Tagesgeld: Information
-
Zinsangebot/Anzeige
Santander Consumer Bank
- Sonderzins für Tagesgeld-Neukunden von 3,30% p. a., gewährt in den ersten vier Monaten
- Standardzins von derzeit 0,30%
- Zinsgutschrift monatlich
-
Zinsangebot/Anzeige
Hamburg Direct Bank
- Sonderzins für Neukunden von 3,00% p. a., gewährt in den ersten vier Monaten
- Standardzins von derzeit 1,25%
- Zinsgutschrift quartalsweise
- VidieoIdent und E-Ident möglich
- kann auch als Gemeinschaftskonto oder als Konto für Minderjährige eröffnet werden
Tagesgeldkonten eignen sich hervorragend zum kurzfristigen Parken von freien Anlagegeldern und zum Bereithalten eines Sicherheitspolsters, um bei finanziellen Überraschungen gewappnet zu sein. Sie können genutzt werden, ohne die Hausbank zu wechseln. Konsequentes Umbuchen vom Girokonto auf ein Tagesgeldkonto ist sinnvoll, damit möglichst wenig Geld unverzinst ist und die Inflation sich zumindest nicht vollständig auswirkt. Bei Bedarf ist das Guthaben schnell auf dem festgelegten Referenzkonto zurück, es ist nur eine Überweisung entfernt. Auch gegenüber der jetzt wieder nachgefragten Alternative Geldmarktfonds haben sie einige Vorteile, denn Tagesgeldkonten zeichnen sich durch die kalkulierbare Verzinsung, die schnellere und einfachere Verfügbarkeit sowie den Schutz im Rahmen ihrer Einlagensicherung aus.
Eine der Strategien bei der Auswahl des Tagesgeldanbieters ist es, nicht allein auf den aktuellen Zins zu achten, sondern eine Bank zu wählen, die auch in der Vergangenheit kontinuierlich gute Zinsen geboten hat. Ein anderer Ansatz ist gerade jetzt, guten Gewissens die Schnäppchen mit Zinsgarantien mitzunehmen, aber auch wieder zu wechseln, wenn der Zins im Marktvergleich zurückfällt - die Zeit dafür muss man aufbringen wollen. Viele Anleger lassen mehrere gute Tagesgeldkonten parallel bestehen, um bei Zinsänderungen gegebenenfalls den Anlagebetrag auf das dann bessere Konto umzuschichten.
Die Zinsentwicklung mehrerer Tagesgeldkonten haben wir für Sie in einem interaktiven Chart grafisch dargestellt. Denn stabile Zinsen sagen etwas über die Geschäftspolitik einer Bank aus. Einige Banken machen gute Zinsangebote nur, um am Markt bekannt zu werden. Die Kosten für eine solche Marketingmaßnahme halten sich in Grenzen, da erst wenige Kunden vorhanden sind, denen der Zins tatsächlich zu zahlen ist. Auch Angebote für Neukunden oder Geld, das neu hereinkommt, stehen dem gegenüber. Die Sonderkonditionen beziehen sich dabei auf einen befristeten Zeitraum und einen begrenzten Anlagebetrag. Die damit oft verbundenen Nebenbedingungen sind maßgeblich, damit die Zinsgutschrift später nicht niedriger ausfällt als zunächst angenommen. Das Problem: Wer denkt schon nach drei oder sechs Monaten daran, dass die Sonderkondition ausläuft? Die Bank erinnert daran natürlich nicht. Geht dieselbe Bank mit weiterer Aktionsware in den Verkauf, übersieht der Anleger womöglich leicht, dass ihn das nicht mehr betrifft und er längst zum Altbestand gehört. Sonderzinsaktionen sind für die Bank jedenfalls meist unrentabel und rechnen sich erst, wenn es zu Folgegeschäft kommt oder der Kunde aus Bequemlichkeit bleibt. Bei so manchem Tagesgeldkonto wird der Zins erst ab einer gewissen Anlagesumme attraktiv oder der beworbene, hohe Zins wird nicht für den Gesamtbetrag, sondern nur für Guthabenteile ab einer festgelegten Höhe gezahlt. Auch umgekehrt kommt dies vor: Dann eignet sich das Tagesgeldkonto nur für geringere Summen. Einige Anbieter gehören einer Einlagensicherung eines anderen EU-Landes an. Die niederländische und die österreichische Einlagensicherung beispielsweise sichern die Rückzahlung von Einlagen bis EUR 100.000 je Privatkunde ebenso gut ab wie eine deutsche.
