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Tagesgeld: Der Einfluss von Leitzinsanpassungen der Europäischen Zentralbank auf die Tagesgeldzinsen

Der Leitzins der Europäischen Zentralbank (EZB) beeinflusst vor allem die kurzfristigen Konditionen der Banken. Das zeigen gerade Tagesgeld- und Festgeldanlagen. Die Zinsen werden aber auch von weiteren Faktoren bestimmt.

Der Leitzins ist ein Mittel zur Steuerung der Geldpolitik, um das Ziel der Preisniveaustabilität zu erreichen. Die EZB bestimmt drei verschiedene Leitzinsen, der Zinssatz für das Hauptrefinanzierungsgeschäft ist der wichtigste Leitzins der EZB und wird daher häufig auch als "der" Leitzins bezeichnet. Zu diesem Zinssatz können sich Geschäftsbanken gegen Verpfändung notenbankfähiger Sicherheiten oder unter Eingehung eines Wertpapierpensionsgeschäftes Zentralbankgeld ausleihen.

Banken greifen nicht alleine auf die EZB zurück, um sich den Rohstoff Geld zu beschaffen. Sie leihen sich Geld auch bei anderen Finanzinstituten und den eigenen Kunden aus. Die Tagesgeldzinsen werden deshalb nicht nur von den Entscheidungen der EZB bestimmt, wenngleich diese den Trend vorgeben. Entscheidend ist auch die Konkurrenzsituation am Markt und die Strategie der einzelnen Anbieter. Banken erreichen über Tagesgeldanlagen solvente Kunden, die durch den Abschluss von weiteren Bankprodukten, die Erträge auch auf Umwegen steigern können.

Zinshistorie zum Leitzins

Klicken Sie auf die Grafik, um die Leitzinsentwicklung seit 1.1.05 abzurufen.

Zu beobachten ist, dass Leitzinsanpassungen regelmäßig zu einer Reihe von Zinsänderungen beim Tagesgeld führen. Kunden können Bankkonditionen im Internet vergleichen, die Wechselbereitschaft ist schon bei geringen Zinsunterschieden groß. Über die verlinkte Grafik kann die Leitzinsentwicklung bis 1.1.05 zurückverfolgt werden.

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