Kreditkarte: Mit Cashback-Karte bei Einkäufen sparen

Einkaufen und Rabatt bekommen - wer will das nicht? Mit einer Cashback-Karte wird bei jedem Einkauf ein kleiner Rabatt gewährt, ohne dass man danach fragen muss. Der Artikel erklärt die Funktionsweise und stellt die Karten vor, die sich auch nach Abzug des Kartenpreises noch lohnen.

Cashback-Karten sind eine Form von Bonusprogrammen. Aber statt monatelang Punkte zu sammeln, um diese z. B. für einen Eierkocher einzulösen, erhält man Bargeld. Das Prinzip ist einfach: Für jeden Einkauf, den man mit der Karte bezahlt, erhält man eine prozentuale Rückvergütung – typischerweise etwa 0,50% bis 2,00% des Einkaufsumsatzes (EUR 0,50 bis EUR 2,00 bei EUR 100,00 Einkaufsumsatz). Der Bonus wird zunächst virtuell gutgeschrieben. Einige Karten zahlen laufend aus, andere jährlich oder erst, wenn ein bestimmter Mindestbetrag erreicht wird. Die genauen Bedingungen für den Cashback sollte man kennen. Wann immer möglich sollte man eine solche Karte für alltägliche Ausgaben anstelle von Bargeld oder anderen Bank- oder Kreditkarten einsetzen. Sofern die Akzeptanz gegeben ist und der Händler keinen Aufpreis bei Kartenzahlung verlangt, ist der Einsatz sowohl in Geschäften vor Ort als auch im Internet sinnvoll. Wird auch der Urlaub oder die Autoreparatur damit bezahlt, lässt sich schnell ein hoher Umsatz erreichen.

Der Grund, warum Kartengesellschaften Cashback-Karten anbieten, ist naheliegend. Die Kartengesellschaften verdienen gut an den Transaktionen. Bei Kreditkarten erhalten sie von den Händlern je nach Händlervertrag 3,00% bis 5,00% des Kaufbetrages. Von dieser Einnahme geben sie einen Teil an den Kunden ab. Bei einer guten Cashback-Karte sollte kein allzu hoher jährlicher Kartenpreis anfallen, denn der muss erst erwirtschaftet werden. Ansonsten ergäbe sich ein Nullsummenspiel. Viele der Karten sind mit Kreditrahmen ausgestattete Revolving-Credit-Cards, bei denen man rasch an der Kreditangel hängt und Zinsen zahlen muss, wenn der volle Monatssaldo nicht konsequent manuell beglichen wird. Wie bei anderen Kreditkarten auch sind Kreditzinsen und Bargeldgebühren oft hoch. Daher ist es wichtig zu wissen, dass man die Karten nur für Einkäufe einsetzen sollte.

Das reizvollste Angebot dürfte derzeit die Visa-Card sein, die der Versandhändler Amazon.de zusammen mit der Landesbank Berlin herausgibt. Wenn mit ihr bei Amazon.de bezahlt wird, beträgt der Cashback 2,00%, in allen anderen Geschäften sind es 0,50%. Die Auszahlung erfolgt automatisch in Form eines Amazon-Einkaufsgutscheins, sobald EUR 10,00 Cashback angesammelt sind. Zudem erhalten diejenigen, die die Karte erstmalig beantragen, nach dem ersten mit der Karte bezahlten Amazon-Einkauf eine Startgutschrift. Das Eröffnungsangebot ist in der Höhe der Startgutschrift von Amazon personalisiert gestaltet, meist lautet es auf EUR 30,00. Angemeldet im Amazon-Account oder als Prime Mitglied können es auch mal EUR 50,00, EUR 70,00 oder sogar EUR 80,00 sein. Die Karte ist im ersten Jahr beitragsfrei, ab dem zweiten Jahr fallen jährlich EUR 19,99 an.
Den Kartenpreis gar nicht erst erwirtschaften muss die "PAYBACK American Express Karte". Sie vereint die PAYBACK-Sammelkarte mit einer Kreditkarte, wobei American Express in Europa weniger oft aktzeptiert wird als Mastercard oder Visa. Der Cashback beträgt annähernd 0,50% vom Umsatz. Er kommt über Bonuspunkte zustande, die in Einkaufsgutscheine eingelöst werden können - bereits ab 200 Punkten in den Filialen von real, GALERIA Kaufhof, dm-drogerie markt oder REWE an den PAYBACK-Terminals. Bei Vorlegen der Karte sammelt man zum einen ganz normal wie bei einer PAYBACK-Sammelkarte für Umsätze bei PAYBACK-Partnern. Wird der Einkauf mit der Kreditkarte bezahlt, erhält man zusätzlich unabhängig vom Einsatzort pro angefangene zwei Euro Umsatz einen Bonuspunkt gutgeschrieben (Tankstellen ausgenommen). Ein Bonuspunkt ist umgerechnet ein Cent wert. Die Kreditkarte rettet auch vor dem sonst so häufig drohenden Punkteverfall. Bedingung für die unbegrenzte Gültigkeit ist mit ihr lediglich, dass innerhalb der letzten drei Jahre Punkte gesammelt wurden. Über regelmäßig ausgerufene Aktionen erhalten Antragssteller einmalig Extra-Punkte geschenkt.
Die "Gold-Karte" der TARGOBANK hat mit EUR 59,00 einen hohen jährlichen Kartenpreis, dafür werden aber 1,00% auf alle im jeweiligen Vormonat getätigten Einkaufsumsätze gutgeschrieben. Es gibt keine betragliche Begrenzung. Um den Kartenpreis erwirtschaften, sind somit mindestens EUR 5.900 Jahresumsatz notwendig. Einer beitragsfreien Karte mit dem sonst üblichen Cashback von 0,50% ist die Karte der TARGOBANK ab EUR 10.800 Jahresumsatz überlegen.


Wegen hoher Benzinpreise sind Tankrabatt-Karten sehr beliebt. Den Liter Benzin tankt man so ein paar Cents günstiger. Die "1plus Visa-Card" der Santander Consumer Bank wird im Neugeschäft dauerhaft beitragsfrei angeboten, der Tankrabatt mit ihr beträgt maximal EUR 48,00 jährlich. Sich die 1plus Visa-Card zuzulegen lohnt sich somit in jedem Fall, der Ersparnis beim Tanken ist kein Jahresbeitrag für die Karte gegenüberzustellen. Wenn der volle Betrag der Monatsabrechnug manuell überwiesen wird, fallen keine Sollzinsen an; die Bank zieht nur einen Teilbetrag ein.