Festzinsanlage: Information

  1. Zinsangebot/Anzeige
    pbb direkt
    1. 1,25% p. a. bei 2 Jahren
    2. 1,50% p. a. bei 3 Jahren
    3. 1,75% p. a. bei 5 Jahren
    4. Mindestanlage von EUR 5.000
    5. kann auch als Gemeinschaftskonto oder als Konto für Minderjährige eröffnet werden
    6. VideoIdent möglich
  2. Zinsangebot
    Klarna Bank
    1. 0,75% p. a. bei 6 Monaten
    2. 1,30% p. a. bei 12 Monaten
    3. 1,70% p. a. bei 2 Jahren
    4. Mindestanlage von EUR 5.000
    5. Auslandsanlage
    6. Absicherung durch die staatliche Einlagensicherung Schwedens
    7. Eröffnung wieder per Anmeldeformular und PostIdent möglich, ohne Girokonto bei Klarna
    8. Überweisung des Anlagebetrags unmittelbar nach der Online-Registrierung möglich

Eine jederzeit verfügbare Reserve ist wichtig. Aber alles, was darüber hinausgeht, sollte man gewinnbringend anlegen. Bei einer Festzinsanlage legt man Geld auf mehrere Monate oder Jahre sicher an und erhält hierfür einen Festzins, der dem Anlagekonto gutgeschrieben oder auf ein Verrechnungskonto ausgezahlt wird. Die Anlageform ist gebührenfrei und es gibt keine Kursschwankungen. Unsere Datenbank beinhaltet Festzins-Konditionen unabhängig davon, ob das Produkt von der jeweiligen Bank nun als "Festgeld", "Termingeld" oder "Sparbrief" bezeichnet wird. Begriffe wie "Festgeld" oder "Termingeld" werden meist bei Festzinsvereinbarungen für Zeiträume bis 12 Monate verwendet, dagegen werden mehrjährige Laufzeiten eher als "Sparbrief" benannt. Wie lange Geld angelegt werden soll, hängt von den Sparzielen, den Zinserwartungen und vor allem vom Zeitpunkt ab, wann das Geld wieder benötigt wird. Wer eine mehrjährige Bindung scheut, kann den Anlagebetrag in Tranchen aufteilen und zu unterschiedlichen Fälligkeitsterminen anlegen. So ist ein Teil des Geldes in absehbarer Zeit immer verfügbar und kann dann bei Bedarf wieder neu angelegt werden. Eine EU-Richtlinie gibt in Bezug auf die gesetzliche Einlagensicherung EU-weit eine Mindestabsicherung von EUR 100.000 je Privatkunde vor. Dennoch ist es wichtig zu wissen, durch welche in- oder ausländische Institution die Absicherung beim jeweiligen Anbieter konkret erfolgt. Diese Information ist im Vergleich natürlich vermerkt.

Auch bei Festzinsanlagen muss man inzwischen aufpassen. So schreiben verschiedene Banken bei mehrjährigen Anlagen die Zinsen erst am Laufzeitende und ohne Zinseszinseffekt gut. Damit die Zinshöhe nicht täuscht, geben wir in der Fußnote den entsprechenden Wert bei jährlicher Zinsgutschrift an. Außerdem werden vereinzelt Festzinsanlagen mit Nachrangabrede aufgelegt. Das bedeutet aber, dass die Einlagensicherung im Falle der Pleite nicht greift. Denn diese Verbindlichkeiten werden im Insolvenzfall nachrangig - nach denen anderer Gläubiger - bedient. Angebote mit Nachrangabrede führen wir nicht auf.

Die Europäische Zentralbank (EZB) spülte Hunderte Milliarden Euro ins Finanzsystem. Zwischen März 2015 und Dezember 2018 und ab November 2019 kaufte sie im großen Stil Kreditverbriefungen an. Wegen der Sorgen um die Konjunktur in der Corona-Krise flossen im Pandemie-Anleihekaufprogramm PEPP bis März 2022 zusätzlich bis zu 1,85 Billionen Euro in Anleihen, dabei hatte die EZB sich keine Beschränkungen gesetzt, was sie kauft. Banken erhielten langfristige Refinanzierungsspritzen zu sehr günstigen Bedingungen. Und der Leitzins wurde über Jahre bei Null gehalten und eine negative Einlagenfazilität geschaffen, sprich die Banken müssen für Einlagen bei der EZB Strafzinsen zahlen. Angesichts der rekordhohen Inflationsrate ist der Druck auf die Notenbank enorm gestiegen. Sie hat nun ein Ende ihrer ultralockeren Geldpolitik signalisiert, ihre Anleihenkäufe will sie zum 1.6.22 einstellen und Leitzinserhöhungen in kleinen Schritten sollen folgen, voraussichtlich im Juli eine erste um 0,25 Prozentpunkte.

Nach Abzug von Steuern und der jetzigen Inflation verliert Geld auf den meisten Anlageplätzen an Wert. Die Aussichten sind also eher trübe. Gelder unverzinst zu lassen, stellt trotzdem keine Alternative dar. Vielmehr gilt es Gelegenheiten zu nutzen. Für viele Banken ist es nun wieder attraktiv, Einlagen aufzunehmen, sie erhöhen zum Teil kräftig die Zinsen. Allzu lange Festgeldbindungen sollten Anleger in der Situation jedoch nicht eingehen, da das Zinsniveau in zwei oder drei Jahren vermutlich ein höheres ist.

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