Newsletter: Direktbanken.News 05/2017

Willkommen zu den monatlichen News von modern-banking.de


Themenüberblick

1. Kunden bescheinigen Wüstenrot eine überhastet durchgeführte Umstellung
2. Postbank Business Giro auch bei hohem Habensaldo nicht mehr günstig
3. Deutsche Bank schafft Fakten beim mobilen Zahlen
4. BaFin rudert bei den Anforderungen für das VideoIdent zurück
5. Der monatliche Newsticker
6. Die Zinsentwicklung beim Tagesgeld
7. Die Zinsentwicklung bei den Festzinsanlagen


1. Kunden bescheinigen Wüstenrot eine überhastet durchgeführte Umstellung

Für die Kunden der Marke "Wüstenrot direct" sind die Bankgeschäfte umständlicher und unübersichtlicher geworden, in Kommentaren in einigen Foren und in den App-Stores von Apple und Android ist dies dargelegt. Hintergrund ist eine konzerninterne Reorganisation - die rechtliche Abspaltung eines Teilbetriebs der Wüstenrot Bank AG Pfandbriefbank an die Wüstenrot Bausparkasse AG. Die Tagesgeldkonten und die im Neugeschäft nicht mehr angebotenen Zinskonten "Top Termingeld flex" und "Vorsorge Sparen" sind deshalb nun bei der Bausparkasse, während Girokonten, Kreditkarten, die Kredite und die Vermittlung von Depots und Investments bei der Bank verbleiben. Dennoch, die zahlreichen Änderungen betreffen alle Kunden, auch die, die weiterhin der Bank zugeordnet sind. Die Girokonten zogen am langen Osterwochenende vom 13.4.17 bis zum 17.4.17 in ein neues Online-Banking um. Das alte Portal bekam die Bezeichnung "Tagesgeldportal" und gehört nun zur Bausparkasse, die Einlagekonten werden dort angezeigt. Man muss sich somit gegebenenfalls auf zwei separaten Portalen einloggen, um alle seine Konten zu überblicken. Ein Nutzer formulierte es treffend so: "Die Aufsplittung macht für mich als Endkunde überhaupt keinen Sinn." Die Bank hat eine neue BIC und eine neue Bankleitzahl und die Girokunden erhielten eine neue IBAN, weil die sich auch aus BIC und Prüfziffer zusammensetzt. Unter der alten IBAN eingehende Transaktionen können weiterhin von der Bank verarbeitet werden, die Kunden müssen zu bestehenden Lastschrifteinzügen nichts unternehmen, sie sollen die neue IBAN und BIC aber verwenden, wenn sie Lastschriftermächtigungen neu erteilen oder ihre Kontoverbindung für Überweisungen mitteilen. Auch eine neue Banking-App für die mobilen Geräte wurde verfügbar gemacht, mit der es jedoch nicht einmal möglich ist, Überweisungen zu tätigen, denn das mTAN-Verfahren ist in dieser aus Sicherheitsgründen nicht erlaubt. Es ist eine weitere Stelle, die noch nicht fertig ist. An einem zusätzlichen TAN-Verfahren ("SecureGo Tan"), das sich für den mobilen Zahlungsverkehr eignet, werde mit Hochdruck gearbeitet. Mit der erst kürzlich abgeschafften TAN-Liste und der alten App hätte man sich hier noch behelfen können. Die Kreditkartenumsätze werden derzeit weder im Online-Banking noch in der App angezeigt, die Karteninhaber erhalten zu den Kreditkarten vorübergehend kostenlose Kontoauszüge auf dem Postweg. Erst mit den neuen Karten, die Ende Mai kommen sollen, werden die Umsätze wieder angezeigt. Die Karten haben eine neue Kartennummer, wenn sie als Zahlungsmittel zum Beispiel bei Online-Shops oder PayPal hinterlegt sind, sollte nicht vergessen werden, die Daten zu ändern. Bei den Prepaid-Karten, die in Verbindung mit dem Girokonto häufig bei Wüstenrot direct ausgegeben wurden, gestaltet sich das Aufladen derzeit schwierig, bis die Neue da ist, wird das Aufladen über eine Nachricht an karten@wuestenrot.de angestoßen. Vorhandenes Prepaid-Guthaben wird nicht automatisch auf sie übertragen. Noch im ersten Halbjahr 2017 soll es ein Kundenportal geben, bei dem in einer Gesamtübersicht neben Girokonten, Kreditkarten, Zinskonten, Krediten und Bausparen zugleich die Versicherungsverträge bei der Württembergischen Versicherung dargestellt werden, für Details und Transaktionen wird der Kunde von dort aus auch zu den jeweiligen Portalen gelangen können.

