Tagesgeld: Information
- Zinsangebot
Ford Money- Standardzins von derzeit 0,10%
- wahlweise monatliche oder jährliche Zinsgutschrift, wahlweise auf demselben Tagesgeldkonto, einem anderen für den Kunden bei Ford Money geführten Tagesgeldkonto oder dem externen Referenzkonto
- kann auch als Gemeinschaftskonto oder als Konto für Minderjährige eröffnet werden
- auf Wunsch mehrere Konten erhältlich
- VideoIdent möglich
- Zinsangebot
Bigbank- Standardzins von derzeit 0,40%
- jährliche Zinsgutschrift
- Auslandsanlage, estnische Einlagensicherung
- VideoIdent möglich
Tagesgeldkonten eignen sich hervorragend zum kurzfristigen Parken von freien Anlagegeldern und zum Bereithalten von ein bis drei Monatsgehältern für Unvorhergesehenes. Sie können genutzt werden, ohne die Hausbank zu wechseln. Konsequentes Umbuchen vom Girokonto auf ein Tagesgeldkonto ist sinnvoll, um Negativzinsen zu umgehen, und damit die Inflation sich zumindest nicht vollständig auswirkt. Bei Bedarf ist das Guthaben schnell auf dem festgelegten Referenzkonto zurück, es ist nur eine Überweisung entfernt.
Eine der Strategien bei der Auswahl des Anbieters ist es, nicht allein auf die aktuellen Tagesgeldzinsen zu achten, sondern eine Bank zu wählen, die auch in der Vergangenheit kontinuierlich gute Zinsen geboten hat. Ein anderer Ansatz ist gerade jetzt in der Niedrigzinsphase, guten Gewissens die Schnäppchen mit Zinsgarantien mitzunehmen, aber auch wieder zu wechseln, wenn der Zins im Marktvergleich zurückfällt. Ebenso lassen viele Anleger mehrere gute Tagesgeldkonten parallel bestehen, um bei Zinsänderungen gegebenenfalls den Anlagebetrag auf das dann bessere Konto umzuschichten.
Die Zinsentwicklung mehrerer Tagesgeldkonten haben wir für Sie in einem PDF-Dokument grafisch dargestellt. Denn stabile Zinsen sagen etwas über die Geschäftspolitik einer Bank aus. Einige Banken machen gute Zinsangebote nur, um am Markt bekannt zu werden. Die Kosten für eine solche Marketingmaßnahme halten sich in Grenzen, da erst wenige Kunden vorhanden sind, denen der Zins tatsächlich zu zahlen ist. Auch Angebote für Neukunden oder Geld, das neu hereinkommt, stehen dem gegenüber. Die Sonderkonditionen beziehen sich dabei auf einen befristeten Zeitraum und einen begrenzten Anlagebetrag. Die damit oft verbundenen Nebenbedingungen sind maßgeblich, damit die Zinsgutschrift später nicht niedriger ausfällt als zunächst angenommen. Das Problem: Wer denkt schon nach drei oder sechs Monaten daran, dass die Sonderkondition ausläuft? Die Bank erinnert daran natürlich nicht. Geht dieselbe Bank mit weiterer Aktionsware in den Verkauf, übersieht der Anleger womöglich leicht, dass ihn das nicht mehr betrifft und er längst zum Altbestand gehört. Sonderzinsaktionen sind für die Bank jedenfalls meist unrentabel und rechnen sich erst, wenn es zu Folgegeschäft kommt oder der Kunde aus Bequemlichkeit bleibt. Bei so manchem Tagesgeldkonto wird der Zins erst ab einer gewissen Anlagesumme attraktiv oder der beworbene, hohe Zins wird nicht für den Gesamtbetrag, sondern nur für Guthabenteile ab einer festgelegten Höhe gezahlt. Auch umgekehrt kommt dies vor: Dann eignet sich das Tagesgeldkonto nur für geringere Summen. Einige Anbieter gehören einer Einlagensicherung eines anderen EU-Landes an. Die niederländische und die österreichische Einlagensicherung beispielsweise sichern die Rückzahlung von Einlagen bis EUR 100.000 je Privatkunde ebenso gut ab wie eine deutsche.
Man sollte somit immer genau hinsehen und sich bewusst sein, dass etwa aus dem Top-Zins nach wenigen Monaten schon wieder ein schwacher Durchschnittszins werden kann. Wer ein Tagesgeldkonto hat, sollte die Termine im Blick behalten und regelmäßig den Markt beobachten, um gegebenenfalls zu wechseln. Wird ein altes Konto auf absehbare Zeit nicht mehr benötigt, sollte man es nicht nur leerräumen, sondern auch auflösen lassen, denn dann gilt man je nach Bank nach sechs oder zwölf Monaten wieder als Neukunde und hat Zugang zu den Neukundenangeboten. Die Sortierung im Vergleich kann entweder nach den Standardzinsen erfolgen oder zusätzlich auch Sonderzinsaktionen berücksichtigen. Auslandsanlagen und Tagesgeldkonten, die nur in Kombination mit anderen Produkten wie Girokonten oder Wertpapierdepots angeboten werden, sind außerhalb des Vergleichs zusammengestellt.
