Festzinsanlage: Information

  1. Zinsangebot
    Deutsche Handelsbank
    1. 0,80% bei 2 Jahren
    2. Mindestanlage von EUR 10.000
  2. Zinsangebot
    Crédit Agricole Consumer Finance
    1. 1,21% bei 2 Jahren
    2. 1,31% bei 3 Jahren
    3. Mindestanlage von EUR 5.000
    4. Auslandsanlage
    5. französische Einlagensicherung

Eine jederzeit verfügbare Reserve ist wichtig. Aber alles, was darüber hinausgeht, sollte man gewinnbringend anlegen. Bei einer Festzinsanlage legt man Geld auf mehrere Monate oder Jahre sicher an und erhält hierfür einen Festzins, der dem Anlagekonto gutgeschrieben oder auf ein Verrechnungskonto ausgezahlt wird. Die Anlageform ist gebührenfrei und es gibt keine Kursschwankungen. Unsere Datenbank beinhaltet Festzins-Konditionen unabhängig davon, ob das Produkt von der jeweiligen Bank nun als "Festgeld", "Termingeld" oder "Sparbrief" bezeichnet wird. Begriffe wie "Festgeld" oder "Termingeld" werden meist bei Festzinsvereinbarungen für Zeiträume bis 12 Monate verwendet, dagegen werden mehrjährige Laufzeiten eher als "Sparbrief" benannt. Wie lange Geld angelegt werden soll, hängt von den Sparzielen, den Zinserwartungen und vor allem vom Zeitpunkt ab, wann das Geld wieder benötigt wird. Wer eine mehrjährige Bindung scheut, kann den Anlagebetrag in Tranchen aufteilen und zu unterschiedlichen Fälligkeitsterminen anlegen. So ist ein Teil des Geldes in absehbarer Zeit immer verfügbar und kann dann bei Bedarf wieder neu angelegt werden. Eine EU-Richtlinie gibt in Bezug auf die gesetzliche Einlagensicherung EU-weit eine Mindestabsicherung von EUR 100.000 je Privatkunde vor. Dennoch ist es wichtig zu wissen, durch welche in- oder ausländische Institution die Absicherung beim jeweiligen Anbieter konkret erfolgt. Diese Information ist natürlich im Vergleich vermerkt.

Auch bei Festzinsanlagen muss man inzwischen aufpassen. So schreiben verschiedene Banken bei mehrjährigen Anlagen die Zinsen erst am Laufzeitende und ohne Zinseszinseffekt gut. Damit die Zinshöhe nicht täuscht, geben wir in der Fußnote den entsprechenden Wert bei jährlicher Zinsgutschrift an. Außerdem werden vereinzelt Festzinsanlagen mit Nachrangabrede aufgelegt. Das bedeutet aber, dass die Einlagensicherung im Falle der Pleite nicht greift. Denn diese Verbindlichkeiten werden im Insolvenzfall nachrangig - nach denen anderer Gläubiger - bedient. Angebote mit Nachrangabrede führen wir nicht auf.

Die Europäische Zentralbank (EZB) spült Hunderte Milliarden Euro ins Finanzsystem. Sie kaufte zwischen März 2015 und Dezember 2018 im großen Stil Kreditverbriefungen an, in der Summe im Wert von rund 2,6 Billionen Euro. Ab Januar 2019 weitete sie ihr Portfolio an Kreditverbriefungen zwar nicht mehr aus, Rückflüsse aus fällig werdenden Papieren reinvestierte sie aber weiterhin. Ab November 2019 will die EZB die umstrittenen Käufe in monatlichen Tranchen von 20 Milliarden Euro wieder aufnehmen. Solange sie zudem auch ihren Leitzins bei Null hält und eine negative Einlagenfazilität vorliegt, sprich die Banken für Einlagen bei der EZB Strafzinsen zahlen müssen, sind kaum höhere Sparzinsen für Anleger zu erwarten. Nach Abzug von Steuern und Inflation verliert Geld auf vielen Anlageplätzen an Wert. Die Aussichten scheinen also eher trübe zu sein. Gelder unverzinst zu lassen, stellt trotzdem keine Alternative dar. Vielmehr gilt es Gelegenheiten zu nutzen, denn es gibt immer mal wieder attraktive Offerten und einige Banken, die wieder an Einlagekunden interessiert sind.

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