2. Postbank Business Giro auch bei hohem Habensaldo nicht mehr günstig

Die Postbank hebt die Preise bei den Geschäftskonten per 1.7.17 drastisch an. Im vergangenen November hatte sie den Privatkunden eine neue Kontenwelt präsentiert, jetzt schickte sie den Geschäftskunden ein Schreiben, in dem sie Änderungen ankündigt. Ein Flyer ist beigelegt, zwei zusätzliche Kontomodelle stellt sie zur Auswahl und empfiehlt, welches von den künftig drei Business-Girokonten mit der derzeitigen Kontonutzung geeignet wäre. Im Neugeschäft werden die Konten ab 22.5.17 angeboten. Die Postbank betreibt die Geschäftskundensparte als Massengeschäft, zur Zielgruppe gehören Selbstständige, Freiberufler, Handwerker, Gewerbetreibende und kleine Unternehmen. Bei dem bis dahin einzigen Kontomodell, dem "Business Giro", ist dann keine kostenlose Kontoführung mehr durch einen hohen durchschnittlichen Habensaldo ab EUR 10.000 zu bewirken. Lediglich die Stufe ab EUR 5.000 bleibt, mit der sich die Monatspauschale von EUR 9,90 auf EUR 5,90 drücken lässt. Für jede beleglose Buchung fallen ab Juli EUR 0,20 (bisher EUR 0,12) an, wodurch sich schnell eine größere Summe ergibt. Jede beleghafte Buchung kostet künftig EUR 1,50 (bisher EUR 0,99). Die zwei neuen Kontomodelle haben unabhängig vom Habensaldo eine Monatspauschale von EUR 12,90 ("Business Giro aktiv") und EUR 16,90 ("Business Giro aktiv plus"), und dafür mit EUR 0,12 bzw. EUR 0,08 einen gemäßigten Preis je beleglose Buchung. Als zusätzlicher Mehrwert ist eine Standard-Kreditkarte im ersten Jahr beitragsfrei und die Gold-Kreditkarte von EUR 80,00 auf EUR 40,00 vergünstigt, beim Business Giro aktiv plus wird auch das optionale Depot kostenlos geführt. Den Rechnungsabschluss stellt die Postbank von quartalsweise auf monatlich um. Für Unternehmer ist die Frage der steuerlichen Anerkennung von Online-Kontoauszügen mit Unsicherheiten behaftet, das bloße Ausdrucken reicht nicht aus, um sie in die Buchführung zu übernehmen, weshalb viele noch immer dem Papierkontoauszug den Vorzug geben. Der kostenlose Kontoauszug per Post fällt nun aber weg, je Versand werden EUR 1,00 abgebucht. Stattdessen lässt sich ab sofort über das Kontaktformular des Online-Bankings der Online-Kontoauszug oder das Abholen am Kontoauszugsdrucker aktivieren. In den Konten steckt viel Funktionalität und im Schreiben benennt die Postbank auch, dass sie die Höhe des individuellen Sollzinses für den Kontokorrentkredit senken wird und eine App, "Postbank Business Assistent", speziell für Geschäftskunden entwickelt hat. Die App ist ab sofort für iPads und Android-Tablets erhältlich, sie verknüpft das Online-Banking mit Office-Funktionen. Angebote, Rechnungen und Mahnungen lassen sich mit Vorlagen und einem Upload des eigenen Logos erstellen. Anschließend lassen sich die Dokumente aus der Anwendung heraus per E-Mail versenden oder per kostenpflichtigem E-POST-Service als Brief. Die Fristen der eingegebenen Zahlungsziele werden digital überwacht, eingehende Zahlungen den offenen Rechnungen zugeordnet. Die Vorstellung, die Arbeitsabläufe mit der App zu erledigen, ist sicherlich angenehm, nur die wenigsten Unternehmer werden aber tatsächlich schon mit einfachen Vorlagen zufrieden sein oder diesen Teilbereich der Buchhaltung auf das Tablet ausquartieren.