Änderungen bei den Tagesgeldzinsen
- Bank11 senkt bei den Bestandskunden der "TotalFlex-Konten" per 20.7.21 in Richtung der seit 14.4.21 im Neugeschäft geltenden Zinssätze ab. Es gelten dann beim TotalFlex-33 wieder einheitlich 0,20%. Beim TotalFlex-90 werden es mit 0,30% (vorher 0,40%) und beim TotalFlex-180 mit 0,40% (vorher 0,50%) noch ein wenig mehr als im Neugeschäft sein.
- Die BMW Bank verringert am 14.7.21 beim "Online-Sparkonto" von 0,05% auf 0,02%.
- Austrian Anadi Bank aus Österreich senkt beim "Flexgeld24" per 1.7.21 von 0,05% auf 0,02%.
- FCM Bank aus Malta erhöht beim "Flexgeld24" per 1.7.21 von 0,06% auf 0,08%.
- comdirect setzt per 1.7.21 auf den ab 10.5.21 eingerichteten Konten die Schwelle tiefer, ab der sie einen Negativzins von minus 0,50% erhebt, von EUR 100.000 auf EUR 50.000. Bei der Berechnung werden alle täglich verfügbaren Kontoguthaben eines Kunden addiert.
- CosmosDirekt senkt per 1.7.21 beim "Tagesgeld Plus", das seit Ende April nicht mehr zum Abschluss angeboten wird, von 0,21% auf 0,01%. Der Zinssatz gilt für die Guthabenteile bis EUR 25.000 für das dritte Quartal 2021.
- Die Degussa Bank verzinst ab 1.7.21 auf dem privaten Tagesgeldkonto lediglich noch die Guthabenteile bis EUR 5.000 mit 0,01% und auf die Guthabenteile darüber wird ein Negativzins von minus 0,50% zu zahlen sein. Die Schwelle für den Negativzins ist hier somit äußerst niedrig. Bislang galten 0,01% für das Gesamtguthaben.
- Hoist Finance aus Schweden verringerte am 21.6.21 von 0,15% auf 0,13%.
- Per 15.6.21 verringerte NIBC Direct bei den "Mehr.Flex.Konten": bei 30-tägiger Kündigungsfrist auf 0,15% (vorher 0,20%), bei 60-tägiger Kündigungsfrist auf 0,20% (vorher 0,25%) und bei 90-tägiger Kündigungsfrist auf 0,25% (vorher 0,30%)
- Qliro aus Schweden senkte auf dem "Flexgeld24" per 15.6.21 von 0,10% auf 0,05%.
- Die ProCredit Bank strich zum 15.6.21 die Verzinsung, davor galten 0,01%.
- Collector Bank aus Schweden verringerte am 11.6.21 von 0,16% auf 0,13%.
- Klarna Bank aus Schweden verringerte am 9.6.21 von 0,17% auf 0,14%.
- Nordax Bank aus Schweden senkte am 7.6.21 von 0,16% auf 0,14%.
- Die LeasePlan Bank aus den Niederlanden senkte am 1.6.21 von 0,20% auf 0,10%.
- NIBC Direct senkte per 1.6.21 von 0,15% auf 0,10%. Die Jugend-Tagesgeldkonten blieben von dieser Senkung jedoch ausgenommen.
- Die GLS Bank erhebt den Negativzins von derzeit minus 0,50% seit 1.6.21 bereits für Guthabenteile größer EUR 50.000, zuvor größer EUR 250.000. Die Guthaben auf allen Giro- und Tagesgeldkonten eines Kunden werden dabei zusammengerechnet. Die Absenkung der Schwelle gilt für neue Kunden, die ab dem 1.6.21 eröffnen, und für Bestandskunden mit denen eine Absenkung auf EUR 50.000 vereinbart wurde.
- Die Merkur Privatbank erhebt beim Tagesgeld den Negativzins von minus 0,50% seit dem 1.6.21 bereits für Guthabenteile ab EUR 50.000 statt zuvor ab EUR 100.000. Für Guthabenteile größer EUR 100.000 fügte sie eine weitere Stufe ein, ab der sie den Negativzins gar in Höhe von minus 1,00% erhebt. Auf vor dem 1.11.20 eröffnete Tagesgeldkonten gelten bei der Merkur Privatbank jedoch weiterhin keine Negativzinsen.
- Amsterdam Trade Bank aus den Niederlanden verringerte am 31.5.21 von 0,05% auf 0,03%.
