Newsbeitrag vom 18.08.2010

Letzter Vorhang für noa bank gefallen

Als Reaktion auf den Insolvenzantrag der noa factoring hat die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) am Abend gegenüber der noa bank ein Veräußerungs- und Zahlungsverbot erlassen. Der Bank drohe Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung. Es wurde angeordnet, die Bank für den Kundenverkehr zu schließen. Der Kontozugriff über das Online-Banking ist bereits nicht mehr möglich.

noa-bank-Gründer François Jozic hatte unmittelbar zuvor im Unternehmensblog resigniert das Ende der noa bank erklärt. Er höre auf zu kämpfen. Wie schon in der Vergangenheit erhob Jozic schwere Vorwürfe gegen die BaFin, um die Situation zu rechtfertigen. Die BaFin habe ihn und seinen Geschäftspartner Frederic Lodewyk aus der Bank und dem Factoring-Unternehmen drängen wollen. Ihre Anteile sollten sie zu einem symbolischen Preis von einem Euro an andere Investoren abgeben. Die BaFin habe ignoriert, dass er Investoren fand, die mindestens zwei Millionen Euro investieren wollten. Stattdessen habe sie diese mit einem weiteren Schreiben verschreckt, in welchem die Schließung der Bank angekündigt wurde. Die Insolvenz von noa factoring steht unverkennbar im Zusammenhang mit dem Geschäftsverbot, das die BaFin Ende Juni aussprach. Da die noa bank keine weiteren Kredite vergeben durfte, wurde noa factoring zahlungsunfähig. Gemäß der Argumentation von François Jozic hätte die Schließung der Bank für die Factoring-Kunden ein Desaster bedeutet. Deshalb habe man sich entschieden, Gläubigerschutz durch das Insolvenzverfahren zu beantragen. Man wolle die Factoring-Kunden vor einer "wilden Liquidation" schützen.

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