (freiwillige Einlagensicherung) angeschlossen.
    Über die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH sind je privatem Einleger und zugeordnetem Kreditinstitut Einlagen bis EUR 100.000 abgesichert. Über den Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken e. V. sind darüber hinaus Einlagen gesichert, für private Einleger jeweils bis 8,75 Prozent des haftenden Eigenkapitals der jeweiligen Bank, bei einer Obergrenze von drei Millionen Euro. Zur Volkswagen Bank GmbH sind es konkret drei Millionen Euro je privatem Einleger (Stand: 8.1.25). Die individuelle Sicherungsgrenze kann auch im Internet unter einlagensicherungsfonds.de abgefragt werden. Zum Januar 2030 sinkt die allgemeine Obergrenze bei privaten Einlegern auf eine Million Euro. Der Schutz des Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken e. V. beginnt dort, wo die gesetzliche Sicherung aufhört. Er übernimmt im Falle der Insolvenz eines mitwirkenden Instituts die Einlagenteile, welche die gesetzliche Mindestabsicherung übersteigen, bis zur Sicherungsgrenze.

Die Volkswagen Bank GmbH hat ihren Sitz in Braunschweig, rund 30 Autominuten von der Konzernzentrale in Wolfsburg entfernt. Sie betreibt Zweigniederlassungen – etwa als Audi Bank, Seat Bank und Škoda Bank - die gegenüber Kunden der jeweiligen Automarke markenspezifisch auftreten, aber nicht eigenständig agieren. Über diese Struktur werden in Deutschland vorrangig die Fahrzeugfinanzierung sowie die Händlerfinanzierung betrieben. Zudem ist die Volkswagen Bank im Rahmen des EU-Passprinzips in vielen europäischen Ländern aktiv und gilt als größte Autobank Europas. Die hohe Nachfrage nach Fahrzeugfinanzierungen liefert VW quasi frei Haus.

Die Volkswagen Bank ist eine Tochtergesellschaft der Volkswagen Financial Services AG (VWFS). Die VWFS koordiniert sämtliche Finanzdienstleistungs-Aktivitäten des VW-Konzerns. In den Übersee-Märkten – etwa in den USA, Kanada, Brasilien und China – erbringt sie über lokale Finanzierungsgesellschaften ähnliche Finanzdienstleistungen.

Die Bank hat eine lange Geschichte. 1949 begann alles mit der Finanzierungsgesellschaft für VW-Fahrzeuge, aus der sich über mehrere Zwischenschritte eine Vollbank entwickelte. 1990 erhielt das zu diesem Zeitpunkt als "V.A.G Bank GmbH" firmierende Institut eine erweiterte Banklizenz und durfte fortan Spareinlagen entgegennehmen. Damit stieg sie in den Wettbewerb der damals entstehenden Direktbanken ein und nutzte die Einlagen, um Fahrzeugfinanzierungen günstiger zu refinanzieren.

Ab 1990 trat sie als Direktbank mit dem Namenszusatz "direct" auf und gewann rasch Spareinlagen. Der Fokus lag eindeutig auf Sparprodukten und Krediten. Später kamen eine Kreditkarte und ab 2000 das Online-Girokonto "Giro@home" mit WAP-Mobile-Banking hinzu sowie Brokerage in Zusammenarbeit mit einem Partner, der die Depotführung und Abwicklung der Wertpapierorders übernahm. Volkswagen Bank direct entwickelte sich zu einer der führenden Direktbanken in Deutschland. 2020 gab sie das Brokerage als Randaktivität ab, das betreute Depotvolumen und die Depotkunden wurden zur wallstreet:online capital AG (Betreiber des Smartbrokers) migriert.

In den vergangenen zwei Jahrzehnten wechselte der Markenauftritt der Volkswagen Bank mehrfach, ohne dass sich die rechtliche Firmierung änderte. Ab Ende 2013 agierte sie auch im Direktgeschäft als "Volkswagen Bank". Im Januar 2018 folgte der Umzug zum gemeinsamen Markenauftritt unter "Volkswagen Financial Services". So sollte das breite Produktspektrum auf einem einzigen Internetauftritt präsentiert werden, die Produkte der Bank waren auf diesem Portal als "Direktbank-Angebote" aufgenommen worden. Seit März 2025 tritt die Bank nun wieder unter eigenem Namen auf. Sie erhielt eine eigene Website (volkswagenbank.de). Ihre Produktangebote wie Girokonto, Tagesgeld, Festzinsanlagen und Rahmenkredit finden sich nun dort, während Finanzdienstleistungen rund ums Auto auf der VWFS-Seite verblieben. Auf diese Weise soll die Bank im Wettbewerb um Direktkunden wieder sichtbarer werden, während die VWFS ihr Profil als Mobilitäts- und Finanzierungspartner schärft.

Strukturell im Hintergrund ordnete der Konzern seine Finanzdienstleistungsaktivitäten mehrmals neu. Jede der zum Teil gegenläufigen Änderungen war strategisch motiviert. 1994 bündelte der Konzern seine Leasing-, Versicherungs- und Bankprodukte in der neu gegründeten VWFS und brachte dort die Volkswagen Bank GmbH sowie die Leasinggesellschaft als Tochterunternehmen ein. Im September 2017 wurde die Bank aus der VWFS herausgelöst und direkt an die Volkswagen AG übertragen, um den zwischenzeitlich strengeren Eigenkapitalanforderungen und bankaufsichtsrechtlichen Regeln zu genügen. Für die Kunden änderte sich wenig: Sie nutzten weiterhin Services der Bank, eingebettet in die Dachmarke der VWFS. Im Juli 2024 kehrte die Volkswagen Bank GmbH als Tochter zur VWFS zurück. Ihr wurde dabei sogar die Volkswagen Leasing GmbH angegliedert, um Synergien zu schaffen, die Kundeneinlagen direkter zur Refinanzierung von Leasingzwecken zu nutzen.