3. Deutsche Bank schafft Fakten beim mobilen Zahlen

Kunden der Deutschen Bank können seit Anfang April ihr Smartphone für das kontaktlose Zahlen an der Ladenkasse nutzen. Als erstes Kreditinstitut in Deutschland bietet die Deutsche Bank das flächendeckend an, und zwar als neue Funktion ihrer Banking-App in der Android-Version. Es wird dazu ein NFC-fähiges Smartphone mit Betriebssystem ab Android 4.4 und eine Mastercard der Deutschen Bank benötigt (Deutsche Bank Card Plus, Mastercard Standard, Mastercard Travel, Mastercard Gold oder Mastercard Platin). Das schränkt den potenziellen Nutzerkreis ein, Kreditkarten anderer Institute oder girocards können vorerst nicht in der digitalen Börse der Deutschen Bank für die Zahlungen hinterlegt werden. Die von der Kreditkartengesellschaft stammende Verschlüsselung der Transaktionen funktioniere damit noch nicht, erklärte die Bank. Die Kreditkarten der Deutschen Bank sind vergleichsweise teuer, aber als Einzelprodukt zu bekommen. Die im Dezember 2016 eingeführte Deutsche Bank Card Plus (eine Debit-Mastercard) ist hingegen über eine aktuelle Aktion im ersten Jahr beitragsfrei, kostet dann jährlich EUR 18,00 und erfordert für das sofortige Abbuchen ein Girokonto bei der Deutschen Bank. Auch iPhone-Nutzer sind erst mal außen vor, da Apple den Zugriff auf die NFC-Schnittstelle für Dritte nicht freigibt, sie allein dem hauseigenen Bezahldienst Apple Pay vorbehält, um an allen Zahlungstransaktionen mitzuverdienen. Für die Kunden der Deutschen Bank ist das Einrichten des mobilen Zahlens mit wenig Aufwand verbunden: Sofern eine der unterstützten Karten vorhanden ist, zeigt die App diese automatisch virtuell an, die Kunden können nach der Bestätigung der Nutzungsbedingungen sofort loslegen. Das Smartphone speichert dann zehn Zahlenschlüssel, sogenannte Token. Für die einzelne Zahlung werde statt der sensiblen Kreditkartendaten jeweils ein Token und dessen Ablaufdatum für die verschlüsselte Übermittlung bereitgehalten. Die Token sind selbst dann verfügbar, wenn das Smartphone nicht im Mobilfunknetz oder mit dem Internet verbunden ist. Sind einige davon aufgebraucht, werden sie beim nächsten Einloggen in die App über das Internet nachgeladen. Beim eigentlichen Bezahlvorgang reicht es aus, das Smartphone zu entsperren und an das Lesegerät zu halten, die App muss nicht aufgerufen werden. Ab EUR 25,00 wird am Kassenterminal zusätzlich die PIN der hinterlegten Mastercard abgefragt; der Schwellenbetrag gilt für Deutschland, er ist länderspezifisch. Wenn die Zahlung erfolgreich war, wird die Zahlungsbestätigung direkt am Terminal angezeigt und der Kunde wird zusätzlich über sein Smartphone informiert.