Man sollte somit immer genau hinsehen und sich bewusst sein, dass etwa aus dem Top-Zins nach wenigen Monaten schon wieder ein schwacher Durchschnittszins werden kann. Wer ein Tagesgeldkonto hat, sollte die Termine im Blick behalten und regelmäßig den Markt beobachten, um gegebenenfalls zu wechseln. Wird ein altes Konto auf absehbare Zeit nicht mehr benötigt, kann es vorteilhaft sein, es nicht nur leerzuräumen, sondern auch auflösen zu lassen; denn dann gilt man je nach Bank nach sechs oder zwölf Monaten wieder als Neukunde und hat Zugang zu den Neukundenangeboten. Die Sortierung im Vergleich kann entweder nach den Standardzinsen erfolgen oder zusätzlich auch Sonderzinsaktionen berücksichtigen. Ebenso lässt sich auswählen, ob Auslandsanlagen im Vergleich einzubeziehen sind. Tagesgeldkonten, die nur in Kombination mit anderen Produkten wie Girokonten oder Wertpapierdepots angeboten werden, sind separat vom Vergleich zusammengestellt.
Änderungen bei den Tagesgeldzinsen
- Triodos Bank verzinst Tagesgeldeinlagen seit 1.5.26 nicht mehr, zuletzt mit 0,20%. Triodos Bank stellt ihre Geschäftstätigkeit in Deutschland bekanntlich ein, eine Kontoeröffnung ist nicht möglich.
- Die ING hob am 30.4.26 ihr Neukundenangebot beim "Extra-Konto" von 3,00% p. a. auf 3,20% p. a. an. Die Erhöhung ist Teil der "Lieblingsbank-Wochen", einer bis 31.5.26 angesetzten Marketingaktion, die die zwanzigste Auszeichnung in Folge als "beliebteste Bank" in der Leserumfrage des Wirtschaftsmagazins €uro feiert. Die übrigen Eckdaten blieben unverändert: Der Sonderzins wird für die ersten vier Monate gewährt, auf Guthabenteile bis EUR 250.000. Danach greift der Standardzins von derzeit 0,75%. Am Tag zuvor hatte ING bei der Neukundendefinition von sechs auf zwölf Monate geändert: Als Neukunde zählt nun, wer in den vergangenen zwölf Monaten kein Extra-Konto bei ING hatte. Im aktuellen Wettbewerbsumfeld, in dem Sonderzinsen führender Anbieter zwischen 3,00% und 3,36% p. a. liegen, schiebt sich ING mit der Anhebung wieder ins Spitzenfeld.
- Meine Bank – Volksbank Mittelhessen (ehemals Meine Bank - Raiffeisenbank im Hochtaunus) senkte am 23.4.26 ihr Sonderzinsangebot für Tagesgeld-Neukunden bei den Guthabenteilen bis EUR 100.000 von 2,85% auf 2,70% p. a. Der Sonderzins gilt bei ihr für die ersten vier Monate. Die Bank hat seit Anfang März kommuliert über drei Anpassungen nun schon 0,65 Prozentpunkte abgetragen.
- Die Opel Direktbank erhöhte am 22.4.26 ihr Sonderzinsangebot für Tagesgeld-Neukunden von 2,90% p. a. auf 3,02% p. a. Bemerkenswert ist die Wahl eines feinjustierten Zinssatzes statt einer runden 3,00% oder eines Schritts auf 3,05%, was den derzeit engen Zinsabstand im oberen Feld widerspiegelt. Die Sonderverzinsung gilt bei der Opel Direktbank weiterhin drei Monate ab Online-Antrag plus sieben Tage.
- 1822direkt erhöhte ihr Sonderzinsangebot für Tagesgeld-Neukunden am 16.4.26 von 2,55% p. a. auf 2,80% p. a. Der aufgebesserte Satz greift weiterhin sechs Monate lang auf Guthabenteile bis EUR 250.000. Derweil verharrt der Standardzins seit Juli 2023 bei 0,60% - die gesamte Dynamik liegt hier im Sonderzins, aber auch in individuellen Sonderzinsangeboten für selektierte Kundengruppen.
- Die Ikano Bank erhöhte das Sonderzinsangebot zu den Konten, die ab 15.4.26 beantragt werden, auf 3,36% p. a. (vorher 3,01% p. a.) und änderte die Zinszusage. Statt bis zu einem festen Stichtag (15.6.26), was für spätere Eröffner immer weniger Garantiezeit übrig ließ, wird sie nun individuell für drei Monate ab Kontoeröffnung eingeräumt.
- comdirect vollzog einen Rückbau bei ihrem Tagesgeld-Sonderzins: Das Angebot von 2,75% p. a. fest für sechs Monate auf Guthabenteile bis EUR 100.000 ersetzte sie für Eröffnungen ab 14.4.26 durch die zuvor geltende schlichtere Ausgestaltung: 1,50% p. a. variabel für Guthabenteile bis fünf Millionen Euro. Der Sonderzins ist dabei variabel, während der zwölfmonatigen Dauer der Sonderverzinsung kann ihn comdirect jederzeit ändern.
- Zwei Anhebungen beim Tagesgeld der Ford Money am 14.4.26 – und zwar erstmals seit Langem für beide Kundengruppen: Der Standardzins für Bestandskunden stieg von 1,65% auf 1,80%, der Neukundenzins von 2,75% p. a. auf 2,85% p. a. für die ersten drei Monate.
