Newsbeitrag vom 05.01.2010

2010-Bug bei Zahlungskarten

An Millennium blieben die Probleme aus, nicht jedoch nach dem letzten Jahreswechsel. An Geldautomaten und Händler-Terminals wurden in den ersten Tagen des neuen Jahres vermehrt ec- und Kreditkarten als ungültig abgewiesen. Zunächst wurde von Postbank und Commerzbank eingeräumt, dass einige Karten ihren Dienst verweigerten, betroffen sind offenbar aber zahlreiche Institute. Schuld sei ein fehlerhaft programmierter Karten-Chip, meldete am Montagabend der Zentrale Kreditausschuss (ZKA), der Dachverband der deutschen Kreditwirtschaft. Die betroffenen Karten tragen einen EMV-Chip eines bestimmten Produktionstyps, dessen Software die Jahreszahl 2010 nicht richtig verarbeitet. Der EMV-Standard ist im goldfarbenen Plättchen auf der Vorderseite vieler neuerer Karten untergebracht und soll gespeicherte Daten besser gegen Fälscher und Kopierbetrüger schützen. Wer die schadhaft bestückten Chips herstellte, wird jetzt untersucht.

Das Akzeptanzproblem lässt sich dem ZKA zufolge zentral durch eingespielte Software-Updates beheben. Während die Geldautomaten im Inland inzwischen flächendeckend umgestellt sein sollten, kann es in den Geschäften noch vereinzelt zu Schwierigkeiten beim Bezahlen kommen. Die Händler-Terminals, an denen der Fehler auftritt, werden schrittweise durch eine neue Konfiguration angepasst. Anders sieht es im Ausland aus. Dort könne es noch etwas länger dauern, man arbeite aber eng mit den zuständigen, internationalen Zahlungssystemen zusammen. Wer jetzt ins Ausland fährt, sollte sich daher sicherheitshalber mit Bargeld eindecken. Die ZKA forderte die Bankkunden auf, die Nachricht ihrer Geldhäuser abzuwarten, sofern weitere Schritte notwendig werden, würden diese zum geeigneten Zeitpunkt informieren.

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