Das mobile Zahlen ist Teil der Digitalisierungsstrategie, in die die Deutsche Bank zurzeit viel Geld pumpt. Sie fährt die vermutlich einzig erfolgversprechende Strategie, den US-Konzernen zuvorzukommen, und in der Zwischenzeit den Dienst auszubauen, damit der Nutzer einen Wechsel zu Apple Pay oder Google Pay nicht mehr als notwendig erachtet. Wann diese nach Deutschland kommen, ist noch immer ungewiss, wenngleich sich bei Apple Pay die Anzeichen für einen baldigen Start verdichten. Auch Sparkassen und Genossenschaftsbanken arbeiten daran, dass ihre Kunden künftig per Smartphone zahlen können. Bei den Sparkassen soll es Ende des Jahres so weit sein, bei den Genossenschaftsbanken Anfang 2018. Allerdings setzen die beiden Bankengruppen daneben auch auf kontaktloses Zahlen mit der girocard, was die Deutsche Bank als einen Zwischenschritt ansieht, der übersprungen werden könne, in der Entwicklung hin zur Virtualisierung, bei der gar keine Karten mehr benötigt werden. Von den Mobilfunkanbietern ist Vodafone der Einzige, der noch eine mobile Geldbörse hat. Bei Vodafone steht sie nur den eigenen Vertragskunden (ohne Prepaidtarife) zur Verfügung, ist an die SIM-Karte gekoppelt und die technischen Hürden sind höher.

4. BaFin rudert bei den Anforderungen für das VideoIdent zurück

Die Aufsichtsbehörde BaFin veröffentlichte am 10.4.17 für alle von ihr beaufsichtigten Institute ein neues Rundschreiben (3/2017) zum VideoIdent-Verfahren. VideoIdent ist eine Alternative zur Legitimation am Postschalter, auf die sich Dienstleister wie WebID oder IDnow spezialisiert haben. Die BaFin legt in dem Rundschreiben dar, wie genau eine solche Identifizierung ablaufen muss. Von einigen Anforderungen, die sie zwischenzeitlich einführen wollte, ist sie komplett abgerückt. Mit Blick auf die Sicherheit wollte die BaFin nämlich schon im vergangenen Juni neu regeln, was die Anbieter erfüllen müssen - um Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung und andere Straftaten effektiver zu bekämpfen. Das damalige Rundschreiben sollte ohne Übergangsfrist gelten und hätte das Verfahren viel komplizierter gemacht, die BaFin setzte es nach einem Aufschrei der Finanzwelt zwei Wochen nach der Veröffentlichung erst einmal aus. Mit den damaligen Regeln hätten die Unternehmen in sonstigen Datenquellen, etwa den sozialen Netzwerken, über die potenziellen Kunden recherchieren müssen. Außerdem wäre erforderlich gewesen, dass die angehenden Kunden als zusätzlichen Schritt von einem ihrer anderen Konten einen kleinen Geldbetrag auf ihr neues Konto überweisen - eine sogenannte Referenzüberweisung. Zu den Kritikpunkten zählte auch, dass das Verfahren nur noch Kreditinstituten zu Verfügung stehen sollte, Zahlungsinstituten oder E-Geld-Instituten zum Beispiel nicht mehr. Diese Punkte wurden allesamt verworfen, sie kommen in dem aktuellen Rundschreiben gar nicht mehr vor.

Ab 15.6.17 gelten die überarbeiteten Vorgaben, die in vielen Punkten sehr konkret sind. So müssen die Anfragen zufällig auf die Mitarbeiter verteilt werden, um Manipulationen vorzubeugen. Und es sind zahlreiche Sichtprüfungen des Ausweisdokuments in einer Liste benannt, von denen mindestens drei aus verschiedenen Kategorien für die Identifizierung zufällig ausgewählt und erfüllt werden müssen. Außerdem sollen die Mitarbeiter psychologische Fragen stellen und beobachten, um sich von der Plausibilität der Angaben sowie der vorgegebenen Absicht der zu identifizierenden Person zu überzeugen. Es könne beispielsweise im Gespräch nach dem Alter gefragt werden, im Hinblick auf eine Validierung der Geburtsangaben im Ausweisdokument. Von den Mitarbeitern wird erwartet, so auch zu erkennen, ob nach eigenem Willen oder durch Druck einer zweiten Person das Konto beantragt wird. Es gibt einen weiteren Prüfschritt, der eine computergestützte Manipulation der Bildübertragung verhindern soll. Dabei soll die zu identifizierende Person den Ausweis an einer systemseitig zufällig bestimmten Stelle mit dem Finger teilweise verdecken oder etwa eine Hand vor ihrem Gesicht bewegen. Anhand von Standbildern ist dann die Echtheit zu überprüfen. Neu hinzugekommen ist die verpflichtende Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für die sichere Kommunikation, die fragwürdige Nutzung von Skype oder ähnlichen Diensten ist nicht mehr zulässig.