- Distingo Bank aus Frankreich hob ihren ab 7.4.26 über die eigene Website angebotenen Neukundenzins um 0,10 Prozentpunkte auf nun 3,30% p. a. an. Dies gilt wie bisher für Guthabenteile bis EUR 150.000 in den ersten drei Monaten ab IBAN-Zuteilung.
- Resurs Bank aus Schweden änderte am 7.4.26 von 1,92% auf 1,91% und am 10.4.26 von 1,91% auf 1,90%.
- Für Eröffnungen ab 2.4.26 begrenzte Hamburg Direct Bank, die noch junge Marke der Hamburg Commercial Bank, die während der Sonderverzinsung zulässige Höchstanlage auf dem Tagesgeldkonto auf EUR 250.000 (vorher EUR 500.000). Den Sonderzins von 3,00% p. a. für die ersten vier Monate bietet sie weiterhin an. Den Eröffnungsprozess empfinden viele Nutzer laut ihren Rückmeldungen als vorbildlich gestaltet; zur Identifizierung steht neben VideoIdent auch E-Ident zur Verfügung, wodurch sich das Konto zügig eröffnen lässt. Die Überweisungen bremsen den Prozess jedoch ein wenig, denn sie werden weder eingehend noch ausgehend in Echtzeit ausgeführt.
- Die Deutsche Skatbank änderte per 1.4.26 von 1,25% auf 1,26%.
- Bigbank aus Estland änderte am 1.4.26 für den deutschen Markt nochmals ihr Neukundenangebot, nun von 3,05% p. a. auf 3,25% p. a. Der Sonderzins gilt auf Guthabenteile bis EUR 250.000 in den ersten vier Monaten ab Vertragserstellung.
- Ascory Bank senkte am 1.4.26: Bei einem Kontoguthaben von mindestens EUR 2.500 verzinst sie das Gesamtguthaben mit 2,00% (vorher 2,30%), bis maximal EUR 100.000. Die EUR 2.500 sind nach der im Januar von Ascory Bank geänderten Zinslogik ein notwendiger Mindestsaldo für den Zinsanspruch.
- CosmosDirekt erhöhte am 1.4.26 bei den Guthabenteilen bis EUR 100.000 von 1,25% auf 2,20% - ein Sprung um 0,95 Prozentpunkte. Den Zins schreibt CosmosDirekt jeweils für ein Quartal fest.
- Triodos Bank senkte zum 1.4.26 von 0,40% auf 0,20%.
- Bank11 kürzte am 31.3.26 die variabel vereinbarten Sonderzinsen von zwei Gruppen von Bestandskunden um jeweils 0,25 Prozentpunkte. Tagesgeldkonten mit Eröffnung zwischen dem 13.6.25 und 7.9.25 werden mit 1,75% statt bisher 2,00% verzinst. Und Konten, die zwischen dem 14.12.22 und 12.6.25 oder zwischen dem 8.9.25 und 29.1.26 eröffnet wurden, werden mit 1,50% statt bisher 1,75% verzinst. Beide Sätze gelten auf Guthabenteile bis EUR 250.000.
- Die Santander Consumer Bank setzte sich mit einem Sonderzins von 3,30% p. a. (vorher 2,75% p. a.) am 27.3.26 knapp vor Bank of Scotland. Bei ihr gilt er für neue Tagesgeldkunden in den ersten vier Monaten. Der Standardzins, der nach Ablauf der Sonderverzinsung relevant wird, ist bei Santander Consumer Bank mit den seit Dezember 2022 geltenden 0,30% jedoch äußerst niedrig.
- Zwischen 2,80% und 3,00% p. a. pendelt die TF Bank aus Schweden seit November 2025 – und entschied sich am 26.3.26 erneut für die höhere Marke. Tagesgeld-Neukunden erhalten 3,00% p. a. (vorher 2,80% p. a.) als feste Sonderverzinsung in den ersten vier Monaten ab Kontoeröffnung.
- Premiere bei der Akbank: Sie legte per 25.3.26 ihr erstes Neukundenangebot beim Tagesgeld auf. Mit 2,30% p. a. für die ersten sechs Monate, betraglich nicht begrenzt, positioniert sie es im Mittelfeld dieser Offerten. Der Neukunden-Begriff ist streng definiert: Der Sonderzins gilt ausschließlich für das erstmalig eröffnete Konto. Bei Kontoauflösung und späterer Neueröffnung greift der Standardzins, der derzeit 1,75% beträgt.
- Nordax Bank aus Schweden erhöhte am 25.3.26 von 1,86% auf 1,90%.
- Die Bank of Scotland stockte am 24.3.26 ihr Sonderzinsangebot erneut auf, von 3,03% p. a. auf 3,25% p. a. Damit positioniert sie sich offensiv im Wettbewerb um Neukunden. Der Rahmen ist unverändert: Guthabenteile bis EUR 100.000, Sonderzins für drei Monate, Legitimation innerhalb von fünf Tagen nach Antragstellung erforderlich
