Girokonto: Information

  1. Neukundenangebot 1822direkt
    EUR 100,00 Gutschrift, wenn das Konto bis 30.4.17 mindestens zwei monatliche Gehaltseingänge ab EUR 500,00 (Lohn, Gehalt, Rente, Besoldung) bzw. ab EUR 250,00 (BAföG) aufweist
  2. Neukundenangebot ING-DiBa
    EUR 50,00 Gutschrift, wenn das Konto innerhalb der ersten vier Monate nach Eröffnung mindestens zwei aufeinanderfolgende monatliche Gehaltseingänge ab EUR 1.000 aufweist

Die meisten Bankkunden behalten ihr Girokonto selbst dann, wenn die Kosten steigen. Aus Gewohnheit bleiben sie ihrer Bank oder Sparkasse über Jahre treu. Aus gutem Grund, denn immerhin laufen regelmäßig Gehaltszahlungen, Abbuchungen und Daueraufträge über das Konto. Der empfundene Aufwand für einen Wechsel wiegt bei den meisten höher als die mögliche Kostenersparnis. Mit einem optimalen Girokonto lassen sich jedoch jährlich dreistellige Euro-Beträge sparen. Außerdem helfen die meisten Geldinstitute ihren neuen Kunden beim Wechseln, neuerdings auch über externe Webservices, die automatisch die Umsätze analysieren und den Versand an die Anzuschreibenden übernehmen. Das macht dann kaum noch Arbeit.

Aufgrund von Niedrigzinsphase und Regulierung sind bei den klassischen Geschäftsmodellen die Erträge weggebrochen. Die Kosten für die Bereitstellung der Girokonten lassen sich kaum noch wie früher aus Zinserträgen querfinanzieren. So hat man in den letzten Monaten speziell bei den Filialinstituten einige Anhebungen bei den Monatspauschalen gesehen, viel öfter wurden aber einzelne Postenpreise erhöht oder eingeführt. Mehr Spielraum haben offenbar noch die Direktbanken - der Markt bietet noch einige Girokonten ohne monatliche Kontoführungsgebühr. Für Auszubildende und Studenten gilt die kostenlose Kontoführung bei vielen Anbietern uneingeschränkt. Für alle anderen Kundengruppen ist ein Verzicht auf die Kontoführungsgebühr fast immer an Bedingungen geknüpft. Die Varianten reichen von einem obligatorischen monatlichen Geldeingang über ein mindestens zu haltendes Durchschnittsguthaben bis hin zur Verbindung mit Zusatzgeschäften.

Unterschiede gibt es auch im Service, der in Anspruch genommen werden kann. Direktbanken sprechen mobile Kunden an, die keinen Wert auf ein großes Filialnetz legen. Noch mehr Gewicht fällt hier der Bargeldversorgung zu, da das Geldziehen an fremden Automaten teuer ist. Innerhalb des Sparkassenverbunds kann man beispielsweise in Deutschland 24.600 Geldautomaten kostenlos nutzen. Die Genossenschaftsbanken kommen auf rund 19.200 Stellen. Und die Cash Group (Deutsche Bank, Dresdner Bank, Commerzbank, HypoVereinsbank und Postbank sowie deren Tochterinstitute) bietet Zugang zu 9.000 Automaten. Man sollte folglich schon vorher schauen, ob es im eigenen Umfeld entsprechende Geldautomaten gibt. Aufgrund eines fehlenden eigenen Geldautomatennetzes bieten einige Direktbanken eine kostenfreie Bargeldversorgung an praktisch allen Geldautomaten über die Kreditkarte. Kostenfreies Abheben ist dann zum Beispiel im gesamten Euroraum möglich, oder sogar weltweit. Die Abhebungsgebühren der Kartengesellschaft übernimmt dabei die Bank. Löchrig wurde die ansonsten komfortable Lösung als mehrere Sparkassen und Volksbanken ihre Automaten für die Kreditkarten bestimmter Direktbanken sperrten. Der Streit bezüglich der Geldautomaten ist ein Dauerthema. Da Barauszahlungen bei Direktbanken nur über die Geldautomaten möglich sind, schränkt das Maximum der Geldautomaten in der Auszahlungssumme ein. Ebenso gestalten sich Bareinzahlungen schwierig, sie sind meist nur über Fremdinstitute möglich.

Viele kleine Posten, die anderenorts umsonst sind, können die Kosten insgesamt in die Höhe treiben. Voraussetzung für die Belastung von Preisen ist jedoch, dass die Bank diese im Preisverzeichnis nennt. Neben dem monatlichen Grundpreis und dem Kostenfaktor Geldabheben fallen insbesondere die Gebühren für Buchungen, Bank- und Kreditkarten, kostenpflichtige Sicherheitsverfahren beim Online-Banking sowie Sollzinsen ins Gewicht. Unnötige Ausgaben sollten vermieden werden. Denn durch Überweisungen per Beleg und den Versand von Kontoauszügen per Post werden selbst Online-Girokonten kostspielig. Andererseits werden in letzter Zeit auch vermehrt Premiumkonten angeboten, die viele Extras enthalten und/oder einen niedrigeren Sollzins versprechen. Tatsächlich kommen die meisten Kunden mit einem Standardkonto aber günstiger weg als beim Premiummodell mit hoher Kontoführungspauschale. Ohnehin gilt: Statt auf eine hohe Guthabenverzinsung des Girokontos zu setzen, ist es besser, überschüssiges Guthaben konsequent auf ein Tagesgeldkonto umzubuchen. Bei Zinsänderungen bleibt man damit flexibel. Und alternativ zu den Kreditkarten, die bei Kreditwürdigkeit zum Konto erhältlich sind, kann man ebenfalls Karten anderer Banken wählen. Wichtig für die Produktauswahl bzw. -zusammenstellung ist daher zunächst, die eigenen Bedürfnisse und Gewohnheiten zu kennen.

Aktuelle Änderungen bei den Girokonten