Newsbeitrag vom 03.07.2018

ComStage geht an Société Générale

Die französische Großbank Société Générale übernimmt von der Commerzbank den ETF-Anbieter ComStage und weitere Teile des in der Sparte Equity Markets & Commodities (EMC) gebündelten Geschäfts. Beide Banken informierten am heutigen Dienstag darüber. Der Verkauf solle dazu beitragen, das Geschäftsmodell und die IT-Infrastruktur zu vereinfachen, teilte die Commerzbank mit. Schon Ende 2016 hatte sie entschieden, sich von EMC zu trennen, um Kapital für das Kerngeschäft mit Privat- und Firmenkunden freizusetzen und die Kosten zu reduzieren. Mit der Société Générale einigte sie sich nun. Société Générale ist mit ihrer Tochter Lyxor selbst ETF-Anbieter. ETFs sind eine beliebte Anlageform, sie bilden klassischerweise die Wertentwicklung von Börsenindizes nach. Weil meist nur prozentual niedrige Gebühren vereinnahmt werden, sind ETFs ein Skalengeschäft, entsprechend ist Größe wichtig. Durch die Übernahme kann Société Générale beim verwalteten Volumen an der Deutschen Bank (Xtrackers) vorbeiziehen und in Europa hinter Blackrock (iShares) die Nummer zwei werden. Der Kaufpreis wurde nicht genannt. Die zuständigen Behörden und die Arbeitnehmervertreter müssen noch zustimmen. Die Übertragung der Handelsbücher werde dann voraussichtlich ab Ende 2018 schrittweise erfolgen. Beide Seiten versprachen, einen reibungslosen und transparenten Übergang für die investierten Anleger sicherzustellen.

Die EMC-Sparte der Commerzbank umfasst neben ComStage die Emission und das Marketmaking von strukturierten Investmentprodukten. Die Aktivitäten sind in Frankfurt, Luxemburg, London, Hongkong, Paris und Zürich angesiedelt. Im Rahmen der Transaktion sollen etwa 520 Mitarbeiter zur Société Générale wechseln. Nicht Bestandteil der Transaktion sind - weil für die Commerzbank mit der Ausrichtung auf Firmenkunden wichtig - das Eigenkapitalmarktgeschäft, das beispielsweise Unternehmen bei Börsengängen und Kapitalerhöhungen begleitet, der Aktienhandel und die Aktienanalyse. Auch die Aktivitäten in der Absicherung von Rohstoffrisiken behält die Commerzbank.

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