Baudarlehen: Information

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Bei der Suche nach der geeigneten Finanzierung gehen viele zunächst den Weg zur Hausbank. Nicht ohne Grund - hat sich doch über Jahre ein Kontakt zu einem Ansprechpartner der Bank aufgebaut, der jetzt genutzt werden soll. In den wenigsten Fällen ist der Bankberater, der das Girokonto betreut jedoch auch Ansprechpartner in Sachen Immobilienfinanzierung. Spätestens wenn die Hausbank ein Angebot vorlegt, wird man in den meisten Fällen feststellen, dass dieses nicht mit den Konditionen konkurrieren kann, die man aus Zinsrankings kennt. Dort sind in erster Linie Discount-Anbieter zu finden, die sich mit deutlich günstigeren Konditionen von denen der Filialbanken abheben.

Meist treten Discount-Anbieter als Vermittler auf, die das Geschäft anbahnen und die Vorprüfungen erledigen. Vertragspartner des Kunden ist letztlich eine der großen Hypothekenbanken oder Versicherungen. Teilweise arbeiten die Discount-Anbieter mit nur einem, teilweise mit mehr als 50 Kreditgebern zusammen. Ehe man sich für ein Angebot entscheidet, sollte man sich nach den bestmöglichen Konditionen für das Darlehen umsehen. Denn schon eine Verbesserung der Zinskondition um nur 0,30% p. a. zahlt sich enorm aus. Bei einem Darlehen über EUR 125.000 können durch diese Zinsdifferenz bei einer Laufzeit von 10 Jahren fast EUR 5.000 an Zinsen gespart werden. Das bedeutet gleichzeitig eine Verkürzung der Laufzeit um mehrere Monate.

Auch bei einer Anschlussfinanzierung kann der Wechsel lohnen. Laut einer Umfrage von Infras TTR holen viele Immobilienbesitzer für die Anschlussfinanzierung keine Vergleichsangebote ein, vier von zehn verlängern mehr oder weniger blind das Darlehen beim bisherigen Bankhaus. Oftmals ist dessen Angebot aber alles andere als attraktiv. Bestandskunden müssen oft darum kämpfen, bei den Konditionen nicht schlechter gestellt zu werden als Neukunden, obwohl ihr Ausfallrisiko deutlich geringer ist. Damit Gelegenheit zur Neuorientierung bleibt, sollte man nicht auf das Angebot der bisherigen Bank warten, sondern dieses etwa drei bis sechs Monate vor Ablauf der Zinsbindung einfordern. Mit der Abtretung der Grundschuld an eine neue Bank entstehen Kosten in einer Größenordnung von etwa 0,20% bis 0,30% der eingetragenen Grundschuld. Die Kosten sind durch bessere Konditionen bereits nach wenigen Monaten erwirtschaftet, ab diesem Zeitpunkt folgt der Gewinn.

Wenn Sie es nun genau wissen wollen, lassen Sie sich mit Ihren Daten von mehreren Anbietern ein konkretes Angebot zu Zinssatz und Vertragsbedingungen machen. Nur wenn Sie klare Vorgaben zu den Eckdaten der Finanzierung machen, erhalten Sie Kreditangebote, die wirklich miteinander vergleichbar sind. Oft liegen die Konditionen dann über denen, mit denen im Internet geworben wird. Häufig sollen sogenannte Schaufensterkonditionen einfach nur Interesse wecken. Diese Konditionen gelten i. d. R. nur für Standardverträge bei gleichfalls hohem Einkommen und genügend Sicherheiten. Der individuelle Zinssatz kann u. a. von Gebäudetyp, Lage, Nutzungsart, Alter und Beruf abhängig sein. Und der effektive Jahreszins berücksichtigt übrigens nicht die Kosten für ein Wertgutachten, Bereitstellungszinsen, Teilauszahlungs- und Kontoführungsgebühren. Bei der Wahl des Kreditinstituts sollte nicht nur ein niedriger effektive Jahreszinssatz ausschlaggebend sein. Mindestens genauso wichtig ist, dass die Bank die passenden Lösungen zur persönlichen Finanzierungsstrategie hat, zum Beispiel die gewünschten Sondertilgungsrechte einräumt, die Anpassung der Tilgung an geänderte Einkommensverhältnisse erlaubt oder günstige Förderkredite mit in die Finanzierung einbaut. Die vermittelnden Unternehmen können hier, wenn sie mit vielen Kreditgebern zusammenarbeiten, auf eine große Auswahl an Kreditvarianten zurückgreifen. Neuerdings werden auch Baufinanzierungen angeboten, die trotz Zinsbindung jederzeit rückzahlbar sind. Dabei können Kreditnehmer das Darlehen entweder mit Sondertilgungen zurückführen oder den Gesamtbetrag auf einen Schlag ablösen. Aus herkömmlichen Hypothekendarlehen kommen Kreditnehmer dagegen erst zum Ende der Zinsbindung, oder spätestens nach zehn Jahren, ohne Vorfälligkeitsentschädigung heraus. Für diese Flexibilität bei der Rückführung werden meist Zinsaufschläge berechnet.


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