Information zur
VTB Direktbank

  • Hausanschrift
  • VTB Bank (Europe) SE
  • Zweigniederlassung Frankfurt am Main
  • Rüsterstraße 7-9
  • D-60325 Frankfurt am Main
  • Kontakt
  • Telefon: 069/665589999
  • E-Mail: kundenservice@vtb-direktbank.de
  • Internet:
  • weitere Daten
  • BIC: DOBADEF1XXX
  • Gruppe/Gesellschafter: JSC VTB Bank, Moskau
  • Gründungsjahr: 2011
  • Banktyp: Direktbank
  • Einlagensicherung: Ist der Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH (gesetzliche Einlagensicherung) und dem Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken e. V. (freiwillige Einlagensicherung) angeschlossen.
    Über die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH sind je Einleger und Kreditinstitut Einlagen bis EUR 100.000 abgesichert. Über den Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken e. V. sind darüber hinaus Einlagen von Privatpersonen jeweils bis 20 Prozent des haftenden Eigenkapitals der jeweiligen Bank gesichert. Bei der VTB Bank (Europe) SE sind dies konkret EUR 62.891.000 je Kunde (Stand: 20.2.18). Die individuelle Sicherungsgrenze kann auch im Internet unter einlagensicherungsfonds.de abgefragt werden. Sie wird in den kommenden Jahren stufenweise abgesenkt: zum Januar 2020 auf 15 Prozent des haftenden Eigenkapitals, danach zum Januar 2025 auf 8,75 Prozent. Der Schutz des Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken e. V. beginnt dort, wo die gesetzliche Sicherung aufhört. Er übernimmt im Falle der Insolvenz eines mitwirkenden Instituts die Einlagenteile, welche die gesetzliche Mindestabsicherung übersteigen, bis zur Sicherungsgrenze.

Die im März 2011 für den deutschen Markt positionierte VTB Direktbank konzentriert sich auf das Angebot von Tagesgeld, Festzinsanlagen und Sparplänen und möchte als verlässlicher Partner wahrgenommen werden. Die Direktbank ist seit der Umstrukturierung im Dezember 2017 Teil der VTB Bank (Europe) SE mit Sitz in Frankfurt am Main.

Vor der Umstrukturierung war das Hauptquartier der VTB Gruppe für das Westeuropageschäft in Wien angesiedelt. Die deutsche Direktbank war Zweigniederlassung der Wiener VTB, genauso wie die damalige auf die deutsch-russischen Handelsbeziehungen ausgerichtete VTB Bank (Deutschland) AG in Frankfurt. Die beiden deutschen Einheiten wurden zusammengelegt und zur VTB Bank (Europe) SE umbenannt. Ziel dabei war, von der Europäischen Zentralbank nicht mehr als systemrelevant eingestuft zu werden. Zuvor befand sich die VTB weniger wegen ihrer Größe in Europa als vielmehr wegen ihrer Vernetzung zwischen Wien, Frankfurt und Paris unter den systemrelevanten Instituten, weshalb höhere Auflagen zu erfüllen waren. Um kosteneffizienter zu arbeiten, wurde aus den drei Banklizenzen eine gemacht, der Standort in Wien wird nun darunter als Zweigniederlassung geführt. Die französischen Aktivitäten, Einlagengeschäft über das Internet, wurden gestoppt und die Konten geschlossen. Neben aufsichtsrechtlichen Aspekten spielte bei den Entscheidungen eine Rolle, dass Frankfurt als Finanzzentrum an Bedeutung gewinnt, und dass die deutsche VTB Direktbank das Gros der Einlagen anzieht. Bei der ursprünglichen Konstellation hätte eine österreichische Einlagensicherung im Insolvenzfall für das Einlagengeschäft geradestehen müssen, was in der Vergangenheit einige österreichische Politiker kritisierten, weil die VTB in Österreich selbst gar keines betreibt.

Die russische VTB ist in Russland die zweitgrößte Geschäftsbank. Zu dieser Größe entwickelte sie sich unter anderem durch den Willen der Regierung, über ein effizientes Außenhandels- und Industriefinanzierungsinstrument zu verfügen. Die Bank richtet sich in erster Linie an international tätige Groß- und Mittelbetriebe in Russland und den früheren Staaten der Sowjetunion, die Finanzdienstleistungen für ihre Export- und Importgeschäfte benötigen. Das Unternehmen befindet sich in Staatsbesitz, derzeit zu 60,93 Prozent. Mittelfristig will sich der Staat von weiteren Anteilen trennen, um das Staatsdefizit zu senken, die Aktienmehrheit aber behalten.

Die VTB erregte weltweites Interesse als sie auf Veranlassung des Kremls 5,02 Prozent der Aktien der Airbus-Muttergesellschaft EADS erwarb, heute Airbus Group, und die Aktien kurz darauf an die staatliche Wneschekonombank übertrug. Durch Übernahmen knüpfte die VTB ein Filialnetz in Russland und drängte ins Privatkundengeschäft. Durch die schnelle Expansion holte man sich allerdings auch Probleme ins Haus: Im Frühjahr 2011 kaufte man der Stadt Moskau einen Anteil von 46 Prozent an der Bank of Moscow ab und erhielt weitere 17 Prozent über einen Versicherer. Daraufhin wurde ein schwerer Skandal aufgedeckt: Die Bank of Moscow soll zahlreiche ungedeckte Kredite vergeben haben. Mit dem Kreml wurde ein Plan entwickelt, die Bank mit insgesamt zehn Milliarden Euro vor dem Bankrott zu retten. Die VTB Bank erhöhte ihren Anteil an der Bank of Moscow im September 2011 auf 80,57%, um eine Bedingung des Kremls zu erfüllen.

Die Handelsblockaden und Verbote für Finanztransaktionen der EU und der USA, die im Ukraine-Konflikt verhängt wurden, trafen die russischen Großbanken stark. Zugleich machte der Verfall des Rubels und der niedrige Ölpreis deren Geschäftskunden zu schaffen. Der russische Staat musste die VTB zuletzt 2014 mit Kapitalspritzen versorgen. Der Zugang zu Kapital aus dem Westen ist immer noch eingeschränkt. Ihre westeuropäische Tochter ist als Unternehmen mit eigener Rechtspersönlichkeit jedoch nicht sanktioniert. Anleger, die bei ihr Zinskonten unterhalten, können zudem auf die Einlagensicherung vertrauen.

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