5. Der monatliche Newsticker

++ die DKB hebt bei ihren für einzelne Branchen unterteilten Geschäftskonten per 1.7.17 die Gebühren an. Eine Monatspauschale von EUR 15,00 ist künftig in den Kontomodellen "Standard", "Kommunalkunden", "Tourismuskonto" und "Infrastrukturkunden" zu zahlen, bislang fiel keine an bzw. bei "Standard" lediglich in Höhe von EUR 1,00. Beleghafte Überweisungen kosten dann EUR 1,50 (bisher EUR 0,50) und die Einreichung von Inlandsschecks EUR 1,00 (bisher je nach Kontomodell kostenlos oder EUR 0,20). Für jede Bankkarte und jede Kreditkarte, die nachträglich zur Kontoeröffnung bereitgestellt wird, zum Beispiel für weitere Verfügungsberechtigte, werden EUR 20,00 belastet. Bislang wurden die Karten kostenlos zur Verfügung gestellt, lediglich die Ersatzkarte kostete EUR 10,00, sofern vom Kunden zu vertretende Umstände vorlagen

++ ING-DiBa brachte am 3.5.17 eine neue App in die Stores - "Banking to go". Sie ist parallel zur App "Banking + Brokerage" verfügbar und soll demnächst die ausschließlich für die Freigabe einsetzbare App "SmartSecure" ablösen. Der Ansatz ist zum ersten Mal, in einer einzigen App den Auftrag erstellen und auch freigeben zu können. Überweisen ist deshalb die Kernfunktion. Weitere Funktionen sollen erst nach und nach folgen, ansonsten kann die neue App für die Freigabe von mit "Banking + Brokerage" erfassten Aufträgen verwendet werden. Für Login und Freigabe ist eine selbstgewählte fünfstellige PIN einzugeben, auf iOS-Geräten wird der Fingerabdruck-Scan unterstützt

++ N26 erweiterte am 19.4.17 um ein Geschäftskonto speziell für Selbständige und Freiberufler, die im eigenen Namen geschäftlich tätig sind. Eine eventuell gewählte Geschäftsbezeichnung kann nicht als Zusatz bei den Kontodaten hinterlegt werden. Es fallen erfreulicherweise weder Kontoführungspauschale noch Buchungsposten an. Das Konto hat dieselben Funktionen wie das für die Privatkunden, wobei eine beitragsfreie Mastercard Business enthalten ist, zu der N26 sogar 0,10% Cashback auf mit Karte bezahlte Einkäufe vergütet. N26-Vorstand Valentin Stalf formulierte es so: "Wir unterstützen dabei, sich aufs Geschäft zu konzentrieren und außerdem die Kosten für ein traditionelles Geschäftskonto zu sparen, die sich leicht auf mehrere 100 Euro pro Jahr belaufen können."

++ die HypoVereinsbank bietet seit 18.4.17 für bei ihr geführte Girokonten an, diese online mit dem externen Dienst MoneyMap zu verbinden. MoneyMap verspricht, Sparpotenzial bei den laufenden Haushaltskosten aufzudecken, zunächst nur bei Strom- und Gaslieferverträgen, in einer weiteren Ausbaustufe auch in anderen Branchen wie zu Mobilfunk-, Internet- und Festnetzanbietern. Die Anbindung erfolgt über einen Lesezugriff, durch den die relevanten Vertragsinformationen aus Lastschriften oder Überweisungen erkannt und aufgelistet werden. Viele Vertragstypen sollen in ein paar Wochen bequem über MoneyMap gekündigt werden können. Gleichzeitig können mit einer Auswahl an Versorgern auch Verträge zum nahtlosen Übergang in die neue Versorgung geschlossen werden

++ bei der Postbank können Privatkunden seit 1.4.17 keine Schecks mehr zum Einzug bringen, die bei einem Institut im Ausland einzulösen sind oder auf Fremdwährung lauten. Lediglich inländische Schecks in Euro werden noch angenommen

++ Renault Bank direkt ermöglicht ab 8.5.17 eine papierlose Eröffnung des Tagesgeldkontos. Der Antrag muss dann nicht mehr an die Renault Bank eingesendet werden. Es reicht aus, seine Daten über die Online-Antragsstrecke an Renault Bank direkt zu übermitteln und im Anschluss die Identifikation per PostIdent oder VideoIdent zu durchlaufen. Wählt der neue Kunde das VideoIdent, so läuft die Kontoeröffnung völlig papierlos. Außerdem bietet Renault Bank direkt ab 8.5.17 ein weiteres TAN-Verfahren an, und zwar die App-basierte PushTan

++ die onvista bank erhielt am 26.4.17 ein neues Logo. Es ist an das von comdirect angeglichen - derselbe minimalistische Schriftzug wie bei comdirect, aber weiterhin in Rosa. Auch die vollständige Kleinschreibung wurde übernommen, statt OnVista Bank heißt es deshalb nun onvista bank. Der Pfeil ist nicht mehr Teil der Bildmarke

++ Consorsbank senkte am 25.4.17 den Sonderzins für die Depoteröffnung mit gleichzeitigem Wertpapierübertrag in Höhe von mindestens EUR 6.000. Der über diese Aktion erhältliche Sonderzins beträgt nun 1,00% p. a. (vorher 1,50% p. a.) bzw. 2,00% p. a. (vorher 2,50% p. a.). Er wird auf dem Tagesgeldkonto für Beträge bis EUR 20.000 für zwölf Monate eingeräumt - der höhere Zinssatz, wenn über das Übertragsformular von Consorsbank auch die Schließung des Fremdbankdepots beauftragt wird

++ bei der netbank gibt es erstmals eine Geldprämie für den Wertpapierübertrag, in Verbindung mit der Eröffnung des Depots. Die Geldprämie ist abhängig von der Gesamthöhe des übertragenen Wertpapiervolumens: EUR 25,00 Prämie ab einem Übertrag im Gegenwert von EUR 10.000, EUR 50,00 ab EUR 25.001, EUR 100,00 ab EUR 50.001 und EUR 200,00 ab EUR 100.001. Im Aktionszeitraum vom 20.4.17 bis 31.7.17 muss sowohl das Übertragsformular eingereicht als auch der damit beauftragte Wertpapierübertrag erfolgt sein. Eine Haltefrist ist nicht vorgegeben

++ von International Card Services gibt es im Zeitraum vom 1.5.17 bis zum 31.5.17 eine Neukundenaktion mit EUR 25,00 Startguthaben, und zwar zu den Kreditkarten "ICS Visa World Card", "ICS Visa Foto Card" und "ICS World Card Gold". Die ICS Visa World Card ist davon das interessanteste Angebot. Sie enthält zwar keine Versicherungsleistungen, aber sie ist inklusive der Partnerkarte beitragsfrei. Ein weiterer Vorteil für Reisende: Im Ausland fällt für Abhebungen damit keine Bargeldgebühr an. Um das Startguthaben nutzen bzw. auch behalten zu können, muss die Karte innerhalb von drei Monaten erstmals zur Zahlung im Handel eingesetzt werden und der Karteninhaber sollte während der ersten zwölf Monate nach Erhalt des Startguthabens nicht kündigen

6. Die Zinsentwicklung beim Tagesgeld

Austrian Anadi Bank aus Österreich kündigt an, am 15.5.17 beim "Flexgeld24" auf 0,50% (bisher 0,60%) zu senken.

FIMBank aus Malta kündigt an, am 15.5.17 beim "Flexgeld24" auf 0,45% (bisher 0,55%) zu senken.

Die Mercedes-Benz Bank verringert am 9.5.17 bei "Kontoführung Online" auf 0,15% (bisher 0,20%) und bei "Kontoführung Classic" auf 0,10% (bisher 0,15%).

Die LeasePlan Bank aus den Niederlanden senkte am 1.5.17 auf 0,45% (vorher 0,50%).

Meine Bank verringerte zum 1.5.17 auf 0,80%. Der Zinssatz gilt lediglich für die Guthabenteile bis EUR 10.000, zuvor waren es 1,00%, ein Angebot für die Schaufensterauslage, das aber über viele Monate gehalten wurde.

Die akf bank ging am 1.5.17 auf 0,30% (vorher 0,40%).

Die Südtiroler Sparkasse senkte am 28.4.17 auf 0,35% (vorher 0,45%).

Hanseatic Bank senkte am 24.4.17 auf 0,15% (vorher 0,20%).

Sberbank Direct verringerte am 11.4.17 auf 0,40% (vorher 0,45%).

Die Oney Bank aus Frankreich, eine Tochtergesellschaft der Warenhauskette Auchan, ist seit 7.4.17 über die Zinspilot-Plattform verfügbar. Sie fängt mit hohen 1,22% an. Verfügungswünsche werden wie bei allen "Flexgeld24"-Konten auf Zinspilot nur an zwei Terminen im Monat ausgeführt.

RaboDirect startete zum "RaboTagesgeld" eine Aktion mit festem Bonuszins von 0,40% p. a. auf neue Gelder bis EUR 75.000. Zusammen mit dem Standardzins ergeben sich damit zurzeit 0,80% p. a. als Verzinsung für die neuen Gelder. Bei Kontoeröffnung im Aktionszeitraum 6.4.17 bis 5.8.17 räumt RaboDirect den Bonuszins in den ersten vier Monaten ab Freischaltung des Kontos ein. Maßgeblich für das Datum der Eröffnung ist ebenfalls die Freischaltung, sie erfolgt nach Eingang der Legitimation, der Erstüberweisung zur Bestätigung des Referenzkontos und der abschließenden Prüfung durch RaboDirect; sie wird per E-Mail mitgeteilt. Für Bestandskunden gilt das Angebot in gleichem Maße, freilich müssen hier die Regeln ein wenig anders definiert sein. Als Bestandskunde kann man vom Bonuszins im vorgegebenen Zeitraum vom 6.4.17 bis zum 5.8.17 profitieren. Was hier als Neugeld zählt, geben wir im Vergleich in der Fußnote an.

7. Die Zinsentwicklung bei den Festzinsanlagen

(Auswahl an relevanten Änderungen)

Klarna aus Schweden verringerte am 5.5.17 bei 12 Monaten auf 0,80% (vorher 1,00%) und bei 2 Jahren auf 1,00% (vorher 1,10%).

Die akf bank verringerte am 1.5.17 bei 6 sowie 9 Monaten von 0,60% auf 0,50%.

Eurocity Bank nahm am 28.4.17 bei 3 Jahren mit einem Sprung von 0,80% auf 1,20% die Spitzenposition ein. Daneben erhöhte sie bei 5 Jahren auf 1,45% (vorher 1,35%), bei 6 Jahren auf 1,50% (vorher 1,40%) und bei 10 Jahren auf 1,75% (vorher 1,65%).

Oney Bank aus Frankreich, in der ersten Aprilhälfte auf Zinspilot hoch eingestiegen, verringerte schon am 28.4.17 bei 12 Monaten von 1,33% auf 1,22%.

Die CreditPlus Bank nahm am 27.4.17 jeweils um 0,05 Prozentpunkte zurück, zum Beispiel bei 5 Jahren auf 0,85% (vorher 0,90%) und bei 7 Jahren auf 1,05% (vorher 1,10%).

Die Amsterdam Trade Bank aus den Niederlanden erhöhte am 26.4.17 bei 12 Monaten auf 0,80% (vorher 0,60%) und bei 2 Jahren auf 1,00% (vorher 0,90%).

Wyelands Bank aus Großbritannien verringerte am 25.4.17 bei 2 Jahren von 1,50% auf 1,00%. Sie bietet aber weiterhin hohe 1,35% bei 12 Monaten.

Noch einen schönen Monat Mai wünscht

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